Krippe oder Tagesmutter

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von aliane 08.02.11 - 11:53 Uhr

Hallo,

ich bin zwar noch nicht soweit dass ich mich damit beschäftigen muss aber ich tue es trotzdem.

Was würdet ihr eher machen: Tagesmutter oder Krippenbetreuung?

Welche Erfahrungen habt ihr!?

Gruß, Aliane

Beitrag von mamiskleinermann 08.02.11 - 11:58 Uhr

Hallo,

diese Frage haben wir uns auch gestellt und unser Zwerg hat uns die Entscheidung abgenommen ;-)
Wir haben Termine gemacht und sind mit Ihm hin gegangen. Bei der Tagesmutter hat er sich nicht wirklich wohl gefühlt. Das hat man gemerkt. Er saß nur bei mir auf dem Schoß und wollte nicht spielen.
Aber in der Krippe da war er sofort Feuer und Flamme. Die vielen andere Kinder, die tollen Spielsachen und vor allem alles auf seiner Höhe. Er ist gleich los und hat gespielt und war total begeistert....... da war dann die Entscheidung für uns gefallen und wir haben es nicht bereut.
Die Krippe bietet den Kinder wirklich sehr sehr viel und mein Sohn geht sehr gerne hin. Werde das nächste Kind gleich wieder dort anmelden.

Lg

Beitrag von fbl772 08.02.11 - 12:04 Uhr

Liebe Aliane,

das ist ziemlich individuell, aber hier vielleicht ein paar Denkanstöße:

- Habe ich als Mama Angst davor, meine VIP-Stellung durch eine TaMu zu verlieren
- Kann ich loslassen und einer einzigen Person mein ganzes Vertrauen geben = wenn eher nein, dann Krippe (da dort mehrere Betreuer und somit "Mehraugenprinzip"), wenn ja = TaMu (Vertrauensverhältnis sehr wichtig)

- Habe ich ein sehr offenes und kommunikatives Kind, dass fremde Kinder und Action liebt = Tendenz zu Krippe
- Habe ich ein eher zurückhaltenderes Kind, dass vielleicht stark fremdelt und es lieber ruhiger mag = Tendenz zu TaMu, weil weniger Kinder
- gibt es schon Geschwister zuhause
- in welchem Alter soll die Betreuung starten
- Kosten der Betreuung
- Flexibilität der Betreuung (was ist bei Krankheit der Betreuungsperson)
...

Ich habe mich für die Krippe entschieden und aus jetziger Sicht kann ich sagen, dass es absolut die beste Entscheidung für meinen Kleinen war. Er ist ein extrem offener, kommunikativer kleiner Mann, der Action liebt, Kinder liebt und nie gefremdelt hat - ich bin sein absoluter VIP (da passt nix dazwischen :-)). Wir haben im Alter von 5 Monaten angefangen und langsam gesteigert - er ist also richtiggehend reingewachsen. Die Gruppe besteht aus 10 Kindern von 0 - 3 Jahren und 3 Erziehern.

LG
B

Beitrag von maylu28 08.02.11 - 12:04 Uhr

Beides hat seine Vor- und Nachteile...

Ich hab mich gegen die Tagesmutter entschlossen, weil im Falle eines Krankheitsausfalls der TM, ich dann auch daheim bleiben muss......
Ich weiss auch nicht wie die TM überprüft werden....

In der Krippe bei uns gibt es Springer, die einspringen wenn einen Betreuerin mal krank ist....

Der Betreuungsschlüssel ist zumindestens hier in München gleich....

Vorteil der Tagesmutter, ev. ruhiger, familiärer......(Sind ja meistens nur max. 5 Kinder)
vorteil der Kinderkrippe....sie haben mehr Platz und haben auch mehr Kinder zum Spielen (eingliederung in den Kindergarten fällt sehr leicht) mir gefällt auch die Kontrolle durch die Stadt und das immer wieder Psychologen nach den Kindern schauen und deren Entwicklung beobachten um gezielt fordern zu können....

Bei uns in Kinderkrippe sind in der Gruppe 10 Kinder....

Mein Großer geht seit 2 Jahren in die Kinderkrippe und fühlt sich wohl...

LG Maylu

Beitrag von flammerie07 08.02.11 - 12:16 Uhr

Mein Sohn (2,5) geht zur TaMu, die allerdings mit einer Kollegin zusammen betreut (insgesamt 10 Kinder) in einer speziell umgebauten Wohnung (2 liebevoll gestaltete Gruppenräume, je ein Badezimmer und je ein Schlafraum, 1 Umkleideraum).
Im Krankheitsfall und für einige Nachmittage gibt es eine "ErsatzTaMu". wir haben alle 3(staatl. anerkannten)Erzieherinnen im Vorfeld kennenlernen können.
Für meinen Sohn ist es perfekt, da der Betreuungsschlüssel besser ist als in den Kitas hier in der Gegend. Er ist auch eher ein Kind, dass bei ZU vielen Kindern untergeht, weil er eben nicht "Hans Dampf in allen Gassen" ist und sich dann eher zurückzieht wenns zu wild wird.

Für mich war es wichtig, dass die TaMu die Kinder nicht nur nebenher betreut und noch Haushalt, Wäsche etc macht, sondern sich intensiv mit den Kindern beschäftigt und das ist bei uns der Fall.

Habe mir auch eine andere TaMu angeschaut und dort würde ich mein Kind nie im Leben hingeben...hatte verschiedene Gründe...

Beitrag von natascha88 08.02.11 - 12:24 Uhr

Hallo!

Unser Sohn ist mit 18 Monaten in die Krippe gekommen. Ich hätte mich auch nach einer TaMu umgeschaut, aber wir haben einen der begehrten Krippenplätze bekommen #huepf
Er hat bis dahin schon gefremdelt, war kein wirkliches Action-Kind. Aber es geht ihm trotzdem gut dort, hat sich gut eingewöhnt und ist glücklich da. Seitdem er dort ist, ist er auch viel wilder und aktiver ;-)

Bei uns in der Gruppe sind 12 Kinder auf 3 Erzieherinnen, aber das jüngste Kind ist schon 16 Monate alt und der älteste 3,5 Jahre, da passt das mit dem Schlüssel schon gut.
Was ich super finde ist, das er dann von dort gleich in den Kindergarten wechseln kann mit super Betreuungsschlüsseln von 17 Kindern auf 3-4 Betreuuerinnen (I-Kiga).

Also wir sind sehr zufrieden!

Schau dir doch einfach beides mal an, wenn möglich, dann merkst du schon was dir gefällt!

Liebe Grüße,
Natascha mit Lukas (26.3.09)

Beitrag von marathoni 08.02.11 - 12:29 Uhr

...weder noch...
Ich bin, auch wenn es hier die Ausnahme ist, der Meinung, dass ein Kind unter 3 Jahren nicht " femdbetreut werden sollte. Wenn es finanziell geht. Wenn nicht ist das sicherlich ein anderes Thema.
Die ersten 3 jahre im Leben eines Kindes sind die wichtigsten. Dir würde soooo viel entgehen, würdest du dein Kind in dieser wichtigen Zeit abgeben.
Aber wie gesagt, ich will niemanden verurteilen. Nur meine Meinung äußern. Ich weiß, dass hast du hier nicht gefragt, ich musst es aber trotzdem loswerden.

Beitrag von pegsi 08.02.11 - 12:49 Uhr

Ich habe bisher nur aus arbeitnehmersicht Erfahrungen mit Tagesmüttern (durch Praktika), aber für mich ist die Sache klar:

Bei der Tagesmutter ist in der Regel nur eine Person für alles zuständig. Hat die einen schlechten Tag und ist überfordert, können die Kids nicht ausweichen auf eine andere Bezugsperson, das gefällt mir nicht.

Ist die Tagesmutter krank, hat man keine Kinderbetreuung, manche Arbeitgeber sind da wenig Verständnisvoll.

Tagesmütter haben es wesentlich schwerer, Supervision, Fortbildung etc. finanziert und dafür frei zu bekommen.

Ich habe mich für eine kleine Kita mit Krippenbetreuung entschieden, weil ich diese Riesen-Anstalten mit hunderten von Kindern ablehne. So hat meine Tochter ein sehr gutes (und besonders zu ihrer Bezugserzieherin auch sehr inniges) Verhältnis, der Personalschlüssel ist prima, ich bin mit den Grundsätzen der Einrichtung einverstanden. Es gibt regelmäßig Supervision und Fortbildung, es entsteht eine ganze Menge "Kontrolle" von außen durch Praktikanten, Hospitanten, eingewöhnende Eltern etc.

Meine Tochter ist jetzt seit zwei Jahren dort und fühlt sich da sehr wohl. In der ganzen Zeit hat sie genau 1x gesagt, daß sie nicht da bleiben will - woraufhin ich sie wieder mit nach Hause genommen habe (und siehe da, ein paar Stunden später war sie krank).

Beitrag von loonis 08.02.11 - 13:24 Uhr




Wir haben sehr gute Erfahrung mit der Krippe gemacht,
unsere Kids gingen beide in d.Krippe.

LG Kerstin

Beitrag von derhimmelmusswarten 08.02.11 - 13:36 Uhr

Krippe. Ich würde nie einer einzelnen fremden Frau mein Kind überlassen. Ich weiß auch nicht genau wieso, aber für mich wäre das nichts. Bei uns kostet die Kita pauschal 119,10 Euro im Monat. Essen kommt extra, aber mit 1,70 Euro auch günstig. Tagesmütter sind bei uns ohnehin kaum gefragt. Da viel teurer als die Kita.

Beitrag von maylu28 08.02.11 - 13:43 Uhr

Ohhh.....*neidisch werd**

Nur 120 Euro, man habt ihr es gut, wir zahlen für die städtische Krippe hier in München 350 Euro......(Tagesmütter sind nicht wirklich günstiger oder teuerer, zumindestens bei uns)

LG Maylu

Beitrag von pegsi 08.02.11 - 13:58 Uhr

In Berlin hängen die Kosten auch nur von Einkommen und Betreuungsumfang ab, nicht von der Einrichtung.

Beitrag von lachris 08.02.11 - 14:17 Uhr

Vor der Frage stand ich auch.

Da ich hier aber zum gewünschten Zeitpunkt (ab April) in der Krippe keinen Platz bekomme und die Krippe erst um 7:00 Uhr öffnet (ich muss spätestens um 7:30 anfangen) viel die Wahl leicht.

Wir haben zwar mit der Eingewöhnung noch nicht angefangen, aber wir dürfen seit Dezember 1 mal die Woche für ein paar Stunden zum Spielen kommen. (Die Eingewöhnung beginnt ab März).

Unsere Tagesmutter ist zeitlich flexibel und nimmt die Kinder bereits ab 6:30 Uhr. Ausnahmsweise auch mal um 6:00 Uhr - perfekt.

Auch sonst kann man die Stunden recht individuell gestalten und nach Absprache würde sie die Kleine auch mal in den Abendstunden betreuen. Man spart sich also auch die Suche nach einem Babysitter.

Da unsere TaMu nur drei Kinder nimmt und die anderen Eltern eine andere Tageseinteilung haben. Sind bei unserer TaMU immer nur zwei Kinder gleichzeitig da.

Viel Platz und einen großen Garten hat sie auch.

Und sollte sie mal krank werden, ist sie über das Mütterzentrum organisiert, die dann für die Zeit des Ausfalls die Kinder in der dortigen Kita mit unterbringen.

Sie geht super mit den Kindern um, unsere Kleine fühlt sich wohl und ich habe sie von einer Bekannten empfohlen bekommen, die ihr Kind dort zwei Jahre hatte.

Zum Thema Krippe kann ich nicht viel sagen, außer dass wir eh keinen Platz bekommen und uns die Zeiten zu unflexibel sind (7:00-16:30).

Seit letztem Jahr werden bei uns die Tagesmütter sogar vom Kreis gefördet, so dass wir pro Stunde 2,73 EUR zahlen müssen.

Preislich ist es bei uns daher etwa gleich teuer. (Ich arbeite 3 Tage die Woche)

VG lachris