Schweinegrippe

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von mondfluesterin 07.02.11 - 13:29 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

mein Sohn hat Fr. mit leichtem Husten und Unwohlsein begonnen, über Nacht 40°C Fieber bekommen, was mit Zäpfchen und Fiebersaft nicht in den Griff zu kriegen war. Im Notdienst gab's heftige verschreibungspflichtige Tropfen zum Fiebersenken und ein Antibiotikum. Das Fieber hielt sich aber dennoch hartnäckig, die Nächte waren furchtbar. Heute war es immer noch bei 39°C, also nochmal zur KiÄ. Sie tippt auf Schweinegrippe, sagt aber auch, dass es dieses Jahr nicht mehr getestet wird. Er dürfe jetzt noch zwei Tage so hoch fiebern (das wären dann fünf Tage insgesamt). Seine kleine Schwester (1) hat jetzt Durchfall und 38°C Fieber. Wie ist es Euch ergangen?
Freue mich über Erfahrungsberichte.

LG, eine (schlafgeplagte) Mondfluesterin

Beitrag von rosengift330 07.02.11 - 13:39 Uhr

Liebe Mondflüsterin,

bei uns sieht es ähnlich aus.
Sohnemann fing Freitag Mittag an mit ganz viel Weinen - er war empindlich ohne Ende und verärgert.
Am Abend war er dann total schwach - schlief schon am 17 Uhr. Die Nacht war furchtbar - Temperatur immer erhört aber nicht mehr als 38,8 Grad.
Seit Samstag hängt er rum - ist auch heute noch kaum besser!
Seit gestern ist auch seine kleine Schwester (2) krank. Es läuft im Grunde alles wie bei ihrem Bruder ab - die Nächte sind unerträglich - das mittlerweile zum dritten Mal bei uns. Also - Du bist nicht alleine!

Wie kommt denn Eure Ärztin auf die Schweinegrippe - so ohne Test`s?!

Da würde ich mich mal nicht verrückt machen lassen!
Das kann auch eine ganz normale Grippe (oder Erkältung) sein. In ein paar Tagen sollte das Schlimmste ausgestanden sein.

Durchhalten ist angesagt.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
Liebe Grüsse - Christine mit Sebastian (5 J.) und Stefanie (2 J.)

Beitrag von mondfluesterin 07.02.11 - 13:46 Uhr

Da die normalen Fieber senkenden Mittel nicht angeschlagen haben (wirklich gar nicht, wir hatten immer um die 40°C) und das Antibiotikum ebenfalls kaum Fieber senkt, geht sie von einem Virus aus. Und diese Symptome sprechen wohl für die Schweinegrippe, die ja einer Grippe durchaus ähnlich sind. Ich hatte einmal eine richtige Grippe und bei mir hat Aspirin das Fieber zumindest immer für ein paar Stunden etwas gesenkt. Aber dieses hohe Fieber (40°C und mehr), bei dem Zäpfchen und Fiebersaft wirkungslos verpuffen, hatten wir (zum Glück) noch nie.

Beitrag von rosengift330 07.02.11 - 13:55 Uhr

Ah - ok. Wenn das für Schweinegrippe ein typisches Anzeichen ist, dass da kein Fiebermittel hilft - dann wird das wohl so sein.
Vor gut einem Jahr hatte ich auch eine richtige Grippe - da kam ich alle vier Stunden mit Paracetamol gut bei und das Fieber ging runter. Schweinegrippe war das damals aber auch nicht - wurde getestet.

Hört sich echt nicht toll an.
Ich drücke Euch die Daumen, dass da alles schnell und gut überstanden wird.

Liebe Grüsse

Beitrag von ratpanat75 07.02.11 - 15:39 Uhr

Hallo,

Antibiotika senken kein Fieber.
Die Symptome der Schweinegrippe und der "normalen" Grippe sind fast identisch, bei der Schweinegrippe kommt es nur häufiger noch zu Erbrechen und Durchfall.
Dass die Antithermika nicht anschlagen, ist kein Indiz für die Schweinegrippe.
Welcher Grippeerreger es ist, lässt sich nur dgeklungen sindurch einen Test feststellen und der wird im Normalfall nicht mehr gemacht, wenn es zu keinen Komplikationen kommt, da es nebensächlich ist.

Wichtig ist, dass man sich schont, auch wenn die Symptome abgeklungen sind, weil der Körper sehr geschwächt ist und anfällig für weitere Infektionen wird. Ich habe gerade 5 Tage bei 40° Fieber und Schüttelfrost hinter mir und habe noch eine weitere Woche Bettruhe verordnet bekommen, obwohl es mir jetzt besser geht.

LG und gute Besserung!

Beitrag von mondfluesterin 07.02.11 - 19:50 Uhr

Natürlich senken Antibiotika kein Fieber, aber wenn es sich um eine bakterielle Infektion handelt, werden die Erreger doch sehr schnell eingedämmt und entsprechend weniger muss das Immunsystem reagieren. Wir hatten zuletzt Antibiotika bei einer Bronchitis und das hohe Fieber ging doch sehr schnell zurück. Dieses Mal war es eben überhaupt nicht der Fall, nur, dass noch nicht einmal Fieber senkende Mittel geholfen haben (bis auf dieses Hammer-Medikament aus dem KH).
Nach dem Drama um die Schweinegrippe im letzten Jahr, wundert es mich schon, dass jetzt selbst bei Verdacht nicht mehr getestet wird. Der Verdacht, dass es darum ging, den Impfstoff besser zu vermarkten, liegt doch nahe.

Beitrag von ratpanat75 09.02.11 - 16:55 Uhr

Deshalb gibt man Antibiotika ja auch nicht einfach mal auf Verdacht, ohne zu bestätigen, ob es sich es sich tatsächlich um eine bakterielle Infektion handelt.
Der Rückschluss "Fieber geht trotz Antibiotika nicht zurück- ergo handelt es sich um einen Virus" kann schon stimmen, ist aber eine etwas fragwürdige Vorgehensweise von einem Arzt.
Und ein Indiz für Schweinegrippe ist es schon mal gar nicht.

Mich wundert es nicht besonders, dass der Erreger jetzt im Normalfall nicht mehr getestet wird (mein Hausarzt macht den Abstrich nur bei Risikopatienten).
Für die Behandlung von Nicht-Risko-Patienten ist es völlig unerheblich, welchen Influenzaerreger man sich eingefangen hat.

Beitrag von mondfluesterin 09.02.11 - 19:07 Uhr

Das Antibiotika wurde verschrieben, damit es zu keiner Zweitinfektion kommt, was bei der Schweinegrippe wohl gerne mal vorkommt. Diese ist dann in der Regel bakteriell und verschlimmert den Verlauf deutlich. Die Symptome bei uns sind plötzlich einsetzendes (und vor allem langanhaltend hohes Fieber, zunächst symptomarm, Durchfall, Husten... Mein Mann war heute bei seinem Hausarzt - dieselben Symptome, dieselbe Diagnose. Es heißt, hier bei uns im Landkreis gehe die Schweinegrippe um. Das Antibiotika haben wir im KH bekommen, meinem Mann dagegen wurde keines verschrieben, aber dieselben heftigen Tropfen, die Fieber senken, wenn andere Mittel versagen. Ich finde die Vorgehensweise durchaus nachvollziehbar...

Beitrag von ioqui69 07.02.11 - 14:13 Uhr

Die Grippe wäre aber eine Virusinfektion, da hilft doch kein Antibiotikum...#kratz
Mein Sohn hatte wohl auch eine Grippe, mit hohem Fieber und fiesem Husten, Schnupfen und bisschen Durchfall, ca. 3 Tage lang. Er war sehr schlapp, hat auch tagsüber viel geschlafen. Dann wurde es allmählich besser. Insegesamt war er 2 Wochen lang nicht im Kiga, ging heute den ersten Tag wieder. Diese Grippe ist wohl dieses Jahr sehr verbreitet, in seiner Kiga-Gruppe waren von 22 Kindern 15 krank inkl. 1 Erzieherin. Der Arzt meinte zu uns, außer fiebersenkendes Mittel (Nurofen) und inhalieren könne man nicht viel machen. Bei der Schweinegrippe kommt als Symptom wohl noch Übelkeit und Erbrechen hinzu. Ich wünsche Euch gute Besserung!
LG, Ioqui

Beitrag von mondfluesterin 07.02.11 - 19:53 Uhr

Das Antibiotikum wurde verschrieben, damit sich kein bakterieller Infekt auf diese heftige Virusinfektion "setzt". Und tatsächlich klagte mein Sohn gestern über starke einseitige Ohrenschmerzen.
Das Problem bei uns war ja, dass wir zu keiner Zeit das Fieber unter 40°C senken konnten - weder mit Nurofen noch mit Fieberzäpfchen.

Beitrag von sausi72 07.02.11 - 15:29 Uhr

Hallo Mondfluesterin,
bei uns war es ganz genau so. Meine Tochter begann mit leichtem Husten. Dann stieg das Fieber ziemlich schnell bis auf 40,8 Grad und liess sich nicht richtig senken. Nur so bis 39,9... ich war immer schon froh, wenn keine 4 vorne dran war...#schwitz

Mein Sohn hatte auch zuerst Husten, aber nur Fieber bis 39,9... und ein bisschen Durchfall.
Die Beiden hatten jeweils 2 Tage hohes Fieber, dann erhoehte Temp.

Ich hatte nur 38,5, wollte aber echt nicht mehr. Husten, Fieber...

Wir sind so im 2-3 Tages-Rhythmus umgefallen, mein Mann hat angefangen.

Aber ob es nun die Neue Grippe war oder sonst etwas weiss ich auch nicht. Die KiA sagte nur, man testet nicht mehr oder nur noch bei sehr schlechtem Allgemeinzustand.

LG Sausi

Beitrag von mamaschneufel 07.02.11 - 15:30 Uhr

huhu,

das klingt ja ähnlich wie bei uns.
am mittwoch operiert wegen wasserbruch, donnerstag bindehautentzündung, freitag abend erbrechen und durchfall, leichtes fieber...sonnabend notdienst-sie war etwas unfähig würde ich behaupten. hab was gegen husten beommen und was leichtes gegen durchfall(hat bis heute noch nicht geholfen) und nen fibersaft.
mein sohn ist gestern ein jahr geworden und hat diesen tag mit 40 fieber verbracht. die paracetamolzäpfchen die ich da hatte wirkten nur bedingt, der ibuprofensaft wirkte etwas besser aber da war ich auch irgendwann am maximum angelangt...und getsren nacht hatte er wieder erbrochen. also heute früh endlich zu unserer hausärztin.
die meinte warum ich am sonnabend kein antibiotikum bekommen hab, die fr dr hatte ne mittelohrentzündung festgestellt(davon war mir gegenüber keine rede)...naja, das haben wir dann nun heute bekommen und auch heute früh gleich gegeben. im moment liegt mein kleiner wieder mit 40,5 fieber im bett. er isst und trinkt seit sonnabend sehr schlecht und ich hatte gehofft das antibiotikum bringt besserung. nun hab ich heute gehör in der krippe war auch die schweinegrippe...also denk ich fast wir sind auch betroffe.
obs getestet wird oder nicht weiss ich nicht...werd aber heut abend zur notfallsprechstunde mal anrufen und nachfragen...

mein armer kleiner schatz, wenn ich ihm doch nur helfen könnte.