Was sol ich antworten, wenn mein Kind fragt, wieso es immer

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von scharline 09.02.11 - 11:24 Uhr

langsamer als alle anderen ist?
Dass es so gern mit seinen Freunden Fangen spielen möchte, aber nicht hinterherkommt?
Dass sogar die kleinen Kinder im Kindergartenschneller laufen können?
Warum er immer der eltzte beim Umziehen sit obwohl wir doch soviel üben?
Warum die anderen Kinder nicht zum "Turnen" (KG) müssen und keine Übungen machen müssen?

Ich fühl mich da machmal so hilflos, zumal mein Kind vom Kopf her so fit ist und diese Sachen so genau registriert.

Traurige Grüße

Scharline
(Diagnose: Hypotonie, Störung der Grobmotorik etc.)

Beitrag von kati543 09.02.11 - 11:44 Uhr

Fragt sie dich denn deswegen? Weiß sie denn nicht, dass sie krank ist? Mein Sohn weiß, dass er "anders" ist und die anderen Kinder im Kiga wissen das auch. Wir haben daraus nie ein Geheimnis gemacht. Ich finde, man sollte offen damit umgehen. Du kannst ihr es erklären, dass sie krank ist - eben so, wie sie weiß, dass man krank ist, wenn man Schnupfen hat. Das ist eben eine andere Krankheit. Und sie braucht sehr viel länger um wieder gesund zu werden. Und damit das passiert gibt es die KG.

Beitrag von stin79 09.02.11 - 11:47 Uhr

Hallo Scharline,

selbst bei kleinen Kinder ist die Wahrheit der Grundstein für einen souveränen Umgang mit der Krankheit!

Meine Tochter hat Epi und selbst bei ihr habe ich (sie ist jetzt 3 1/2) angefangen es ihr zu erklären. Seit dem nimmt sie ihre Medikamente besser. Neulich hätte ich es vergessen, aber der Zwerg hat drangedacht :-D

Probiere es doch mal aus, wenn dein Kind vom Kopf fit ist, dann wird es ihm gut tun, dass du im vertraust und es ihm erklärst. Dass es eine Krankheit ist und dass es manchmal vorkommt.

Kopf hoch #liebdrueck und alles gute!

Beitrag von kleinemaus873 09.02.11 - 14:43 Uhr

Hallo Stin

Darf ich dich mal fragen wie du das deiner Tochter erklärt hast? Wir überlegen die ganze zeit wann der richtige zeitpunkt ist und wie ich es ihm erklären soll? Momentan haben wir ja noch Zeit er wird erst 2.J alt die woche.


lg Kleinemaus#winke

Beitrag von stin79 10.02.11 - 11:35 Uhr

Hallo Kleinemaus,

schau mal hier: http://www.epikurier.de/Buecherecke.835.0.html

Ich habe Frau Windisch angemailt wg. "Carla" und innerhalb von 2 Tagen war "Carla" da. Ein schönes, kurzes Buch mit einem Mädchen, das Epi hat.

Euch alles Gute

Beitrag von girl08041983 09.02.11 - 13:22 Uhr

Hi,

laut Psychologin weiß mein Sohn, dass er in manchen Dingen schlechter ist als andere Kinder und das er anders ist. Sie sagt wir sollen ihn viel loben und besonders hervorheben, was er gut kann um somit sein Selbstbewußtsein zu stärken.

Wegen den Therapien hat mein Sohn mich noch nie gefragt, er findet das ganze auch nicht schlimm, ihn macht das richtig Spass und er freut sich darauf

Lg

Beitrag von nadineriemer 09.02.11 - 22:23 Uhr

Hallo,
mein großer Sohn Marvin 9Jahre ist schwer Herzkrank und von der Entwicklung zurück.Er hatte Wasser im Kopf und vieles mehr.Meine Tochter Lena 4 Monate alt auch Herzkrank und beide sind Früchen.Marvin bekam von Geburt an Frühförderung,Krankengymnastig,Ergo u.sw.Er weiß warum und wofür es gut ist,wir gehen sehr offen damit sein Umfeld weiß Bescheid und er gehört einfach zu allen anderen dazu.Offen darüber reden und gut erklären hilft oft und werde ich bei der kleinen auch machen.Marvin hat kein Problem damit anders zu sein weil er nicht anders behandelt wird.er braucht manchmal nur mehr Hilfe.

Nadine

Beitrag von ninna68 10.02.11 - 07:54 Uhr

Hallo Scharline,

manchmal hilft viel üben aber auch!

Mein Sohn hat auch lange Zeit nur die Diagnose Hypotonie der Muskeln und Entwicklungsverzögerung bekommen- aber er spielt im Kindergarten und neuerdings im Verein unter "normalen" Kindern Fussball und flitzt wie ein Irrer über den Platz. Er hat gut aufgeholt unter den zahlreichen Therapien.

LG Ninna

Beitrag von fruehchenomi 10.02.11 - 18:10 Uhr

Ich würde dem Kind erklären, gerne mit Hilfe eines Buchs, wo man viele Leute drin sieht (notfalls Zeitung) dass es große Leute gibt und kleine Leute, dickere und dünnere, blonde und braune, mit Brille und ohne (langsam auf Krankheiten überleiten) ...welche die ganz schnell rennen können und viele, die das nicht können.
Es gibt welche, die ganz stark sind, und andere die eben schwächer sind, aber alle sind gleich liebenswert, können lachen und singen und ihrer Mama viel Freude machen - usw usw
Als meine Tochter aufgrund ihrer Skoliose-Operationen ein volles Jahr in einem Gipskorsett steckte, war sie in einem unschlagbar - im Hulahoop-Reifen schwingen, und zwar durch die "Figur" des Gipses blieb er in der Einkerbung und sie konnte ewig schwingen.
Such mal was, was Dein Kind besonders gut kann, irgendwas - Puzzles oder sonstwas, ich weiß das ja nicht - und lass es ihn machen, bis er nicht mehr kann.
Man muss ihn motivieren, was er gut kann, dann vergißt er ein bißchen, was er nicht kann.
Alles Gute !
LG Moni