Kiga - geschockt!!!

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von twins 07.02.11 - 14:11 Uhr

Hi,

hab vor kurzem mit einer guten Freundin telefoniert, die im Nachbarort ihren Jüngsten im Kiga hatte. Hatte mich schon immer gewundert, das ich sie nie erreiche und nun das.

Die Erzieher haben ihr erklärt, das ihr Sohn nur noch in den Kiga darf, wenn er 1x die Woche zum Kinder-Psychologen geht, sonst wird er ausgeschossen. Die Erzieher meinte, er wäre ein Autist!!!!
Meine Freundin hat das überprüfen lassen und nichts da, die haben sogar mit Ärtzlichem Gutachten sich geweigert, den Jungen wieder aufzunehmen.

Der Kleine mußte dann 1/2 Jahr zu Hause bleiben, bis zur Einschulung. Und jetzt ist er knapp 5 Monate in der 1. Klasse und es läuft alles 1A. ohne das er Auffällig ist, etc.

Ich frage mich doch immer wieder, was sich Erzieher raunehmen.Warum hat man als Eltern keine Möglichkeit, solchen das Handwerk zu legen?!?!

Grüße
Lisa

Beitrag von kruemlschen 07.02.11 - 14:17 Uhr

Hi,

bei solch seltsamen Geschichten würd ich gern immer erst mal beide Seiten hören.

Ich bin zwar jetzt nicht der Optimist schlecht hin, aber sowas kann ich doch kaum glauben.

K.

Beitrag von floeppchen 07.02.11 - 14:18 Uhr

,also ich bin auch erzieherin, aber ich würde mir sowas nicht rausnehmen.

ich frage mich gerade was für ein träger dieser kiga ist, denn ganz ehrlich, es gibt immer eine höhere instanz udn wenn das ärztliche gutachten nicht ausreicht dann wäre ich zum höchsten chef gegangen udn hätte mal ganz nebenbei das wort klage ausgesprochen, denn sowas kann auch als mobbing durchgehen oder als diskriminierend usw.

erzieherinnen haben keinerlei befugnis diagnose zu erstellen und ich bezweifle ganz arg das wir die befugnis haben die aufnahme von kindern zu verweigern. wo kämen wir denn dahin.

ich bin echt geschockt über deinen bericht.

liebe grüsse

Beitrag von donaldine1 07.02.11 - 17:44 Uhr

Hi!

"Meine Freundin hat das überprüfen lassen und nichts da, die haben sogar mit Ärtzlichem Gutachten sich geweigert, den Jungen wieder aufzunehmen. "

Sagt sie? Oder hast du es gelesen?

Ganz ehrlich: Ausschluß heißt in den meisten Fällen nun einmal, daß da irgendwas wirklich gar nicht ok ist. Warum sollte unbedingt immer die KiTa Schuld sein? Es kann ja z.B. auch sein, daß es nichts Medizinisches ist, sondern was vollkommen anders dahinter steht.

Ich glaube ehrlich gesagt da eher den mehr neutralen Erziehern, auch wenn das hier wieder einige nicht lesen möchten.

LG
donaldine1

Beitrag von martins-mama 07.02.11 - 18:02 Uhr

Und selbst wenn er Autist wäre...hätte der Kiga dann das Recht ihn auszuschließen? Ich bin mir echt nicht sicher, denn Martin geht in einen HPK, von daher weiß ich nicht, wie es bei Regelkindergärten aussieht. Wenn nicht, wäre die Androhung (und nötigenfalls eben auch die Umsetzung) einer Klage vielleicht eine Chance gewesen.

Andererseits...selbst wenn - ggf. durch eine Klage - der Sohn deiner Bekannen hätte aufgenommen werden MÜSSEN...mir wäre nicht wohl dabei gewesen, an ihrer Stelle.
1. wäre es mögilch, dass dann das berühmte Haar in der Suppe gesucht worden wäre, um das Kind "los zu werden"...
und 2. wer sagt, dass man es ihn nicht irgendwie hätte spüren lassen, dass er nur wegen der Klage im KiGa "geduldet" wäre?

Vielleicht hat er sich ja in gewissen Situationen "auffällig" verhalten oder bestimmten Kindern gegenüber, die er einfach nicht mochte. Das macht mein Sohn auch und er hat keinen Autismus. Wenn er jemanden nicht mag, dann lässt er sich nicht anfassen, redet nicht (oder nur sowenig wie möglich) mit der Person, schaut die Person nicht an, dreht sich weg etc. Er ist dann für diese Leute einfach nicht zugänglich, verweigert sich total.
Eine Bekannte, die - angeblich - geschult im Umgang mit autistischen Menschen ist, meinte als Martin sich ihrgegenüber so verhielt, der Fall wäre sonnenklar, Martin hätte Autismus und würde sich deswegen so abweisend verhalten. Laut ihrer Aussage müsste er sich bei allen Menschen so verhalten, außer allenfalls bei Eltern, Großeltern, Tanten, Onkeln und eben Leuten, die er tagtäglich sieht und denen er vertraut. Erwiesenermaßen hat mein Kind aber keinen Autismus, auch keine leichte oder abgeschwächte Form davon. Er mag diese Bekannte schlicht und einfach nicht.

Von daher... Leute, die in dieser Sache nicht geschult sind, sollten nicht immer gleich mit "Autismus", AD(H)S" ect. um sich werfen. Nur weil sich ein Kind vielleicht nicht 100% nach Lehrbuch verhält und in keine Schublade passt..