Ich bekomm die Krise

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von gothw1 08.02.11 - 21:25 Uhr

Hallo ihr lieben,

ich weiß nicht mehr weiter...

Meine Kleine wird nächsten Monat 3 Jahre und anscheinend hat sie wieder eine Entwicklungsphase. Sie hing früher mit allem hinterher und nun ist es nur noch die Sprache. Da sie aber nun wieder abends weint und nicht schläft lernt sie wieder neue Wörter, was auch schön ist.

Aber ich kann nun vor 23h nicht mehr duschen gehen. Denn bis dato ist sie wach und spielt oder weint.
Ich hab gedacht ok, stellste das Reisebett im Schlafzimmer auf und legst sie darein dann schläft sie schneller ein. Von wegen... Sie steigt da aus und läuft rum... (Klar, normales Verhalten)
Dann hab ich mich neben ihrem Bett im Kinderzimmer gesetzt und sie gestreichelt oder einfach nur da gesessen. Nichts. Sie redet oder weint.

Wenn ich sie spät ins Bett stecke, ist es das gleiche Spiel. Und wenn ich sie früher ins Bett stecke genaus das selbe. Ich weiß nicht mehr was ich tun soll.
Sie hatte vor 1,5Jahren auch eine Entwicklungsphase die ging 3Monate.
Ich hoffe nicht das es diesmal wieder solang dauert. Denn ich möchte mich nicht nur mal eben kurz in 2Min duschen (mit Haare) sondern mal etwas länger unter dem heissen Wasser stehen.
Mein Menne ist oft auf Montage und kann mir dadurch nicht helfen.
Selbst wenn er hier ist abends, kann er sie auch nicht beruhigen oder eher zum Schlafen bewegen...
Sie hat zzt auch vor vielem Angst. Es braucht nur eine Werbung im TV zu kommen da fängt sie an zu schreien. Wenn das Licht aus ist, mag sie auch nicht. Daher lass ich im Flur das Licht an.

Was soll ich noch machen? Habt ihr eine Idee?

Danke dafür das ich mich etwas "auskotzten" konnte...

Lg

Beitrag von xyz74 08.02.11 - 21:31 Uhr

Wie ist denn ihr Tagesablauf?
Rausgehen?
Essenszeiten?
Was isst sie abends?
Bettgehzeit?
Abendritual?
Wann schaut ihr TV? Wieviel?

Beitrag von gothw1 08.02.11 - 21:39 Uhr

Sie steht zwischen ca. um halb 10 auf. Dann wird gefrühstückt.
(Wenn sie früher aufsteht ist sie den ganzen Tag nicht gut gelaunt)

Sie spielt bis zum Mittag essen mit Puppen oder malt. Dann wird gegessen und nachmittags gehen wir wenn schönes und es nicht so kalt ist raus.

Sie isst abends Brötchen oder Weißbrot ohne was drauf. (Sie mag so gut wie nie was drauf) Evtl eine Scheibe Schinkenwurst danach. Aber nicht oft.

Sie geht zwischen 18 und 19h ins Bett mit kuscheln und schmusen.

Der Tv ist nicht sehr oft an am Tag und wenn dann max für 2std.
1std mittags und eine std spätnachmittags.

Beitrag von rufinchen 08.02.11 - 21:55 Uhr

Hallo,

als erstes drängt sich mir eine Frage auf: Wieso gehst du nicht tagsüber duschen? Das kannst du doch auch, wenn sie vormittags mit ihren Puppen spielt. Eure Wohnung wird doch wohl kindersicher sein oder? Oder geh doch duschen, bevor sie wach wird. Sie schläft ja nun wirklich sehr lange.
Macht sie dazu noch einen Mittagschlaf?

Hat sie dann Gelegenheit 2h TV zu schauen? Das finde ich nämlich sehr viel...
Versuch mal den Fernseher ganz aus zu lassen.

LG
Rufinchen

Beitrag von xyz74 08.02.11 - 22:03 Uhr

hm....
Zwei Sachen fallen mir auf.
Bei meinem Sohn merke ich es abends ganz stark wenn wir nachmittags nicht rausgehen.
Daher sind wir bei jedem Wetter nachmittags draußen.
Wenigstens eine 1/2 Std muss sein.

Wenn das TV für sie so aufregend ist, würde ich sie nachmittags nicht mehr schauen lassen.
Kann sein, dass sie das zu sehr aufregt.

Mag sie Musik?
Mein Sohn liebt es beim Einschlafen eine CD zu hören.
Vielleicht wäre das auch was für euch.

Beitrag von gothw1 08.02.11 - 22:14 Uhr

Selbst wenn wir jeden Tag raus gehen schläft sie trotzdem nicht schneller oder ruhiger ein. Waren nämlich gestern und heute draussen und es ist immer das selbe abends.

Das TV ist für mich mittags an wenn sie im Kinderzimmer spielt.
Sie guckt morgens Glücksbärchis oder Eimer voller Dinos. Mehr nicht... Abends läuft dann bei uns eine Tiersendung. Aber da ist sie auch nicht dauernd dabei. Sonst läuft Radio bei uns...

Ich denke es liegt daran das sie wieder viele neue Wörter gehört hat und gespeichert hat. Denn sie steht fast jeden Tag auf und sagt ein neues Wort, aber so das man es deutlich versteht. Was sie vorher nicht konnte.
Sowas wie schlafen anstatt haia. Oder arbeiten und essen anstatt jamjam.

Wie kann ich ihr die Entwicklungsphase erleichtern? Denn an unserem Ablauf haben wir sehr lange nichts geändert. Und seit 4 Wochen ca schläft sie nicht mehr wie sonst ein. Klar sie hat zwar n bissl gebrabbelt, aber nun weint sie ja richtig und hat was das merkt man.

Beitrag von hailie 09.02.11 - 01:17 Uhr

Sie schaut enorm viel TV! #schock

Meine Tochter schaut teilweise täglich, aber dann selten länger als eine halbe Stunde am Abend. Je mehr sie schauen darf, desto unausgeglichener ist sie. Und Werbung gibt es hier gar nicht, es wird nur DVD gesehen!

Meiner Meinung nach könnte das schon sehr viel an eurer Situation ändern.

LG

Beitrag von lucie.lu 08.02.11 - 23:29 Uhr

Hallo,

irgendwie verstehe ich jetzt nicht ganz, was das Duschen mit dem Spät-Ins-Bett-Gehen zu tun hat.

Mein Sohn ist 20 Monate alt und ich gehe auch duschen, wenn er wach ist - er spielt dann meistens im Badezimmer oder schaut mir zu.
O.k., ich dusch dann keine halbe Stunde, beim Föhnen ist er meist mit im Badezimmer, weil er es spannend findet..

Das mit dem Licht ist doch o.k., wenn sie sonst Angst hat, Werbung lässt sich ausblenden, indem Du ihr eine DVD reinlegst (wenn sie TV schauen soll).

Ich weiß nicht, ob das Spät-Ins-Bett-Gehen mit den neuen Wörtern zusammen hängt - ich kann mir das nicht so richtig vorstellen.

Wie ist es denn, wenn sie früher geweckt wird? Du hast geschrieben, dass sie dann schlecht drauf ist.. aber wenn Du es jeden Tag machen würdest, sie z.B. um 09 Uhr wecken - dann würde sie, denke ich, auch früher ins Bett gehen.

Denn von 19 Uhr bis 09:30 Uhr früh ist doch eigentlich sehr lang, oder? Ich weiß nicht, wie Dreijährige so schlafen, meiner schläft mit 20 Monaten mittags noch ca. 1,5 Stunden und nachts dann von 21 Uhr bis 07 Uhr, manchmal auch weniger.

Bleibst Du abends bei ihr sitzen am Bett und lest Ihr ein Buch zusammen? Das könnte sie evtl. etwas müder machen als spielen, oder?

LG - Lucie

Beitrag von gothw1 08.02.11 - 23:42 Uhr

Lara räumt mir wenn ich sie morgens mit ins bad nehme das schränken aus. Dann brauch ich auch nicht duschen gehen, weil ich wenn ich fertig bin mit aufräumen wieder nass geschwitzt ;)
Sie ist keine typische 3j.
Sie macht keinen Mittagsschlaf.
Wenn sie morgens wach geworden ist wenn ich meine große schulfertig mache und ich sie nicht mehr hingelegt habe dann war sie am vormittag richtig schlecht gelaunt, das zieht sich den ganzen tag. Aber schlafen will sie dann auch nicht. Auch nicht wenn es dauerhaft so ist...

Lara hatte schonmal eine Entwicklungsphase kurz bevor sie laufen und krabbeln konnte. Als die phase vorbei war konnte sie krabbeln und laufen. Kaum zu glauben, aber wahr.
Ich kannte soetwas auch nicht. Meine große hatte sowas nicht. Aber damals hat auch nichts funktioniert bei der kleinen.

Das mit dem Buchlesen abends macht sie noch munterer, weil sie dann nicht liegen bleibt sondern im bett rumturnt. Sie ist schätzungsweise 6mon hinter ihren altersgenossen.

Streicheln oder einfach nur in supergedämmten licht neben ihr sitzen ist besser.

Beitrag von lucie.lu 09.02.11 - 00:18 Uhr

Kannst Du die Schränke nicht abschließen oder mit einer Kindersicherung sichern? Dann kommt sie nicht ran..

Es ist schwer, in so einer Situation etwas zu raten, weil ja jedes Kind anders ist. Das, was bei uns klappt, muss ja nicht bei Euch funktionieren usw...

Ich hoffe für Dich, dass sich das mit dem Schlafengehen wieder einspielt - wir hatten auch so Phasen, wo Nick täglich zwei Wochen lang von 2 bis 4 nachts wach war und gespielt hat oder wo er keinen Mittagsschlaf (mit ca. 12 Monaten) mehr halten wollte usw. Das hat sich dann wieder eingespielt.

Allerdings finde ich nach wie vor, dass sie recht lange schläft, wenn sie erst um 09:30 Uhr aufsteht und normalerweise (also jetzt natürlich nicht) gegen 19 Uhr ins Bett geht. Kannst Du da nicht früh duschen, wenn sie noch schläft?

Wie lange sitzt Du denn neben ihr abends, bis sie einschläft?

LG - Lucie

Beitrag von christianeundhorst 09.02.11 - 06:26 Uhr

Hallo Du,
also ich denke auch wenn Dich das späte einschlafen stört musst Du sie definitiv früh wecken und zwar jeden Tag. Frieda ist 31 Monate und schon vor ihrem 2 Geburtstag war es so, daß sie bis morgens 10 Uhr geschlafen hat und abends frühestens um 22 Uhr müde genug zum schlafen war( sie macht schon lange keinen Mittagsschlaf mehr, war immer ein wenig Schläfer ) Mich hats nicht gestört, aber mit 2 kam sie in den Kindergarten und musste jeden Morgen um 7 Uhr aufstehen..............Das war 2 Wochen hart und seitdem weck ich sie morgens um 7 Uhr und spätestens abends um 8 Uhr schläft sie tief. Klar, ist Dein Kind dann schlecht gelaunt, aber da musst Du halt durch. Da musst Du Dich drauf einstellen, extra Geduld haben und was besonderes machen mit ihr - Ausflug in den Zoo, wo sie viel läuft etc etc..........
Als nächstes musst Du dringend ihr Fernsehverhalten ändern! Sie guckt DEUTLICH zu viel Fernsehen! Und Werbung geht ja gar nicht! Warum lässt Du sie Werbung gucken?Guckt ihr gemeinsam Fernsehen? Wenn nicht solltest Du das sofort ändern. Ein Kind in dem Alter gehört nicht alleine vor den Fernseher.IMMER mit mindestens einem Elternteil! Ich würde vorschlagen einmal die Woche 10 Minuten GEMEINSAM Fernsehen. Das reicht völlig! Und natürlich ohne Werbung.
Und Du solltest Dich gaaaaaaaaaaaaaaaaanz viel mit ihr beschäftigen! Intensiv mit ihr spielen, Bücher vorlesen etc.

Nur so wird Dein Kind ausgeglichener und der Schlaf besser und früher.


Liebe Grüße,
Chris mit Frieda Lina 31 Monate

Beitrag von miststueck84 09.02.11 - 09:10 Uhr

Also ich denke, sie wird einfach noch nicht müde sein.
Unser Sohn wird im Mai drei. Er geht Abends zwischen 18 und 19 Uhr ins Bett und steht zwischen 7 und 8 Uhr wieder auf. Wenn er länger schläft, dann geht er auch später ins Bett.
Versuch sie mal morgens eher zu wecken. Dann sind die Tage zwar anstrengender, aber das müsste sich mit der Zeit geben.



Beitrag von miststueck84 09.02.11 - 09:15 Uhr

Was ich noch raten kann:

Wenn unser Sohn mal nicht ins Bett will, dann erzähl ich ihm, dass...

er jetzt ins Bett muss, damit er morgen früh wieder ausgeschlafen ist. Wir wollen doch morgen bzw. es kommt doch morgen..... dafür muss er doch ausgeschlafen sein.

Und dann erzählst du ihr einfach, was ihr morgen machen wollt. Und wenn es nur zusammen spielen ist.

Eigentlich ist das immer das letzte Mittel was hilft.

Beitrag von qayw 09.02.11 - 09:44 Uhr

Hallo,

vermutlich ist sie erst so spät müde.
Meine Tochter, 3,5 Jahre, schläft ca. von 19.30 Uhr bis 6.30 Uhr.

Ich denke, entweder steht Deine Tochter morgens zu spät auf oder sie macht zu lange Mittagsschlaf oder sie ist tagsüber nicht ausgelastet genug.

Ich würde den Schlafrhythmus konsequent umstellen, sprich' sie wird jeden Tag um x Uhr geweckt, schläft mittags 30 - 45 Minuten (oder gar nicht mehr) und kommt abends um y Uhr ins Bett. Da würde ich mich im dunklen Zimmer neben sie legen und dann wird maximal noch ein bißchen erzählt und dann geschlafen. Es kann Dir passieren, daß Du am Anfang 1 Stunde oder so daneben liegen mußt, denn das mit dem Umstellen des Schlafrhythmus kann so 2-3 Wochen dauern. Aber ich denke, langfristig profitiert Ihr beide davon. Wenn sie in den Kindergarten geht, kann sie abends auch nicht mehr so lange wach bleiben.

Das mit der Angst hatten wir in dem Alter auch. Das scheint eine Phase zu sein.

LG
Heike

Beitrag von silasi 09.02.11 - 11:37 Uhr

Hallo,

dein letzter Absatz hat mich etwas stutzig gemacht. Denn ich erinnere mich, wie es war, als meine Tochter in dem Alter war. Sie war zwar nie eine besonderes gute Schlaeferin, begann aber auch etwa zu diesem Zeitpunkt mit langen Wachphasen. Sie hatte viel Angst, war abends weinerlicher und hatte es mit dem Einschlafen wirklich schwerer. Bis sie mir von ihren Traeumen erzaehlte, die teilweise irgendwie einen Bezug zu den Fernsehsendungen hatten. Sie fuehlte sich manchmal wie mittendrin, selbst wenn es als ganz normale Kleinkinder-Fernsehsendung proklamiert wurde. Ich habe dann mal staerker darauf geachtet, was genau in diesen Sendungen gezeigt wird und mit welcher Moral, Lerninhalt und so weiter. Dabei bin ich mir immer sicherer geworden, dass das meiste im Kinder-Fernsehen nun wirklich nicht fuer unter 5- oder 6jaehrige ist. Selbst Biene Maja ist gruselig, wenn man es aus der Perspektive eines Kleinkindes betrachtet. Und wenn das Kleine zusaetzlich seine Umwelt immer mehr und besser wahrnimmt, immer mehr aufnimmt und lernt, dann ist es einer Ueberflutung an Reizen ausgesetzt, die es fuer sich allein nicht so gut filtern und verarbeiten kann. Da geschieht zu vieles auf einmal, was so ein kleines Maeuschen ganz schoen ueberfordern kann. Deshalb haben wir das Fernsehen fuer unsere Tochter eingegrenzt. Sie sieht nun noch unterhalb der Woche gar nicht fern, fragt auch gar nicht danach, weil sie sich eben gern auch anders beschaeftigt. Am Wochenende, in den Ferien oder wenn sie mal besonders lieb war, darf sie gern das Sanndmaennchen sehen, Coco der neugierige Affe oder eine ausgesuchte DVD. Ich finde es sinnvoll, Kindern nicht zu viel Zeit vor dem Fernseher, Computer, Nintendo etc. zuzumuten. Sie brauchen auch ein bisschen Ruhe zwischendurch, um ihre taeglich neu gewonnenen Eindruecke mit ihrer ganz eigenen kindlichen Phantasie (zum Beispiel in selbst gemalten Bildern etc.) verarbeiten zu koennen. :-)

Vielleicht koennt ihr mal ueber ein schoenes gemeinsames Abendritual nachdenken. Nach dem Waschen/Baden der Kleinen eine beruhigende Kindermassage mit aromatischem Babyoel geben, dabei singen oder beruhigende Musik einlegen. Nur noch gedaemmtes Licht brennen lassen und fuer nachts eventuell eine Nachtlampe einbauen. Ich weiss nicht, ob ihr betet. Aber manchmal koennte es vielleicht auch noch helfen, mit dem Maeuschen zum Schutzengel zu beten. Danke fuer den tollen Tag, und beschuetze die kleine ..Emma.. heute Nacht - oder aehnlich... :-)

Alles Gute.

LG silasi