finanzen, jugendamt nach der geburt

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von lalelu-86 08.02.11 - 15:11 Uhr

hey
ich habe mal eine frage wie das denn alles abläuft mti dem geld.

ich bin jetzt in der 35. woche ss und seit ende november vom kindsvater getrennt.

ich hatte vor ein paar wochen schonmal beim jugendamt angerufen wegen der vaterschaftsanerkennung. die dame sagte dann zu mir, das ich mit meinem ex einen termin bei ihr ausmachen soll und dann wird das gemacht, allein könnte ich da nix machen. da ich keinerlei kontakmöglichkeiten habe (handy-nr. geändert, im wkw reagiert er nicht auf meine nachrichten, neue adresse kenn cih auch nicht also nur den ort)kann ich ja schlecht einen termin mit ihm zusammen ausmachen, also kann ich auch keine vaterschaftsanerkennung machen und somit auch keinen unterhaltsvorschuss beantragen.

jetzt sagte meine hebamme gestern zu mir,d ass ich dann auch weniger hartz4 bekomme weil mri trotzdem der unterhalt angerechnet wird.

wie soll ich das denn jetzt alles machen? die vom jugendamt sagt allein kann ich nix machen,also wie soll ich das denn sonst mit der vaterschaftsanerkennung machen?

ich bin echt total ratlos, ich mein warum wird mir geld gestrichen nur weil mein "toller" ex der meinung ist für mich nicht erreichbar zu sein?!

hat da irgendwer tipps was ich da machen kann?

lg

Beitrag von kruemlschen 08.02.11 - 15:19 Uhr

Hallo,

entweder Du richtest beim JA eine Beistandschaft ein (das hätte Dir die nette Dame vom JA auch gleich sagen können) oder Du nimmst Dir einen Anwalt (geht über Beratungsschein vom Amtsgericht und anschließend PKH) und reichst über den Vaterschaftsfeststellungsklage ein.

Wenn bei Euch im JA nur solche Flitzpiepen arbeiten, nimmst Du Dir vllt. besser einen Anwalt.

UVG kannst Du auch ohne vorherige Vaterschaftsanerkennung beantragen.

Wichtig ist, dass Du beim Standesamt zur Beantragung der Geburtsurkunde (macht man inzwischen meist schon im KH) unbedingt die Angaben zum KV FREI lässt! Denn das Standesamt kennt nur verheiratet/eingetragener Vater oder Unbekannt. Du kannst den KV dann nachträglich eintragen lassen.

Die Geburtsurkunde brauchst Du dann ja auch für den Kinder- und Elterngeldantrag und so geht's einfach schneller.

Gruß K.

Beitrag von lalelu-86 08.02.11 - 16:04 Uhr

hey
danke dir für die schnelle antwort.

was ist denn eine beistandsschaft?
und was ist UVG?
ich kenne mich mit dem ganzen zeug echt net aus.

und dann noch diese toll frau vom JA die ncoh so schön sagt, dass ich selbst aktiv werden muss und sie kann da nix machen wenn dann müsste ich ihr wenigstens die adresse nennen.
aber wie soll ich die denn rausbekommen, wenn scheinbar nicht mal die polizei dazu ind er lage ist? (die stand vor einigen wochen vor meiner tür, da das seine zuletzt gemeldete adresse war, bevor er wieder OFW ist und haben gefragt ob ich wüsste wo er jetzt wohnt)

ich hab einfach echt nur angst am ende ohne geld dazustehen.
das er sich nicht um sein eigenes kind kümmern wird, damit habe ich mich mitlerweile abgefunden, aber von irgendwas muss ich ja dann auch leben.

und wie läuft das mit dem beratungsschein ab? also was muss ich dafür machen, und wenn ich den dann habe, was mache ich damit?

oje, ich bin echt ziemlich überfordert.
vllt. kann mir auch mal jemand ne gute seite im internet empfehlen wo ich was nachlesen kann?

lg

Beitrag von kruemlschen 08.02.11 - 16:16 Uhr

Am besten Du wendest Dich mal an eine Schwangerschaftskonfliktberatung, und bittest um einen dringenden Termin (lang hast Du ja nicht mehr).

Die helfen Dir normalerweise bei allen Formalitäten.

schau mal hier z.b:

http://www.bistum-fulda.de/bistum_fulda/leben_glauben/frauen/familien_schwangerenberatung/familien_schwangerenberatung.php

dazu musst Du weder gläubig noch katholisch sein, die helfen Dir trotzdem oder sagen Dir zumindest an wen Du Dich bei Euch in der Stadt besser wendest.

Beitrag von kruemlschen 08.02.11 - 16:16 Uhr

hier is noch ein bisschen übersichtlicher:

http://www.dicvfulda.caritas.de/55132.html

Beitrag von hedda.gabler 08.02.11 - 17:31 Uhr

Hallo.

Beistandschaft:
http://www.bmfsfj.de/Publikationen/beistandschaft/root.html

UVG:
http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/familie,did=34088.html

Und natürlich kannst Du ohne Feststellung des Vaters Unterhaltsvorschuß (Leistungen nach dem UVG) beantragen. Dazu reicht es aus, dass Du alles angibst, was Du weißt ... die Unterhaltsvorschußkasse sieht dann schon zu, dass sie an ihr Geld kommen.
Und es ist in der Tat so, dass Du Unterhaltsvorschuß beantragen musst, da dieser auf ein mögliches Alg II angerechnet wird und Unterhaltsleitungen vor allen anderen Leistungen gehen. Machst Du das nicht und kümmerst Dich nicht (entweder per Beistandschaft oder Anwalt) würde er Dir trotzdem angerechnet, da Du Dich bewusst bedürftig machen würdest.
Dein eigener Unterhaltsanspruch (Betreuungsunterhalt nach 1615 BGB) geht automatisch auf die ARGE über, wenn Du Alg II beziehst ... auch bei denen musst Du dann alles angeben, was Du über den Kindsvater weißt.

Wie aber schon zuvor gesagt wurde, darfst Du bei der Anmeldung des Kindes beim Standesamt nach der Geburt, den Vater NICHT (!) angeben, so lange er nicht anerkannt hat. Das Standesamt rückt sonst die Geburtsbescheinigungen nicht raus (für Eltern- und Kindergeld), da sie einen nicht anerkannten/nicht festgestellten Vater nicht eintragen können und dann warten würden, bis das alles geklärt ist.
Einfach auf den Formularen bei der Anmeldung alles frei lassen, was den Vater tangiert ... er kann später nachgetragen werden.

Und noch eines:
Bei einem so inkompetenten und schon im Vorfeld faulen Jugendamt (die Inkompetenz dieser Mitarbeiterin, an die Du geraten bist, hätte übrigens von mir eine schriftliche Beschwerde beim Teamleiter, bzw eine Dienstaufsichtsbeschwerde kassiert) kann ich Dir nur raten, das Ganze einem Anwalt zu übergeben ... wenn Du mittellos bist, bekommst Du dafür Prozesskostenhilfe. Und Du gibst dann bei ARGE und Jugendamt an, dass sich Anwalt xy darum kümmert, dann müssten die Gelder ohne Probleme fließen.

Gruß von der Hedda.

Beitrag von andrea1990xx 08.02.11 - 20:04 Uhr

hallo erstmal

ich bin derzeit in so einer phase habe im september mein kind bekommen und der vater der kleinen hat mich im januar letzten jahres verlassen als ich in der 6. sswoche war.

Also 1. du kannst unterhaltsvorschuss beantragen und ja es wird angerechnet aber keine sorge du wirst mit dem geld auskommen und zudem was ist das für eine dort beim JA du kannst dort beantragen einen beistand zu bekommen sie wird dich vor gericht vertreten wegen der vaterschaftsanerkennung also sie ist soetwas wie ein anwalt wenn man es so nennen kann. du kannst schließlich nichts dafür das er sich nicht meldet und auf deine nachrichten nicht antwortet und du kannst ihr dann auch klip und klar sagen das er auf keine deiner nachrichten reagiert dann reicht es meistens aus wenn du sagst wie er heißt und in welcher stadt er wohnt die finden die adresse schon raus keine aorge und zudem schreiben sie ihn erstmal so an und wenn er die vaterschaft nicht akzeptiert wird es vor gericht gehen. so ist es bei mir derzeit. naja wie gesagt ich habe als allein erziehnde mami knapp 1200 € also keine sorge geld wird schon den monat über reichen.

glg Andrea mit samantha 5 monate alt

Beitrag von lalelu-86 09.02.11 - 11:50 Uhr

hey
ich danke euch für eure antworten.
ihr habt mir echt schonmal super weitergeholfen :-)
lg