auf Mutterschaftsgeld verzichten???

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von lequar80 08.02.11 - 08:49 Uhr

Hallo,

ich hätte da mal eine Frage.
Ich bin jetzt in der 7. SSW und bin seit Jahren im gleichen Betrieb berufstätig.
Mein befristeter Vertrag läuft ende April aus und ich bin mir so gut wie sicher, das mein Arbeitgeber den Vertrag nicht verlängern wird, da ich Schwanger bin. Ansonsten hätte ich 100 % einen Festvertrag bekommen :( Sollte der Vertrag auslaufen erhalte ich ALG I und ELterngeld von 300 Euro, doch wenn ich meinen Chef überzeuge das es meinen Vetrag wenigstens noch ein halbes Jahr verlängert, dann würde ich Elterngeld von ca. 600Euro erhalten. Was mich von einer Sozialleistung befreien würde.
Doch ich weiß nicht wie ich meinen Chef überzeugen soll???
SAOll ich ggf vorschlagen das ich auf Mutterschaftsgeld verzichte!!!??? Ich weiß einfach nicht mit welchen argumenten ich Ihn für eine verlängerung überzeugen soll...
Ich würde mich sehr über vorschläge freuen..

LG Raquel

Beitrag von dresdnerin86 08.02.11 - 08:53 Uhr

Hallo,

eine Verlängerung bis zum Ende der Elternzeit ist für deinen AG kostenfrei da er sich das Geld (soweit ich weiß) von der Krankenkasse wiederholt.

Somit fällt für ihn nur der Lohn für eine Vertretung für dich an. Bei mir war es genauso und mein Chef hat zum Glück zugestimmt.

LG,
Gwen

Beitrag von landaba 08.02.11 - 08:53 Uhr

Du musst ja vorher nicht in den Mutterschutz gehen nachher ist allerdings pflicht....viel Erfolg

Beitrag von lady79marmelade 08.02.11 - 08:58 Uhr

Auf Mutterschaftsgeld zu verzichten, käme einem Gehaltsverzicht gleich. Wie bescheuert wäre das denn??!!

Sag es wie es ist und bitte ihn darum.

Beitrag von lady79marmelade 08.02.11 - 09:00 Uhr

Und noch am Rande erwähnt:

Das Elterngeld unterliegt dem Progressionsvorbehalt. Also nicht glauben, dass die 600 Euro im Monat dann tatsächlich auch bleiben. Du bist verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben und da holt sich das Finanzamt dann einiges wieder. Das solltest Du auch noch bedenken. Es ist also ratsam einen Teil des Geldes zu sparen.

Beitrag von miau2 08.02.11 - 09:03 Uhr

Hi,
die Idee mit dem Mutterschaftsgeld bringt nichts, denn soweit ich weiß kann er sich seinen Anteil erstatten lassen. Abgesehen davon weiß ich nicht, ob eine Garantie deinerseits irgendeinen Wert hätte, oder das ganze als "sittenwidrig" o.ä. unzulässig wäre - schließlich würdest du ja auf ein gesetzlich zugesichertes Recht verzichten, und das ist nicht immer so einfach möglich. Meine ich zumindest.

Wie wäre es mit DEM durchschlagenden ARgument in der Arbeitswelt überhaupt: dass er dich bzw. deine ARbeitskraft braucht und sie doch gerne noch ein paar Monate länger behalten würde? Oder wäre das für deinen Fall kein Argument?

Klappt natürlich nur, wenn ein neuer befristeter Vertrag überhaupt noch zulässig ist (dafür gibt es ja REgelungen).

Viele Grüße
Miau2

Beitrag von krebs83 08.02.11 - 09:05 Uhr

Das Mutterschaftsgeld bekommst du ja von deiner Krankenkasse, der AG zahlt dir nur noch den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld (Differenz aus Mutterschaftsgeld und Nettolohn), diesen Zuschuss holt er sich aber zu 100% von der KK zurück, somit hat er dadurch keine finanzielle Belastung.

Versuche lieber nochmal mit deinem AG zu reden, vor allem wenn du schon lange in der Firma bist, vielleicht verlängert er ja deinen Vertrag doch nochmal.

Beitrag von marienkaefer1985 08.02.11 - 09:12 Uhr

Weiß dein Chef denn schon, dass du schwanger bist?

Ansonsten warte doch erstmal ab, bis du den unbefristeten Vertrag bekommst und sag ihm dann, dass du schwanger bist!?

Ende April bist du auch "erst" in der 18. Woche ungefähr, sehen muss man es da noch nicht unbedingt. (Bin selbst in der 17. Woche und man sieht noch nicht viel)

Und du schreibst, dass du schon seit Jahren dort arbeitest, warum hast du dann immer noch einen befristeten Vertrag?

Man darf nur max. 3 Verlängerungen bekommen und das insgesamt nur auf max. 2 Jahre (also auch wenn es nur eine einzige Verlängerung wäre).

D. h. vielleicht hätte dir schon vorher ein unbefristeter Vertrag zugestanden?

Beitrag von susannea 08.02.11 - 10:05 Uhr

Weiß dein Chef, dass du schwanger bist, sonst würde ich erstmal den MUnd halten und abwarten. Evtl. bekommst du ja vorher die Verlängerung oder die Zusage unter zeugen usw. dann kann dir ja nichts passieren.

Und verzichten kannst du, aber wieso, der AG bekommt 110% deines Zuschusses ersetzt über die U2-Umlage.

Dir würde das übrigens trotzdem als Einkommen angerechnet werden, also ziemlich sinnloses UNterfangen.