Grundschulwechsel

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von yasminaaa23 07.02.11 - 19:48 Uhr

Hallo,
mein Sohn ist 7 Jahre alt und besucht zur Zeit die 2.Klasse.
Ich möchte das er die Schule wechselt, wie und wo muss ich da anfangen?#schwitz
In seiner jetzigen Schule ist es so, dass 1.-3.Klässler zusammen in einer Klasse sind und er eigentlich nicht richtig mitkommt im Unterricht. Die Lehrer finden mein Sohn und ich auch nicht ganz ok.#gruebel Ich möchte, dass er in eine ganz normle 2.Klasse reinkommt .
Habt ihr da Erfahrungen mit Grundschulwechsel? Könnt Ihr mir helfen?

LG

Beitrag von meringue 07.02.11 - 20:01 Uhr

Das kannst du machen- auch während de Schuljahres. u musst aber mit den Lehrern reden!

Beitrag von kawatina 07.02.11 - 20:10 Uhr

Hallo,

wenn nichts Dolles vorgefallen ist, wird es nicht so einfach, wenn die Schule nicht mit spielt.
Zuerst suchst du dir eine neue Schule, die auch bereit wäre deinen
Sohn auf zu nehmen. Dann sprichst du mit dem Rektor/Rektorin.

Macht die Schulleitung keine Probleme kann dein Sohn wechseln.

Nur, geht das meistens eben nicht so unkompliziert.;-)

Das ist oft schon sehr schwierig, wenn man einen Problemfall hat.
Für den Wechsel muss man ja Gründe vorlegen.
Dann kommen halt Argumente, das dein Sohn sicher auch Schwierigkeiten auf einer anderen Schule haben wird, wenn er auf der jetzigen schon nicht mit kommt...und das übliche bla bla..

Leicht wird es nicht - es sei denn du wirst zur Nemesis der Lehrer #rofl#schein

LG
tina

Beitrag von saccy 07.02.11 - 20:39 Uhr

das wird nicht leicht. es wird auch nicht einfach werden eine schule zu finden die "normale" klassen anbietet. in fast allen schulen wird mittlerweile so gearbeitet das entweder 1. und 2. klasse zusammen sind oder 1. bis 3. klasse zusammen.

ich finde das gar nicht so schlecht das die klassen übergreifend sind. auserdem werden ja nicht alle fächer gemisht unterrichtet. die hauptfächer sind getrennt und fächer wie zeichnen/musik/sport/schulgarten werden zusammen unterrichtet.

Beitrag von froehlich 07.02.11 - 21:26 Uhr

Also sorry - WO und in welchem Bundesland bitte wird klassenübergreifend unterrichtet? Das höre ich zum ersten Mal - jedenfalls, dass dies die "Normalität" ist. Ich kann nur sagen: in allen bayrischen Schulen die ich kenne, bleiben die 1., 2. 3. etc. Klassen unter sich - es wird NICHT klassenübergreifend unterrichtet. Ich kenne ein solches Konzept eigentlich nur von Montessori.

Gruß B.

Beitrag von saccy 07.02.11 - 21:55 Uhr

also hier in thüringen ist das gang und gebe. meine maus habe ich in könitz (bei saalfeld) in der schule angemeldet und da wurde mir das erklärt. mein neffe geht in erfurt in die schule und da ist das auch so und mein halbbruder geht in gera in die schule und da ist das auch.

hier mal ein link vom landtag baden württemberg
http://www.landtag-bw.de/WP14/Drucksachen/0000/14_0115_d.pdf
ich habe mir den artikel nicht durchgelesen genau aber da wurde es 2007/2008 eingeführt.

Beitrag von luka22 07.02.11 - 21:51 Uhr

Bei uns in der Gegend sind wohl die Versuche des klassenübergreifenden Unterrichts gescheitert. Das hat mir erst letzte Woche die Lehrerin meines Sohnes erklärt. Inzwischen sind alle Schulen, die das probeweise gemacht haben, wieder zur klassischen Form zurückgekehrt. Ich kenne nur eine Schule im Umkreis, die klassenübergreifend unterrichtet. Eine Privatschule, die nach Montessori unterrichtet.


Grüße
Luka

Beitrag von anja1968bonn 08.02.11 - 07:20 Uhr

Hi,

hier bei uns (Bonn, NRW) sind die meisten Schulen von den Flexklassen wieder abgekommen.

Zum einen müsstest Du eine Schule finden, die das "normale System" anbietet und Deinen Sohn auch aufnehmen mag - zum anderen musst Du schon dem jetzigen Lehrer und der Schulleitung plausibel machen, warum ein Wechsel erforderlich ist.

Ich und mein Sohn finden seine Klassenlehrerin auch nicht o.k., aber das Leben ist kein Wunschkonzert, und einen Wechsel in eine neue Schule mit neuem System, neuen Kindern und neuen Lehrern würde ich einem Kind nur dann zumuten, wenn es wirklich gravierende Probleme gibt, unter denen das Kind wirklich leidet und die nicht zu beheben sind.

LG

Anja

Beitrag von muckel82 08.02.11 - 10:57 Uhr

Hallo

wir haben gerade den Grundschulwechsel hinter uns. Wir haben zum Halbjahreszeugnis gewechselt.
Mein Sohn wurde erst letztes Jahr eingeschult, aber in seiner alten Schule gab es sehr viel Gewalt und die Lehrer konnten kaum etwas unternehmen. Ich muss dazu sagen das es eine kleine Dorfschule war mit nur 6 Lehrern und 3 päd. Mitarbeitern. Diese paar Leute unterrichten 5 klassen. Lehrer waren oft krank und unterricht konnte nicht mehr richtig stattfiinden. Zu hause habe ich mit meinem Sohn oft noch 1 1/2 bis 2 Stunden Hausaufgaben machen müssen. Mein Sohn ist nicht toller oder schlechter als andere, aber es waren halt sehr viele Hausaufgaben.
Dann kamen fast tägliche Schlägereien dazu. Mein Sohn bekam ein Stressekzem, war nur noch gestresst und weinerlich, weil er nicht mehr in die Schule wollte.
Also haben wir uns mit unserem Sohn (der schon nach 6 Wochen) zu einem Schulwechsel entschlossen.

Nicht weit von uns entfernt ist eine Ganztagsschule, dort geht er nun hin und ist suuuuuper zufrieden. Nimmt schon an AG´s teil und ist einfach nur noch ein zufriedenes Kind=)

Wir haben den "alten Lehrern" die Wahrheit gesagt, warum wir uns um einen Wechsel bemühen. Und hatten so reichlich Ärger. Mein Sohn wurde von den Lehrern doof angemacht, wurde immer wieder befragt warum,wieso und weshalb er die Schule wechselt. Mein Mann ist noch mal zu einem Gespräch mit dem Klassenlehrer und dem Schulleiter gegangen. Auch da wurden uns nur Vorwürfe gemacht. Mein Sohn wurde am letzten Schultag in keinster Weise verabschiedet. Als mein Sohn meinte Herr ..., ich bin heute den letzten Tag hier. Bekam er die Antwort: nun weiß ich es :-[

Nun zu einer Freundin die auch die Schule gewechselt hat (ihr Sohn ging in die selbe Klasse wie mein Sohn), zeitgleich mit meinem Sohn. Sie hat erzählt das sie die Schule wechselt, weil sie mehr arbeiten muss. Deshalb würde ihr Sohn nun auch auf die Ganztagsschule gehen. Alle haben es bedauert, ihr Sohn wurde vor allen verabschiedet, hat ein kleines Geschenk bekommen und hatte nach 3 Tage noch mal Post von den Lehrern, wie schade sie es finden das er nicht mehr in der Klasse ist. Die Jungs waren beide am selben Tag das letzte mal in der selben Klasse etc. Mein Sohn hat nur etwas doof geguckt und mich gefragt warum er kein Geschenk bekommen hat. Und nun erzählt der andere Junge auch noch von dem Brief der Lehrer.

Ich will damit sagen, das man solch einen Wechsel gut bedenken sollte. Vielleicht zählt die Wahrheit doch nicht immer so viel.

Hast du evtl. die Möglichkeit es über die Ganztagsbetreuung laufen zu lassen?
Lass nicht locker, der Stress lohnt sich #liebdrueck

lg Muckel