Schwanger und auf Arbeitssuche..Betrug?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von so-loonley 07.02.11 - 11:36 Uhr

Hallo,
ich bin mit meinen 3 Kids Alleinerziehend, ungeplant Schwanger geworden von meinem neuen Partner der mich dann verlassen hat.. andere Geschichte.. (ich möchte dazu auch nichts weiter schreiben,ich habe mich für das Baby entschieden und freue mich nun darauf)

Ich wohne wieder in der nähe meiner Eltern und Familie die mich unterstützen(natürlich nicht Finanziell,was ich auch nicht möchte) bisher bekam ich Unterhalt für die Kids, Kindergeld und Wohngeld, hatte keinen Anspruch auf ALG2 (worüber ich eigentlich ganz froh war) nun ist es aber so das ich einen Halbtagsjob annehmen möchte, das "Problem" ist die Schwangerschaft, muss ich das angeben? Man sieht noch nichts, ich komme in die 15. Woche.. , wenn ich einen unbefristeten Vertrag bekomme, können sie mich doch wegen der Schwangerschaft nicht kündigen,oder? Und das Elterngeld währe im nachhinein auch höher, ich möchte meinen Kindern weiterhin "ein normales Leben" so gut es geht ermöglichen, und das geht nun halt nur mit einer Arbeit..
lg

Beitrag von nightwitch1988 07.02.11 - 11:42 Uhr

hi

die DÜRFEN(!!!!) dich gar nicht (mehr) fragen, ob du schwanger bist. Ergo musst du es auch nicht angeben. Es geht die Arbeitgeber nichts an, da das dein Privatleben ist. Genauso musst du auch im Lebenslauf deinen Familienstand gar nicht mehr angeben.

Wenn du aber gefragt wirst im Vorstellungsgespräch trotzdessen, sag die Wahrheit.

Wirst du nicht gefragt, behalte es für dich.

lg

Beitrag von nightwitch1988 07.02.11 - 11:48 Uhr

ehe die frage kommt, woher ich das weiß:

ich bin bei uns im laden für die bewerbungen zuständig. ^-^

lg

Beitrag von windsbraut69 07.02.11 - 12:18 Uhr

Und warum sollte sie auf eine "unerlaubte" Frage ehrlich antworten?
Es ist ausdrücklich erlaubt, zu lügen.

Gruß,

W

Beitrag von nightwitch1988 07.02.11 - 12:26 Uhr

siehe weiter unten. das sind erfahrungswerte, keine gesetzte :-)

Beitrag von windsbraut69 07.02.11 - 12:29 Uhr

Danach hat sie aber nicht gefragt.
Dass es nicht unbedingt positiv ankommt, zu lügen oder die Schwangerschaft zu verschweigen, wird ihr klar sein.

Beitrag von susannea 07.02.11 - 14:51 Uhr

Dann ist es truarig für eurern Laden, dass ihr nicht wisst, dass der Bewerber berechtigt ist auf diese Frage zu lügen. Ergo, man kann sie auch weglassen!

Beitrag von manavgat 07.02.11 - 12:35 Uhr

Wenn du aber gefragt wirst im Vorstellungsgespräch trotzdessen, sag die Wahrheit.

Warum sollte sie?


Ist sie bescheuert?


Gruß

Manavgat

Beitrag von ayshe 07.02.11 - 18:08 Uhr

##
Wenn du aber gefragt wirst im Vorstellungsgespräch trotzdessen, sag die Wahrheit.
##
Nein, entweder kann sie auch sagen "nein" oder "nicht, daß ich wüßte".
Lügen ist erlaubt.

Beitrag von ninnifee2000 07.02.11 - 11:51 Uhr

Für mich persönlich ist das Betrug.

Außerdem hast du eine Probezeit. Da können sie dich rausschmeissen, auch wenn du schwanger bist.

Wie schnell willst du einen Job finden? In ein paar Wochen sieht man deinen Bauch.

Dass du arbeiten gehen willst, finde ich ja gut, aber nicht so. #nanana

Ich kann dir jetzt schon sagen, wie Chef und Kollegen reagieren werden.

Beitrag von claramia333 07.02.11 - 11:55 Uhr

#rofl.

Erkundige Dich lieber das nächste Mal vorher oder lies nach, bevor Du so einen Sch*** schreibst ...

Beitrag von nightwitch1988 07.02.11 - 12:02 Uhr

hi

es geht nicht darum, was es für dich ist, sondern für den staat in dem sinne.

und arbeitgeber dürfen/ sollten nicht mehr nach dem familienstand und kinderwunsch oder schwangerschaft fragen.
ich mache das nicht, wenn ich bewerberinnen (aber nur für Ausbildung, nicht Festanstellung) vor mir habe, weil es mich nichts angeht. und ich würde mich auch nicht betrogen fühlen, wenn ich unwissentlich eine Schwangere einstelle zur Auszubildenden, und die mir 3 Wochen später sagt, dass sie z.B. in der 20. SSW ist. Ich kann verstehen, dass man das verheimlicht, wenn man arbeiten will. Heute kommt man anders doch nur noch schwer zu nem Job.

wenn man aber trotzdem gefragt wird, dann sollte (nicht muss!) man ehrlich sein
(wenn man lügt auf diese frage, kann man den job tatsächlich schnell wieder verlieren...)

lg

Beitrag von windsbraut69 07.02.11 - 12:20 Uhr

"(wenn man lügt auf diese frage, kann man den job tatsächlich schnell wieder verlieren...) "

Eine Kündigung kann aber frühestens 4 Monate nach Entbindung bzw. nach der Elternzeit ausgesprochen werden.

Gruß,

W

Beitrag von nightwitch1988 07.02.11 - 12:24 Uhr

ok, ich war auf 3 monaten nach der elternzeit, aber das meinte ich mit schnell.

Beitrag von windsbraut69 07.02.11 - 12:31 Uhr

Wenn sie nicht ausgerechnet in einem Kleinstbetrieb landet, kann man sie ja soo einfach dann auch nicht kündigen UND sie hat bzgl. Elterngeld einen Gewinn.

LG,

W

Beitrag von nightwitch1988 07.02.11 - 12:37 Uhr

naja, ich arbeite in nem "kleinstbetrieb" (Chef, meist eine Auszubildende und ich).
kann schon sein, dass das in größeren unternehmen anders ist.
man lernt halt immer noch dazu ^-^

lg

Beitrag von cunababy 07.02.11 - 14:51 Uhr

Ja so kleine Betriebe dürfen das, weil Sie das wirtschaftlich ins aus treiben könnte den Platz frei zu halten. Aber große Unternehmen dürfen dich auch nach der Elternzeit (bei unbefristeten Vertrag) nicht einfach kündigen.

Wir haben weit über 2000 Mitarbeiter und mein Chef hat auch mal so eine Anmerkung gemacht... Den Zahn habe ich ihm schnell gezogen ... aber er dafr es gerne Versuchen =)
Mittlerweile sieht er das etwas anders, weil er gemerkt hat, dass ich arbeiten will und dass auch wenn mal ein Kind da ist....

Vg Cunababy

Beitrag von cunababy 07.02.11 - 14:47 Uhr

wenn man aber trotzdem gefragt wird, dann sollte (nicht muss!) man ehrlich sein
(wenn man lügt auf diese frage, kann man den job tatsächlich schnell wieder verlieren...)

Das ist FALSCH!

Als schwangere hast du kündigungsschutz. Und ich persönlich würde meinem künftigen AG auch nciht sagen, dass ich schwanger bin. Da wäre ich gelinde gesagt ja schön blöd. Mein AG hat mich damals gefragt, ob ich schwanger bin und sogar, ob ich vorhabe es zu werden, ich meine dann nein die nächsten Jahre nicht. Wie blöd wäre ich denn bitte gewesen, ihm zu sagen, ja ich verhüte gerade nicht? NEne, es gibt Sachen, die gehen meinen Chef rein gar nichts an und dazu gehört definitiv mein Privatleben!

VG CUnababy

Beitrag von susannea 07.02.11 - 14:50 Uhr

Stimmt nicht, auf die Frage darf sogar gelogen werden und in der Schwangerschaft kann man deswegen erst Recht nicht den Job verlieren!

Beitrag von fraukef 07.02.11 - 12:04 Uhr

wie kommst du denn auf die Idee?

Rechtlich ist es sogar in Ordnung, bei der Frage zu lügen. Dh wenn man gefragt wird, ob man schwanger ist, darf man dies verneinen - unabhängig davon, ob man schwanger ist oder nicht...

Der Kündigungsschutz in der Schwangerschaft greift selbstverständlich auch in der Probezeit.

Was man mit sich selbst vereinbaren kann, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Beitrag von nightwitch1988 07.02.11 - 12:16 Uhr

ja, man darf zwar lügen, aber für das Verhältnis Arbeitnehmer- Arbeitgeber ist einfaches Verheimlichen besser. (nach dem Motto:"upps, hab ich gar nicht dran gedacht" oder "sie haben ja nicht gefragt")

Sonst kann man ganz schnell beim Chef auf der "schwarzen Liste stehen" und Mobbing- Opfer werden - sehe ich leider immer wieder.

lg



Beitrag von ayshe 07.02.11 - 18:12 Uhr

Daß eine Lüge die Stimmung versaut, ist wahrscheinlich so, das ist klar.

Aber manche Schwangere soll sich ja sogar lait AA bewerben, also welche hätte man da?
Es ist schon blöd.

Beitrag von kathi.net 07.02.11 - 12:10 Uhr

"Außerdem hast du eine Probezeit. Da können sie dich rausschmeissen, auch wenn du schwanger bist."

Offensichtlich hat hier einer so überhaupt keine Ahnung!

Beitrag von windsbraut69 07.02.11 - 12:19 Uhr

Das ist Unsinn.
Der potentielle AG darf ausdrücklich NICHT fragen, sie darf ausdrücklich LÜGEN.
Außerdem gilt der Kündigungsschutz lt. Mutterschutzgesetz auch während der Probezeit!

Gruß,

W

Beitrag von carrie23 07.02.11 - 12:32 Uhr

Was es für dich ist ist zweitrangig, sie hat nach der rechtlichen Seite gefragt und sie MUSS rechtlich nicht angeben dass sie schwanger ist und darf sogar lügen wenn sie gefragt wird.
Du hast ja soo recht, es ist wesentlich besser seine Kinder auf Staatskosten groß werden zu lassen anstatt selber zu finanzieren "ironie off"