Private Krankenversicherung - Beitragshöhe währen und nach Elterngeld

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von marilama 07.02.11 - 13:56 Uhr

Hallo,

eine Frage beschäftigt meinen Mann gerade sehr, aber er will bei der Krankenversicherung noch nicht anrufen, deshalb dachte ich, ich frag euch mal, ihr habt da bestimmt schon Erfahrungen damit gemacht (im Internet find ich auch nichts brauchbares).

Mein Mann ist privat versichert mit Beihilfe und nimmt nach der Geburt ein Jahr Elterngeld und insgesamt mind. 3 Jahre Elternzeit. Wie hoch ist während dem Elterngeld der Beitrag (wahrscheinlich genauso hoch wie vorher?) und vor allem wie hoch ist der Beitrag während der Elternzeit?

Ich bin gesetzlich versichert und die Kinder laufen dann über mich und mein Mann würde auch gerne in meine Versicherung (Familienversicherung) wechseln. Ab wann geht das?

Danke fürs Durchlesen und schonmal danke für eure Antworten.

LG Marilama (11. SSW)

Beitrag von evileni 07.02.11 - 14:06 Uhr

Hallo,
bei mir war es so, dass der Krankenversicherungsbeitrag während der Elternzeit genauso hoch war wie vorher auch. Ob er in der Zeit in die gesetzliche Versicherung wechseln kann, weiß ich nicht, allerdings fällt, wenn er in die gesetzliche wechselt, ja auf jeden Fall die Beihilfe weg.
Liebe Grüße, Eva

Beitrag von marilama 07.02.11 - 14:12 Uhr

Hallo,

hätte nicht gedacht, dass man während der kompletten Elternzeit den Beitrag zahlen muss, ist schon ziemlich hoch. Vielen Dank für die Info.

Ja wenn er in die gesetzliche wechselt, kann er auch nicht mehr so einfach zurück. Dass dann die Beihilfe wegfällt, wäre nicht so schlimm, da er bei mir mitversichert wäre und gar nichts mehr zahlen müsste.

Grüße

Beitrag von samafe75 07.02.11 - 14:32 Uhr

Huhu...

ja das mit der Krankenkasse ist leider nicht so einfach.
Bei uns war der Fall umgekehrt: Ich war privat versichert (ohne Beihilfe) und mein Mann gesetzlich.
Da dachte ich auch: ja super wechselst Du mit der Elternzeit einfach in die Familienversicherung. Aber so einfach ist das gar nicht.
Wenn man aus einem Beschäftstigungsverhältnis in die Elternzeit geht, zahlt man den Beitrag der privaten komplett normal weiter.
Und während man von der gesetzlichen unter bestimmten Bedigungen (Einkommensgrenze, Selbstständigkeit, Beamter...) recht einfach in die private KV wechseln kann, ist das Ganze umgekehrt übehaupt gar nicht so einfach bzw. fast nicht möglich, solange man arbeitet.
Da war ich auch erstmal bedient, als mit die KK-Tante das erklärte.

Bei mir ging es, weil ich meine Selbstständigkeit Ende Januar aufgegeben habe (musste) und somit quasi arbeitslos war. Somit konnte ich die private KV kündigen und mich über meinen Mann Familienversichern.
Vorraussetzung war weiterhin, dass das mind. 1 Monat vor dem errechneten Geburtstermin passierte. (gerade noch geschafft - da ET 06.03.)
Das geht aber auch nur solange ich als Angestellte nicht mehr als 400,- € (Selbstständiger: 365,- €) im Monat verdiene.
Ab dem Moment müsste ich mich dann wieder selbst versichern - dann ginge es aber auch in einer gesetzlichen KV.

Wie das jetzt bei Euch ist, ist die Frage, da man ja immer auch die individullen umstände berücksichtigen muss.
Ich denke, da macht es wirklich am meißten Sinn bei der KK direkt anzufragen.

Liebe Grüße
Bine

Beitrag von marilama 07.02.11 - 15:01 Uhr

Danke für die ausführliche Antwort, du hast mir sehr weitergeholfen.

Das mit dem kompletten Beitrag überrascht mich insgesamt ein bißchen, da ich dachte, es gäbe evtl. einen Sockelbetrag, den man zahlen muss.

Ja, dass mein Mann nur durch eine Kündigung bei mir versichert werden könnte, hab ich mir gedacht, aber gut, dass du das bestätigt hast (wäre bei ihm nicht ratsam, da die im Amt bis zu 18 Jahre zuhause bleiben dürfen, krass, oder?).

Grüße

Beitrag von caracoleta 07.02.11 - 17:06 Uhr

Also, mit der privaten KV während der Elterzeit ist es sogar so, dass Du den ggf. vom Arbeitgeber bezuschussten Betrag auch noch selber zahlen musst.

In die GKV kann Dein Mann nur zurück, wenn er unter die Beitragsbemessungsgrenze fällt (für 1 Jahr). So weit ich weiss zählt aber die Elterzeit hinzu, sprich, wenn Dein Mann durch die Elternzeit unter die BMG fällt, kann er zurück in die GKV, was auf jeden Fall empfehlenswert ist

Beitrag von julesan 07.02.11 - 14:34 Uhr

Hallo,

über was sich Männer gleich Gedanken machen, bei mir ist es ähnlich.
Ich nehm nach Mutterschutz noch 2 Monate Elterngeld, den Rest nimmt mein Mann. Er ist auch im öffentlichen Dienst (wegen Beihilfe, denk ich mal deiner auch) und die Krankenversicherung war eines seiner ersten Themen, nachdem mein Test positiv war.

Soweit ich bis jetzt weiß (hab aber auch mit keiner Krankenversicherung drüber gesprochen), bleiben die Beiträge tatsächlich gleich während der kompletten Elternzeit.

Kann dich ja auf dem Laufenden halten, wenn ich was neues hör, hab dir ne PN geschickt :-)

Grüße

Beitrag von coolcat76 07.02.11 - 14:51 Uhr

Hallo Marilama!

Also mit dem Wechsel in die Familienversicehrung sieht es schlecht aus. Nach unseren Hinweisen zur Elternzeit (bin auch ÖD) geht das nur, wenn voher keine eigene Versicherung in der PKV bestanden hat.

Aber ihr erwartet Zwillinge hab ich in Deiner VK gesehen. Bei meinem Dienstherrn ist es so, dass der %-Satz der Beihilfe beim zweiten Kind von 50% auf 70% steigt. D.h. von der Grundversicherung in der PKV (ohne Zusatztarife) fallen 20% weg. Zudem gibt es bei uns die Möglichkeit während des Elterngeldbezuges einen Zuschuss zu den Kosten der PKV bei der Bezügestelle zu beantragen.

Vielleicht kann Dein Mann ja erst mal bei der Beihilfestelle nach den Regelungen fragen. Normalerweise gibt ein Dienstherr eine Broschüre zu Elterngeld und Elternzeit heraus. So kenne ich es zumindest aus 2 Bundesländern.

Zur Elternzeit nach dem Elterngeld kann ich leider nichts sagen, da ich mich damit noch nicht beschäftigt habe.

Ich würde mir aber gut überlegen, die Kinder in die GKV zu nehmen. Dies macht nur Sinn, wenn Dein Mann nach der Elternzeit dauerhaft unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze nach dem betreffenden SGB verdient (Achtung: ohne Familienbestandteile des Gehalts). Sobald er darüber verdient fallen die Kinder aus der FamVers. und es fallen pro Kind (so zumindest nach GKV meines Mannes) über 100 € pro Monat an. Und ein Wechsel in die bei Geburt wesentlich günstigere PKV erfolgt nur nach Gesundheitsprüfung.

Als ich in die PKV gewechselt bin, wären für unseren Nachwuchs rd. 120 € angefallen. Nach der Geburt hätte ich die Versicherung für ca. 20 - 40 € bekommen.

VG, coolcat