Angst vor Kollegen .... *silopo*

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von dresdnerin86 07.02.11 - 11:49 Uhr

*silopo*

Hallo,
ich muss mal meinen Frust und meine Ängste loswerden.
Ich arbeite im Büro, wir haben viele ausländische Mitarbeiter mit denen ich auch täglich in Kontakt bin.

Vor einigen Monaten war ein Kollege (Inder) in Indien zur Hochzeit seines typhuskranken Bruders. Kam danach wieder und wurde prompt krank (kam aber dennoch ins Büro) .... Als ich das hörte, hab ich mich schon unwohl gefühlt.
Heute kam ein anderer Inder seinen Krankenschein vorbeibringen #schock Er war samt Familie in Indien, kam wieder und kränkelte ne Woche lang rum. Nun liegt seine Frau im Krankenhaus, er ist krank. Bislang weiß ich nicht um welche Krankheit es geht.

Meine FA gibt nicht so leicht BV oder sonstiges, fragte noch nicht einmal wo ich arbeite (Chemie Forschungsinstitut) und meint ich habs ja bald geschafft (nur noch 3 Wochen arbeiten). Den FA wechseln will ich auch nicht. Trotzdem mach ich mir irgendwie Gedanken :-( Klar, total abschotten kann man sich auch nicht.

LG,
Gwen
25 SSW

Beitrag von izzi33 07.02.11 - 11:54 Uhr

#zitter Typhus
Kann dein Arbeitsgeber dir kein BV aussprechen?? Er kann dir ja anscheinend keinen sicheren Arbeitsplatz anbieten. Ich bin schon in der 8ten Woche von meiner Chefin freigestellt worden. (Arbeite in einer Zahnarztpraxis)

Zur Not würde ich mich vom Hausarzt krankschreiben lassen.



P.S. Ein BV ist allerdings nicht so schön wie man denkt ich vermisse meine Arbeit und die Kollegen #schmoll

Beitrag von juju0980 07.02.11 - 11:55 Uhr

Ich würd auch den Frauenarzt drauf ansprechen und ihm Deine Bedenken schildern und fragen, ob er DIr nicht für die letzten 3 Wochen ein BV ausstellen kann - oder Dich krank schreiben...

Beitrag von malso.malso 07.02.11 - 11:57 Uhr

Na, ihr arbeitet doch nur im Büro zusammen, wenn meine Vorstellung von Büroarbeit nicht zu spießig sind tauscht ihr dabei keine Körperflüssigkeiten aus, oder?

Ich arbeite -wie bei den letzten Schwangerschaften (und wie alle Kolleginnen die ich schwanger erleben durfte)- regulär und Vollzeit im Krankenhaus. Umgeben von ausschließlich (!) kranken Menschen.
Wie auch im Unschwangeren Zustand halte ich mich ganz simpel an die Hygienerichtlinien.
Sprich ich lecke nicht an ihren Wunden oder Kloschüsseln, wasche mir häufig die Hände und trage Handschuhe wenn ich drohe mit Körperflüssigkeiten in Kontakt zu kommen.


Ich hätte wirklich nicht gedacht, daß man sich jetzt schon als Büromensch vor Ansteckung fürchtet?!

Beitrag von dresdnerin86 07.02.11 - 12:03 Uhr

Hallo,

wenn du weiterhin als Krankenschwester tätig bist ist das löblich, aber deine Privatsache. Meiner Meinung nach müssten doch Krankenschwestern erst recht BV bekommen, selbst vom AG.

Ja, ich arbeite "nur" im Büro mit ihm zusammen. Ich kann mir aber nicht jedes Mal die Hände waschen wenn wir die selben Zettel, Stifte, Kopierer etc benutz haben. Zudem kann ich mich nicht dafür schützen angehustet zu werden.

Und ja auch als Büromensch hat man Angst vor Ansteckung wenn man nicht eventuell typhuskranken Kollegen zusammenarbeitet. Diese Angst bleibt nicht nur Krankenschwestern vorbehalten.

Gruß,
Gwen

Beitrag von malso.malso 07.02.11 - 12:09 Uhr

Ich arbeite als Ärztin.
Krankenschwestern retten sich tatsächlich zumeist ab Woche 5 in ein BV.

Wichtig wäre Händewaschen ja nicht nach jedem Stiftkontakt sondern BEVOR du dir die Hände in den Mund steckst. Also vor dem Essen.
Speziell vor Typhus hätte ich im Büro Null Angst.
Ein Typhuskranker kann keine Büroarbeit durchführen. Der kommt vom Klo nicht runter.
Insofern zweifle ich den Typhus stark an.

Angehustet wirst du im echten Leben außerhalb des Büros auch.
Die Leute überschätzen häufig die Gefahr, bzw. unterschätzen die ECHTEN Keimschleudern (Tastatur, Türklinke, Einkaufswagengriff, Spülschwamm.... was sich da tummelt an Keimen, da können deine hustenden Büroinder einpacken!!)

Beitrag von dresdnerin86 07.02.11 - 12:19 Uhr

Ich glaube der Gesetzgeber hat sich schon was dabei gedacht, wenn er Schwangeren in Pflegeberufe ein BV erteilt.
Löblich das du weiterarbeitest. Mir wäre das Risiko zu hoch. Man muss sein Kind ja nicht unnötig gefährden, auch beim heutigen Ärztemangel nicht.

LG,
Gwen

Beitrag von malso.malso 07.02.11 - 12:40 Uhr

Ich gefährde mein Kind nicht.
Keine Krankenschwester müsste ihr Kind gefährden und könnte dennoch weiterarbeiten. (Und nicht der Gesetzgeber erteilt ein BV, die werden unter zumeist vorgeschobenen Verlegenheitsdiagnosen erteilt. Der Gesetzgeber legt nur fest, was ich als Schwangere noch machen darf und was nicht.)
Das ist letztlich ne Einstellungssache.
Und natürlich muß man sich an die Hygienerichtlinien halten. Aber das mach' ich auch unschwanger.


Ich wollte nur verdeutlichen, dass ich das Risiko sich in einem Büro anzustecken für eher geringer halte, als "draußen" im Alltag.

Also:
Entspann dich, genieß die 3 Wochen "echtes Leben" unter Erwachsenen.
Wenn du deinen Job magst wird er dir früh genug fehlen, troz der kränkelnden Inder;-)

Beitrag von windsbraut69 07.02.11 - 12:46 Uhr

Ich denke, Dein Risiko, Dich außerhalb des Büros zu infizieren, ist deutlich höher als das, unbemerkt mit einem Typhuskranken zusammen zu arbeiten und sich dort anzustecken.

Weißt Du denn, wer vor Dir den Einkaufswagen im Supermarkt angefaßt hat, irgendeine Türklinke o. ä. ?

LG,

W

Beitrag von juju0980 07.02.11 - 12:03 Uhr

Sorry, wenn ich wüsste, dass hier jemand Typhus hat dann würd ich mir schon Gedanken machen...

Beitrag von windsbraut69 07.02.11 - 12:48 Uhr

Wenn man mit akutem Typhus noch Hochzeit feiern kann, kann das ja nicht soo dramatisch sein...