"ihr Kind lebt in zu guten sozialen Verhältnissen"

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von alfahe 08.02.11 - 15:55 Uhr

Hallo ihr,

genau das war die Aussage der Vertretung im Kindergarten!

War heute mit meiner Kleinen (dann 3 Jahre) hin und hab die Anmeldung vorbeigebracht und hatte noch einige Fragen dazu!
Bei uns im Kiga ist es so, das man ein Punktesystem zu den sozialen Verhältnissen ausfüllen muss (Alter des Kindes, Gehalt der Familie, Geschwister und so)
Wir hatten insgesamt 2 Punkte!
Die Vertretung im Kiga meinte, das wäre nicht gut!
Es würde hauptsächlich auf Familien mit nicht ganz so sozialen Verhältnisse geachtet!
Hat mein Kind deswegen denn kein Recht auf einen Platz :-[
es geht doch darum, andere soziale Kontakte zu knüpfen, mit anderen zu spielen, zu lernen.
Ich meine, das ist ein guter Kindergarten und ich verstehe auch wenn auf alleinerziehende, arbeitende Mütter rücksicht genommen wird aber nur weil wir kein Hartz 4 bekommen kriegen wir nur einen Platz, wenn sich nicht so viele angemeldet haben #aerger
was soll das bitte?
Ich meine, ich kann sie doch nicht bei allen Kigä anmelden nur das wir einen Platz haben, oder?
Oh, das ärgert mich heute so :-[
sorry fürs #bla aber das musste raus

Lg Sandra

Beitrag von annelie.77 08.02.11 - 15:58 Uhr

Wow, das habe ich ja noch nie gehört! Na das würde mich auch mächtig ärgern. Ist das ein konfessioneller Kindergarten oder ein städtischer? Also ich bin grade wirklich sprachlos.

Lass Dich nicht ärgern und sei froh, dass Dein Kind in guten Verhältnissen aufwachsen darf!

LG

Anne

Beitrag von alfahe 08.02.11 - 16:02 Uhr

Hi Anne,

das ist ein städtischer und sehr gefragter Kindergarten!
Hab das auch noch nie gehört und ärger mich so darüber!

Muss man sich schon dafür einsetzten, wenn man nicht am existenzminimum lebt :-[

Beitrag von mamiskleinermann 08.02.11 - 16:04 Uhr

Huhu,

ja das denke ich das dich das nun ärgert. Aber es gibt leider wirklich Kindergärten in den sozial Schwache bevorzugt werden. Meist sind das Kindergärten die finanziell mehr unterstützt werden und daher günstiger sind. Ist ärgerlich aber da kannste nix machen :-(

Beitrag von alfahe 08.02.11 - 16:13 Uhr

gibt es dafür nicht diese Integrationskindergärten?
(hoffe ich sage jetzt nichts falsches)
wo meldet man dann bitte "normal lebende Kinder" an?

Beitrag von karimba 08.02.11 - 17:10 Uhr

Hallo,
normal sind integrative Plätze für Kinder mit Behinderungen gedacht und haben nix mit deren Herkunft zu tun.
Habe aber Verständnis für deinen Ärger.Uns gehts nicht anders.
lg

Beitrag von kati543 08.02.11 - 19:34 Uhr

"gibt es dafür nicht diese Integrationskindergärten? "
Na viel falscher konntest du nicht liegen. Integrationskigas oder -gruppen integrieren ausschließlich Kinder mit Behinderung und nicht Kinder mit unterschiedlicher sozialer Herkunft.

Beitrag von kati543 08.02.11 - 19:39 Uhr

Ach so...
bei uns gibt es in sogenannten "sozialen Brennpunkten" auch Kigas, die so funktionieren. Dort bekommen die Kinder eben den vollen rundum-Service. Das sind dann eben Kinder, die unter dem Existenzminimum leben oder Kinder von Ausländern. Im Kiga bekommen sie dann eben alles: Frühstück, Mittag und deutsche Sprache. Ich habe 2 Freunde, die in diesen Gebieten leben. Ich kenne die Gruppenlisten und Schullisten - glaube mir, wenn mal ein deutsches Kind dabei ist, ist es viel. In unserem Kiga sind natürlich auch ausländische Kids, aber eben maximal 3-4 in einer Gruppe im Durchschnitt.

Beitrag von kruemlschen 08.02.11 - 16:30 Uhr

Hallo Sandra,

ich denke Du hast das falsch aufgefasst bzw. die Dame hat sich falsch ausgedrückt.

In jeder Tageseinrichtung läuft die Platzvergabe nach einem sog. Dringlichkeitsstufe.

Stufe 1 sind Kinder, die auf begründeten Vorschlag des Sozialreferats wegen einer besonderen sozialpädagogisch begründeten Notlage den Vorrang erhalten (z.B. also Kinder von Eltern mit Behinderung oder schwerer Krankheit oder auch Kinder deren Eltern sich nicht ausreichend um ihr Kind kümmern)

Stufe 2 sind Kinder, deren Vater oder Mutter alleinerziehend und berufstätig oder in Ausbildung ist, und Kinder,
deren beide Elternteile berufstätig oder in Ausbildung sind

Stufe 3 ist der Rest

Und ja, ich finde diese Verteilung durchaus gut und gerechtfertigt.

Trotzdem hast Du einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz, wenn es nun nicht der Wunschkiga ist, dann eben ein Anderer, jeder Kindergarten hat nun mal nur eine bestimmte Anzahl an Plätzen.

K.

Beitrag von alfahe 08.02.11 - 16:43 Uhr

Hallo,
danke für die Antwort!
Ich habe, wie gesagt, durchaus Verständnis dafür das gewisse Kinder bevorzugt werden!
Gerade wegen Krankheit oder alleinerziehend!
Was ich aber nicht verstehen kann, das ich einen Hartz 4 Bescheid vorlegen muss (den ich nicht habe) und ich dafür 5 Punkte bekommen würde!
Das kann ich absolut nicht nachvollziehen!
Uns wurde gesagt, wir sollen sie möglichst früh anmelden, was wir auch gemacht haben! Aber warum? Wenn es doch eh nach Punktesystem geht???

Beitrag von kruemlschen 08.02.11 - 16:46 Uhr

Ich schätze die Kinder mit Eltern aus dem ALGII Bezug werden bei Euch automatisch in die Stufe 1 geschoben (find ich auch nicht richtig, aber obligt ja dem Kiga...)
Aber, es werden sich ja nicht ausschließlich Kinder aus Stufe 1 und 2 anmelden und darum solltest Du Dich möglichst früh anmelden (ich finde übrigens Februar für September nicht früh, sondern spät, ich habe meinen Sohn bereits im Oktober für 09/11 angemeldet) ;-)

Beitrag von alfahe 08.02.11 - 17:00 Uhr

angemeldet ist sie schon seit März 2010!
Damals wurde uns auch gesagt, das das mit den Plätzen kein Problem wäre!
Die Bestätigung sollte dann im April ´11 kommen und jetzt im Februar kam dann die Kriterenliste für den Kiga!

Beitrag von fbl772 08.02.11 - 16:30 Uhr

Liebe Sandra,

ja das gleiche Problem habe ich auch .... ich weiß noch nicht, wie ich meinen Kleinen nach der Krippe unterbringen soll. Eine TaMu wäre für ihn der absolute Rückschritt.

- Wir sind nicht verheiratet, zählen aber natürlich nicht als alleinerziehend.
- Wir arbeiten beide Vollzeit - bei den Öffnungszeiten brauchen wir eine TaMu extra
- Wir haben im Umkreis von 300 km keine Familie bzw. die Omas/Opas sind auch noch voll berufstätig - das zählt nicht.
- Gesetzlicher Anspruch auf einen Kindergartenplatz - siiiicher, aber halt nur halbtags und dann in einem Stadtteil, wo ich zu meinem bisherigen Fahrtweg von 60 min noch 30 min hinzurechnen kann - das ist aber laut Amt kein Argument ....

Mein bisheriges Fazit, wenn mein Kleiner nach der Krippenzeit in die Kita soll, dann muss ich ihn bislang in eine private Einrichtung geben, die 900 Euro im Monat kostet.

LG
B

Beitrag von marleni 08.02.11 - 16:48 Uhr

Ist hier bei uns leider auch so. Wir haben kaum eine Chance auf einen Kiga-Platz, weil wir deutsch sind, verheiratet, beide arbeiten und demzufolge auch ein bisschen Geld verdienen.

Ich bin mittlerweile bei 12 Kindergärten angemeldet - bzw. mein Kind - und bekomme wahrscheinlich trotzdem keinen Platz.

Leider kann man den hier in Bayern nicht mal einklagen ...

LG
M.

Beitrag von alfahe 08.02.11 - 16:54 Uhr

das ist doch der Hammer!!!
Genau so ist es bei uns auch!
Ich dachte Kinder ab 3 hätten generell einen Anspruch auf einen KigaPlatz aber das man dann noch eingestuft wird ist nicht mehr normal und nur noch ärgerlich...

Beitrag von mimi1410 08.02.11 - 21:07 Uhr

Hi,

Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr haben einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz -auch in Bayern! Vielleicht nicht in deinem Wunschkindergarten, aber der Anspruch besteht!

LG MImi

Beitrag von sillysilly 08.02.11 - 21:17 Uhr

Hallo

nein noch nicht - Bayern nimmt sich da aus ....
der Rechtsanspruch ist hier nicht gesetzlich veranktert

Leider -


http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/kindergarten-plaetze-nicht-inklagbarer-rechtsanspruch-634377.html

Kannst auch google fragen


Grüße Silly
Kindergartenleitung, Bayern
hier springen noch 4 Jährige ohne Kindergartenplätze rum


Beitrag von mimi1410 09.02.11 - 09:17 Uhr

Hi,
komisch, als wir letztes Jahr wieder zurück nach Bayern gezogen sind, haben wir von unserer Gemeinde das auch so zu hören bekommen. Der gesetzliche Anspruch besteht - wohl aber nicht immer die Realisierung!

LG Mimi

Beitrag von sillysilly 09.02.11 - 16:59 Uhr

Hallo

ja - die Städte und Gemeinden werden angehalten genügend Plätze zur Verfügung zu stellen
- in vielen Orten klappt das auch

Hier in München überhaupt nicht -
da sind Anmeldungen in 5 - 10 Kindergärten an der Tagesordnung, und trotzdem gibt es Stadtteile mit 4 Jährigen ohne Plätze

der Rechtsanspruch ist in Bayern nicht einklagbar ..... leider


grüße Silly

Beitrag von watru123 12.03.11 - 00:36 Uhr

Auch durch Wiederholung wird es nicht richtiger:

Auch in Bayern besteht der Anspruch auf einen Kindergartenplatz nach §24 SGB VIII. Und natürlich ist er auch einklagbar, auch wenn die Städte und Gemeinden anderes behaupten.
Das sieht übrigens auch der Bayerische Verwaltungsgerichtshof so (vgl. z.B. BayVGH vom 02.12.2003, 7 CE 03.2722). Die Anwendbarkeit von §24 SGB VIII wird in diesem Beschluss eindeutig bejaht (auch wenn der Antragsteller in diesem Fall verliert, da er schon einen Kindergartenplatz hat und aus dem Wunsch- und Wahlrecht in § 5 SGB VIII einen Anspruch auf einen bestimmten Kindergarten ableiten will). Aber wie gesagt, Anspruch nach §24 SGB VIII wird eindeutig anerkannt.

Beitrag von sillysilly 12.03.11 - 07:33 Uhr

Hallo
aber bisher nur auf dem Papier -


bin Kindergartenleitung in Bayern und weiß, daß es auf dem Papier möglich ist, aber kenne niemanden bis jetzt damit erfolgreich war
jedem der es probiert hat wird ganz klar gesagt, daß es nicht funktioniert

und die Anwälte wollen es nicht machen ( außer du bezahlst emense Summen ) weil sie keine Erfolgsaussichten sehen.



und anscheinend ist es auch hier verwirrend

http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/kindergarten-plaetze-nicht-inklagbarer-rechtsanspruch-634377.html
Zitat daraus

Eine Garantie für einen Platz gibt es laut Volland nicht. Der bundesweit geltende Anspruch auf einen Kindergartenplatz ist in Bayern nicht gesetzlich verankert. Es existiert lediglich eine Selbstverpflichtung der Staatsregierung, genügend Plätze bereitzustellen. „Einklagbar ist ein Kindergartenplatz nicht“, sagt Volland, „obwohl es einen Rechtsanspruch gibt“. do / wö



dann die Gegendarstellung
daß es wohl schon möglich ist zu klagen, aber das es niemand gemacht hat.
http://www.merkur-online.de/lokales/stadt-muenchen/haderthauer-ruegt-stadt-kindergartenplatz-einklagbar-637185.html


Hier z.B. München laufen sogar noch 4 jährige ohne Kindergartenplätze rum - leider
und keine Leitung vermittelt Kinder weiter - habe ich noch nie erlebt -
im Kindergarten meiner Tochter sind es über 130 Anmeldungen ( von über Dreijährigen ) auf ca. 30 Plätze.
zitat
Der Ausbau der Kindergartenplätze habe bereits höchste Priorität, sagt Ursula Oberhuber. „Die Stadt tut, was sie kann.“ Und sie sei auf einem guten Weg: „Der Versorgungsgrad liegt bei 83 Prozent.“

und was machen die restlichen Prozent ?



Wäre ja auch dafür wenn das endlich zum Vorteil der Eltern geregelt wird


Grüße Silly


achja
http://www.finanzzeug.de/muenchen-oberbuergermeister-hat-angst-vor-klagen-wegen-kita-platz-anspruch-12436

sie schreiben klar, der Rechtsanspruch werde das dann auslösen, nicht das er besteht














Beitrag von watru123 14.03.11 - 22:36 Uhr

Hallo Sillysilly,

Danke für Deine Meinung, die ich noch kurz kommentieren möchte, da ich einige Formulierungen irreführend finde. Ich war leider die letzten zwei Tage nicht da, so dass die Antwort etwas verspätet kommt. Wir wohnen übrigens in München und haben zwei Kinder, einen Sohn im KiGa und eine Tochter, die Anfang 2012 drei wird.

Der Anspruch ab 3 Jahre ist in § 24 (1) SGB VIII festgelegt. Es handelt sich dabei um Bundesrecht, das auch in Bayern gilt.

Du schreibst: "jedem der es probiert hat wird ganz klar gesagt, daß es nicht funktioniert und die Anwälte wollen es nicht machen ( außer du bezahlst emense Summen ) weil sie keine Erfolgsaussichten sehen."

Nun, ein paar müssen schon geklagt haben, sonst gäbe es keine Urteile des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes. Dieser schreibt im Beschluss vom 02.12.2003, 7 CE 03.2722: "... Nach dieser Vorschrift, die der Bund in Wahrnehmung seiner Gesetzgebungskompetenz für die öffentliche Fürsorge im Sinne von Art. 74 Abs. 1 Nr. 7 GG erlassen hat (vgl. BVerfG vom 10.3.1998, DVBl 1998, 699), hat ein Kind vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zum Schuleintritt Anspruch auf den Besuch eines Kindergartens."
Soweit Bayerns höchstes Gericht für Kindergartenfragen. Klarer kann man es wohl kaum formulieren.

Gern würde man sich von Seiten der örtlichen Träger der Jugendhilfe auf §26 Satz 2 SGB VIII berufen, der eine Bayerische Sonderregelung definiert. Aber auch hier sind die Meinungen eindeutig. So schreibt der Frankfurter Kommentar zum SGB VIII, der wohl bekannteste Kommentar (§ 26, Rn. 3): "§ 26 Satz 2 hat aber eine rein organisationsrechtliche Bedeutung. Der Vollzug des Gesetzes wird in Bayern der Bildungsverwaltung, und nicht der Jugendhilfe, zugewiesen. Es besteht nämlich eine Gesetzgebungskompetenz des Bundes für den Bereich der Kindertageseinrichtungen. Soweit der Bund insofern zulässigerweise Regelungen geschaffen hat, gelten diese bundeseinheitlich. Es gibt kein Sonderrecht für einzelne Bundesländer."

Zum Thema Rechtsanwalt und Kosten: Ich bin bisher nie abgewiesen worden. Jeder RA muss nach der Gebührenordnung abrechnen, alles andere wäre illegal. Da der Streitwert hier beim Sockelbetrag liegen sollte, fallen bei zwei Instanzen Kosten von ca. 5000 Euro an. Man geht natürlich erstmal in Vorkasse. Aufgrund der eindeutigen Rechtslage ist ein Obsiegen praktisch sicher, als Risiko bleibt die außergerichtliche gütliche Einigung, bei der die Gebühren geteilt werden, also 2500 € Einsatz. Das halte ich für vertretbar. Die Kosten kann man noch weiter drücken, indem man vor dem Verwaltungsgericht auf einen Vertreter verzichtet (erst vor dem VGH besteht Vertretungspflicht), das senkt die eigenen Kosten der ersten Instanz auf die Gerichtsgebühr von 363 Euro. Wäre mir aber zuviel Stress, da sollte man die Profis ranlassen. Außerdem fürchten die Behörden Klagen wie der Teufel das Weihwasser.

Weiter schreibst Du: „Der Versorgungsgrad liegt bei 83 Prozent. Und was machen die restlichen %?"
Dazu ist zu sagen, dass der Versorgungsgrad eine rein rechnerische Größe ist. Der Rechtsanspruch kann darüber nicht eingeschränkt werden. Am besten sieht man das bei den Grundschulen. Auch dort gibt es eine Kapazität, für die die Schulen gebaut sind, und einen Versorgungsgrad. Das heißt aber nicht, dass ein 6-jähriger draußen warten muss, bis irgendwann (mit 8?) ein Platz für ihn frei wird, damit er lesen und schreiben lernen kann. Man hat ihm einen Grundschulplatz zu verschaffen, auch wenn in einer für 120 Schüler je Jahrgang ausgelegten Schule dann 180 Schüler eingeschult werden.

Schließlich kommentierst Du noch zu dem Beitrag in finanzzeug.de: "sie schreiben klar, der Rechtsanspruch werde das dann auslösen, nicht das er besteht."
Das steht dort zwar, ist aber in sich widersprüchlich. Beide Ansprüche, die für Kinder ab dem ersten bis zum dritten Geburtstag, und für die ab Vollendung des dritten Lebensjahres, werden nämlich in zwei Absätzen desselben Paragraphen (§24 SGB VIII) definiert. Der einzige Unterschied ist, dass der Anspruch für die 1 bis unter 3-jährigen am 1.1.2013 in Kraft tritt, während der für die älteren bis zum Schuleintritt bereits am 1.1.1999 in Kraft getreten ist. Wenn man also die Anwendbarkeit des § 24 Abs. 2 und damit die Klagemöglichkeit für 1-jährige ab 1.1.2013 bejaht, muss man auch die Anwendbarkeit des § 24 Abs. 1, d.h. die bereits bestehende Klagemöglichkeit für 3-jährige bejahen. Alles andere macht keinen Sinn. Der Beitrag lässt sich nur dahingehend verstehen, dass das Einklagen eines Platzes für die 1- und 2-jährigen erst ab 1.1.2013 möglich sein wird.

Sorry, dass mein Post jetzt relativ lang geworden ist, aber ich wollte das nicht ganz unkommentiert stehen lassen.

Beitrag von martina75 08.02.11 - 23:05 Uhr

Hallo,
mit dem mehrfach anmelden ist in unserer Stadt nicht mehr möglich. Es gibt für jedes Kind, welches im folgenden Schuljahr 3 Jahre alt wird, eine Art "Gutschein" für eine Kindergartenanmeldung. Alle unter 3 müssen den Gutschein beantragen.
Mit diesem Gutschein geht man zu dem KiGa seiner Wahl und meldet sein Kind an. Damit umgeht man eben diese Mehrfach-Anmeldungen, wodurch viele KiGa`s dann während der Anmeldephase quasi überbucht sind und manche Plätze dann doch nicht gebraucht werden, weil die Kinder mehrfach angemeldet wurden und letztendlich ein anderer KiGa ausgewählt wurde.
Wir haben hier im Dorf (wir sind eingemeindet) nur einen KiGa und da habe ich mit viel Glück den Platz in meiner Wunschgruppe (in der Gruppe war bereits unser Großer) bekommen. Ansonsten hätten wir aber auf jeden Fall einen Platz in "unserem" KiGa bekommen.
Bei uns wird, wenn aussortiert werden muß, danach geguckt, ob die Eltern berufstätig sind und ob bereits Geschwisterkinder im KiGa sind. Ich wüsste aber nicht, daß in den letzten Jahren Kinder abgewiesen wurden. Hier wird drauf geachtet, daß alle "Dorfkinder" auch in unseren KiGa gehen dürfen. Dafür wird fast jedes Jahr ein Antrag auf Erhöhung der Gruppengröße gestellt. Hier sind max. 25 Kinder erlaubt, auf Antrag gehen aber in 2 Gruppen auch 28 Kinder, die anderen beiden Gruppen bleiben kleiner, da diese auch die U3 Kinder aufnehmen.
Lg,
Martina75

Beitrag von zwillinge2005 08.02.11 - 16:51 Uhr

Hallo,

dieselbe Erfahrung habe ich leider 2005 mit unseren Zwillingen auch gemacht.

Bei uns waren z.Bsp. ZU POSITIV:

Kinder getauft
Regelmässiger Kinderarztbesuch
Verheiratet
Ehemann in Festanstellung
Keine Sozialleistungsempfänger (ausser Kindergeld)
etc....

Deshalb bekamen wir keinen Krippenplatz - mit 21/4 aber einen Kigaplatz als "Probekinder" - es waren die ersten die als zweijährige aufgenommen wurden - hat alles super geklappt.

Leider wird es diese Plätze für Kind Nummer drei nicht mehr geben - dann hat der Kiga für U3 Kinder nur noch Vormittagsplätze - für Übermittagbetreuung müssen wir 10km weiter.....

LG, Andrea

Beitrag von meandco 08.02.11 - 16:54 Uhr

also mein kiga wär das nicht #cool

dahingehend wurden mir bei der anmeldung überhaupt keine fragen gestellt (ist allerdings auch ein privat-kiga) dann schon eher sehr sehr vorsichtig auf die nennung des preises hingearbeitet (der mich aber nicht erschüttert hat - wusste das a) schon aus dem inet und kenne b) die vergleichspreise in anderen interessanten kigas ...). die war mal kurz gesagt baff erstaunt als ich noch nicht mal mit der wimper gezuckt hab .... was hat die denn geglaubt? das ich da einfach mal vorbei schaue und nicht weiß was das kosten sollte und dann aus allen wolken falle #kratz

such dir nen anderen kiga - denn so lässt sich auch auf die dort vertretenen schichten schließen und das vermutliche verhalten der kinder #schwitz würd ich mir gut überlegen ...

lg
me

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