muss zur beerdigung- wie mit baby auf friedhof?

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Beitrag von sonnenkind1 08.02.11 - 06:48 Uhr

Hallo,

meine mutter ist vor 5 tagen an einem unfall gestorben :-(
nun ist bald beerdigung.

unsere kleine ist 7,5 monate alt und lässt sich von niemanden fremden betreuen.auch von niemandem als von mir und meinem mann auf dem arm nehmen.sie schreit und lässt sich nicht beruhigen.
wie könnte ich das in der kirche machen? denn ist das nicht für alle komsich, wenn sie da wenn der redner spricht oder halt generell, wenn die kleine da laut lacht oder weint oder sonstiges?
wen mein mann in der kirchenecke auf und ab laufen sollte zwecks beruhigung, dann werden doch die anderen auch warnsinnig oder?
könnt ihr mir einen tipp geben?weil die kleine kommuniziert stark wenn was los ist in einem raum.

Beitrag von schlange100000 08.02.11 - 06:52 Uhr

Guten morgen...
...erstmal mein Beileid!! :-(

Ich glaube es nimmt Dir niemand übel wenn die kleine mal lacht o. weint, weil es ist ja noch ein Baby u. wenn sie sich von nieman anderm betreuen lässt, dann bleibt Euch nichts anderes übrig u. ich finde es auch nicht schlimm, weil es sind Kinder! Höchsten Du probierst sie in den Kinderwaagen zu packen u. lässt eine Freundin mit Ihr spazieren gehn....vll lässt sie das zu!?!

Lg #blume

Beitrag von sonnenkind1 08.02.11 - 07:08 Uhr

danke.

mit dem spazieren gehen ist eine gute idee.wenn dann nur in friedhofnähe, denn ich brauch auch das gefühl mein kind in der nähe von mir zu wissen an diesem tag.sie gehört ja schliesslich auch zur familie.

Beitrag von schlange100000 08.02.11 - 07:12 Uhr

Ja das hab ich ja gemeint....das vll jemand mit Ihr am Friedhof o. davor spazieren geht...und wenn es nur für die Kirche ist, weil die ist ja meinst schon weng lang u. für so ein Wurm dann noch länger!!

Lg #blume

Beitrag von schnattrinchn 08.02.11 - 07:34 Uhr

Hallo!

Auch meinerseits erst einmal mein herzliches Beileid! Fühl dich ganz doll#liebdrueck.

Vor ein paar Jahren ist meine allerliebste Oma gestorben und meine Tante hatte damals meinen kleinen Cousin ( ca11Mon.) dabei.
Es war, so blöde wie es auch klingen mag, ein richtiger Trost dieses unbekümmerte, unschuldige kleine Kind laufen, lachen zu sehen, denn ich wusste es geht weiter und es gibt gute Gründe nach vorne zu blicken.
Wenn dein Mäuschen schreit, weint oder lacht, dann ist das eben so! Schließlich ist es ein kleines Kind und kein Erwachsener der genau versteht was gerade um ihn herum geschieht.

Ich wünche dir ganz viel Kraft die schwere Zeit gut zu überstehen.

LG,Schnatti mit Emma#winke

Beitrag von sonnenkind1 08.02.11 - 07:37 Uhr

vielen dank.

hab nur das gefühl das es einige nicht gut finden würde, wenn die kleine dabei wär.ich muss es im entdefekt entscheiden! und ich möchte schon das sie dabei ist und wenn sie quengelt oder stark weinen sollte, dann nimmt mein mann sie auf den arm und geht in der kirche nach hinten oder so.
die eine nahestehende bekannte meinte nämlich gestern zu mir: sag mal du wirst doch nicht dein kind da mitnehmen :-(

Beitrag von schnattrinchn 08.02.11 - 07:43 Uhr

Boah, das ist ja so was von....daneben. Traurig das es Menschen gibt die keine Verständnis dafür haben.
Aber wie du schon gesagt hast, es ist deine Entscheidung und das müssen andere akzeptieren!
Den Vorschlag mit dem Kiwa notfalls spazieren zu gehen find ich auch gut.

Beitrag von mss.fatty 08.02.11 - 11:07 Uhr

hallo sonnenkind,

erstmal möchte ich dir mein beileid aussprechen.
ich habe meinen vater auch ganz plötzlich verloren und kann mir vorstellen wie du dich gerade fühlst....desshalb:

wenn du deine tochter bei dir haben möchtest nimm sie mit. es ist völlig irrelevant was sich, nach meinung anderer, gehört.
die idee mit dem kinderwagen und der freundin vor der kirche ist doch gut.
und selbst wenn du die kleine in der kirche hast und sie fängt an rumzuquäken.....unbeschwerte babys gehören zum leben wie der tod eben auch.
Trauern ist anstrengend genug. mach dir bitte wegen solchen sachen keinen kopf.

lg anna

Beitrag von dynastria 08.02.11 - 07:50 Uhr

Guten Morgen!

Auch von mir erst mal Herzliches Beileid!

Vor 2 Wochen ist meine Oma gestorben. Und ich war auch mit der Kleinen auf der Beerdigung, weil mein Mann nicht frei bekommen hat.

Hab sie zur Beisetzung an sich ins Tragetuch gesetzt, da ist sie auch relativ schnell eingeschlafen und hat nichts mitgekriegt.
In der Kirche hatte ich Spielzeug, das keinen Krach macht (Plüschtiere, u.ä.) und sie hat viel rumgeguckt.
Ja, sie hat auch ab und zu gelacht oder gequietscht, aber das war mir egal. Sie ist noch klein und was andere Leute denken, ist mir egal.
Aber grundsätzlich hat sich auch niemand daran gestört.

Hätte sie angefangen zu weinen, wäre ich mit ihr raus oder wär mit ihr auf und ab gelaufen.

Meine Großcousine war übrigens auch mit ihrer Motte da. Sie bei der Beisetzung im Kiwa und in der Kirche hat sie auch palavert. Aber mein Gott, es ist halt so.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft für diesen schweren Gang. Fühl dich gedrückt.


LG, Dynastria

Beitrag von franni128 08.02.11 - 07:53 Uhr

Hi.
Das mit deiner Mama tut mir leid. Fühl dich gedrückt!
Meine Schwiegermutter ist gestorben, als unsere Nichte 11 Monate alt war. In der Zeit der Trauerfeier in der Kirche, ist eine Bekannte mit ihr spazieren gegangen, zum Friedhof und zum anschließenden Kaffee ist die dabei gewesen und hat niemanden gestört.

LG
Franziska #kerze

Beitrag von claudia2708 08.02.11 - 08:43 Uhr

Hallo,

auch von mir mein herzlichstes Beileid!

Ich habe vor 4 Monaten meine Schwester verloren, damals war meine Kleine 5 Monate alt. Die Große blieb bei meiner Schwiegermutter, aber beide konnte ich ihr nicht zumuten. So haben wir die Kleine im Ergo mit zur Trauerfeier genommen und auch mit ans Grab... dort allerdings hatte sie mein Mann, weil ich meine Mutter stützen musste.
Ich glaube, instinktiv spüren die Kinder, dass etwas vorgeht. Meine Tochter hat alles gut mitgemacht. Aber selbst, wenn sie laut gewesen wäre...

Ich sehe das so: die Trauerfeier ist für die engsten Angehörigen da, Du hast Deine Mutter verloren und sie hätte ihr Enkelkind sicher nicht als störend empfunden. Also sehe ich keinen Grund, dass Du mit der Kleinen rausgehen musst, um keinen zu stören. Und selbst wenn sie lacht, das ist eher etwas, was allen hilft, meine Mutter war froh, dass meine Tochter sie zum Lächeln gebracht hat (meine Schwester war erst 42 und starb auch überraschend). Halte Dich daran fest, dass Deine Kinder da sind und lachen dürfen, Deine Mutter hätte sich sicher über jedes Lächeln gefreut!

Ich wünsche Dir viel Kraft für diesen schweren Abschied!

Alles Gute,
Claudia

Beitrag von brille09 08.02.11 - 09:17 Uhr

Also, ich finde es sogar unbedingt wichtig, dass ihr das Baby mitnehmt. Ein Leben endet und eins beginnt. Das kann grad auf ner Beerdigung nach nem tragischen Unfall sehr tröstlich sein. Außerdem, ihr seid ja quasi die engste Verwandtschaft, vor wem wärs dir denn peinlich oder wen glaubst du denn zu stören? Den Pfarrer? Sicher nicht und wenn, kanns dir egal sein. Aber die meisten freuen sich über kleine Kinder in der Kirche.

Vielleicht ist die Kleine sogar besonders ruhig. Ich geh mit meinem öfter in die Kirche, 1. weil ichs wichtig find und 2. ists für Kinder auch gut zu sehen, dass es Situationen gibt, in denen sich alle bemühen, leise zu sein (auch die Mama flüstert z.B. erst mal nur ins Ohr). Mein Kleiner ist normal wirklich ein kleiner "Treibauf", aber in der Kirche ist er immer ganz leise und beobachtet alles gaaaanz genau. Es gibt da ja auch sehr viel zu sehen für ein Kind!

Und wenn es wirklich so schlimm wird, dass keiner mehr ein Wort versteht, dann musst du einfach kurz raus gehen. Aber ich glaub, das wird nicht passieren. Ich nehm halt immer Trinken, evtl. auch ein Stück Breze und ein ruhiges Spielzeug (klar, keine Rassel oder sowas) mit. Hab ich aber noch nie gebraucht. Nur ein Buch, damit das Gebetbuch überlebt ;-)

Beitrag von redrose2282 08.02.11 - 09:19 Uhr

huhu
erst mal men beileid.#kerze
fühl dich #liebdrueck

2009 ist meine allerliebste oma gestorben und ich hatte meine kleine (damals 18 monate) dabei. wir waren nicht in einer kirche, sondern in einer kleinen kapelle am friedhof. ich hab meine kleine damals genz bewusst mitgenommen und ihr ein weißes kleidchen angezogen. sie hat alle zum lachen gebacht mit ihrem blödsinn. und ich wusste, dass meine oma das so gewollt hätte. und für mich war es wichtig zu wissen, das leben geht weiter.

ich würde den zwerg mitnehmen.

lg red

Beitrag von jd83 08.02.11 - 10:15 Uhr

Mein aufrichtiges Beileid #schmoll#kerze

Ich kann dich gut verstehen. Unser Louis bleibt auch nicht gern bei Anderen. Vielleicht findest du eine Freundin, die während der Beiseitzung den Kinderwagen schiebt und die Kleine (Lieblingssnack? Keks?) ablenkt, so gut es geht.

Sicher wird es komische Gesichter geben, wenn du die Kleine mit nimmst, aber da würde ich mir nix draus machen. Es ginge eher um dich, ob du richtig trauern kannst (fand ich damals bei mir wichtig), wenn die KLeine bei dir ist...denn eine Beiseitzung heißt Abschied nehmen und womöglich wärst du eher auf dein Kind fixiert? Ich weiß es nicht genau, könnte es mir nur vorstellen.

Hoffe du findest eine gute Lösung, damit du diesen schweren Weg gehen kannst und trotzdem mit der KLeinen beruhigt bist.

ich wünsche dir ganz viel Kraft!!!! #herzlich

LG von Jessi mit Louis 10 Wochen

Beitrag von holly38 08.02.11 - 10:43 Uhr

mein herzlichen beileid,

mach dir wegen deinem baby nicht zuviel gedanken. ich war leider auch schonmal in einer solchen situation, mein baby war 4 monate als mein schwiegervater starb. tatsache ist, das pralle leben eines babies hat bei der beerdigung und auch bei der feier danach dafür gesorgt, dass alles nicht ganz so traurig ist, denn das ist das leben wir werden geboren un müssen sterben. wenn die menschen dann im angesicht des todes auch das leben sehen und in deinem kind lebt deine mutter ja auch indirekt weiter, dann stellt das ein trost da.
jedenfalls sind das die erfahrungen die ich gemacht habe.
ich wünsche dir stärke die beerdigung gut zu überstehen.

lg holly

Beitrag von katie0072 08.02.11 - 10:50 Uhr

Hallo,

erstmal herzliches Beileid #liebdrueck

Wie schon viele ander gesagt haben würde ich sie mitnehmen - vielleicht auch in einer Tragehilfe bei Dir. Es ist Deine Mutter und wenn Du Dein Kind mitnehemen willst, dann haben die anderen Trauergäste damit klarzukommen (mal ganz hart gesagt).
Vor etwas mehr als einem Jahr ist der Vater der Patentante unserer Tochter gestorben - unsere Kleine war da 14 Monate. Wir konnten sie auch nirgend anders hinbringen, also haben wir sie mitgenommen. Bei der Trauerfeier war ich mit Ihr im Kinderwagen draußen und sie hat ein bißchen geschlafen, da die Kapelle total überfüllt war, dann aber waren wir die ganze Zeit, auch bis ans Grab mit dabei und die Patentante und ihre Mutter haben sich sehr gefreut und gesagt, dass es schön war, dass wir mit der Kleinen dabei waren.
Ein paar Ältere haben schon eine bißchen komisch geschaut aber die meisten waren ganz freundlich und haben ein bißchen mit ihr geflirtet.

LG Katie

Beitrag von schullek 08.02.11 - 11:51 Uhr

hallo,

nehmt sie mit und dein mann kann sie rumtragen oder beschäftigen, zur not mit ihr draussen im kiwa rumrollen. was soll denn jemand dagegen haben? du bist schließlich die tochter der verstorbenen und keine weite verwandte. wer sich darüber aufregt ist es nicht wert erwähnt zu werden.
sieh zu, dass du die trauerfeier packst, einigermaßen mitbekommst was passiert und realisierst, was da passiert. und mach dir keine gedanken darum, wie ein brabbelndes baby bei irgendwem ankommt.
und wenn sich irgendwer darüber aufregt, ja und? das ist doch völlig nebensächlich.

lg