KS oder normale Geburt

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von himmelblau85 09.02.11 - 13:01 Uhr

Eigentlich wollt ich immer eine normale Geburt, doch nun wo es immer weiter voran schreitet und die kleine sich wohl noch lange nicht auf den weg macht, beginne ich mir gedanken zu machen.

Wenn die kleine zu spät kommt wäre ich komplett alleine mit ihr. Würden Probleme daheim auftreten wäre niemand da, weil ich keine Familie usw mehr habe. Bei einem KS könnte ich es planen und der Kindesvater wäre noch hier. Er könnte mich unterstützen und würd sein Kind noch einige Tage erleben.

Ab dem 1.3. ist er erst spät abends immer hier und könnte mir bei nichts helfen. Er hat danach auch ein halbes Jahr Urlaubssperre und wäre vermutlich auch bei der Geburt nicht dabei, da er den Job neu beginnt. Haushalt usw würd alles an mir hängen bleiben, da vieles aufgrund der Uhrzeit nicht mehr machbar wäre.

Sind meine sorgen unbegründet? Bin ich nach einer normalen Geburt so fit das ich keine Hilfe benötige? Oder kann doch der Fall eintreten das ich nicht fit bin und hilfe bräuchte und keine habe? Vermutlich blöd das ich mir solch Gedanken mache, aber es lässt mir keine ruhe =(

Das ein KS immer eine OP ist ist mir klar. Ich möchte euch bitten mir nur eure Meinungen dazu zu sagen ohne mir vorwürfe zu machen, weil ich über sowas nachdenke :) Danke

Beitrag von bunny2204 09.02.11 - 13:06 Uhr

Hallo,

ich würde mir keine zu grossen Gedanken machen, nach einer normalen Geburt bist du normalerweise so fit, dass du dich um dich und das Baby kümmern kannst. Du bist ja auch ertmal ein paar Tage im KH wo du versorgt wirst.

Ich war nach einem KS nach ca. 2 wochen mit meinem Baby UND den 2 Geschwistern (zu dem Zeitpunkt knapp 2 Jahre und 5,5 Jahre) alleine und es hat gut geklappt.

LG BUNNY #hasi 34. SSW

Beitrag von derhimmelmusswarten 09.02.11 - 13:21 Uhr

Da ein Kaiserschnitt eine OP ist, dürftest du naturgemäß danach nicht so fit sein wie nach einer normalen Geburt. Wenn alles normal läuft, geht es dir recht schnell wieder gut. Es kann natürlich sein, dass du genäht werden musst, aber auch das ist garantiert nicht so schlimm wie eine große Bauch-Op. Ich wäre definitiv nach einer normalen Geburt lieber alleine als nach einem Kaiserschnitt.

Beitrag von amaia 09.02.11 - 13:21 Uhr

Hallo,

diese Entscheidung kann Dir leider keiner abnehmen.
Ich hatte bis jetzt nur einen geplanten KS und werde jetzt wohl wieder einen bekommen. Obwohl ich gerade mit meiner Hebamme über die Option spontan zu gebären geredet habe.

Nach einem KS bist Du körperlich eingeschränkt. Wie lange? Das hängt auch individuell von Dir ab. Du kannst zwar die Geburt besser mit Deinem Partner planen, allerdings hättest Du dann später auch keine Hilfe wenn er ab. 1.3. seinen neuen Job anfängt. Und je nachdem wie es Dir dann geht, könnte es auch nicht so toll sein. Wann würdest Du denn den KS machen wollen? Wenn Dein Partner dann noch 10-14 Tage bei Dir wäre, würde ich sagen: Kein Problem. Wenn der aber am 25.Feb. stattfinden würde, dann wärst Du ja im März noch im KH.

Mein Problem mit der spontanen Geburt ist die völlige Unplanbarkeit. Du weißt nicht wann es los geht, Du weißt nicht wie lange es dauert, Du weißt nicht ob es doch noch in einem KS endet, ob man einen Schnitt/Riss davon trägt und welche Probleme man damit haben wird usw. Aber eines ist klar: Du hast eine höhere Chance danach wieder fit zu sein als bei einem KS. Ich kenne zwar welche, die waren danach so fertig und lagen auch nur ne Woche im KH im Bett. Das ist aber wohl eher die Ausnahme.

Viel Glück bei der Entscheidung. Alles hat Vor- und Nachteile. Leider kann Dir diese Entscheidung zwischen Planbarkeit und Eingeschränktheit und komplette Ungewißheit niemand abnehmen.

Gruß
Amaia

Beitrag von minnie85 09.02.11 - 13:34 Uhr

Dein Problem mit der Normalgeburt ist die Unplanbarkeit? Nur mal so, das Leben mit Kind ist auch alles andere als planbar ;-).

Beitrag von amaia 09.02.11 - 13:48 Uhr

Ach, Du schon wieder.;-)

Weiß nicht wie es bei Dir läuft. Ich kann mein Leben mit Kind bisher wunderbar planen. Und selbst wenn es nicht so wäre und so läuft. Wer bestimmt, dass man schon so starten muß?

Außerdem macht sich die Threadschreiberin doch Gedanken um die Planbarkeit, wieso soll man dann nicht drauf eingehen?

Amaia

Beitrag von minnie85 09.02.11 - 13:55 Uhr

Wie alt sind deine Kiddies denn? Denn ich muss sagen dass ich das Glück habe, das meine Kinder mich jeden Tag aufs Neue überraschen ;-).

Wir müssen da ja nicht einer Meinung sein, ich finde nur, dass es für einen KS driftigere Gründe geben muss als die Planbarkeit. Aber das hätte ich vor meiner Spontangeburt auch nicht verstanden...daher verstehe ich, wenn Frauen die das nie erlebt haben es nicht nachvollziehen können.

Liebe Grüße, Minnie

Beitrag von amaia 09.02.11 - 14:14 Uhr

Na wenn Du das so siehst?

Für manche Menschen ist die Planbarkeit schon ein sehr trifitger Grund. Es gibt halt ausgesprochene Kopfmenschen. Auch wenn man das uns Frauen wohl weniger zugesteht als Männern.

Sie macht sich halt Gedanken wann die Geburt startet und ob es mit ihrem Privatleben kompartibel ist. Da es wohl das erste Kind ist sind die Sorgen des "Alleinseins" ohne Partner nach der Geburt wohl doch auch begründet. Das ist ja wohl legitim.

Da finde ich es nur fair auf diese Aspekte einzugehen ohne gleich wieder die Keule "ich würde nie freiwillig einen KS wegen.............." rauszuholen.

Da ich ja aus der Versicherungsbranche stamme und den ganzen Tag mich mit den Worten Risiko, Risikoverteilung, Schaden, eingetretener Schaden, großt mögliche Schadenssumme, Schadensstatistik etc. befasse, denke ich natürlich im Fall der Threadschreiberin an folgendes Szenario: Spontangeburt wird abgewartet, Kind macht sich am 2.3. auf den Weg, Partner ist nicht da und das ganze endet doch in einem sekundären KS. (So, wo ist da jetzt die Statistik für die Versicherungsfrau? Da die KS-Quote wohl in der BRD bei 30% liegt, die WKS Quote wohl aber nur im einstelligen Bereich, denke ich mal.....................)
So, nix gewesen mit dem tollen Geburtserlebnis und eine Erstgebärende ist dann auch noch ganz alleine und hat erst recht keine Hilfe nach dem KS. Da finde ich ihre Überlegung, ob man sich gleich für den "kalkulierbareren" Weg entscheidet legitim.

Aber wie gesagt, solche Gedankengänge werden uns Frauen i.d.R. nicht zugestanden (und am schlimmsten noch von den eigenen Geschlechtsgenossinen, aber das ist ja auch typisch), da sie wohl eher zu den männlichen Charaktereigenschaften gehören und bei einer Frau so unschön sind.

Gruß
Amaia

Beitrag von nele27 09.02.11 - 15:27 Uhr

Hallo!

Ich würde mich eher als analytisch-logischen Menschen bezeichnen, der mit beiden Beinen fest im (Berufs-)Leben steht.

Trotzdem führe ich jetzt mal ein Argument an, dass mM nach nicht zu unterschätzen ist: Ein KS ist für viele Mütter eine große Enttäuschung. Wenn Du ihn toll fandest, ist das natürlich gut für Dich. Aber viele Frauen empfinden eben anders, sie spüren, dass es der Geburtsmodus zweiter Wahl ist (ich sag das jetzt ohne persönliche Wertung). Viele brauchen sehr lange, bis sie den KS psychisch verkraftet haben...
Und das hat mM nach gar nicht damit zu tun, dass die Muttis alle so emotional und sentimental sind. Sondern eine Spontangeburt ist eben die von der Natur/Gott vorgesehe Geburtsmethode und viele Frauen merken das instinktiv.

Geburt, Wochenbett, Stillen etc. sind eben drei der letzten wirklich archaischen Aktivitäten der Menschheit :-)

LG, Nele

Beitrag von amaia 09.02.11 - 17:21 Uhr

Nele,
damit magst Du nicht Unrecht haben. Allerdings denke ich, dass die hauptsächlich Frauen betrifft, die spontan entbinden wollten und dann einen KS bekamen. Solche habe ich auch kennengelernt, die da an ihrem sekundären KS zu knabbern hatten und sich fragte, ob sie nicht zu früh eingewilligt haben. Das kann ich auch sehr gut nachvollziehen.

Frauen die sich ohne mit der Wimper zu zucken aus was für Gründen auch immer zum primären KS entscheiden, haben in den seltesten Fällen solche Probleme. O-Ton meiner Chefin welche zwei Kinder per KS auf die Welt brachte: Wer in der heutigen Zeit noch spontan gebärt ist einfach nur blöd.

Na ja, so krass muß man das jetzt nicht sehen und bezeichnen. Kenne allerdings wirklich keine Frau (hatte neulich so ein Gespräch beim Zahnarzt mit der Helferin. Deren O-Ton war: Die sind doch alle masochistisch. Wie kann man sich das heutzutage noch antun!) die dann wirklich ein Problem hat.

Der Rest wird vom Umfeld (genau durch diese Diskussionen) aufgebaut. Oder weshalb sitze ich heute vor meiner Hebamme und frage sie: Was meinst Du, sollte ich es wirklich mal probieren. Glaubst Du wirklich ich verpasse da was im Leben? Ihre Antwort war Nein. Du bist nicht der Typ dafür.
Genau wegen dieser alten Leier von Naturgewalt usw. Keine meiner Omas, meine Mutter oder meine Schwiegermutter, meine Großtanten fanden das ne unheimlich tolle Sache und hätten liebend gerne darauf verzichtet. Moderne Psychologie nenne ich persönlich das. Müßten die Männer die Kinder kriegen, dann gebe es schon längst künstliche Gebärmütter (ok, ich übertreibe;-))

Aber das war ja nicht die Ausgangsfrage des Threads. Insofern lassen wir das mal. Sonst wird es hier wieder ne Grundsatzdiskussion.

Ich bin lediglich auf die Vorteile bzgl. Planbarkeit eingegangen und habe aber auch nicht die Nachteil bezüglich wieder fit sein verschwiegen.

Gruß
Amaia

Beitrag von minnie85 09.02.11 - 17:24 Uhr

Dann bin ich wohl dir große Ausnahme - ich habe mich "ohne mit der Wimper zu zucken" für einen WKS entschieden und es bitter bereut. Bzw, mir eingestanden dass ich es bereue. Nicht, weil es nicht so war, wie ich erwartet habe, es war genauso wie ich erwartet habe. Aber ich habe einfach die massiven Schmerzen unterschätzt und war mir damals auch nicht bewusst, welche Folgerisiken daraus resultieren.
Und Kommentare wie die deiner Chefin zeugen von Unwissenheit oder Ignoranz, je nachdem.

Beitrag von amaia 09.02.11 - 17:40 Uhr

Nicht die "große Ausnahme" aber halt eine Ausnahme. Auch das kommt vor. Genauso wie es auf einmal Frauen nach der ersten Geburt gibt die beschließen, dass ihre Kinder Einzelkinder bleiben, weil das alles so furchtbar war. Auch nicht die Regel.

Man kann doch nicht hingehen und dann sagen, ich kenne so viele Frauen die haben ihre Spontangeburt so bereut, dass sie kein weiteres Kind mehr wollen. Überleg Dir das gut wenn Du nicht willst, dass Dein Kind Einzelkind bleibt.

Ich unterschreibe die Aussage von meiner Chefin jetzt auch nicht. Das ist halt ihre Meinung. Generell gibt es halt eine Korrelation zwischen Alter, Bildungsniveau und sozialem Status der Frau und der Entscheidung zu einem KS. Das ist erwiesen. Da magst Du jetzt auch wieder als Medizinerin die "große" Ausnahme sein.

Aber egal, das verkommt hier zur Grundsatzdiskussion.

Beitrag von nele27 09.02.11 - 21:20 Uhr

***Frauen die sich ohne mit der Wimper zu zucken aus was für Gründen auch immer zum primären KS entscheiden, haben in den seltesten Fällen solche Probleme. ***

Das ist sicher richtig.
Trotzdem - und das habe ich auch nach meiner schweren ersten Geburt gesagt - muss es ja einen Grund geben, dass sich heutzutage nicht 70 oder 80% der Frauen für einen KS entscheiden, sondern die meisten eben vaginal bevorzugen. Die Frauen, die spontan entbinden wollen, sind ja nicht alle maso oder von vorgestern oder bilden sich ein, dass es nicht weh tut.
Es gibt daher - nach meiner Logik - ein Streben nach dem natürlichen Geburtsvorgang.
Daher glaube ich nicht an Deine Theorie, dass alles vom Umfeld eingeredet wird. Ich glaube eher, dass kommt von innen heraus.

Ich bin selbst ein ganz gutes Beispiel. Meine erste Geburt endete äußerst bescheiden, sodass mir ein KS angeboten wurde. Ich war erschöpft nach über 12 Stunden Wehen, hatte hohes Fieber, die Herztöne meines Kindes in astronomischen Höhen.
Hätte ich da nicht dankbar für die moderne Medizin sein müssen, die mich nun erlöst??
War ich aber nicht. Ich habe in meinem Hormonrausch geradezu fanatisch diesen KS abgelehnt. Es wurde eine oben-drücken-unten-ziehen-Geburt, ein ziemliches Gemetzel. Trotzdem bin ich bis heute dankbar, den KS abgeleht zu haben.
Ansonsten bin ich beim Arzt die erste, die nach Schmerzmitteln etc. schreit.
Seltsam, oder? Daher ist für mich klar, dass es eine Art tieferen Sinn im natürlichen Geburtsvorgang geben muss (der wenigstens auch von einigen medizinischen Fakten gestützt wird :-)) - sonst würden nicht so viele Frauen trotz Schmerzen und Problemen eine Spontangeburt haben wollen. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel.

***Keine meiner Omas, meine Mutter oder meine Schwiegermutter, meine Großtanten fanden das ne unheimlich tolle Sache***

Zu den Zeiten war entbinden im Krankenhaus auch ne Komplettkatastrophe. Da hätt ich auch lieber n KS gehabt. Nicht vergleichbar mit heute Meine Mutter hat mir die Story ihrer ersten Geburt (1968) erzählt - nein danke. Kann verstehen, dass sie sich gefreut hat, dass ich in BEL lag und sie damit ne Indikation für den KS bekam. Fand ihn problemlos - obwohl denen damals der Bauch von links nach rechts aufgeschitten wurde und sie drei Wochen kaum stehen konnte. Aber wie gesagt, KH-Entbindung bis in die 80er Jahre hinein waren absolut gruselig.


Meine zweite Geburt war übrigens geradezu ein Spaziergang gegenüber der ersten - da konnte ich dann noch mal das mitnehmen, was ich beim ersten Mal verpasst habe.

LG, Nele
PS: Warum eigentlich keine Grundsatzdiskussion?? Ich schreibe gern mit Leuten, die die Dinge anders sehen als ich :-D

Beitrag von minnie85 09.02.11 - 13:33 Uhr

Hi,
also ich hatte beides und würde allein um des Kindes willen nie wieder den KS wählen. Und gerade wenn du allein für dein Kind sorgen musst, ist der KS nicht gerade super, da du danach einfach erstmal nicht so fit bist. Nach der normalen Geburt dagegen war ich gesund und fit, war 24 Stunden postpartum schon einkaufen!

Und wenn du wirklich ganz allein bist gibt es wohltätige Programme die jungen Müttern helfen (zB mal waschen etc) und auch die Möglichkeit einer Haushaltshilfe.

Beitrag von qrupa 09.02.11 - 13:35 Uhr

Meine Große hab ich per KS bekommen und es hat gut 2 Wochen gedauert bis ich mich nicht mehr bei jeder Bewegung vor Schmerzen gekrümmt habe.

Die zweite Geburt war spontan und ich hab zwar ein paar leichte Verletzungen gehabt, aber im großen udn ganzen konnte ich mich nach zwei Tagen wieder völlig uneingeschränkt normal bewegen und tun was ich wollte.

Beitrag von amaia 09.02.11 - 13:40 Uhr

Habe gerade gesehen Du hast Termin am 25.02. Da könntest Du Dir den KS auf dem 15.2. legen und dann wärst Du eigentlich ab dem 01.03. wieder fit, wenn alles gut verläuft.

Aber wie gesagt. Die Entscheidung liegt bei Dir.

Amaia

Beitrag von muffin357 09.02.11 - 13:44 Uhr

niemals würde ich freiwillig den KS wählen, wenn ich die Wahl hätte...

Bei Julian war ich nach spontaner Geburt nach 2 Tagen wieder zuhause und alles ging wieder einigermassen, klar - erstmal wenig und langsam, aber es ging...

nach dem KS von Nora war alles nur Hölle -- 5 Tage krankenhaus, Schmerzen usw... -- und daheim war lange nicht dran zu denken, dass ich sie alleine hätte versorgen können ....

also in deinem Fall würd ich auf jeden Fall empfehlen, das Kind auf normalem Weg zur Welt zu bringen ...

dass der Kindsvater u.U. dann nicht da ist, ist bedauerlich, -aber kein Grund, eine OP zu planen... du gewinnst nicht wirklich was dabei ...

Beitrag von nadine1013 09.02.11 - 14:00 Uhr

Ich würde immer eine normale Geburt vorziehen. Bei meiner Tochter ging es mir danach blendend.

Und einen KS nur der besseren Planung wegen machen zu wollen finde ich einigermaßen zweifelhaft.

Beitrag von findus-mama 09.02.11 - 14:09 Uhr

Ich würde immer einen KS vorziehen,

LG

Beitrag von asturis 09.02.11 - 15:48 Uhr

hm, und darf ich fragen weshalb?

Beitrag von uvd 09.02.11 - 14:28 Uhr

geburtsbegleitungen machen doulas (http://www.doulas-in-deutschland.de) und manche hebammen.

um den haushalt kann sich eine haushaltshilfe kümmern.
anträge gibts bei der krankenkasse.

ein KS ist eine große, schwere OP. es ist nicht zu erwarten, daß du danach fit sein wirst (auch wenn es manchmal vorkommt).

die wahrscheinlichkeiten, nach einer normalen geburt fit zu sein, sind ungleich höher, denn im normalfall, bei guter geburtshilfe, geht man aus einer geburt unverletzt hervor. vom geburtserlebnis ganz zu schweigen oder von den möglichen startschwierigkeiten für dein kind, wenn es bei einem KS ohne vorwarnung herausgerissen wird.

nur aufgrund terminlicher schwierigkeiten würde ich mich nicht aufschneiden lassen.

hast du schon mal über eine hausgeburt nachgedacht?
da brauchst du nicht mal aus dem haus zu gehen, die hebamme macht die vorsorge bei dir zuhause, kommt täglich vorbei, um nach dir und dem kind zu sehen.
eine haushaltshilfe wäscht deine wäsche und kocht dir dein essen und du hast zeit für dich und dein kind, ohne auf post-operative probleme rücksicht nehmen zu müssen.

Beitrag von lebenslichter 09.02.11 - 14:40 Uhr

Hallo,

ich hatte sowohl KS als auch spontane Geburt und habe mich nach letzerer sehr schnell wieder fit gefühlt, nach ca. 1 Tag war alles wieder normal. Beim KS hatte ich wochenlang Schmerzen. Natürlich kann auch eine spontane Geburt "danebengehen", aber nach einem KS bist du definitiv erstmal ein paar Tage außer Gefecht. Wenn du niemanden hast und es treten nach der Geburt Probleme auf, hast du Anspruch auf eine (Familien-)Hebamme, oder du schaust mal hier bei www.wellcome-online.de Das sind Ehrenamtliche, die ganz praktisch helfen, wenn junge Mütter sonst niemanden haben.
Es kann sein, dass gerade durch den KS Probleme beim Kind auftreten, während sie bei einer spontanen Geburt nicht vorgefallen wären. Ich würde dir auf jeden Fall zu einer spontanen Geburt raten.

Lg,
Lebenslicht

Beitrag von nele27 09.02.11 - 15:34 Uhr

Hallo!

Ich hatte eine schwere erste Geburt, würde aber trotzdem keinen KS wählen. Abgesehen davon, dass es für das Kind besser ist spontan zu kommen, besteht ja immerhin die Möglichkeit, dass Du unverletzt aus der Nummer rauskommst :-) Beim KS ist das nicht der Fall. Abgesehen vom Geburtserlebnis, dass ja nicht nur aus Schmerzen besteht, sondern auch unvergleichlich schöne Momente hat - die Du Dir dann nicht zugestehst. Wär doch schade, oder? Ich hatte diese Momente trotz echt besch******* erster Geburt (die zweite war dann viel leichter).

Ich verstehe, dass Dich diese Deadline 1.3. verrückt macht - es ist normal und überhaupt nicht blöd, dass Du Angst hast #liebdrueck Ich würde aber eher in eine andere Richtung ansetzen mit den Überlegungen, nämlich, wie Du im Worst Case Hilfe bekommen kannst.

- Bei der Versorgung des Haushalts kannst Du über die Krankenkasse Unterstützung bekommen. Die Haushaltshilfe kann zB auch eine Freundin sein, die von der KK dann bezahlt wird.

- 10 Tage lang kommt die Nachsorgehebamme ins Haus, sie ist für alle Fragen offen und da kann man sich auch mal ausheulen, wenn etwas ist (hab ich mal gemacht #hicks). Sie hilft beim Stillen und schaut nach dem Baby.

Allein bist Dun also nicht, vll hast Du auch noch eine Freundin, die mal vorbeischaut wenns brennt?
Naja, und vielleicht kommt das Baby ja eh früher - ich wünsche es Dir!

LG, Nele

Beitrag von widowwadman 09.02.11 - 16:13 Uhr

Wie kommst du auf das schmale Brett, dass man bei einer KS keine schoenen Momente hat?

Beitrag von nele27 09.02.11 - 20:47 Uhr

Sicher, wenn das Kind dann da ist.
Aber ich sprach von schönen Momenten WÄHREND der Geburt und davon kriegt man beim KS ja nichts mit, weil betäubt und in OP-Klamotten auf dem Rücklen liegend #kratz

Oder welche Momente meinst Du? Klär mich auf!