Bewerbung nach Studium/Gehaltsvorstellung

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von scura 07.02.11 - 14:54 Uhr

Hallo,
ich brauche einen dringenden Rat.
Seit letzten Freitag bin ich Diplom-Designer.(na endlich) Habe mir allerdings keine guten Jobaussichten gemacht. Während meines Studiums habe ich div. Praktika gemacht und einen Job in meinem ersten erlernten Beruf gehabt, der allerdings völlig fachfremd ist und den ich jetzt natürlich auch los sein möchte.

So: da sass ich heute also ratlos vorm PC und denke so Sch... was machst Du jetzt und surfe auf der Seite von einer Bildagentur wo ich sooo gerne arbeiten möchte und..... TATAAAAA.... da ist ein Job ausgeschrieben!

Allerdings im Bereich PR/Marketing/Werbung:
das Anforderungsprofil passt so in etwa. Die geforderten Eigenschaften wären ein klacks zu erwerben.
Allerdings trau ich mich nicht!!! Typische Frauenfalle: ich bin zu unerfahren, mir fehlen Eigenschaften, ich habe ein kleines Kind u.s.w.

Was würdet ihr machen???
-bewerben auf diese Stelle, mit der Aussicht sich zu blamieren und dann in dieser Agentur unten durch zu sein (diese Agentur ist allerdings mein Favorit in dieser Stadt)
-bewerben als Berufseinsteiger mit Initiativbewerbung (wie formuliert man so was?) auf ja- was für eine Stelle? Praktikum kann ich mir nicht mehr leisten/Volontariat? auch wenn die so etwas gar nicht anbieten?
- nicht bewerben und zusätzliche Skills erarbeiten (mit der weiteren Aussicht auf Hartz 4 bzw. Nebenjobs)

Ausserdem möchten die in der Bewerbung eine Gehaltsvorstellung. Ich habe keine Ahnung von so etwas. Was verdient man im PR-Bereich als Marketingassistentin?

Ausserdem: ich habe mich noch nie irgendwo beworben. Alles lief immer über Kontakte und Beziehungen.

Ich bin völlig ratlos und furchtbar aufgeregt.

Beitrag von anyca 07.02.11 - 15:33 Uhr

Bewerben natürlich, wenn es Deine Traumstelle ist - worauf wartest Du?

Du bist ja nun nicht die Einzige, die mit kleinem Kind arbeitet, und perfekt ist niemand. Mehr als nein sagen können sie nicht!

Beitrag von fuxx 07.02.11 - 15:55 Uhr

BEWERBEN!!!
Firmen beschreiben in Ihren Stellenanzeigen immer Ihren Wunschkandidaten. Den gibt es aber meist nicht, irgendwas fehlt immer.
So wie Du schreibst, wäre es scheinbar ein leichtes, die fehlenden Kenntnisse aufzuarbeiten. Also verkaufe das auch so in Deinem Gespräch.

Du hast nichts zu verlieren, auch wenn Du den Job nicht bekommst, kannst Du einen guten Eindruck für spätere offene Stellen hinterlassen.

#klee

Beitrag von reddevil3003 07.02.11 - 21:50 Uhr

hallo erstmal.

da mein freund im okt letzten jahres mit dem studium fertig geworden ist, haben wir was stellenangebote und bewerbungen betrifft hinreichend erfahrung sammeln können.

es gibt bestimmte schlüsselwörter (gewünscht, zwingend notwendig). wenn du die eigenschaften hast, die mit solchen schlüsselwörtern in Verbindung stehen, dann solltest du dich auf jeden Fall bewerben.

Es gibt von der Agentur für Arbeit extra Bewerbungstrainings für Hochschulabsolventen. Die kosten meist nix und sind echt gut. Da war mein Freund auch und er hat dort eine Menge gelernt.

Wenn du schon Kontakte und Beziehungen hast, dann aktiviere sie auch. Erzähle allen die du kennst was du kannst und ob sie nicht wissen wo gerade was frei ist.

Die 3 Wichtigsten Eigenschaften sind in der heutigen Zeit: Netzwerk (Beziehungen/ Vitamin- B), Fähigkeiten und Glück.
Und wenn das mit einer festen Stelle nix wird, dann versuche es über Praktika.
Mein Freund dachte auch das wird schon und nun fängt er ab 1.3 bei einem großen Verband ein Praktikum an. An dieses ist er auch nur über Vitamin B ran gekommen.

Übrigens sehr empfehlenswert ist auch das buch "durchstarten zum Traumjob". Da zeigen sie dir noch andere Möglichkeiten auf um an eine Stelle heran zu kommen.

Viel Glück bei der Stellensuche, ich hoffe dass du bald was passendes findest.

gruß claudi:-)

Beitrag von reddevil3003 07.02.11 - 21:52 Uhr

ach sooo wegen deinen gehaltsvorstellungen....

google mal einfach was die spanne ist bei marketingassistenten. Bedenke du bist Einsteiger. gib also nicht 40.000 an sondern eine spanne von 35000-45000 brutto jährlich. nur so als beispiel...

viel glück

Beitrag von hummingbird 07.02.11 - 22:00 Uhr

;-)
Bei Spannen wählt der AG NATÜRLICH die untere Grenze. Also kann man sich das mE. auch sparen.
;-)

Beitrag von fuxx 08.02.11 - 09:46 Uhr

Das stimmt NICHT!!!
Ich gebe immer eine Spanne an und bei mir hat der AG sich immer am oberen Drittel orientiert.

Beitrag von hummingbird 07.02.11 - 22:03 Uhr

Bewerben, bewerben, bewerben.

Du BIST qualifiziert, das musst du jetzt verinnerlichen.

Wenn du nicht genommen wirst: das nächste Mal wieder bewerben, wenn was ausgeschrieben ist und hartnäckig immer wieder betonen, warum du unbedingt bei denen arbeiten willst.
Anrufen und nach Praktika fragen.
Du bist ausgebildet und willst zu denen. Das musst du denen jetzt vermitteln.

Gehalt: 35.000-38.000 als Einsteiger ist hier ok. Ich weiß nicht, wo du herkommst.

Viel Erfolg!

Beitrag von falkster 08.02.11 - 20:59 Uhr

Natürlich bewirbst Du Dich...

und was das Gehalt angeht:

Im akademischen Bereich gibt man NIE eine Ziffer in der Bewerbung an, wenn in einer Ausschreibung nach der Gehaltsvorstellung gefragt wird, sondern schreibt eine Floskel rein, wie "...orientiert sich am markt- und ortsüblichen Standard, und könnte/sollte nach den genauen Anforderungen der Stelle und der Erfahrung entsprechend angepasst werden..."

Wenn Du frühzeitig eine Zahl nennst, beraubst Du Dich jeglichen Handlungsspielraums...

Und egal in welchem Job, aber ich glaube 40k für einen (sorry!!) Frischling von der Uni ist sehr weit oben angesetzt. Bei den meisten AG's landet man mit so einer Zahl eher auf dem Ablagestapel, respektive Papierkorb...

Viel Glück!

Beitrag von daniela0814 15.02.11 - 23:00 Uhr

Bin mir nicht sicher, ob meine Antwort schon zu spät kommt...

Ich beschäftige selber ein Team aus Marketingassistentinnen, daher Rat aus der Praxis: Ich denke für einen Uniabsolventen können schon einmal 35k drin sein, Du musst aber dann auch über sattelfestes Englisch und praktische Erfahrung verfügen...der Markt ist hart umkämpft...

Grundsätzlich finde ich es immer positiv, wenn der Bewerber bereit ist, eine erfolgsabhänge Komponente in den Forderungen zu haben. Das ist in unserem Berufsfeld gängiste Praxis und zeigt dem potentiellen AG, dass Du motiviert bist und an Dich glaubst.

Alles Gute und viel Erfolg!!