Fühlt ihr euch auch oft so einsam???

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von pocahontas82 07.02.11 - 11:16 Uhr

Hallo,

ich möchte mich heute einfach mal ausheulen, damit es mir hoffentlich wieder besser geht#schmoll.

Eigentlich habe ich wohl irgendwie ein "Luxusproblem"...und es sollte mir wohl eher peinlich sein, aber ich weiss einfach nicht, wie ich damit zurecht kommen soll:-(.

Und zwar ist es so, dass es uns eigentlich sehr sehr gut geht.
Ich liebe meinen Mann sehr und er mich auch. Wir haben 2 tolle, gesunde Kinder (der Große ist 2 und die Kleine 5 Monate alt), ein eigenes Haus und finanziell geht es uns auch gut.
Seit Anfang diesen Jahres ist mein Mann nun selbständig und eigentlich so gut wie nicht mehr zu Haus:-(.
Er verlässt um 6.00 Uhr morgens das Haus und kommt meist nicht vor 22.00 Uhr nach Hause. Samstags dasselbe, nur dass er da dann meist so gegen 18.00 oder 19.00 Uhr kommt.
Die beiden Kleinen gehen um 19.00 Uhr schlafen und sehen den Papi somit nur noch sonntags.

Ja und das ist nun mein Problem!
Ich fühl mich sooooo schrecklich "einsam":-(...natürlich ist das Leben mit meinen beiden Kleinen toll, aber ich stehe eben mit allem alleine da und es ist oftmals einfach wirklich sehr sehr anstrengend#schwitz.

Im Umfeld ist es auch so, dass meine Family den ganzen Tag arbeiten geht und ich hab zwar einige Freundinnen, die jedoch fast alle kinderlos sind und eben auch arbeiten gehen......so bin ich eben die ganze Woche allein (mit den Kiddies)!

Was ist nur mit mir los? Sollte ich nicht einfach nur glücklich und zufrieden sein, dass ich eigentlich alles habe, was man sich normalerweise wünscht??? Ach ich weiss auch nicht, was los ist......

Sorry für das viele #bla.....ich hoffe, ihr könnt mir vielleicht helfen??!!

VG und danke!
poca

Beitrag von sweety03 07.02.11 - 12:17 Uhr

Hallo,

ich kann Dich verstehen!
Ein tolles Haus etc. ist nicht alles, wenn man sehr viel allein ist.
Wohnt Ihr schon lange dort? Hast Du Kontakt zu anderen Müttern?
Ich war in einer ähnlichen Situation, als meine Kinder so klein waren (sind jetzt schon 7 und 5).
Ich bin dann mit beiden Kindern in eine Spielgruppe und zum Kinderturnen gegangen, da hat sich dann der eine oder andere Kontakt ergeben.
Ist zwar nicht so meins gewesen, da ich solche Veranstaltungen nicht so spannend finde, aber für einen Spielplatzbesuch oder einen Kaffee nachmittags hat es gereicht :-).
Die Arbeitssituation Deines Mannes kann man wohl zur Zeit nicht verändern. Vielleicht könnt Ihr am Sonntag mal etwas allein machen ohne Kinder? Und wenn es nur ein Essen im Restaurant ist, um mal wieder ungestört zu sein. Vielleicht findest Du einen lieben Babysitter?
Und ich kann Dich beruhigen: Spätestens im Kindergarten lernst Du automatisch andere Mütter kennen, das kommt von ganz allein.

Sweety

Beitrag von linnie73 07.02.11 - 12:18 Uhr

Kann dich verstehen, fühl dich mal #liebdrueck.
Mein Mann ist auch den ganzen Tag weg, meine Familie wohnt ziemlich weit weg von uns und ne richtige Stütze sind die eh nicht. Zudem kommt dass ich der Liebe wegen zu meinem Mann in ein Dorf gezogen bin. Hier ist es traumhaft schön, richtig idyllisch, aber.. ich bin hier ganz alleine.
Ich habe keinen Führerschein und bin auf meinen mann angewiesen, also hock ich hier den ganzen Tag, bewältige Kind, Hunde und Haushalt alleine. Unterhalten kann ich mich dann mit den Hunden....
Hier im Dorf Freunde zu finden, ist schier unmöglich. Hier sind nur 4 Familien mit Kleinkindern, die zwar eine Krabbelgruppe gegründet haben, doch die sind eine eingeschworene Einheit, kann man ein wenig mit Desperate Housewives vergleichen#augen. Hier ist es sehr schwer als "Neuling" sich zu integrieren. Zumal alles hier seinen Lauf haben muss, Sonntags Kirche, die Kinder müssen zur katholischen Kinderkirmes usw.... und doch wird man nur dumm angeschaut und es wird getuschelt...

Also, im Sinne bist du doch nicht alleine, du hast viele Leidensgenossen, wird dir zwar nicht viel helfen, aber villeicht ein Trost.Was würd ich nicht alles dafür geben, mal gemütlich einen Kaffee mit jmd zu trinken und mich mit dem über Gott und die welt zu reden#tasse#torte

LG
Nathalie

Beitrag von girl08041983 07.02.11 - 12:23 Uhr

Hallo,

diese Stimmung hatte ich als ich noch mit meinem Ehemann zusammen war. Da war ich einsam und allein und außer Mutter nichts anderes. Seit ich ausgebrochen bin und was für mich tue und Freunde, Freizeit, einen neuen Partner und Zeit für Hobbies habe, geht es mir super. Die Kinder erleben mich fröhlicher, entspannter etc.

Lg

Beitrag von cornichon 07.02.11 - 12:28 Uhr

Hallo,

kann dich gut verstehen. Mir wäre da echt langweilig mit der Zeit.
Ich hatte Riesenglück damals. Als meine Kinder kamen, war meine eine Freundin jeweils fast zur gleichen Zeit schwanger und hat immer nur wenige Monate nach mir entbunden. In dieser Zeit (mit Baby bzw. Kind) haben wir uns seeehr häufig getroffen und viel zusammen unternommen (z.B. Babyschwimmkurs). Erst mit dickem Bauch und später mit Kinderwagen und noch später wieder mit dickem Bauch + Buggy. Es war schon toll, jemanden zu haben mit dem man quatschen konnte und der auch die gleichen Interressen und Probleme hat. Und immer jemand da, der einem hilft und auch mal die anderen Kinder mitbetreut. Das hätte ich nicht missen mögen. Mein Mann ist übrigens auch selbstständig und kam damals auch oft erst sehr spät heim. Ich hätte mich wohl auch einsam gefühlt.

Kannst du nicht irgendwo "unter Leute kommen", also ich mein halt Gleichgesinnte, die auch so kleine Kinder haben. Krabbelgruppe oder sonst irgendwelche Kurse für Kleinkinder, da trifft man doch auch auf andere Mamas.
Der Kiga, den meine Tochter dann später besuchte, bot beispielsweise 1x pro Woche eine sogenannte Spielstunde an, für die "Nochtnichtkigakinder"(0-3) + Mamas. Räumlichkeiten und Spielzeug wurden gestellt. Auch eine Betreuerin war da, die diese Stunde anleitete und auch als Ansprechpartnerin für die Mütter fungierte. Bei schönen Wetter konnte man auch in den Garten raus. Wenn die anderen Kiga-Kinder auch draußen waren, haben die Spielstunden-Kinder eben einfach mitgespielt. Abgesehen davon, das sich meine Tochter auf diese Weise beim offiziellen Kiga-Start dann sehr leicht tat (sie kannte da ja schon alles), wäre es eine gute Möglichkeit gewesen, andere Mütter kennenzulernen und sich gegebenenfalls auch mal so zu treffen, oder ne Freundschaft aufzubauen.
Schau dich doch mal um, irgendsowas wirds doch bei euch auch geben.
Viel Glück

LG cornichon

Beitrag von camargo 07.02.11 - 14:35 Uhr

mir geht es auch so. Ich habe mir so viele Jahrelang ein Kind gewünscht eine Familie. Jetzt habe ich das und musste festestellen wie sehr es mich einengt. Ich fühle mich nun seit 3,5 Jahre ( so alt ist mein Sohn jetzt) eingesperrt.

Wir sind dazu noch nach Brasilien gezogen als er Baby war. Es ist große Umstellung, neue Kultur andere Sprache. Sowas wie Krabbel und Spielgruppen gibts hier gar nicht. Ich war bis jetzt wirklich NUR mit Kind und Haushalt beschäftigt und auf meinen Mann angewiesen bei jeder Kleinigkeit.

Jetzt fängt er gerade mit Kindergarten an, Nachmitags. So habe ich endlich mal Möglichkeit das Haus zu verlassen was für mich tun. Fühle mich zwar immer noch einsam aber nicht mehr eingesperrt.

Es ist auch wirklich schwer im Erwachsenenalter und mit Familie noch passende Leute zu finden mit denen man was gemeinsam machen könnte. Ist es ein Paar sollte die Chemie zwischen allen 4 Personen stimmen sonst klappts nicht, haben sie keine Kinder sind sie dann flexibler als wir und habe andere Interessen bzw Möglichkeiten, haben sie Kinder so mag ich es wiederrum nicht wenn fremde Kinder meine Wohnung zerlegen usw usw... Jeder hat da seine Vorstellung und Wünsche.

Ich hoffe dass sich jetzt was in meinem Leben verändern wird wenn ich mehr Unabhängigkeit gewinne, werde ich vielleicht auch für andere Leute interessanter sein.

Beitrag von pu-tschi 07.02.11 - 20:50 Uhr

Hey,

mir gehts wie Dir.
Großer Sohn (geb. Jan 09), kleine Tochter (geb. Aug 10)- übrigens wohnen wir gar nicht soooo weit voneinander weg, hab ich gesehen, bin jetzt 74..., aber gebürtig 69....

Ich bin auch oft einsam und frustriert, obwohl ich gut ausgelastet bin und Babykurse und Kinderturnen etc. besuchen.

Mein Mann ist zwar gg. 18.00 da, aber geht auch schon um 6.00.

Ich bin auch relativ genervt davon, dass ich gerade nicht arbeite- mir fehlt mein Job, meine Kollegen, einfach Erwachsene um mich. Aber gut- ein Jahr Elternzeit pro Kind schenk ich meinen Kindern.

Ich glaube, in dieser Phase ist es normal, auch mal schlecht drauf zu sein- Du hast kaum Freiraum für Dich, die Kinder sind anstrengend. Ist normal, glaub ich.

Ich bin der festen Überzeugung (sonst würde ich wahnsinnig werden), dass es besser wird, je älter die Süßen werden.

Durchhalten!

Lg, Putschi

Beitrag von imzadi 07.02.11 - 23:52 Uhr

Nein, ich fühle mich nicht einsam. Ich habe min. 2 Freundinnen die ich auch unpassend anrufen kann. Und wenn es in einem moment echt nicht geht, dann ruft sie späterstens am gleichen Abend noch zurück. Und wenn es "wichtig" ist trifft man sich eben schnell, oder nimmt sich viel viel Zeit am Telefon wenn man weit voneinander wohnt.

Nur die Familie um sich haben ist zu wenig!

Beitrag von snoopy1976 08.02.11 - 11:32 Uhr

Hallo,

das Problem kenne ich zu genüge! Als mein Sohn noch kleiner war, fühlte ich mich auch oft einsam und irgendwie so abgeschnitten vom wahren Leben. Ich habe echt die Stunden gezählt bis zum Feierabend meines Mannes. Und wehe er hat dann angerufen und gesagt, es wird später...ächz!

Jetzt ist mein Sohn 5, ich gehe seit 2 Jahren wieder Teilzeit arbeiten (20 Std./Wo.) und es ist einfach toll. Ich habe morgens meine Arbeit, meine Kollegen und nm. dann ihn. In diesem Alter kann man dann auch vieles unternehmen, man kann sich "richtig" mit ihm unterhalten und hat einfach wieder ein eigenes Leben. Also einfach durchhalten, es wird viiieeelll besser, wenn die Kinder älter sind.

Gruß
Snoopy