Stammzellen aus Nabelschnur? Was meint ihr dazu ?

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Beitrag von eiskalterengel79 07.02.11 - 07:41 Uhr

Hallo zusammen,

ich wollte mal Eure Meinung zu dem Thema Stammzellen aus der Nabelschnur hören.
Ich bin mir total unsicher, ob ich das machen lassen soll oder nicht.
Ich hab jetzt mit schon einigen Müttern gesprochen, die das nicht machen haben lassen.

Eine Kollegin hat mir erzählt, das sogar ihre Frauenärztin davon abgeraten hat, da die Medizin anscheinend immer noch
nicht so weit ist, das es wirklich auch zu 100% benutzt werden kann, sollten die Stammzellen wirklich mal benötigt werden.

Versteht mich nicht falsch, mir geht’s jetzt nicht um die 2500 Euro, aber wenn das wirklich noch immer keine sichere Sache ist,
ob es was hilft oder nicht, bin ich mir echt nicht sicher, ob ich es machen lassen soll…

Was meint ihr dazu ?

Lg

Sandra

Beitrag von zuckerpups 07.02.11 - 07:46 Uhr

1. Wir haben es bisher nicht gebraucht und sind nun auch über 30 Jahre alt geworden. Wie groß ist die Chance, daß man es braucht?

2. gibt es anonyme Spenden, z.B. an die DKMS (dkms.de), das werde ich machen, kostet nix, nutzt vielleicht einem anderen, der's braucht, tut nicht weh.

3. geht es sehr wohl auch um Geld, denn es ist ja nicht so, daß das ein Sparbuch ist, sondern das Geld ist dann weg.

Beitrag von astrida 07.02.11 - 07:48 Uhr

Also so viel ich weiß werden diese Stammzellen 21 Jahre eingelagert.
Sprich zum 21. Geburtstag deines Kindes.
Die Wahrscheinlichkeit, dass dein Kind bis zum 21. Lebensjahr Krebs haben wird, ist recht gering. Klar kann es passieren.
Im Übrigen ist es so, dass in den wenigsten Fällen es möglich ist, die eigenen Stammzellen zu nehmen.
Nehmen wir an, dein Kind würde mit 18 Jahren an Krebs leiden. Die Stammzellen deines Kindes hätten die Anlagen für Krebs ja auch gespeichert.
Daher ist ein kontraproduktiv deinem Kind die eigenen Stammzellen zu geben, da die wahrscheinlichkeit einer "neuansteckung" größer ist als mit anderen Stammzellen.

So hat meine FÄ mir das versucht zu erklären.

Sie riet mit wohl, das Nabelschnurblut zu verschenken, sprich es entnehmen zu lassen und zu spenden. Denn dadurch kann man auch sehr wohl was gutes tun.

Aber in Endeffekt musst du es selbst wissen, ich fänd es 1. Geld verschwändung und 2. Sinnlos.
Die 2500€ kannst du dir sparen und deinem Kind lieber fürn Führerschein weg tun ;-)

lg Astrida

Beitrag von die_schwangere 07.02.11 - 07:54 Uhr

ich würde das auch nicht machen
da kannste lieber deinen kind was schönes für 2500 euro kaufen

sinnvoller finde ich eine nabelschnurblutspende
das kostet nix und man tut etwas gutes.

der beitrag von astrid ist super #pro

Beitrag von die_schwangere 07.02.11 - 07:54 Uhr

astrida mein ich:-p

Beitrag von astrida 07.02.11 - 08:14 Uhr

#danke

Beitrag von laohu 07.02.11 - 07:55 Uhr

Hallo Sandra,

ich denke ebenfalls darüber nach dies zu machen. Ja, die Medizin ist heute noch nicht soweit aber ich es dennoch wichtig für mich. Und wenn wir dann später die Stammzellen nicht benötigt haben und dies spenden, helfen wir vllt. noch anderen Menschen.

Das Geld steht dabei bei mir im Hintergrund! Ich habe mich heute allerdings noch nicht im Detail damit auseinandergesetzt. Bin gerade noch an anderen Themen dran.

LG
Laohu

Beitrag von .mondlicht.4 07.02.11 - 07:55 Uhr

Hallo Sandra,

wir haben eigentlich noch ganz lang Zeit (9+6), haben uns aber schon Gedanken darüber gemacht.
Die Meinungen gehen da auch bei Experten (oder die, die sich dafür halten) weit auseinander.
Was für mich einfach das Ausschlaggebende war, dass mir keiner garantieren kann, dass die Stammzellen aus der Nabelschnur auch nach 20 oder 30 Jahren problemlos aufgetaut werden können. Langzeitstudien hat man in diesen Bereich einfach nicht.
Ich denke wir haben einen gesunden Menschenverstand und genug Gottvertrauen, dass wir auch mit einer Krankheit unseres Kindes klarkommen werden. Mein Mann hat Mutliple Sklerose und wie sich das die Entwicklung mit Nervenzellen und die Forschung von Jahr zu Jahr verändert ist wahnsinn. Wenn es in der Stammzellenforschung ebenso rasant zugeht braucht man in ein paar Jahren überhaupt kein Nabelschnurblut.
Außerdem ist es manchmal sinnvoller Spenderzellen zu nehmen, als die eigenen.

Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt und legen dies vertrauensvoll in Gottes Hände. Wenn wir aber durch die Spende der Nabelschnur einen anderen Menschen helfen können, tun wir das gerne. Vielleicht findet sich, wenn wir es wirklich benötigen, auch Menschen, die breit sind zu spenden.

Wünsche dir viel Weisheit bei deiner Entscheidung. Wichtig ist, dass du ein gutes Gefühl hast und dahinter stehen kannst.

lg mondlicht

Beitrag von sana78 07.02.11 - 08:04 Uhr

Hi,

die chance die selber nutzen zu können ist sehr gering aber ich Spende die wieder so wie bei meinem Sohn auch schon ...
ersten kann so die Forschung weiter kommen oder die werte Passen so gut das wir damit vielleicht ein anderes Kind retten können !
Ich finde das mit der Spende eine gute sache und würde es immer so machen denn weder mir noch meinem Kind kann es schaden !

Für uns selber würde ich die nie einlagern lassen... wenn nur zur Spende !

Lg Sandra

Beitrag von sephora 07.02.11 - 08:43 Uhr

Hallo,
mir wurde von allen FA abgeraten die Stammzellen fürs eigene Kind einzulagern.
Wenn dein Kind wirklich mal darauf angwiesen sein sollte, dann ist es sowieso nicht sinnvoll die eigenen ( und ja scheinbar kranken) Stammzellen zu benutzen. Einzig sinnvoll ist es fremde STammzellen zur Heilung zu bekommen.
Dafür gibt es Sammelbanken. Du kannst spenden bekommst dafür aber nix, bzw hast später keinen Anspruch auf die Stammzellen. Wenn sie aber mal jemand braucht kannst du dir sicher sein, einem kleinen Menschen geholfen zu haben.
Ich wollte es eigentlcih mal. Tut mir ja nicht weh nach der Geburt und ist keine große Aktion. Aber leider kam meine Maus am Wochenende zu Welt und da konnte man weder Nabelschnurblut spenden, noch den Mutterkuchen.
Aber ich wollte es gerne machen.
Beim nächsten Baby werde ich es auch machen ( wenn es dann möglich ist).

Wenn jeder so denkt, dann gibts doch später viell. auch mal Hilfe für mein Kind ( und 3mal klopfen, dass es dazu nicht kommt).

lg

Beitrag von schnaddel79 07.02.11 - 08:48 Uhr

Hallo Sandra!

Wir werden das Nabelschnurblut nicht für unseren Sohn einfrieren lassen. Wir haben uns dazu entschlossen es direkt zu spenden. Vielleicht kann jemandem damit eher geholfen werden.

LG Schnaddel mit Jeremy 6 und Babyboy 38. SSW inside#winke