Heilpädagogischer Kindergarten(Lebenshilfe)?

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von luca2006 07.02.11 - 11:28 Uhr

Hallo :-)
Wollte mal fragen ob es hier Eltern gibt deren Kinder diese Einrichtung besuchen,und wie es da abläuft.
Was alles anders ist als bei Regelkindergärten?!
Wie die Gruppen verhältnisse sind.
Mein Sohn geht seit Sommer in den Regelkindergarten,nur ich finde er geht da total unter.
Schaue mir morgen den an der Lebenshilfe bei uns an,aber viele meiner Freunde schauen mich dann etwas verwirrt an und sagen mir das da fast nur geistig behinderte Kinder sind und mein Sohn sich da nicht weiter entwickeln kann...
Stimmt das?Ich denke mir auch mal das auch viele körperlich behinderte da sind,Herzkranke,Frühchen etc?!
Vielleicht kann mir ja einer berichten,bin zu neugierig um bis morgen zu warten ;-)
Das andere "Problem" ist das der Kiga am anderen Ende der Stadt wäre,ist dann schon irgendwie blöd wegen den Spritkosten.
Aber wenn es meinem Sohn dort besser geht wäre mir das auch egal.
GLG

Beitrag von vanilla68 07.02.11 - 11:48 Uhr

hi.ja mein sohn geht seit januar in den heilpädagogischen kindergarten,und auch ich war hin und her gerissen ob das auch wohl die richtige entscheidung war.ich kann dir nur sagen das in melvin´s gruppe nur ein kind ist welches schwerstbehindert ist.mit melvin sind es sechs kinder in der gruppe.bei den anderen kindern denkst du dir,warum sie nicht in einen regelkindergarten gehen.ich kenne die geschichte von deinem sohn nicht,bei melvin ist es so das er mit einer schweren asphyxie zur welt kam da er einen hohen sauerstoffmangel während der geburt hatte.er wird im april 3 ist motorisch ein halbes jahr zurück und sprechen kann er ausser mama und papa leider garnichts#schmoll.melvin würde schon aufgrund seiner sprache im regelkindergarten untergehen.
ich wünsche dir das du die richtige entscheidung triffst,ansonsten wechseln kann man ja immer noch.
lg andrea

Beitrag von luca2006 07.02.11 - 13:04 Uhr

Danke für deine Antwort :-)
Mein Sohn hat mehrere schwere Herzfehler und ist schwer Lungenkrank.
Von der Entwicklung her ist er eigentlich wie andere auch in seinem Alter,OK sprechen nicht sooo aber es ist im Rahmen.
Nur er muss in der Kita Medikamente bekommen,bekommt auch Marcumar und da habe ich irgendwie Angst das es vergessen wird die Medis zu geben oder zb er wird oft von anderen Kindern geschubst etc.Da habe ich auch Angst bei einer größeren Gruppe weil er ja ein sogenannter Bluter ist.
Und sein Selbstbewusstsein hat er nicht so wie andere Kinder,er ist im Kiga sehr ruhig,redet nicht und lässt sich alles gefallen.
Momentan ist er in einer Krippengruppe mit 12Kinder und 3Erziehern,muss aber im Sommer wechseln in eine normale Gruppe mit knapp 20Kindern und 2Erziehern...Das finde ich auch nicht gut.
GLG

Beitrag von girl08041983 07.02.11 - 11:56 Uhr

Hallo,

mein Sohn war in einem Kita der Lebenshilfe, sorry aber das war bei uns total der Saftladen, es lief so viel schief, was für mich und meinen Sohn wirklich schlimm war und wo es mir wirklich leid tut, dass ich ihm das angetan habe.

In dem Kindergarten waren sowohl geistige wie auch körperlich behinderte Kinder.

Gibt es denn nicht noch andere Möglichkeiten für euch, außer die 2 Kindergärten?


Lg

Beitrag von luca2006 07.02.11 - 13:07 Uhr

Hi :-)
Danke für deine Antwort!
Was war denn in den Kiga?Was hat dir da nicht gefallen?Dann kann ich ja morgen darauf besser achten wenn ich mir den anschaue.
Es gibt hier noch einige Kitas,aber es sind halt immer so große Gruppen mit wenigen Erziehern und das möchte ich vermeiden.Hatte deiner vorschreiberin geantwortet da steht auch wieso usw :-)
GLG

Beitrag von girl08041983 07.02.11 - 13:26 Uhr

Hallo,

leider sah man es am Anfang nicht, es kam erst nach und nach raus. Mein Sohn wurde (er ist entwicklungs und sprachverzögert) in der Sch.. sitzen gelassen, regelmäßig stank es schon vor dem Raum, wo Erzieher und Praktikanten rumsaßen und redeten und Kaffee tranken, und mein Sohn saß in der Ecke und spielte allein und eben in der vollen Windel. Er hatte empfindliche Haut und war regelmäßig wund. Dann haben sie mein Kind so dermaßen schlecht geredet, laut denen dürfte er nicht in eine normale Grundschule gehen, sondern müsste auf die Förderschule. Sie haben die Therapeuten beeinflusst, die haben dann sogar bei uns angerufen und uns versucht auszufragen. Wenn wir irgendwas beanstandet haben, wurde es am Kind ausgelassen. Als wir am Ende mit der Dame vom Amt ein Gespräch mit Leitung und Erzieher hatten, haben sie alles abgestritten.
Sie sind 1x die Woche in den Park gegangen und das war´s an Aktivitäten dort. Geholfen hat es meinem Sohn nichts, andere Kinder die wirklich schlimmer von der Behinderung waren, wurden irgendwann zur Schule abgeschoben etc.

Wir haben dann gewechselt und seitdem blüht mein Kind auf, er hat nicht mal 2 Monate später die Windel abgelegt (laut dem alten Kita würde er es nie machen), er hat super Fortschritte gemacht mit den neuen Betreuer und Therapeuten etc. Er wurde letztes Jahr ein Jahr zurückgestellt, allein um den Müll den der erste Kita verzapft hat auch aufzuholen und zack nu kann er ganz normal zur Schule gehen, weil sein Kita jetzt sich richtig um ihn und seine Bedürfnisse gekümmert hat

Lg

Beitrag von turbokristel 07.02.11 - 13:15 Uhr

Hallo :-),

ich bin momentan auch noch am Überlegen, ob Lukas (2,5 Frühchen, entwicklungsverzögert um ca. 6 Monate) ab August als I-Kind in den Integrationkindergarten oder in den HPK gehen soll. Eigentlich tendieren seine Erzieher (er ist momentan I-Kind in der Krippe der Lebenshilfe) und auch ich erstmal zum HPK. Vielleicht nur für ein Jahr und dann der Wechsel in die "große" I-Gruppe.

Bei uns gibt es verschiedene HPK-Gruppen. Diese werden dann, wenn alle Anmeldungen da sind, je nach "Behinderung" gebildet. Lukas würde in eine Gruppe mit leicht geistig und körperlich behinderten Kindern kommen, d.h. ADS, Asperger u.ä. Ich kenne die Gruppe, da sie gleich neben der Krippe ist und hab ein gutes Gefühl dabei. Das sind alles ganz normale Kinder, die einfach ein bißchen mehr Aufmerksamkeit und Förderung brauchen. Die Gruppengröße beträgt übrigens 5-7 Kinder.

Der Integrationskindergarten (städtisch) hat eine I-Gruppe mit 14+4 Kindern. Da Lukas aber momentan den 3-Jährigen sowohl körperlich als auch geistig unterlegen ist, hab ich Angst, dass er dort untergeht. Vielleicht ist das eine Jhar HPK nochmal gut, auch um sein Selbstbewusstsein zu stärken.

Ach übrigens: Bei uns werden die HPK-Kinder von der Lebenshilfe von zu Hause abgeholt und auch wieder gebracht. Dann wär schonmal das Thema Spritkosten vom Tisch ;-)

Ich hoffe, ich konnte dir etwas weiterhelfen.

LG Kristin

Beitrag von supermaus72 07.02.11 - 18:50 Uhr

Hallo, #winke
habe eben auf Deiner VK gelesen daß Du aus Hamm kommst.
Bei Euch gibt es das "Spatzennest" als I-Kindergarten (habe nur mal Kita ins Örtliche eingegeben). Frag doch da mal nach.
Wir haben auch einen (!) I-Kindergarten und einen von der Lebenshilfe im HPZ.
Hier gehen aber wirklich hauptsächlich schwerbehinderte Kinder hin, die auch mit einem Fahrdienst abgeholt werden können.
In unserem I-KiGa haben wir 3 Gruppen mit jeweils 10+5 Kindern (die 5 sind die I-Kinder) mit jeweils 2 Vollzeitkräften + die fest angestellten Therapeuten.
Die Einstellung "hauptsache meinem Kind geht es gut", find ich prima #pro!
Alles Gute!

Beitrag von kati543 07.02.11 - 19:28 Uhr

Weißt du, mit den Kigas der Lebenshilfe ist es genau so wie mit den Kigas der kath Kirche oder von jedem anderen Träger. Man kann von dem Träger nicht auf den Kiga schließen. Wir haben bei uns im "Ort" 3 Kigas der kath. Kirche. 1 ist absoluter Müll. 1 ist super und den anderen kenne ich nicht. Der selbe Träger, der selbe Ort. Wie gut ein Kiga ist, bestimmen zum Großteil die Erzieher und die Kinder die dort sind. Bei uns nimmt übrigens jeder Kiga I-Kinder auf. Sonderkigas gibt es hier nicht mehr. Die wurden alle abgeschafft.
Behinderte Menschen sind voneinander so verschieden, wie gesunde Menschen auch. Mein Sohn ist I-Kind im Kiga. Dort ist derzeit noch kein Kind mit einer geistigen Behinderung. Er ist eines von 3 I-Kindern. Mein Jüngster wird dann auch in diesen Kiga gehen. Er wird das erste Kind dort mit einer geistigen Behinderung sein. Die meisten I-Kinder haben eine einfache Entwicklungsverzögerung. Also deinem Kind wird nie auffallen, dass diese Kinder irgendwie besonders sind. Es gibt natürlich auch Kinder, die sind sehr, sehr schwer krank. Wir haben hier einen Kiga, der z.B. auch Kinder hat, die per Sonde ernährt werden. Da kommt dann mehrmals am Tag eine Krankenschwester und versorgt diese Kinder. Frühchen bekommen zumindest bei uns nicht generell I-Status. Es muß schon ein Förderbedarf vorliegen. Dann gibt es noch Kinder mit z.B. Hörgeräten, für die über den I-Status technische Geräte gekauft werden. Die sind aber sonst nicht weiter behindert. Eine Behinderung kann eben sehr viel sein. Studien belegen ganz klar, dass sowohl die gesunden, als auch die behinderten Kinder von dem gemeinsamen Kiga profitieren. In dem Kiga wird dein Kind lernen können, dass es Menschen gibt, denen es schlechter geht und die permanenter Hilfe bedürfen. Er wird lernen, mit Behinderung umzugehen und sie als etwas normales anzusehen. Er wird dann nicht einer der Menschen sein, die gaffend an der Straße stehen, weil ein Epileptiker einen Anfall bekommt oder weil er einen Menschen mit Rollstuhl sieht. Das würde er eben im Kiga schon kennenlernen.

Beitrag von supermaus72 07.02.11 - 20:19 Uhr

Liebe Kati #winke!
Das wollte ich eigentlich auch damit sagen #kratz.
Habe hier oft schon von I-Kindergärten gelesen, die wirklich nichts für die Kids getan haben. Deswegen meine ich ja, sie solle sich den I-KiGa in ihrer Stadt mal angucken.
Wir haben 15 I-Kinder, darunter z.Zt. 2 Downies und ein blindes Mädchen, meine Tochter hat unter anderem eine geistige Behinderung. Die "normalen Kinder" nehmen garantiert was mit für ihr Leben :-).
Ich danke dem lieben Gott für diesen KiGa nur 1,5 km von uns #sonne !
Alles Gute für Dich!

Beitrag von minkabilly 08.02.11 - 10:59 Uhr

Mein Sohn besucht seitdem er 3 Jahre ist einen HPK (anfangs aufgrund des Entwicklungsrückstandes durch die Frühgeburt, mit 5 Jahren dann endlich eine Diagnose, er ist Autist und vom Kopf her aber fit).
Er hat sich super weiter entwickelt.
Die Gruppe hat nur 7 Kinder mit 2 Erwachsenen + Zivi /Praktikant. Die meisten Kinder sind dort nur langsamer in der Entwicklung.
Mein Sohn wird morgens vom Fahrdienst abgeholt und nach dem Mittag wieder heim gebracht, er bekommt dort Mittagessen und all seine Therapien.

Beitrag von luca2006 08.02.11 - 13:04 Uhr

Danke an alle für eure Antworten :-)
Hatte mir heute die Kita angeschaut.
Die Leiterin war super nett,hat sich sehr viel Zeit genommen und mir echt alles gezeigt und erklärt.
Bin echt begeistert von der Kita.
Es sind 8Kinder pro Gruppe mit 2Erziehern.
Die Räume sind sehr schön,es gibt sehr viele Möglichkeiten.Einen tollen Ruheraum mit Wassersäulen und Wasserbetten,eine eigene Schwimmhalle,eine riesen große Turnhalle,Kinderküche wo die Kinder selbst mal Kochen usw.
Die Kita liegt genau neben dem Tierpark,sie gehen 1mal die Woche mit den Kindern dahin und sind jeden Tag draußen und fast jeden Tag für 30min Schwimmen.
Cihan würde jeden Morgen gegen 7:15 abgeholt werden um wird gegen 15uhr nach Hause gebracht.
Mir gefällt es dort echt total,vorallem haben sie ja sehr viele Fördermöglichkeiten.
Pro Gruppe sind 2-3schwerst Behinderte,sonst Autisten,leicht geistig Behinderte und teils auch körpelich Behinderte.
Ich habe nur Angst das er sich halt dort nicht weiter entwickelt,weil er geistig ja top fit ist.
Die Leiterin sagte das die Gruppen zusammensetzung immer gut überlegt und gemischt wird und das immer 2-3fite Kinder dort sind die vernünftig mit einander spielen können.
Habe eben mit unserem KIA geredet und er hat es auch befürwortet weil Cihan mehr Schutz braucht den er in Regelkigas nicht bekommen kann.
Am Donnerstag unterschreibe ich den Antrag,dann dauert es ja auch leider Monate bis man die Zusage hat.
Bin mal gespannt :-)
GLG

Beitrag von turbokristel 08.02.11 - 13:50 Uhr

Das hört sich super an! Ich habe jetzt Ende Februar ein Eltergespräch mit der Erzieherin von Lukas, wo wir über seine künftige Einrichtung sprechen werden. Mal sehen, was sie nun empfiehlt...

LG Kristin

Beitrag von luca2006 08.02.11 - 19:51 Uhr

Drücke euch auch die Daumen :-)
GLG

Beitrag von giddi2907 16.02.11 - 12:35 Uhr

Hallo Ihr Lieben...

mein Sohn ist 3,5jahre Alt und bereits seit über 2jahren im KiGa, jetzt Familienzentrum. In der U3 Gruppe war noch Alles in Ordnung, er war meist mittendrin statt nur dabei.

Doch seit letztem Sommer als er in die normale Kindergartengruppe wechselte ist Alles anders. Er will morgens nicht in den KiGa und macht Rückschritte in seiner Entwicklung.

In der U3 Gruppe waren es nur 10 Kinder, jetzt sind es 27 bei jeweils max. 2 Erzieherinnen. Er geht in der großen Gruppe komplett unter.
Die Leiterin eines HPK hat ihn nach Rücksprache mit mir einen Tag lang beobachtet und meinte es wäre besser er wechselt in ihren HPK, da man dort aufgrund der kleinen Gruppen viel besser auf ihn zugehen könne und er sich dort sicher besser behaupten kann.

Ich werde mir den HPK kommende Woche einmal ansehen. Meine Frage an Euch:
Kennt Jemand den HPK in Duisburg-Walsum und Erfahrungen damit gemacht?