Nackenfaltenmessung - ja oder nein??

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von salzburg1. 07.02.11 - 10:54 Uhr

Hallo liebe Mädels!

Ich soll nun entscheiden, ob ich eine Nackenfaltenmessung machen lasse oder nicht. Die einen meinen, ja unbedingt, es kann nicht schaden - andere sagen wieder "nie und nimmer. ist nicht sinnvoll, kommt sowieso nix dabei raus".
so, wat mach ich nu?

liebe grüße

Beitrag von melanie2005 07.02.11 - 11:02 Uhr

Ich stand auch vor dieser Entscheidung - und habe mich dafür entschieden..
Einfach um mein Gewissen zu beruhigen.
Ich hätte es eigentlich nicht machen müssen, da ich zu keiner Risikogruppe gehör.
Aber es ist schon schön zu wissen das es dem kleinen Muckel dort unten gut geht.
Eine Abtreibung wäre für mich nicht in frage gekommen.
Aber ich denke du kannst dich dann einfach besser vorbereiten - falls es zu einem schlechten Ergebniss kommt.
Muss jeder für sich selbst entscheiden.. wenn du das Ergebniss für dein Gewissen brauchst dann mach es.
Ich bereuhe es nicht, hab mein Muckel nämlich ganz lange in voller Aktion gesehen und da war mir das Geld dann auch egal..

lg

Melanie mit Mucki im Bauch #herzlich

Beitrag von eisblume84 07.02.11 - 11:06 Uhr

Hi,

zunächst muss das jeder für sich entscheiden.

Als für uns diese Entscheidung anstand, hatten mein Mann und ich uns vorher schon mal drüber gedanken gemacht. Und wir sind zu dem endschluss gekommen, es nicht zu machen.

Wenn wirklich was mit unserem Würmchen ist, dann werden wir es auch so lieben wie es ist. Als es uns zum ersten mal gewunken hat, da war die Entscheidung klar, wir würden es nie abtreiben.

Gott wird schon wissen wem er diese Bürde auf erlegt. und wär diese meistern kann.

lg

Beitrag von gsd77 07.02.11 - 11:04 Uhr

Huhu,
ich habe die NFM bei allen 4 Würmchen gemacht! Mein KH bietet dies allerdings gratis an. Es war immer alles in Ordnung, bei allen 4en und ich war 19,20,31 und 33 Jahre :-)
Organscreening habe ich ebenfalls immer machen lassen und nur bei meiner ersten Prinzessin stimmte einiges nicht und da war ich 19, also würde ich mich weniger aufs Alter verlassen....

Alles Liebe!

Beitrag von jwoj 07.02.11 - 11:05 Uhr

Wichtig ist vor allem, was du dir von einer Untersuchung versprichst und nicht, ob hier jetzt einige sagen "Ja, unbedingt" oder "Nein, mach es nicht!"

Bei dieser Untersuchung wird die sogenannte Nackenfalte vermessen. Dann wird anhand deines Alters und einer Blutabnahme von zwei Werten bestimmt, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass du ein Kind mit Trisomie austrägst. Es ist wichtig zu verstehen dabei, dass es eine Wahrscheinlichkeit! ist - keine Tatsache. Es werden einfach bestimmte Faktoren herangezogen um diese Wahrscheinlichkeit zu berechnen. Wenn du also schon 35 oder älter bist, liegst du bei dieser Wahrscheinlichkeitsberechnung - auch ohne NFM - ganz weit vorne.

Meines Erachtens verunsichert eine solche Untersuchung mehr als das sie hilft. Es kommt auch immer darauf an, wie der Arzt die Nackenfalte misst und ob er das Kind richtig erwischt. Ich hatte ein eher schlechtes Gefühl bei dem Termin.

Weiterhin solltest du dir natürlich klar darüber sein, was du mit einem "schlechten" Ergebnis anstelllst. Wenn du ein behindertes Kind ohnehin zur Welt bringen würdest, kannst du dir alle Untersuchungen sparen. Ansonsten würde es dann mit anderen Untersuchungen weitergehen.

Viele Grüße!#winke

Beitrag von marjatta 07.02.11 - 11:13 Uhr

Das ist so nicht richtig. Ich bin über 35 und bei beiden Schwangerschaften ist durch den Bluttest mit der NFM ein Risiko herausgekommen, bei dem ich das von einer Mitte Zwanzigjährigen hatte.

Eine solch pauschale Aussage ist für diejenigen, die sich von diesem Suchtest eine Entscheidungshilfe u.U. für / gegen eine FWU versprechen, nicht wirklich hilfreich. Wenn Du das Thema nicht wirklich kennst, solltest Du anderen keine falschen Informationen hierzu geben.

Es hängt eben nicht nur am Alter. War bei der ersten NFM 37 Jahre alt und bei der zweiten jetzt 39 Jahre alt.

Gruß
marjatta

Beitrag von jwoj 07.02.11 - 11:26 Uhr

Jetzt machst du aber ein Faß auf ;-)
Meistens versuche ich es zu vermeiden, Antworten im Sinne von "Ja, das muss man machen" oder "Nein, auf keine Fall" zu vermeiden, da ich finde, diese Entscheidung sollte jeder für sich treffen.

Habe mich leider falsch ausgedrückt im Satz - da war ein "auch" zuviel. Was ich meinte war, dass du ohne Bluttest und NFM alleine wegen des hohen Alters schon eine hohe Wahrscheinlichkeit hast ein Kind mit Trisomie auszutragen (wenn du natürlich entsprechend alt bist). Was ich verdeutlichen wollte war einfach, dass, wenn die NFM nicht so gut läuft (manchmal auch einfach weil der Arzt schlecht misst) und die Blutwerte nicht ganz berauschend sind wie bei dir jetzt, du eine hohe Wahrscheinlichkeit bekommst, das aber überhaupt gar nichts zu heißen hat.

Ich hoffe, ich konnte damit meine Pauschalaussage etwas relativieren.#winke

Beitrag von neomadra 07.02.11 - 11:06 Uhr

morgen :-)
die frage wird ja hier recht oft gestellt und es gibt in jeder antwort-reihe dann befürworter und gegner.

meine antwort damals war die (aus faulheit reinkopiert ;-)):

_______

hier kommt ein "dafür" ;)
ich habe grade am mittwoch (der "mittwoch" ist zwischenzeitlich länger her: dezember wars) die nfm machen lassen und würde es immer wieder tun.

mein ausgangsgrund war der: ich wollte wissen, ob alles ok ist und wenn nicht, was los ist.

ich weiss auch, dass man längst nicht alles durch diese untersuchung sehen kann und das manches nur richtwerte sind.
allerdings wurde mir gesagt, dass man sachen wie zb trisomie 13 oder 18 fast komplett ausschließen kann weil man an den organen etwas sehen müsste.

ich hätte nicht abgebrochen wenn etwas negatives bei dieser untersuchung rumgekommen wäre - aber ich hätte es wissen wollen.

ich gehöre zu der pragmatischen fraktion. ich möchte mich nicht neun monate auf etwas freuen und dann einen uppercut in den magen kriegen weil etwas gravierendes nicht stimmt.
sicher, ich weiss - das kann immer noch kommen.
aber diese untersuchung hat zumindest einiges schon eingrenzen und ausschließen können - das hat mich etwas beruhigt. und hätte man mir hier etwas gesagt was auf eine veränderung gedeutet hätte, dann hätte ich für mich die chance gehabt, mich bis zur geburt damit auseinanderzusetzen und drauf vorzubereiten.

da ist vermutlich jeder anders - ich gehöre zur fraktion: ich will alles wissen, dann kann ich mit allem leben.

es wurde nicht nur die nackenfalte vermessen, sondern durch den ca. halbstündige ultraschall wurde alles angeschaut und vermessen.
länge der arme und beine, kopfumfang etc - ob alles im normbereich ist.
auch die organe - ob zwei herzkammern da sind und ob beide arbeiten; war interessant zu sehen.
ob ein magen vorhanden ist - und wenn ja, ob er gefüllt ist, dann wäre der schluckreflex vorhanden.
ob die blase da und gefüllt ist - dann würde mindestens eine niere funktionsfähig sein.
ob das gehirn angelegt ist, zwei hälften - bzw das, was vorher dann da ist begriff entfallen).
ob der rücken geschlossen ist, die bauchwand, wie die nabelschnur aussieht
etcpp.

ich fand es sehr schön und sehr spannend, das alles mal erklärt zu bekommen und zu sehen.

und ganz abgesehen davon:
der ultraschall war grandios, um längen besser als der meiner regulären gyn. einfach fürs "baby-fernsehen" hätte es sich schon gelohnt.
die untersuchung wurde auf einen flatscreen mir gegenüber übertragen und ich konnte mal 30min meinem kleinen beim hüpfen, purzelbaumschlagen und sich beleidigt wegdrehen zusehen ;)
ganz nebenbei fiel eben auch die info, dass es wohl ein junge werden würde - was auch eine info war, die mich interessiert hat.

zum abschluss durfte ich mir 10 bilder aussuchen die mir ausgedruckt wurden auf diesem ultraschallpapier; alle gemachten bilder habe ich auf cd gebrannt mit nach hause bekommen.

das und die durchwahl des behandelnden arztes, ich solle mich melden wenn ich noch fragen habe oder was ist, dann würde er auch noch mal drüberschauen.

ich hab mich sehr wohl gefühlt und bin natürlich froh über positive ergebnisse ... aber auch das outing und einfach das "babyfernsehen", das hat sich schon gelohnt :)

ich denke, jeder muss das selber wissen ob er wissen wollen würde ob eventuell etwas nicht stimmt oder nicht - und demnach dann entscheiden ob diese untersuchung was ist oder nicht.
es geht sicherlich ohne und ein medizinisches muss ist sie nicht.

______


also von mir ein: dafür! ;-)

Beitrag von marjatta 07.02.11 - 11:08 Uhr

In Deutschland müssen wir die NFM plus Bluttest selbst bezahlen. Generell finde ich für mich diesen Suchtest sehr hilfreich. Da ich bereits bei der ersten SS über 35 war, wollte ich auf diese Weise herausfinden, ob ich eine FWU machen muss, oder ob ich mir das sparen kann. War beides Mal alles in Ordnung.

Du bist noch keine 30 und wenn Du keine familiären Erkrankungen hast, die einen solchen Suchtest oder eine FWU erforderlich machen würden, dann kannst Du ihn Dir auch sparen.

Schön ist natürlich, dass man den Bauchzwerg längere Zeit betrachten kann. Aber meine Hebamme meint, dass der US die Kleinen auch ein bisschen belastet, weil das für die schon laut ist. Die sind ja auch noch etwas empfindlicher.

Gruß
marjatta

Beitrag von meandco 07.02.11 - 11:14 Uhr

also dafür spricht, dass eine unauffällige nackenfalte auch viele organschäden ausschließt - also allgemein auf ein gesundes kind schließen lässt.

dagegen spricht, dass es sich um wahrscheinlichkeitsrechnung bezüglich trisomie handelt. im endeffekt hast du dann einen rechnerischen wert, der auf statistik beruht ... und statistik ist das: wenn du mit einem fuß auf einer eingeschalteten herdplatte stehst und mit einem im gefrierfach hast du statistisch gesehen angenehm warme füße ...

heißt: das ergebnis kann was bedeuten oder auch nicht. aber ohne weitere untersuchungen sagt es genau gar nichts aus ...

mach dir lieber gedanken darum was du mit dem ergebnis machen würdest wenn es schlecht ausfällt - also die möglichkeit für triso bestehen würde ... würde das weiter nichts ändern für dich ist es vermutlich nur rausgeschmissenes geld.

lg
me

Beitrag von salzburg1. 07.02.11 - 11:29 Uhr

Vielen dank für die antworten!
ich bin 29 und habe keine derlei erkrankungen in meiner familie. auch in der familie meines mannes gibt es nur pumperlgsunde leut.
ich glaube, ich könnte mit einem negativen ergebnis nicht umgehen und gehe lieber mal von vorne herein davon aus, dass der wurm gesund ist und lass es nicht machen.
eure meinungen haben mit sehr weitergeholfen.
vielen dank und liebe grüße

Beitrag von neomadra 07.02.11 - 11:35 Uhr

schön, dass du deine entscheidung getroffen hast, find ich prima :-)
jeder muss bei diesem thema so entscheiden, wies für ihn am besten ist, da es halt kein "must have" ist.
was mich jetzt interessieren würde muss ich gestehen ist: du sagst, du machst sie nicht, weil du angst hast, mit einem negativen ergebnis nicht umgehen zu können.
was bedeutet es denn dann für dich, sollte sich bei der geburt dann etwas negatives herausstellen? (was nicht sein wird :-) ).
dann bist du ja quasi direkt überrumpelt und musst sofort agieren - ich weiss auch nicht, wie ich mit einem negativen ergebnis umgehen würde aber ich denk immer, dann hätte ich zumindest zeit, mich mental drauf einzustellen und vorzubereiten.

Beitrag von vubub 07.02.11 - 11:35 Uhr

Hi,

mein Mann und ich haben es nicht machen lassen. Es kommt ein Wahrscheinlichkeitswert heraus, der nicht zwingend was darüber aussagt, ob es nun so ist oder nicht. Wir haben uns dann gefragt: Was machen wir dann mit dem Ergebnis?
Man kann daraufhin eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, wenn das Ergebnis für wahrscheinlich spricht. Dazu muss man jedoch sagen, dass eine Fruchtwasseruntersuchung ein Risiko für das Ungeborene bedeutet.
Das wollten wir auf keinen Fall. Auf der anderen Seite wollte ich mich auch nicht die restliche Schwangerschaft über verrückt machen, nur weil das Ergebnis vielleicht nicht sooo gut war.

LG, vubub