Der irre schnelle Start unseres Kleinen Wunders

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Forum: Geburtsberichte

Herzlichen Glückwunsch zur Geburt! Egal ob spontan, mit Einleitung oder Kaiserschnitt, im Wasser oder in der Hocke - hier sind alle Geburtsberichte willkommen!

Beitrag von tosse10 08.02.11 - 21:12 Uhr

Hallo,

dann mach ich mich auch mal dran….

ET war der 19.01., mittlerweile waren wir bei 41+3 und hatten für den 30.01. eine Einweisung ins KH um alles für die Einleitung zu veranlassen. Am 29. wurden dann meine schon seit Tagen leichten (und bis dahin vollkommen wirkungslosen) Wehen schmerzhafter, regelmäßiger und länger. Wir haben dann also den Babysitter kommen lassen und uns aufgemacht ins KH. Danach ging alles ganz, ganz schnell….

21:20 Uhr - Ankunft im Kreißsaal,Tastuntersuchung durch die Hebi (wir waren grade mal bei 2,5cm :-(); CTG anlegen und mal schauen was das sagt. Alles sehr entspannt (bis auf die Wehen, die waren schon nicht ohne). Nach noch nicht mal 5 Minuten am CTG sprang die Fruchtblase, Wehenschmerzen wurden um einiges stärker. Die Ärztin kam rein und wir redeten ganz kurz über dies und das. Dann gingen Ärztin und Hebamme raus um etwas zu besprechen. Ist ja in der Phase einer Geburt eigentlich auch normal und kein Problem. Nach 1-2 Minuten schau ich aus dem Augenwinkel auf das CTG und #schock, die Herztöne bei ca 60-80. Also meinen Mann aufgescheucht die Ärztin holen, ich dachte es wären meine Herztöne und war noch recht gelassen. Innerhalb von Sekunden änderte sich das schlagartig. Die Herztöne gingen weiter runter bis auf 40. Ich wurde von einer Seite auf die andere geworfen, bekam ein paar Spritzen (Wehenhemmer in Höchstdosis und was weiß ich sonst noch). Nichts tat sich am CTG. Auf einmal stand ein weiteres Bett im Kreißsaal, ich höre nur „Kaiserschnitt“, dann wurde ich rüber gezerrt auf das andere Bett und gleichzeitig wurden mir Löcher in den Bauch gefragt zu Allergien, vorherigen Narkosen, ob ich was gegessen habe,… dann ging es auch schon los Richtung OP (ist direkt nebendran). Kaum dort rüber auf den OP-Tisch, angeschnallt wie Jesus am Kreuz, Netzschlüppi abgerissen, Shirt hoch, Bauch gewaschen, irgendwer scheint auch noch die Braunüle gelegt zu haben (davon habe ich aber nichts mitbekommen). Während der ganzen Prozedur hatte ich immer noch recht heftige Wehen, trotz Wehenhemmer und Becken hoch gelagert. Ich habe dann nur noch die Augen zugekniffen und mich aufs Atmen (mit Sauerstoffmaske) konzentriert, weil jemand sagte das wäre wichtig fürs Baby. Irgendwann wurde mir dann ohne Vorwarnung schummrig – und weg war ich…..

21:57 Uhr – Unser Kleiner ist da. Der Kinderarzt ist direkt mit ihm rüber auf die Intensiv gespurtet. Einige Werte waren wohl wirklich sehr schlecht. Er hat sich aber wirklich in Rekordzeit erholt und musste nur noch einige Zeit zur Beobachtung bleiben.

Ca. 23.30 Uhr bin ich aufgewacht. Ich habe erst mal einige Minuten gebraucht um zu realisieren wo ich war und warum. Noch länger um zu merken das ich nicht mehr schwanger war. Ich habe dann Bilder vom Kleinen gezeigt bekommen (verkabelt auf der Intensiv). Das war natürlich ein Schock. Die Hebi ist dann los um nach dem aktuellen Stand zu fragen und hat dann glücklicherweise um kurz vor 24 Uhr mir den Kleinen gleich mitgebracht. Komisches Gefühl war das… Da kommt von irgendwoher ein Baby und das soll meines sein.

Ich weiß ja nicht wie man sich fühlt wenn das alles geplant ist mit dem Kaiserschnitt und keine Vollnarkose vorgenommen wird. Aber für mich war der Gedanke schon vorher ein Albtraum. Leider wurde er wahr. Die Schmerzen sind gar nicht sooo schlimm, halt nur länger als bei einer normalen Geburt. Aber der Augenblick wenn das Baby geboren wird, die ersten Minuten mit dem nassen Bündel auf dem Bauch, diese einzigartige Stimmung, der wunderbare Geruch, dieser Körpereigene Hormoncocktail (ich war beim ersten wirklich euphorisch, so stelle ich mir einen Drogenrausch vor), das alles fehlt. Auch wenn ich dankbar bin das alles gut gegangen ist und ich ein wirklich kerngesundes Baby habe, trotzdem bin ich immer noch total traurig das ich diesen ersten Zauber dieses Mal nicht erleben durfte.

Am nächsten Tag habe ich auch erfahren warum die Herztöne so rasant abgefallen sind. Die Nabelschnur war wie ein Rucksack unter den Achseln und um den Nacken verschlungen. Nach dem Blasensprung hat er sich durch die Lageveränderung einen Großteil seiner Versorgung quasi selbst abgeklemmt. Der Kaiserschnitt war somit die einzige Möglichkeit das er unbeschadet geboren werden konnte. Somit bin ich trotz aller Traurigkeit über den Verlauf glücklich über unser gesundes Baby.

LG

Beitrag von bambusbaer2 08.02.11 - 22:16 Uhr

auch wenn es so gar keine traumgeburt war, freu dich über dein gesundes kind. ich wünsche euch eine schöne kennenlernzeit
lg steffi

Beitrag von little2007 09.02.11 - 07:49 Uhr

Oh man, dass ist ja ein Albtraum!
Freut mich um so mehr, dass dein Kleiner gesund ist!

Alles Gute

LG

Beitrag von cucina3 09.02.11 - 10:12 Uhr

Glückwunsch hier auch nochmal !

Ich hoffe Du kannst das Geschehene gut verdauen.
Kann mir vorstellen dass das alles nicht so einfach ist, war und wird.

Aber glücklicherweise hat der kleine Mann alles gut überstanden und ist nun bei Euch.
Ich freu mich tierisch, dass alles gut gegangen ist und wünsche Euch eine tolle Familienzeit.

Lieben Gruß #winke

Beitrag von magmagruen 10.02.11 - 14:54 Uhr

wünsche euch von #herzlich alles gute,
auch wenn die Geburt nicht so schön war,Dein Baby ist Gesund und das ist am Ende das wichtigste.

Beitrag von francie_und_marc 10.02.11 - 20:15 Uhr

Herzlichen Glückwunsch auch von mir. Ich wünsche euch eine wunderschöne Kennenlernzeit.

Alles liebe Franca