Will die Flasche nicht, wer kann helfen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von josy 09.02.11 - 09:49 Uhr

Guten Morgen liebe Mamis,

unser kleiner Wurm ist nun fast 7 Monate alt. Nach Absprache des KiArzt habe ich nach dem 4. Monat schon mit Beikost angefangen, da er ein auffalendes Interesse am Essen hatte.
Daher sind wir, entgegen meinen eientlichen Vorstellungen, schon weit.
Er bekommt am Vormittag Getreide-Obst-Brei oder Obstgläschen, mittags Gemüse-Kartoffel-Brei (auch mal mit Fleisch). Wenn es schnell gehen muss aber auch mal ein Gläschchen mit den unterschiedlichsten Gerichten. Nachmittags entweder nochmal Obst oder auch schon mal 2 Babykese. Abends Milchbrei, eventuell mal mit Obst. Vor dem Bettgehen, nachts und zwischendurch mal am Tag wird er noch gestillt.

Eigentlich ist wäre ja alles noch in Ordnung.
Doch leider hat unser Wurm, die Angewohnheit nachts alle 2 oder auch stündlich wach zu werden. Dann wird er gestillt und schläft weiter. Bis ca 4.40-5.30 dann ist er wach. Ins Bett geht er, meistens ohne Probleme so 19.00 Uhr.

Seitdem er abens den Brei bekommt und danach vorm Zubett gehen ja nochmal gestillt wird, zieht sich der erste Block auf 3-4 Stunden. Wenn er da wach wird bekomme ich ihn mit dem Nucki oder einen Schluck Wasser aus dem Trinklernbecher beruhigt. Doch danach ist es meist Stündlich, wo er wach wird und ich ihn anlege.

Daher habe ich mich vor 2 Wochen schweren Herzens dazu durchgedrungen nachts Fläschen zu geben.
Nun habe ich schon 2 verschiedene Flaschen und drei verschiedene 2er Milch und auch eine 1er Milch, auch mit Beigabe von bischchen Bananengläschen ausprobiert. Doch er dreht sich angewidert zur Seite, auch vom Löffel will er die Milch nicht.

Aber was kann ich noch tun?
Brauch so langsam doch mal wieder etwas mehr schlaf!

Wer hat vielleicht noch einen tipp für mich?

Ganz lieben Gruß
und danke für alle Anregungen

Josy

Beitrag von berry26 09.02.11 - 10:03 Uhr

Hi,

Milch sollte das Hauptnahrungsmittel im ersten Lebensjahr bleiben. Dein Kleiner braucht die Nährstoffe und die Flüssigkeit daraus und wenn du ihm tagsüber nur Brei gibst, dann holt er sich eben in der Nacht was er braucht.

Da wird dir die Flasche auch nichts bringen.

LG

Judith

Beitrag von josy 09.02.11 - 10:28 Uhr

Hi,
aber er wird morgens gegen 8-9 uhr gestillt, vor dem zu bettgehen, und so zwischendurch auch noch 1-2 mal. Mit dem Milchbrei, und nachts der Milch hat er ja noch Milch. Und das Fläschen wäre ja auch Milch, will da ja nichts anderes rein tun!
Also kann ich diesen Vorschlag nicht ganz verstehen, da es ja auch Kinder gibt, die ausschließlich Flasche bekommen und gar nicht gestillt werden.

Aber Danke für deinen Rat!

Grüße
Josy

Beitrag von jumarie1982 09.02.11 - 10:34 Uhr

Es ist einfach schon sehr sehr viel Brei für 6 Monate.
Zuviel.
Der liefert nicht die Nährstoffe, die er noch überwiegend braucht, vielleicht versucht er deshalb nachts sich zu holen, was er unbedingt braucht.

Ich würde den Mittagsbrei beibehalten, am Nachmittag noch etwas Obst.
Zwischendurch mal ne Reiswaffel oder ein Stück Obst oder Gemüse auf die Hand und sonst nach Bedarf stillen.
Kein Tee und kein Flaschengedrängel.

#winke

Beitrag von josy 09.02.11 - 10:49 Uhr

Hallo,

vielleicht mag es ja sein! Meine Tochter habe ich auch volle 6 Monate gestillt und dann noch bis zum 10. Monat nebenbei gestillt.
Nur war es bei unseren Sohn so, dass er schon recht früh anfing alle 1-2 Stunden nachts wach zu werden und mir daher alle in den Ohren lagen, dass er nicht satt würde. Und der KiArzt meinte dann bei der Vorsorge, dass der Rat der WHO heute dahin ging, schon nach Ende des 4. Monats mit Beikost zu beginnen und auch schon mit den verschiedensten Sachen.
Da es prophylaxisch, laut Studien, für Allergien keinen Unterschied machen würde ob man 4 oder 6 Monate voll stillt.

Ist aber auch nicht so, dass ich was gegen das Stillen habe, doch würde ich halt gerne mal wieder 3 Stunden am Stück schlafen. Fühl mich halt sehr ausgelaugt.

Zudem stelle ich seit paar Tagen fest, dass sich bei mir nachts schon nicht immer mehr der Milchspendereflex einstellt. Mach mir Gedanken, was wird, wenn ich keine Milch mehr habe und er keine Flasche nimmt.

Mal sehen wie es weiter geht... genieße das Stillen ja auch. Vielleicht stille ich ja wieder mal etwas mehr, doch daran wird bestimmt meine Nächte nichts änder...

Ganz lieben Gruß
Josy

Beitrag von jumarie1982 09.02.11 - 10:55 Uhr

Doch, wird es.
Erstens wird dein Milchspendereflex wieder auf Zack komme und dein Sohn dadurch wieder mehr Milch trinken nachts und länger bis zum nächsten Mal aushalten und zweitens werden in deinem Körper wieder mehr Hormone durchs Stillen ausgeschüttet, die dich leichter wach werden lassen, wenn er sich rührt, und dich aber auch schneller wieder einschlafen lassen, wenn er angedockt hat oder fertig ist mit Stillen.

Die WHO empfiehlt übrigens immernoch 6 Monate ausschließliches Stillen...da hat dein Arzt wohl was falsch verstanden.

Bei der 4-Monats-Empfehlung geht es darum, dass Beikost vom kindlichen Körper besser aufgenommen und verdaut wird, wenn noch ausreichend Muttermilch aufgenommen wird. Da aber die meisten heute mit 6-8 Monaten abstillen, ist es also besser FRÜHER anzufangen, und dann aber mit noch ein paar Monaten Mumi dazu, als später und dann schnell nur noch Beikost.

Wenn du nebenbei weiter nach Bedarf stillst, kannst du schonmal nix falsch machen.

Und wieso du denkst, dass deine Milch irgendwann einfach weg ist und du dann die Flasche brauchst, verstehe ich nicht...?

Beitrag von goldie99999 09.02.11 - 11:40 Uhr

"Bei der 4-Monats-Empfehlung geht es darum, dass Beikost vom kindlichen Körper besser aufgenommen und verdaut wird, wenn noch ausreichend Muttermilch aufgenommen wird. Da aber die meisten heute mit 6-8 Monaten abstillen, ist es also besser FRÜHER anzufangen, und dann aber mit noch ein paar Monaten Mumi dazu, als später und dann schnell nur noch Beikost. "

Jein. Im Kern geht es ( in der Empfehlung) darum, dass es für die Allergieprophylaxe keinen Unterschied macht, ob nach 4 oder 6 Monaten mit Beikost begonnen wird bzw. wird eher dazu geraten, bereits nach 4 Monaten zu beginnen, um Allergien vorzubeugen.

Beitrag von berry26 09.02.11 - 11:47 Uhr

"wird eher dazu geraten, bereits nach 4 Monaten zu beginnen, um Allergien vorzubeugen. "

Genau das ist absoluter Blödsinn. Es macht zwar keinen Unterschied was Allergien angeht, aber es ist auch nicht besser eher anzufangen. Zudem berücksichtigen all diese Studien nicht die Darmreife. Spät anzufangen hat definitiv keinen Nachteil!

Zudem gilt bei Beikost das gleiche wie bei allen anderen Dingen die Kinder lernen. Wenn sie es selbst können, dann ist der Zeitpunkt da und nicht eher. Man setzt sein Kind auch nicht hin wenn es das noch nicht von selbst kann!

Beitrag von berry26 09.02.11 - 11:54 Uhr

Hi,

das hat mit der Flasche nichts zu tun. Milch sollte generell das Hauptnahrungsmittel bleiben, egal ob es sich um Mumi oder Säuglingsmilch handelt. Das du tagsüber auch noch stillst, habe ich nicht gewusst aber es kann trotzdem zu wenig sein. Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich.

Dennoch kann ich dir sagen das die Flasche nicht die Lösung ist. Dein Baby wird deshalb in der Nacht nicht weniger oft kommen und wenn du doch mal eine Stunde länger schlafen kannst so ist das Flasche machen, dennoch viel mehr Aufwand und man wird dabei so richtig schön wach. Ich denke nicht das es dir helfen wird. Versuche doch einfach tagsüber weniger Brei und mehr Fingerfood anzubieten. Davon essen die Kleinen weniger bzw. nur soviel wie tatsächlich sinnvoll ist und du stillst tagsüber einfach wieder etwas mehr. Vielleicht wirkt sich das auf die Nachtmahlzeiten aus. Ansonsten kann es auch einfach sein, das dein Kleiner einfach einen sehr ungünstigen Schlafrhytmus hat oder viel Nähe braucht. Schläfst du mit deinem Kleinen in einem Bett oder schläft er im eigenen Bett?

LG

Judith

Beitrag von jumarie1982 09.02.11 - 10:11 Uhr

Huhu!

Ich kann dir auch nur raten, mit dem ganzen Breigedöns wieder etwas zurück zu rudern und dein Kind wieder mehr zu stillen und ihm somit die richtigen und nötigen Nährstoffe für sein Alter zu geben.
Ach, und in Ernährungsfragen eher auf dein Gefühl und nicht auf die Tipps von einem Kinderarzt (ausgebildet für die Behandlung und Heilung von Krankheiten #aha) zu vertrauen.

LG
Jumarie

Beitrag von nele27 09.02.11 - 11:55 Uhr

Ich schließe mich an ...

Und wenn das Gefühl nicht reicht, Stillberaterin oder Hebamme fragen (die kommt bei Stillproblemen/Fragen der Beikosteinführung mW noch mal bis zum Alter von 9 Monaten kostenlos).

LG, Nele

Beitrag von pirelli77 09.02.11 - 22:15 Uhr

So mit 6/7 Monaten fing das bei uns auch an, das er Nachts fast stündlich, mal weniger mal sogar öfter aufgewacht ist und nur durchs stillen wieder zu beruhigen war. Ich hab auch gedacht es ist nur ne Phase und hab es durchgezogen, hat sich aber bis 10,5 Monaten nicht gebessert, eher verschlechtert. Dann konnte ich nicht mehr und hab abgestillt, hat 2 Wochen gedauert, er wollte auch keine Milch aus der Flasche, doch irgendwann hab ich dann Bebivita 1er milch im Trinklernbecher mit einem Schluck Bebivita Karotte-Fruchtsaft angeboten, die Flasche hat er ruckzuck leer gemacht. Seitdem kriegt er abends eine und Nachts eine und sonst pennt er. Ist echt super, ich stehe gerne EINMAL auf und mach ihm ne große Flasche, dann dreht er sich um und pennt weiter #huepf