Klasse überspringen - 1. Klasse zur 2. Klasse... wer hat Erfahrung

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von silly1976 08.02.11 - 18:05 Uhr


hi,

wer hat erfahrungen mit klasse überspringen?

Unsere tochter wurde getestet und könnte von der 1. klasse im halbjahr in die 2. klasse wechseln.

was haltet ihr davon? ist es aufwendig den stoff aufzuholen? ich denke es geht hauptsachlich um die schreibschrift und wirklich fließendes lesen....

vielen dank.

l.g. silly

Beitrag von lucy15 08.02.11 - 18:32 Uhr

So kann kein Mensch die Frage beantworten. Ein hoher IQ allein ist kein Grund für einen Klassensprung.

Da sind ganz andere Fragen entscheiden:

1.) Wie geht es dem Kind im Moment- fühlt sie sich in der Klasse wohl, wie geht sie mit einer eventuellen Überforderung um, sprich: hat sie überhaupt einen Leidensdruck?

2.) Was für ein Typ Mensch ist das Kind? Wie geht sie damit um, wenn sie anfangs erst mal nicht mehr an der Klassenspitze ist sondern ev. hinterher-hinkt? Wie geht sie mit Frustrationen um? Wie würde sie damit umgehen, immer und überall die Jüngste zu sein? Hat sie generell Kontakte zu älteren Kindern?

3.) Wie bereit ist sie, sich tatsächlich hinzusetzten und Stoff nachzulernen? Ist jede Arbeit ein Kampf, oder ist das Kind bereit, Anstrengung zu bringen?

4. (und meiner Meinung nach fast der wichtigste Punkt):
WILL das Kind denn springen?

So, das wars fürs erste.

Nur bevor wieder der Satz kommt, man habe keine Ahnung von diesen Kindern ***: mein Sohn hat nach einer Früheinschulung 2 Klassen übersprungen, ich weiß also defintiv, wovon ich rede!

LG;
Lucy

Beitrag von silly1976 08.02.11 - 18:50 Uhr


hi,

wow viel text!!!! grins

also kurzfassung: Sie will auch die klasse wechseln. sie ist sehr aufgeschlossen, sehr selbständig. Sie wurde 4 stunden geprüft und als sehr weit eingestuft.

wenn sie hinterher hinkt, dass kann ich ja jetzt noch nicht sagen, wie sie sich dann verhält - drum wollt ich ja erfahrene eltern fragen, ob es dann sehr schwierig ist.

gab es probleme bei euch? mit dem wechsel. bist du froh es gemacht zu haben?

ich bin mir unsicher!

l.g.

Beitrag von lucy15 08.02.11 - 22:21 Uhr

Ja, viel Text, aber auch eine sehr, sehr wichtige Entscheidung, die man mit viel Bedacht treffen sollte.

Nun zu Deiner Frage:
ja, es gab und gibt immer wieder Probleme. Eigentlich nie mit dem Stoff, er ist auch jetzt nach dem 2.Sprung von 3 nach 5 ein guter Schüer, bewegt sich im oberen Drittel der Klasse.
Nun zum ABER:
seine Klassenkameraden sind 3 Jahre älter als er. Er ist der kleine Exot und nicht wirklich integriert. Auch hapert es manchmal an der Selbstorganisation und der Feinmotorik. er schreibt immer noch zu langsam.

Ob ich froh bin, ihn springen zu lassen?
Ja und nein. Ja, weil es ihm gesundheitlich seitdem wesentlich besser geht ( er hatte trotz Differenzierung schon angefangen, psychosomatische Symptome wie Kopfschmerzen etc. zu zeigen, konnte über Monate nicht vor 23 Uhr einschlafen etc). Nein, weil ich sehe, dass es einfach nur eine Notlösung ist- es ist das kleinere Übel in unserem nicht für begabte Kinder gemachten Schulsystem.
Besser wäre, wenn er eine Schule hätte besuchen können, auf der er mit gleichaltrigen in SEINEM Tempo hätte lernen können.

In eurem Fall, falls deine Tochter NICHT unter der Situation leidet, würde ich es mir wirklich gut überlegen. Für mich ist ein Sprung immer nur eine Hilfe, um aus einer fürs Kind nicht mehr erträglichen Situation rauszukommen. Nie einfach nur so weil das Kind das schaffen könnte!!!

LG;
Lucy

Beitrag von silly1976 09.02.11 - 10:13 Uhr


also erträglich ist die situation für meine tochter im moment schon.

es langweilt sie halt einfach alles. es ist keine herausforderung. sie macht alles mit links. hat schulaufgaben schon erledigt wenn sie heim kommt usw.

sie meinte sie wäre gerne schon mit 5 in die schule gekommen. damals war ich dagegen, jetzt weiss ich - sie hätte es mit links geschafft.

sonst bin ich schon für den "normalen" weg - also nicht springen.

das schuljahr ist ja eh nicht mehr so lang. denke das wird sie dann auch noch überstehen. und lieber ist mir , wenn sie an der spitze ist, als dann hartnäckig zu kämpfen um im mittelfeld zu sein oder so.

ich bin auch voll berufstätig, wir haben noch ein kind und ich bin mir nicht sicher, ob das zu schaffen ist , schreibschrift allein zu lernen und nachzuholen.

Sie will das natürlich alles!

l.g. und vielen Dank

Beitrag von lucy15 09.02.11 - 10:26 Uhr

Na das klingt aber schon ein wenig danach, dass deine Tochter im Moment nicht wirklich glücklich ist, oder?

Wegen der Zusatzbelastung: wenn sie wirklich clever ist, dann braucht sie nicht lange, um den Stoff aufzuholen. Und wenn sie bereit ist, sich auch mal hinzusetzen :-D

Wieweit wäre denn die Schule bereit, euch und natürlich besonders deine Tochter zu unterstützen?

Wichtig ist noch etwas: sollte sie doch springen, dann kommt es einfach sehr darauf an, wie die Lehrerin der 2. Klasse zu dem Sprung steht. Ich würde vorher auf alle Fälle das Gespräch mit ihr suchen! Denn wenn die keine Lust auf ein gesprungenes Kind hat, dann geht das meistens schief!

Also, wenn Sprung, dann möglichst bald, weil sie sonst zu viel von der 2.Klasse verpaßt hat.

Wichtig ist einfach, dass ihr hinter der Entscheidung steht!

Was übrigens immer bei einem Sprung dabei sein muss ist eine Probezeit. Jetzt würde sich anbieten z.B. bis zu den FAschingsferien mal die 2.Klasse zu besuchen, und dann entscheiden Kind und Lehrer und Eltern, ob das funktioniert oder nicht.

Wenn sie wirklich springen WILL (und auch altersgemäß weiß, worauf sie sich einläßt!) würde ich mir das schon ernsthaft überlegen, ob ich es sie nicht wenigstens versuchen lassen sollte! Ich kenne Kinder, die das ihren Eltern jahrelang nachgetragen haben, dass sie NICHT springen durften....

Schwierige Situation!

Euer 2.Kind ist jünger, nehme ich an? Wenn es ähnlich fit wie deine Große ist, dann überlegt euch wirklich eine frühere Einschulung! Löst manches Problem!

LG,
Lucy

Beitrag von silly1976 09.02.11 - 18:43 Uhr


hi,

ja ich weiss nicht ob sie jetzt so unglücklich ist. hab jetzt nicht wirklich das gefühl. hat ja ihre freunde, aber es ist keine herausforderung für sie - das stimmt.

hab sie jetzt nochmal gefragt und ihre augen funkeln, wenn man was von der zweiten klasse erzählt.

hab ihr schon erklärt, dass wir dann jeden tag üben müssen und auch wenn mal ne freundin vor der tür steht, das üben an erster stelle steht. wahrscheinlich auch am wochenende und in den ferien....

ich denke schon dass sie das gut versteht und sagt sie möchte.

ja ich hab hier auch was von einer probezeit gehört. das find ich auch ganz gut.

in anderen ländern ist ja die zweite klasse zusammen mit der ersten. leider haben wir das hier nicht und somit hätten wir nicht die aufgabe das zu entscheiden....

ihre jetztige lehrerin sagte - noch bevor sie getestet wurde - sie sieht das 50 / 50 . einerseits gut andererseits nicht gut. so richtig erklären konnte sie mir das aber auch nicht.

gespräch mit der neuen lehrerin - ist auch eine sehr gute idee - da hast du recht, wenn die das nicht will und nicht unterstützt wird es nix bringen.

unser kleiner ist jetzt grad 4 geworden.... ist ein junge- hab das gefühl , dass er bei manchen sachen einfach länger braucht - aber das ist ja auch ok so.

vielen dank für deine antwort! hast mir schon geholfen.....

liebegrüsse

Beitrag von lucy15 09.02.11 - 23:47 Uhr

Gern geschehen :-D

Viel Spaß weiterhin mit deiner fitten Maus!!!

LG;
Lucy

Beitrag von butler 08.02.11 - 19:00 Uhr

Meiner sprang von 2 nach 3 zum Halbjahr.
Es war mir wichtig das er die Schreibschrift beherrscht und:
Er wollte nach einer Probewoche selber in die neue Klasse.
Seine Gründe: die Klasse hat weniger Schüler und ist ruhiger.
Den Stoff hatte er sehr schnell drin, es war aber auch eine tolle Lehrerin die mit solchen kindern super umgehen konnte.
In einer anderen Klassenzusammensetzung hätte das nicht sein müssen, aber in der Klasse klaffte der Unterschied zu viel zum leidwesen meines Sohnes.
Seine Lehrerin hatte mit den sehr schwachen Schülern viel zu tun. Und sie hatte sich echt dafür abgemüht allen den Stoff beizubringen.
Jetzt Pupertär(8. Klasse) merkt man den Altersunterschied extrem.

Unsere Verwandschaft hat jetzt ihren Jungen springen lassen da er ja so ein Überflieger ist und schon immer viel besser war als alle anderen, der soll den Stoff schon in der ersten Woche aufgeholt haben. ( Vom erzählen des überstolzen Vaters)
Der Junge durfte nicht entscheiden, ihm wurde gesagt das sein Cousen ja auch gesprungen ist und somit ist das so. Also es gibt glücklicherweise noch heftigere "überflieger" innerhalb der Familie, hoffe das bei uns jetzt Ruhe ist mit fragen aus der familie "was macht...? wird er studieren? habt ihr das von dem Kind gelesen der geht ja schon zur Uni und wann eurer?...."
Schicke alle neugierigen jetzt zum Bruder vom Vater meiner Söhne:-p
LG

Beitrag von silly1976 08.02.11 - 19:08 Uhr

ja eben, die liebe schreibschrift. müssten wir dann nämlich selber lernen... und ich weiss nicht ob das wirklich was wird.

die lehrerin die sie getestet hat, hat auch gemeint, man könne jederzeit wieder so nen test machen und dann ja auch noch später springen oder halt dann zum schuljahreswechsel...

ist doch auch blöd, wenn man dann so mit abstand der jüngste ist oder? wie läuft das bei deinem sohn?

also meine tochter ist 7, hat aber auch ne freundin die 10 ist und eine ist 8 .... weiss nicht ob das von soo großer bedeutung ist. also problem hat sie auf jedenfall nicht mit älteren. und noch dazu ist sie sehr groß....

l.g.

Beitrag von butler 09.02.11 - 19:27 Uhr

In der grundschule war alles ok, Was das gymnasium angeht, haben wir noch ein anderes Handicap außer dem Alter: er ist gemoppt worden da er anders ist (mittlerweile diagnostizierter Asperger). Wenn er nicht aufgefallen wäre mit dem anders sprechen, Eigenbrödleriches Verhalten wäre es ok. Pupertär ist jetzt schon ein Unterschied zu merken.
lg

Beitrag von loonis 08.02.11 - 19:39 Uhr




Wir standen auch vor dieser Thematik u. haben es nicht gemacht...
Die Schreibschrift hatten wir zu Hause innerhalb 4 Wo
nachgeholt ,Luca war in Mathe auch schon sehr viel weiter ....lesen
konnte er schon 3 Mon. vor der Einschulung ...
Dennoch haben wir es letztendl. mit der Höherstufung nicht gemacht...
Die Kids wären teilweise 1,5 J. älter als Luca gewesen.
Ich denke,die "Probleme" könnten auch erst später auftreten...

Luca geht nun ganz normal in d. 2.Klasse ...ist immer noch
sehr viel weiter als d. and. Kids (rechnet Mathe 4.Klasse) ,lesen
ist absolut spitze ....auch sein Schriftbild etc.
Er bekommt oft and. Aufgaben als seine Mitschüler u. wir
kommen damit prima aus ...

Kinder sind ja sehr verschieden ....
Für uns war's so d. richtige Entscheidung.

Getestet wurde Luca übrigens jetzt im Herbst ,er ist auf jeden
Fall überdurchschnittl. intelligent ...
Der Test hat aber nichts an unserer Einstellung geändert.

LG Kerstin

Beitrag von silly1976 08.02.11 - 20:04 Uhr


hi,

ja ich seh das auch eher so. nur mein mann nicht.

sie bekommt auch sonderaufgaben.... ich denke auch vorsprung schadet ja nicht.... besser als immer hinterher zu sein.

naja wir werden nix überstürzen.

sie meinte ja man könne auch später noch springen, wobei ich es mir dann noch schwieriger vorstellen kann.

ich danke dir .

liebe grüsse

silly

Beitrag von paulchen_ploen 09.02.11 - 08:25 Uhr

Hallo,

ich bin gerade erstaunt, dass es bei euch allem anschein noch 1. und 2. Klassen getrennt gibt.

Bei uns (Schleswig-Holstein) wird seit jetzt 3 Jahren die 1.+2. und die 3.+4. in sogenannten FLEXKlasssen unterrichtet.

Jedes Kind kann dort in seinem persönlichen Lerntempo die Arbeiten erledigen. Einige Kinder benötigen für die Eingangsklasse nur 1 Jahr andere eben die angedachten 2 Jahre.

Klappt hervorrangend!

LG Birte

Beitrag von dani240381 09.02.11 - 08:39 Uhr

Hallo, bei uns gibt es auch noch keine Flexklassen, eigentlich schade, denn dann würde ich meine Tochter erst nächstes Jahr einschulen, denn dann könnte sie in ihrem schnellen Tempo ohne Langeweile lernen. Da wir das leider noch nicht haben, geht sie in diesem Sommer als Kann-Kind, denn sie kann jetzt schon mehr als die jetzigen erstklässler. Auch sozial emotional ist sie sehr sehr weit (war sogar eine Woche nach ihrem 5. Geburtstag mit älteren Kids auf Schwimmfreizeit für ein WE). Jetzt macht sie Flötenunterricht und auch da kam sie sofort mit den anderen Kindern klar, obwohl sie älter sind.

Zum Thema springen: Ich finde auch es ist Schul- und Kindabhängig. Mein Neffe ist gesprungen und bis zur 7. Klasse war alles toll, jetzt spielt er noch mit Autos während die ersten schon nach den Mädels schauen.

Kann, muss aber kein Problem werden.

Gruß Dani

Beitrag von diehilde 09.02.11 - 12:21 Uhr

Hallo,

"Zum Thema springen: Ich finde auch es ist Schul- und Kindabhängig. Mein Neffe ist gesprungen und bis zur 7. Klasse war alles toll, jetzt spielt er noch mit Autos während die ersten schon nach den Mädels schauen. "

Genau das Problem hat auch ein Mädchen bei meinem Sohn in der 7. Klasse.
Sie sitzt da noch albern und verspielt mit Zöpfen zwischen den coolen und pubertierenden Mädels und Jungen (überspitzt gesagt). Sie ist absolut unbeliebt, hat keine Freunde in der Klasse und alle sind nur von ihr genervt. Das finde ich total traurig.
Kann, muss aber nicht so sein. Aber ein großer Schritt ist es auf jeden Fall!

Gruß
Hilde

Beitrag von silly1976 09.02.11 - 10:15 Uhr



das wollten sie zuerst bei uns einführen. dann waren aber die eltern der 2. klasse dagegen, weil sie wahrscheinlich befürchtet hatten, dass ihre kinder dann den stoff der ersten nochmal machen ..... oder keine ahnung.

auf jeden fall wurde der vorschlag abgelehnt.

das wäre genau das richtige für meine tochter gewesen.....

Beitrag von marion2 09.02.11 - 10:05 Uhr

Hallo,

wer nicht lesen kann, kann keine Sachaufgaben in Mathematik lösen.

Was soll der Quatsch?

Wenn sie sich einen Vorsprung erarbeitet hätte, würde es Sinn machen. Aber so?

Gruß Marion

Beitrag von silly1976 09.02.11 - 10:17 Uhr



sie kann doch lesen!!!!!!!!!!!!!!!

nur halt noch etwas langsamer. dafür ist sie beim rechnen umso schneller.


bekommt immer sonderaufgaben!


l.g.

Beitrag von marion2 09.02.11 - 10:49 Uhr

Du hast geschrieben, sie könne noch nicht wirklich fließend lesen. Fließendes Lesen ist nötig, um komplexere Textaufgaben sinnerfassend lesen zu können.

Lass dir Textaufgaben auf dem Niveau der 2./3. Klasse von der entsprechenden Lehrkraft zur Verfügung stellen.

Teste, ob ihre Lesekompetenz ausreichend ist.

Wenn sie einbricht, ist das viel schlimmer für sie, als Sonderaufgaben zu lösen.

Beitrag von lucy15 09.02.11 - 10:29 Uhr

Was soll dein pampiger Ton?

Weisst du eigentlich, wie wenig die meisten 2.Klässler um diese Jahreszeit rum lesen können? Über ein paar Sätze am Stück geht das oft noch nicht hinaus!

Außerdem ist der Sinn eines Sprunges ja gerade, dass ein fittes Kind was zum Aufholen hat! Wenn es den Stoff der nächsthöheren Klasse schon kann, dann hilft ein Sprung ja auch nicht wirklich, oder?

Lucy

Beitrag von marion2 09.02.11 - 10:44 Uhr

Pampig? Nur weil ich nicht deiner Meinung bin? Sie hat nach Meinungen gefragt. DAS ist meine.

Weißt du eigentlich, dass die Lesekompetenz entscheidend für den schulischen Erfolg ist?

Weißt du eigentlich auch, dass Springerkinder oft in der 3. Klasse einbrechen?

Beitrag von lucy15 09.02.11 - 13:47 Uhr

Nicht DAS du anderer Meinung bist, sondern WIE du das ausdrückst, hat mit gestört!

Was das "vielgerühmte" Einbrechen der Springerkinder in der ach so schweren 3.Klasse betrifft:
aus unserer Erfahrung kann ich das "leider" nicht bestätigen, Sohn hatte nach Einschulung direkt in die 2.Klasse einen Schnitt von 1,3 in der 3.Klasse (einzig die 3 in Sport hat ihn runtergezogen). Und ich kenne etliche Springerkinder, die ebenso gut abschneiden.

Natürlich muss ein sinnverstehendes Lesen VOR einem Sprung vorhanden sein- aber an Dingen wie der Geschwindigkeit kann man auch NACH dem Sprung arbeiten.

Lucy

Beitrag von barbarelle 09.02.11 - 11:34 Uhr

Hallo lucy,

Wir haben an unserer Schule auch 2 Springerkinder. Voraussetzung zum Klassensprung war, dass der Leseprozess schon Ende der ersten Klasse abgeschlossen sein musste.

Das ist eine Wahnsinnsleistung, zumal das bei den wenigsten Kindern zum Ende der ersten Klasse der Fall ist.

Der eine Junge war so unterfordert und reagierte mit Bauchweh und schlaflosigkeit ... erst eine Klasse höher ist er aufgeblüht. Da war der Sprung von 3 nach 4.

Das Mädchen sprang von 1. nach 2., ist nun in der dritten und macht sich ganz gut.

Mathematisch sehr fitte Kinder in der 1. und 2. Klasse meiner Tochter brechen gerade ziemlich ein, weil sie die komplexen Textaufgaben nicht sinngemäss erfassen können. Und es gibt zumindest bei uns fast nur noch Textaufgaben.

Meine Meinung dazu: Wenn das Kind sich wohl fühlt (kleinere Dinge kann man ja getrost ignorieren - viele Kinder langweilen sich in den ersten beiden Klassen) würde ich einen Sprung nicht befürworten. Jede Klasse hat ihre Berechtigung.

Liebe und freundliche Grüße ;-)

Barbarelle



Beitrag von silly1976 09.02.11 - 18:49 Uhr



welcher pampige Ton? liest du was zwischen den zeilen?????

ich hab eben keine ahnung wie gut ein zweitklässler lesen kann. wir lesen halt so ca. 10 min. am stück.

also beim rechnen ist sie einfach schon jetzt bei den aufgaben der 2. klasse und muss da nichts nachholen.

was genau wir tun müssen erfahre ich nächste woche. hab nur mitgekriegt, dass man dann halt selbständig die schreibschrift lernen muss.

ich sag ja - ich hab noch zu wenig infos. drum wollte ich hier einfach mal nachfragen.

liebe grüsse

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