Mein Erziehungsauftrag beginnt :-) Wie macht ihr es?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von hopelove 08.02.11 - 22:24 Uhr

Hallo an alle!

Mein Sohn (15 Monate) lernt gerade laufen und bekommt Backenzähne. Zwischendurch bekommt er auch ab und zu am Tag einen Wutanfall. Da kann man ihm nichts recht machen. Manchmal schickt es schon wenn man NEIN sagt. Er fängt dann an zu weinen und hört auch nicht mehr so schnell auf. Wie handelt ihr denn in so einer Situation? Nimmt ihr eure Kinder hoch oder ignoriert ihr das?
Er lernt gernade das Laufen und ist Mittags und Abends immer total fertig. Das ist doch bestimmt normal oder?

Würde mich über Antworten freuen.

Lg hopelove

Beitrag von bine3002 08.02.11 - 22:27 Uhr

Trost ist immer angesagt. Das bdeutet noch lange nicht, dass man inkonsequent wird, so lange Du bei deinem NEIN bleibst und dich nicht erweichen lässt. Kompromisse sind allerdings erlaubt. So kann man den Lolli beispielsweise für den Nachtisch aufbewahren.

Und natürlich ist die Frustrationstoleranz geringer, wenn das Kind müde oder hungrig ist.

Beitrag von rmwib 08.02.11 - 22:31 Uhr

Ich tröste IMMER. Oft macht es ihn noch wütender, dann lass ich ihn in Ruhe, bis er auf mich zukommt, aber ich habe immer offene Arme für mein Kind in Situationen, in denen er mit seiner Welt nicht klar kommt.
Natürlich bleibt es bei den Neins und gesetzten Grenzen, aber getröstet wird immer.

Beitrag von lucie.lu 08.02.11 - 22:31 Uhr

Hallihallo,

wenn meiner (20 Monate) Wutanfälle hat, weil er was nicht darf, dann biete ich ihm etwas anderes dafür an ( so nach dem Motto: "Schau mal, da ist ein.." oder so). Wenn er dann immer noch nicht mag, dann lass ich ihn da, wo er ist und mache mein Zeugs weiter.

Meistens beruhigt er sich dann bei Nichtbeachtung schnell und kommt hinterher.

Wenn er sich natürlich weh getan hat oder aus einem "vernünftigen" Grund weint, nehme ich ihn schon hoch und tröste ihn.. aber halt nicht, wenn er bockt oder etwas extra macht und dafür ein "nein" bekommt bzw. die Sache, die er nicht haben soll, ihm weg genommen wird.

Bei Euch ist es halt mit den Backenzähnen doof, da sind die Kinder oft schlecht drauf, weil es drückt und weh tut, das kenn ich zu gut. Nichts desto trotz ist ein "Nein" ein "Nein" und man sollte nicht nachgeben, das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun.

Dass Dein Sohn vom Laufen fertig ist, ist sicher normal (wenn Du damit müde meinst).

Meiner konnte schon mit 8 Monaten an Möbeln und mit 12 Monaten frei laufen, da war die Trotzphase Gott sei Dank noch weit entfernt, somit hatten wir nicht alles auf einmal.. :-)

LG - Lucie

Beitrag von bine3002 08.02.11 - 22:50 Uhr

"aber halt nicht, wenn er bockt oder etwas extra macht und dafür ein "nein" bekommt bzw. die Sache, die er nicht haben soll, ihm weg genommen wird."

"Nichts desto trotz ist ein "Nein" ein "Nein" und man sollte nicht nachgeben, das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun."

Konsequenz bzw. Inkonsequenz hat aber auch nichts damit zu tun, dass man das Kind tröstet, weil es traurig ist (ein NEIN bekommen hat und damit nicht umgehen kann)

Beitrag von lucie.lu 08.02.11 - 23:14 Uhr

Ich habe ja geschrieben, dass ich ihm etwas anderes anbiete, womit wir uns beschäftigen könnten - was er aber oft ausschlägt. Beispiel: Er hat seinen Trinkbecher in der Hand und schüttet diesen fröhlich auf dem Tisch/Boden/Hund aus. Ich sage nein, erkläre ihm, warum nicht - er schaut mich an und macht weiter. Ich sage nein, nehme ihm den Becher aus der Hand - er brüllt und rennt weg. Ich biete ihm an, statt dessen z.B. ein Buch zu lesen oder sowas - er sagt "nein" und schmeißt noch irgendwas rum..
Würde ich ihn in so einer Situation in den Arm nehmen, würde er sich wehren und mit dem Kopf hauen...

Ist sicherlich von Kind zu Kind unterschiedlich. Meiner weint nicht richtig (wie wenn er sich erschrocken hat, ihm was weh tut oder müde ist), sondern bockt. Und das richtig. Und je mehr ich auf ihn eingehen möchte, desto mehr "neins" höre ich von ihm. Es geht so weit, dass er sich auf den Boden schmeißt und mit dem Kopf gegen die Fliesen haut oder gegen die Wand.

Beachte ich ihn aber in solch einer Situation nicht (ich habe natürlich trotzdem "ein Auge" auf ihm, was er ja aber nicht sieht), beruhigt er sich und gut ist.

Ich kenne es aber auch von anderen Kindern im ähnlichen Alter nicht so, dass sie weinen würden, wenn sie was nicht machen sollen - und dass sie dann zu den Mamis laufen und getröstet werden wollen.

LG - Lucie