Wann habt ihr geheiratet... *Teil 2*

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von hochzeitsgedanken 08.02.11 - 20:17 Uhr

Hallo ihr da draußen!

Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Statements zu meinem Posting

http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=16&tid=3016768

Wie erwartet, waren die Antworten sehr spannend und vielfältig. :-)

Warum ich mir eine Hochzeit plötzlich so gut vorstellen kann, weiß ich eigentlich selbst nicht. Das ist das erste Mal seit meiner ersten großen Liebe mit 18, dass ich diese "Gelüste" empfinde. Ich hätte einfach zu große Lust, unsere Liebe zu zelebrieren, ein Fest zu feiern, zu symbolisieren "wir sind zusammen und bleiben das auch". Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieser Mann mich den Rest meines Lebens begleitet.

Was mir aufgefallen ist:
Viele von euch schreiben, dass man einander erst im Alltag kennenlernen, sprich, eine Zeit lang zusammenleben muss.

Nun, zusammenziehen ist bei uns absolut kein Thema. Ich glaube nicht, dass das in den nächsten Jahren passieren wird.

Ich habe ein tolles Haus mitten im Grünen, er eine super Stadtwohnung nur wenige Kilometer entfernt. Der Wechsel zwischen beidem ist spannend und abwechslungsreich. Und wir beide brauchen viel Platz - räumlich und "emotional".

Also nun meine 2. Frage:

Seid ihr der Meinung, dass nur der "klassissche Weg" denkbar ist? Also erst zusammenziehen, dann heiraten? Braucht man das volle Alltags-Programm inkl. schmutziger Socken, um eine Ehe eingehen zu können? Was hat das Eine überhaupt mit dem Anderen zu tun?

Ich freue mich über eure Meinungen! :-)

Liebe Grüße!

Beitrag von sequoia 08.02.11 - 20:31 Uhr

Ich bin da schon eher altmodisch.

Erst zusammen ziehen, dann heiraten. Das ist jetzt zwar nicht so richtig was für jeden, aber ich finds komisch, das ihr nicht zusammen ziehen wollt (was ich nachvollziehen kann, bei zwei so unterschiedlichen Lebensentwürfen) aber wozu dann heiraten?

Und wenn ihr beide so viel Platz für Euch braucht, meinst du dann wirklich, das es eine gute Idee wäre, euch durch eine Ehe so aneinander zu ketten?
Ich glaube schon, das es eher das komplett Program braucht, alles andere wäre für mich keine Ehe, sondern eine noch recht unverbindliche Partnerschaft.

Liebe Grüße

Beitrag von hochzeitsgedanken 08.02.11 - 21:01 Uhr

Hallo!

Unsere Lebensentwürfe sind eigentlich nicht besonders unterschiedlich, wir haben sehr viel gemeinsam und unsere Ziele sind ziemlich ident. Aber wir lieben halt auch beide unsere Behausungen. ;-)

Grade, wenn man nicht zusammenlebt, ist es doch ein schönes "Zeichen", einen Ring am Finger zu tragen und zu symbolisieren "wir gehören zusammen".
Als unverbindlich bezeichne ich eine Beziehung, in der alle Möglichkeiten offen sind, zwecks fremdgehen & Co. Das ist bei uns absolut nicht der Fall. :-)

Danke für deine Antwort!

Beitrag von sequoia 08.02.11 - 21:28 Uhr

Sicher ist es ein schönes Zeichen, wenn man zusammen ist.

Ich frag mich nur, ob ihr es auch wirklich seid. Wenn ihr beide noch "eures" braucht, gibts ja noch kein erprobtes "Unser"

Und gerade beim Socken waschen, aufstehen, aufräumen, von der Arbeit kommen eben in "Unschönen" Situationen lernt man sich doch richtig kennen.
Das wäre MIR halt sehr wichtig. Bei Euch mag das anders sein, nur sollte man sich sicher sein, was man will und sich davon verspricht.



Euch alles Liebe

Beitrag von gh1954 08.02.11 - 22:07 Uhr

>>>Ich bin da schon eher altmodisch.

Erst zusammen ziehen, dann heiraten.<<<

Jetzt musste ich schmunzeln. Für mich bedeutet altmodisch, erst heiraten, dann zusammenziehen. Zu "meiner" Zeit bekam man als unverheiratetes Paar kaum eine Wohnung...

Aber ich finde es heutzutage schon besser, dass man erst den Alttag "üben" kann. Allerdings nur, wenn nicht sofort ein Kind in die Welt gesetzt wird... :-)

Beitrag von muckel1204 08.02.11 - 20:32 Uhr

mh, wenn man nicht vor hat diesen Zustand zu ändern, dann braucht man natürlich diese Zeit nicht. Man sollte seinen Partner sonst schon mal vorher erleben wie er eben ist, wenn er von der Arbeit kommt und mal genervt ist und ihn eben nicht nur erleben, wenn es ihm gut geht und er entspannt ist.
Ich hätte meinen Mann, den ich nur über eine Fernbeziehung kannte, nicht geheiratet, wenn wir dieses eine Jahr auf 26 qm nicht gehabt hätten. Ich kannte ihn eben nur entspannt, immer wenn wir beide frei hatten, oder im Urlaub waren. Ich denke wir hätten uns ganz schön umgeschaut, wenn wir einfach so zusammen gezogen wären, so wie es bei Freunden der Fall war. Diese beiden haben fast 2 Jahre (nach ihrer Fernbeziehung) gebraucht um sich aneinander zu gewöhnen, sprich an ein Leben in dem der andere auch räumlich immer greifbar war.
Ok wir waren 3 Jahre verheiratet als wir endlich richtig zusammen gezogen sind, aber wir kannten einander eben im täglichen Wahnsinn und das war auch ok.

LG

Beitrag von phoeby1980 08.02.11 - 20:34 Uhr

ne, kannst ja auch so heiraten, ohne dass ihr zusammen wohnt, denk ich mal. warum nicht? aber ich weiß nicht, ob man das begründen muß? glaub eher nur bei ausländischen hochzeiten.

ach mensch, wenn ihr euch liebt, warum nicht!?

los schnapp ihn dir#freu

und oft geht es auseinander, wenn man zusammen zieht, so wie im euren fall, weil da jeder seine "freiheiten und räumlichkeiten" aufgibt für den anderen. das kann dann auch nur zu problemen führen.

ihr kommt gut miteinander aus? ihr seid glücklich so wie es ist? dann spricht ja nichts dagegen!!!

Beitrag von sniksnak 08.02.11 - 20:40 Uhr

Also ich finde diese "Modelle" eh recht... naja, unnötig!
Ist doch jeder individuell :-)

Mein Partner und ich haben uns im Mai 08 kennengelernt und haben im Mai 09 geheiratet... Ganz offiziell zusammengezogen sind wir dann im November 09. Ist alles super so ;-)

LG

Beitrag von anyca 08.02.11 - 21:55 Uhr

Der "klassische" Weg war ja eigentlich, erst nach dem Heiraten zusammenzuleben - meine Eltern haben quasi geheiratet, um überhaupt eine gemeinsame Wohnung mieten zu können, sonst ging das in den 60gern gar nicht ...

Ihr könnt natürlich auch eine Ehe in zwei Wohnungen führen, kann Euch ja keiner verbieten. Ihr solltet dann nur ausführlich drüber reden, ob das dauerhaft so sein soll oder nicht oder wie. Sonst kann es nämlich gerade, wenn ihr beide so freiheitsliebend seid, recht schnell zur Explosion kommen, wenn ihr doch zusammenzieht #schwitz

"Braucht man das volle Alltags-Programm inkl. schmutziger Socken, um eine Ehe eingehen zu können? Was hat das Eine überhaupt mit dem Anderen zu tun? "

Nun ja, wenn man einen gemeinsamen Alltag plant, macht das Funktionieren des Alltags ungefähr 95% der Ehe aus bzw. wenn der Alltag nicht klappt, scheitert die Ehe recht schnell!

Wollt ihr denn z.B. mal Kinder? Dann MÜSST ihr in der Lage sein, Euren Alltag gut gemeinsam zu organisieren, oder ihr geht unter ...

Beitrag von ayshe 09.02.11 - 09:12 Uhr

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Warum ich mir eine Hochzeit plötzlich so gut vorstellen kann, weiß ich eigentlich selbst nicht. Das ist das erste Mal seit meiner ersten großen Liebe mit 18, dass ich diese "Gelüste" empfinde. Ich hätte einfach zu große Lust, unsere Liebe zu zelebrieren, ein Fest zu feiern, zu symbolisieren "wir sind zusammen und bleiben das auch". Und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass dieser Mann mich den Rest meines Lebens begleitet.
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Du klingst ehrlich gesagt, wie ein kleines Kind, das sich gern verkleidet, völlig verträumt.
Fest hin oder her, feiern kann man nun wirklich immer, bei einer Heirat entscheidet man sich, zusammen zu bleiben.



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Was mir aufgefallen ist:
Viele von euch schreiben, dass man einander erst im Alltag kennenlernen, sprich, eine Zeit lang zusammenleben muss.
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Es ist doch nicht nur der Alltag, der auch, aber wozu soll man denn heiraten, wenn man nichtmal weiß, ob die Liebe überhaupt noch nach der ersten rosa Verliebtheitsphase besteht?


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Nun, zusammenziehen ist bei uns absolut kein Thema. Ich glaube nicht, dass das in den nächsten Jahren passieren wird.
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Und wie paßt das mit einer Heirat zusammen? #kratz


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Seid ihr der Meinung, dass nur der "klassissche Weg" denkbar ist? Also erst zusammenziehen, dann heiraten? Braucht man das volle Alltags-Programm inkl. schmutziger Socken, um eine Ehe eingehen zu können? Was hat das Eine überhaupt mit dem Anderen zu tun?
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Ich dachte, es wäre das LEBEN miteinander.

Du kannst natürlich auch heiraten und trotzdem getrennt leben.
So hat jeder sein eigenes Leben, sein eigenes Heim und sobald man sich auf den Zeiger geht, kann man bequem flüchten und sich zb einfach mal ein paar Tage nicht sehen müssen.
Es ist das gleiche wie man es so in seiner Jugend gemacht hat, wenn man Beziehungen hatte.

Und wozu dann heiraten?



Ich finde deine ganze Einstellung recht merkwürdig.
Erst auf die Idee zu kommen, nach so kurzer Zeit mit rosaroter brille zu heiraten, aber dann doch lieber einen Abstand zu halten.

Naja, mußt du selber wissen.

Beitrag von super_mama 09.02.11 - 11:55 Uhr

Hallo und nein, ich denke nicht das ein klassisches Modell zwangsläufig für jeden das Richtige ist !

Ich halte Ehe ohnehin für ein Klischee ;-)

Viele wollen es einfach, dieses Klischee: gemeinsame Wohnung/Haus, Hochzeit, Kinder ... ganz ehrlich, man kann sich noch so sehr lieben, im Alltag treiben einen dann die rum liegenden Socken in den Wahnsinn (und alle die verheiratet sind oder waren, werden zugeben können das man sich dann noch zig andere Dinge sucht die nerven ;-)). Bei manchen spielt und schaukelt es sich hoch, bei anderen ist es eben einfach so oder Mann räumt auf.
Aber solche Probleme müssen gar nicht erst entstehen wenn man getrennte WHG hat !