Sinn von ewiger Nachhilfe

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von zoezoe2000 08.02.11 - 10:17 Uhr

Hallo miteinander,

nach dem Übergang von der Grund- in die Realschule ist meine Tochter in Englisch eine Note abgerutscht. Die Lehrerin meinte, es fehlen noch aus der Grundschule einige Grundlagen, die sie jetzt aber mit den Kindern nicht nacharbeiten könne.
Wir haben über Nachhilfe nachgedacht, manche Kinder aus ihrer Klasse bekommen diese schon. Allerdings teilweise schon über 6 Monate ohne Aussicht auf ein Ende. Die Nachhilfelehrerin meinte, es sei schon üblich, dass 1-2 Jahre(!) Nachhilfe genommen werden.

Meine Frage: wie lange haben Eure Kinder Nachhilfe bekommen? Hat es geholfen? Ist so lange andauernde Nachhilfe überhaupt sinnvoll?

Vielen Dank!

Beitrag von barbarelle 08.02.11 - 10:27 Uhr

Hallo,

unser Lehrer hat uns schon in der dritten Klasse darauf hingewiesen, ein besonderes Augenmerk auf Englisch zu haben.

Da es ja erst kurz in der Grundschule eingeführt wurde und die Regeln da lauten: Sinn muss erkennbar sein und es darf falsch geschrieben werden, wird das Thema von vielen Lehrern etwas stiefmütterlich behandelt.

Damit es gerade in der 5ten kein böses Erwachen gibt, sollen wir Eltern darauf achten. Das ging bei manchen so weit, dass sie ihre Kinder ab der dritten Klasse in einen VHS-Kurs (englisch für Kinder) angemeldet haben.

Ob die Nachhilfe sinnvoll ist vermag ich nicht zu beurteilen. Fakt ist: Es wird Geld damit verdient. also würde ich persönlich lieber einen VHS Kurs für das Kind suchen und solange die Note nicht schlechter als eine 3 ist, kann man damit leben.

Manchen Kindern liegen Sprachen auch nicht sonderlich.

LG
B.

Beitrag von familienoberhaupt 08.02.11 - 11:27 Uhr

Hallo,

unser Sohn 6 Klasse, bekommt seit Januar 2010 Nachhilfe in Mathe.
Erst jetzt werden die Noten besser .
Er hat immer eine 4 geschrieben jetzt sind auch mal ein 3 oder 2 dabei.

Es dauert halt seine Zeit. So wurde uns damals gesagt.
Das warten hat sich gelohnt.
Ich möchte die Nachhilfe nicht missen.

lg Marion

Beitrag von litalia 08.02.11 - 11:34 Uhr

was ist verkehrt an längerer nachhilfe? wichtig ist doch, dass die noten sich bessern ;-)

wenn sich nach einem jahr GARNIX getan hat würde ich mir auch gedanken machen aber ein jahr zeit würde ich wohl geben.


meine geht ab der 1. klasse einmal wöchentlich in englisch (freiwillig) der "spaß" kostet 45 euro monatlich #augen

Beitrag von itsmyday 08.02.11 - 11:49 Uhr

""was ist verkehrt an längerer nachhilfe? ""

Nachhilfe ist sehr teuer!!

Ich wollte meine Tochter zur Vorbereitung auf die weiterführende Schule in einem Nachhilfeinstitut einchecken, weil sie leider keine Ahnung von Rechtschreibung hat.....und das hätte 140€/Monat gekostet. #schock #augen

Bei der Kohle würde ich schon auch gerne wissen, wie lange es dauern wird und welche Verbesserungen mir garantiert werden können. #cool

Nachdem man mir nichts garantiert hat und auch über die durchschnittliche Dauer keine Auskunft erteilen konnte/wollte, hab ichs dann gelassen. :-p

Beitrag von manavgat 08.02.11 - 12:16 Uhr

Unser Schüler kommen mit den unterschiedlichsten Voraussetzung. Wenn im ersten Halbjahr bei einer Fremdsprache Probleme auftauchen, dann kann man das mit einem Quicky (einige wenige Termine) mit einer geschulten Lehrkraft dauerhaft beheben.

In der Regel braucht es 1-2 Klassenarbeiten für eine Notenverbesserung und mindestens 8 Monate für eine stabile 3, die dann auch allein gehalten werden kann. Bei Lücken in einem Fach mit einem Termin in der Woche (Gruppe). Einzeln geht nicht schneller, im Gegenteil.

Wenn Schüler von einer 5 bis zu einer 2, vielleicht auch mit einem Wechsel in eine bessere Schule klarkommen sollen, dann sind 2 Jahre keine Seltenheit. Meist wird mit 3 Fächern angefangen und sukzessive abgebaut. Am längsten bleiben Schüler mit LRS, Schüler mit Migrations/Comopoliten-Hintergrund (d. h. Deutsch als Fremdsprache).

Wir haben auch Schüler, die hochbegabt sind oder einfach zuhause keine Ansprache haben. Völlig legitim, wenn Eltern, die beide arbeiten oder Alleinerziehende mit Vollzeitjob ihre Kinder zu uns schicken.

Was auch vor kommt: Eltern die selbst keine Bildung haben und ihren Kindern das gerne ermöglichen wollen.

Was sind denn 6 Monate Nachhilfe mit einem Termin in der Woche? 20 x 90 Minuten. Die Hauptfächer werden mit 5 x 45 Minuten in der Woche unterrichtet für den neuen Job. In der Nachhilfe soll der neue Stoff vermittelt werden und die Lücken gefüllt werden. Zaubern können wir leider auch nicht.

Gruß

Manavgat

Beitrag von schullek 08.02.11 - 13:28 Uhr

der übergang grundschule zu weiterführenden schulen ist englisch wirklich oft ein problem. vor allem, weil die schüler englisch bis dahin nur als spaßiges fach mit singen etc. kennen. und dann kommen sie an die neue schule und hier geht in englisch ganz anders zuj. das fällt vielen schwer. und wenn die kinder auch noch bei einer nicht so gut ausgebildeten englischlehrerin in der grundschule unterricht hatten, gibts schnell auch noch stofflich probleme.

nachhilfe sollte natrülich solange genommen werden, wie das kind nicht mit dem normalen stoff gut mitkommt bzw. bei neu auftretendem stoff mehr als nur leichte probleme hat.

lg