Wann muss Folgekrankenschein in der Firma sein?

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Beitrag von lenchen2002 08.02.11 - 15:16 Uhr

Hallo,

also es geht um meine Arbeitskollegin, sie ist leider krank, man hat bei ihr was in der Brust entdeckt und dies wurde vorletzten Montag (31.1.) im KH entfernt.

Wir Kollegen sind bisschen im Stress, weil wir ja ihre Arbeit mitmachen müssen, zumal ich noch ne Woche in Urlaub war...
Hab heut mit dem Chef gesprochen, er meinte, laut Gesetz hätte sie wohl 6 Wochen Zeit, den Folgekrankenschein zu bringen...

Denn Fakt ist, wir wissen gar nicht, wie es mit ihr weitergeht, wie lange sie krank sein wird... Also einen KS hatte sie bis 29.1.11, der ist auch in der Firma, und wir wussten ja, dass sie Montag ins KH musste. Dienstag, 1.2. war dann ihr Mann kurz in der Firma und meinte nur, es wäre alles gut verlaufen.

Das war das letzte, was wir von ihr gehört haben, ist ja nun auch schon ne Woche her und ein KS ist weder vom KH noch danach vom Hausarzt in der Firma.

Ich dachte immer, der muss nach 3 Tagen da sein, auch Folgescheine?
Ich mein, sogesehen fehlt sie seit 31.1.11 unentschuldigt...

Wir überlegen nun, jemanden befristet einzustellen für sie, weil auch Dauer kriegen wir es net ohne sie hin. Aber mal angenommen, man stellt denjenigen dann für 6 Monate erstmal ein, und sie kommt aber nach 4 Monaten wieder - was dann? Die Firma ist klein, und kann nicht 2 bezahlen für 1 Stelle...
Aber immernur z.B. für 2 Monate befristen ist ja auch doof, zumal man ja wohl nur 3mal verlängern darf...

Wer kennt sich da aus?

LG Lenchen

Beitrag von windsbraut69 08.02.11 - 15:36 Uhr

Warum zerbrecht Ihr Euch den Kopf Eures Chefs?
Davon aber mal abgesehen finde ich es bisschen geschmacklos, nach nicht mal 2 Wochen so einen Aufstand zu machen.

Vom Krankenhaus gibt es m. W. auch keinen gelben Schein, sondern Aufnahme- und Entlassungsbestätigung.

Als nette Kollegen könntet Ihr ja mal bei der Kollegin oder ihrem Mann anrufen und Euch nach ihrem Befinden erkundigen, bei der Gelegenheit erfahrt Ihr dann sicher auch mehr über die Prognose.

Gruß,

W

Beitrag von sassi31 08.02.11 - 15:59 Uhr

Ich sehe das so wie du. Wenn der Chef damit kein Problem hat, sollten es die Angestellten erst recht nicht haben. Zumal es gut möglich ist, dass sie nach einer (Krebs-?) OP längere Zeit ausfällt. Schließlich ist das auch eine enorme psychische Belastung, die man nicht außer Acht lassen sollte.

Meine Freundin hat übrigens auch vom Krankenhaus einen gelben Schein ausgestellt bekommen. Allerdings durfte sie da fast 10 Tage hinterher rennen. Die wollten den nämlich erst ausstellen, wenn ihre Entlassung feststeht.

@ TE:
Ruft einfach mal bei ihrem Mann an, fragt, wie es ihr geht und ob sie Besuch bekommen kann und mag. Er wird euch dann sicher etwas mehr erzählen. Wenn vielleicht auch keine Details zur Erkrankung, dann evtl. doch, wie lange sie vorerst krank geschrieben ist.

LG
Sassi

Beitrag von windsbraut69 08.02.11 - 16:25 Uhr

Solange der Chef das "unentschuldigte Fehlen" hinnimmt, würde ich als Kollegin mich sicher ruhig verhalten.

Ein Spaziergang ist die Krankheit der Kollegin sicher nicht und ich kenne es aus dem Job auch nicht, dass bei stationärem Aufenthalt standardmäßig zwischendurch gelbe Scheine ausgestellt werden.

LG,

W

Beitrag von lenchen2002 08.02.11 - 17:10 Uhr

Hallo,

also als erstes, es tut mir sehr leid, dass sie eventuell schwer krank ist, und dass es ihr momentan nicht gut geht, ist mehr als verständlich.

Ich zerbreche mir nicht den Kopf vom Chef, ich denke da an mich und die Kollegen, wir müssen alle einiges an Überstunden machen, was ja auch okay ist, das Problem finde ich, dass man nicht sagen kann, okay, werden mal 4 harte Wochen, dann wirds wieder ruhig... Vielleicht werden es ja Monate...

Und ich denke, eine Woche nach der Entnahme weiß sie, ob es gut- oder bösartig ist, also auch, ob sie länger ausfällt oder nicht.

Ich würde es nur fair finden, dies mitzuteilen. Keine Einzelheiten oder so, klar, einfach nur, es dauert nicht mehr lang, oder eben, was wir ja für sie nicht hoffen, es dauert länger... So kann man sich doch einfach viel besser einstellen auf die Situation.

Und besuchen wird wohl kaum funktionieren, da wir ja zu 3 ihre 40Wochenstunden abdecken müssen, da bleibt bei aller Liebe nicht noch Zeit für einen Besuch.

Versteht mich nicht falsch, ich finde es schlimm und traurig, dass ihr das passiert ist, auf jedenfall, aber ändern tut das ja auch nichts. Mich hat einfach mal die rechtliche Lage interessiert, ob man das wirklich kann, so lange ohne KS...

LG Lenchen

Beitrag von sissy1981 08.02.11 - 18:05 Uhr

Was ich nicht verstehe - ihr Mann war doch beim Chef (denn seien wir mal ehrlich euch geht ihr Zustand an sich ja garnichts an) die werden wohl ihren Teil geregelt haben.

Euer Ansprechpartner bezüglich Überstunden/Mehrarbeit ist euer Chef unabhängig der Gründe, wenn euch die Gegebenheiten nerven geht zu ihm. Vll. weiß er ja auch schon konkreteres zu Ihrem Befinden will/darf dazu aber nichts sagen?

Nach deiner Schilderung gehe ich mal von einem Tumor aus, schon mal daran gedacht, dass sie garnicht sagen kann wie lange es dauert? Nein auch nicht ungefähr - da ist von ein paar Wochen (bei zB einem gutartigen Tumor, gernge Größe, gute "Lage") bis nie wieder (wegen dem Verlust des eigenen Lebens, bleibende Behinderungen...) alles drin und nein Gott spielen kann auch kein Arzt und groß mitteilen, wann man wieder arbeitsfähig ist, das kommt auch auf Behandlung und wie die betreffende Person darauf anschlägt etc. pp an.

Beitrag von windsbraut69 09.02.11 - 07:37 Uhr

Ja, kann man, wenn man in der Klinik liegt.
Wenn der Chef mitspielt, kann man es auch ohne Grund und ohne Attest oder Krankheit und momentan scheint der sich keinen Kopf zu machen, sondern Ihr Kollegen zu überlegen, eine Vertretung einzustellen bzw. zu grübeln, ob man sie vielleicht schon kündigen kann.

Ich habe auch nicht von einem Besuch gesprochen (wäre ziemlich übergriffig), sondern von einem Anruf und den werdet Ihr zeitlich sicher packen, oder?

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 09.02.11 - 07:38 Uhr

Im übrigen habe ich etliche Krebsfälle in der Familie miterlebt und da wußten nicht mal diejenigen Erkrankten, die kurze Zeit später daran verstorben sind, ganz genau, wie lange das dauern wird.

Gruß,

W

Beitrag von svafa 09.02.11 - 12:16 Uhr

Hallo Lenchen,
da es gerade ums Rechtliche geht:
Schauen sich bei euch Hans und Franz die AUs der Kollegen an?

Im Grunde würde ich mich eben darauf einstellen, dass es wahrscheinlich länger dauert.
Gruß Anne

Beitrag von sassi31 10.02.11 - 01:47 Uhr

Hallo,

klar weiß man dann, ob es gut- oder bösartig ist. Wie lange die Behandlung im schlimmsten Fall dann aber dauert, weiß man nicht. Vor allem aber weiß man nicht, wie sie das psychisch schafft. Da können ganz plötzlich tiefe Löcher kommen, in die sie fällt. Und das ist nunmal nicht planbar.

LG
Sassi

Beitrag von king.with.deckchair 08.02.11 - 21:34 Uhr

#pro

Beitrag von demy 08.02.11 - 15:55 Uhr

Hallo,
genau dafür gibt es das Instrument Leiharbeit.
Das ist natürlich etwas teurer als jemanden einzustellen, aber es soll ja auch nur zum überbrücken von Lücken sein.

Gruß
Demy (selbst seit 5 Jahren Leiharbeiter)

Beitrag von dk-mel 08.02.11 - 19:14 Uhr

falls nicht anders bei euch geregelt, ist ein verspätetes einreichen des attests ein abmahnungs- oder sogar kündigungsgrund. allerdings sollte das bescheidgeben, was überhaupt los ist, schon verständnis hervorrufen.

was die personalplanung angeht, das ist doch chefsache, oder? mit ihm solltet ihr reden.

was das private angeht, ruft sie oder ihren mann doch an und fragt ganz offen, ob sie vor ostern wieder arbeiten kann, ihr habt eben ein kleines unternehmen und würdet sonst einen leiharbeiter einstellen.

Beitrag von windsbraut69 09.02.11 - 07:41 Uhr



"was das private angeht, ruft sie oder ihren mann doch an und fragt ganz offen, ob sie vor ostern wieder arbeiten kann, ihr habt eben ein kleines unternehmen und würdet sonst einen leiharbeiter einstellen. "

Du hast die TE falsch verstanden. Es ist nicht IHR Unternehmen, sie ist lediglich angestellt und sicher nicht befugt, Personalentschdeidungen zu treffen.

Gruß,

W

Beitrag von thea21 09.02.11 - 09:19 Uhr

Blödsinn.

Im Krankenhaus bekommt man Einweisungs- und Entlassungsbescheinigungen! Und bis dahin höchstens (und auch nicht immer) eine Bescheinigung das Person x im KH liegt.

Beitrag von windsbraut69 09.02.11 - 11:43 Uhr

Eben.

Beitrag von thea21 09.02.11 - 09:21 Uhr

1. Bist du nicht der Chef.
2. Wird der sich früh genug eine Birne machen.
3. Solltet ihr euch, wenn die Mehrarbeit für euch nicht tragbar ist, mit dem Chef zusammensetzen und durchsprechen wie es weitergeht.
4. Bezahlt ihr auch für die Dame, solange sie noch keine 7 Wochen krank ist. So gesehen würdet ihr also nicht erst doppelt zahlen, wenn sie wiederkommt. (resp. dein Chef bezahlt)
5. Kommt es mir so vor, als ob da was ganz anderes hintersteckt, so wie die Fragen hier gestellt sind, scheint erwähnte, im KH liegende Kollegin, keinen sehr guten Stand zu haben.