Arbeitsplatz und MuSchG

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von november4 08.02.11 - 20:12 Uhr

Hallo zusammen. Ich bin nun in der 10SSW und überlege wann ich meinen Arbeitgeber davon wissen lasse. Ich bin im 3. Lehrjahr zur Kfz-Mechatronikerin und habe im Juni meine Prüfung, also noch einen Monat bevor die 6. Wochen Mutterschutz vor der Geburt beginnen würden.
Nun ist es so das ich ihm am liebsten erst davon in Kennnis setzen würde wenn man es ohnehin nicht mehr verstecken kann. Ich werde bei der Arbeit ohnehin schon genug schickaniert und sobald er es weiß, werden es alle wissen, von seiner Reaktion mal ganz abgesehen.
Was für Arbeiten darf man nun tatsächlich nicht mehr ausführen und ab wann ist das konkret?
Leider gibt es in dem Beruf ja nun nicht so unheimlich viele Frauen mit solchen Erfahrungen.
Vielen Dank

Beitrag von mariiiiia 08.02.11 - 20:28 Uhr

Laut Gesetz soll man es dem Arbeitgeber sagen, sobald man Kenntnis von der Schwangerschaft hat. Die Betonung liegt auf "soll". Du kannst also nach warten. Ich würde ohnehin die ersten 12 Wochen abwarten, ehe ich es meinem Arbeitgeber sage. Ich habe es meiner Chefin gestern gesagt (Mitte 11. Woche), da sie nächste Woche im Urlaub ist und ich es einfacher fand es vorher mit ihr zu klären.

Ich würde mit dem Arzt sprechen, welche Tätigkeiten du in deiner Ausbildung noch machen kannst und welche nicht. Wenn dein Arzt dir ein OK gibt und du dich wohler damit fühlst, zu warten, dann warte noch ab.

Sobald dein Chef es weiss, kann er dich aber nicht mehr kündigen und der Vorteil ist, dass deine Kollegen auch einfach Bescheid wissen und Rücksicht auf dich nehmen können. Ich hab von meinen Kollegen viel Unterstützung angeboten bekommen, dass sie mir auch Arbeit abnehmen wenn es mir nicht gut geht.

Liebe Grüße,
Maria

Beitrag von november4 08.02.11 - 20:37 Uhr

Hallo, das sind keine Kollegen die einem Helfen, sondern dumm anmachen und wenn man sich dann auch noch Schwängern lässt erst recht. Mein Frauenarzt hat mich lediglich an meinen Arbeitgeber verwiesen um diese Dinge herauszufinden. Ich habe ja auch nicht befürchtung gekündigt zu werden, die Ausbildung geht wie schon gesagt, ohnehin nur bis Juni und dann bin ich sowieso draußen.

Beitrag von dini-25 08.02.11 - 20:38 Uhr

Hallo november4

sagen musst du es noch nicht, allerdings stehen Schwangere unter einem besonderen Schutz (Kündigungsschutz, keine schweren Lasten, keine Überstunden...).

Ich kann verstehen, dass deine Situation gerade nicht so einfach ist (bald fertig mit der Ausbildung, Chef ist komisch). Nur wichtig ist dass es jetzt dir und deinem Kind gut geht.

Ich würde nochmal mit deiner Ärtzin sprechen, ggf spricht Sie auch ein Beschäftigungsverbot aus... Dann musst du nicht mehr arbeiten bekommst aber weiterhin dein Geld. Der Arbeitgeber hat auch keinen Nachteil, da er sich das Geld von der Krankenkasse wiederholen kann (Weniger als 30 Mitarbeiter).

Bei einer Freundin lief es fast genauso, hat ein Beschäftigungsverbot bekommen, konnte aber weiter zur Schule gehen und hat vor der Geburt noch Ihre Prüfung abgelegt (Tierfachhandel)

Ansonsten hab ich hier noch was gefunden:
http://www.urbia.de/magazin/recht-und-finanzen/rechtliche-bestimmungen-fuer-muetter?page=4

Wünsch dir alles gute!!!!#herzlich