Habe ich den Mut mich zu wiedersetzen?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von kalenderfrau 08.02.11 - 22:42 Uhr

Ok, der Titel klingt jetzt sicher komisch für euch, daher erkläre ich euch lieber meine "Gedanken-einer-Schwangeren". ;-)

Im Oktober 2008 wurde unser Sohn geboren.
Er kam per geplanten Kaiserschnitt zur Welt. LEIDER!!!

Ich ließ mich damals von zwei Ärzten überreden einen machen zu lassen und habe es sofort danach bereut - und bereue es bis heute.
Angeblich sollte unser Engel ein Kampfgewicht von 4.800g und eine Länge von 58 cm haben. #schock
Er kam mit normalen 3.720g auf 52 cm verteilt auf die Welt.
Beide Ärzte (ein Mann und eine Frau, Gemeinschaftspraxis, gleiches Gerät) hatten sich total verschätzt. Sie sahen nur mich an (stark übergewichtig) und meinten wohl mein Sohn wäre auch eine Wuchtbrumme, so wie ich. :-(

Zudem bekam ich keine Wehen - auch keine Senkwehen.
Trotz versuchter Einleitung (Wehentropf bei ET-1) war auf dem CTG GAR NICHTS zu sehen.

Wie gesagt: Ich war jung und dumm und habe mich überreden lassen.
Und ich bereue es.


Nun bin ich wieder schwanger und möchte wirklich (solange kein wirklich wichtiger Grund dagegen spricht) spontan entbinden.
Das wäre kein Problem, sagte man mir 2008.

Jetzt hatte ich heute Geburtsvorbereitungskurs und ich sprach die Hebamme darauf mal an.
Sie sagte dass es "sehr schwierig" sei nach einem KS eine normale Geburt zu haben. Ich sollte mich doch eher auf einen zweiten KS einstellen. #schock
Vor allem wegen der Narben an der Gebärmutter..
Ich war ziemlich geknickt. :-(


Ich möchte eine normale Geburt! Es ist ja auch meine letzte Chance dafür... :-[


Meint ihr, dass ich mich wiedersetzen und eventuell gegen die Meinung der Hebamme und des Arztes eine spontane Geburt haben kann (wie gesagt: So lange kein wirklich wichtiger medizinischer Grund für einen KS vorliegt!)??

Habt ihr da Erfahrungen gemacht?


Liebe Grüße
kalenderfrau mit Engelchen im Bett (27 Monate) und Krümelchen im Bauch (27+5)

P.S. Ich habe nach der Geburt 2008 meinen Frauenarzt gewechselt.
Zwar habe ich am Donnerstag wieder einen Vorsorgetermin bei meinem neuen, aber dann ist nur seine Vertretung da (er selbst ist im Urlaub).
Somit kann ich dieses Thema noch nicht mit ihm selbst durchsprechen.

Beitrag von lala-1280 08.02.11 - 23:01 Uhr

Bleib standhaft

auch nach einem Kaiserschnitt kann man ohne probleme auf normalem wege entbinden

viele versuchen einen Kaiserschnitt weil sie da mehr abrechnen können als bei einer standard Entbindung

viel erfolg ich drück dir die Daumen

Beitrag von kati543 09.02.11 - 00:15 Uhr

Das Problem dabei ist dir bekannt. Das Risiko einer Ruptur ist da. Es ist gering, aber es ist da. Hast du das Pech und bist eben genau dieser Fall, dann schweben du und dein kind in Lebensgefahr.
Google nach Uterusruptur und du wirst entsprechende Berichte finden. Es ist keinesfalls Theorie, sondern passiert tatsächlich.

Beitrag von krikri75 09.02.11 - 02:10 Uhr

Hallo Kalenderfrau,

ich bin kein Experte auf dem Thema, aber ich kann Deinen Wunsch sehr gut verstehen!

Es gibt immer wieder Frauen, die ein 2. Kind ohne KS bekommen. Ob das Risiko wirklich so hoch ist, kann ich nicht beurteilen, aber eines weiß ich: Es ist auch ein Geschäft mit der Angst, dass so schnell und so viele KSe gemacht werden, auch Folge-KSe.

Wie die medizinische Beurteilung in Deinem Fall aussieht, würde ich mir an Deiner Stelle genau erklären lassen... im Zweifelsfall auch mehrere Meinungen einholen.

Daneben kann ich Dir nur empfehlen, Dir eine gute Hebamme zu suchen, die Dich unterstützt und vielleicht auch nochmal einen eigenen Blick auf das Thema hat. Und: Auch bei Hebammen lohnt es sich, einen gewissen Aufwand zu betreiben, um die Richtige zu finden.

Ich wünsche Dir alles Gute und hoffe, Du triffst für Dich die richtige Entscheidung.

Und ich für mich wünsche mir, dass ich mein Kleines spontan entbinden kann und kein KS notwendig wird.

Krikri mit #stern und #ei (38. SSW)

Beitrag von lotter74 09.02.11 - 02:12 Uhr

Hallo Kalenderfrau !

Ich habe eiegentlich einen ähnlichen Geburtsverlauf beim ersten Kind hinter mir. Nach drei Tagen erfolgloser Einleitung, inkompletter Muttermundseröffnung und unzureichendes Ins Becken drehen meines Sohnes Not-KS.
Körperlich bin ich sehr gut mit dem KS zurecht gekommen, seelisch hatte ich arge Probleme, von Schuldgefühlen bis zum Gefühl, versagt zu haben.
Jetzt bin ich wieder schwanger und ich werde es auch auf normalem Weg probieren. Dieses Mal werde ich allerdings eine Beleghebamme haben. Mit der habe ich vereinbart, dass ich alles in der Hand habe, also entscheiden kann, mal ab von medizinischen oder geburtsfachlichen Sachen, wie es vorangehen soll.

Ich habe schon Angst, dass es nicht klappt, mir würde es allerdings reichen, es AKTIV versucht zu haben.

Risiken gibt es, aber da ich ja in der Klinik sein werde, mache ich mir darüber weniger einen Kopf.

Hast Du schon eine Hebamme ? Wenn nicht würde ich mir noch schnelle eine Suchen. Auch bei den Hebammen scheinen die Meinungen stark auseinanderzugehen. Meine sieht nichts, was nach KS wirklich gegen eine normale Geburt spricht, sofern die Narbe stabil ist, oder es keine anderen Komplikationen gibt.


LG von lotter74#winke

Beitrag von blumenkind22 09.02.11 - 02:13 Uhr

Hallo,

wenn Du einen transversen Einschnitt an der Gebaermutter hast (und das ist der gaengigste), liegt das Risiko einer Ruptur bei 0.87% (www.ican.org). Ein Kaiserschnitt ist ein grosser Eingriff und birgt vielerlei Risiken fuer Dich und Dein Baby- ich halte es fuer absoluten Quatsch, eine Spontangeburt nach KS als gefaehrlicher einzustufen als einen zweiten KS.
Meine erste Tochter war tatsaechlich 4800g schwer und 59cm lang und kam 2004 per sectio zur Welt. Meine zweite kam zwei Jahre spaeter per VBAC (vaginal birth after cesarean) innerhalb von 2 Std., ohne PDA, es war ein einmaliges Erlebnis, und ich konnte kurze Zeit spaeter aufstehen und duschen, und mich selbst um mein Baby kuemmern (nach dem KS konnte ich das erst zwei Tage spaeter). Jetzt erwarte ich Nr. 3 und hoffe wieder auf eine erfolgreiche VBAC. Lass Dir nichts einreden. Aerzte meinen immer, mit einem KS haben sie mehr unter Kontrolle, aber letztendlich ist es nicht unbedingt der beste Weg fuer Dich. Wechsle gegebenfalls die Hebamme und suche eine, die Dich unterstuetzt.

Viel Glueck & eine schoene Restschwangerschaft!
Kat & #ei Nr. 3

Beitrag von steffi006 09.02.11 - 07:18 Uhr

hallo

also ich würde auch standhaft bleiben meine erste geburt im jahr 2001 kam mein sohn mit
einem not kaiserschnitt auf die welt(kann nicht verstehn wer sich das freiwillig antut).
bei der zweiten schwangerschaft wurde mir direkt gesagt, das es ist garkein
problem ist nach einem kaiserschnitt normal zu entbinden,und deshalb kam meine tochter 2003 auch spontan.
und baby nr 3 soll im april auch wieder spontan kommen!


steffi ( #ei 30.Woche)

Beitrag von salo81 09.02.11 - 08:14 Uhr

Guten Morgen,

ich möchte dir auch Mut machen obwohl ich selbst keinen Kaiserschnitt hatte.

Als erstes: Wenn deine Hebamme dagegen ist solltest du dir eine andere suchen, die dich unterstützt.

Ich finde auch ET -1 ist doch noch kein Grund zum Einleiten, das kann doch locker mind. 10 Tage über ET gehen und ist völlig normal.

Wie du gemerkt hast, auf den Ultraschall kann man sich nicht wirklich verlassen - wenn sowas nochmal auftreten sollte, würde ich wenigstens eine zweite Meinung (zweiten US) von jemand anderem (anderes Gerät) einholen.

Mein erster Sohn würde 2005 am Morgen vor der Geburt auf 3500g geschätzt - er hatte dann aber 4030g und 54 cm.
Ich hab ihn spontan bekommen - ohne weitere Probleme - er hatte nen kleinen Kopf.

Lg
Salo