Kindergartenwechsel - ja/nein - was meint Ihr?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von uli691 09.02.11 - 13:05 Uhr

Hallo,

Hannes ist seit September letzten Jahres in Kindergarten bei uns im Ort. Wir haben hier drei Kindergärten - einen total gefragten integrativen und zwei "Normale". Bei den Integrativen null Chancen reinzukommen - bei unserem jetzigen bin ich auch zwei Jahre auf der Warteliste gestanden. Der Dritte ist das Auffangbecken für alle anderen, die sonst nirgends untergekommen sind.

Fand den (vorher) echt toll. Super-schönes großes Außengelände, Gruppenkonzept, usw. usw.

Nun ist es so, dass Hannes dort ist. Wie ich aber feststellen musste, ist es dort gar nicht so toll. Wahnsinnig hoher Ausländeranteil (bitte, hab nix gegen Ausländer, aber dort herrscht so ein Förderwahn für diese kaum deutschsprechenden Kinder, das für "Normalos" überhaupt keine Zeit mehr bleibt), fürs gemeinsame Frühstück bleibt daher keine Zeit (Kind muss selber schauen, wie und wann und ob es überhaupt isst) und fürs Rausgehen haben sie auch keine Zeit mehr (O-Ton). Das Außengelände ist somit zu 99 % verwaist. Selbst bei schönem Wetter hole ich ihn oft von drinnen ab mit der Begründung, sie musste soviel anderes tun und hatten keine Zeit rauszugehen! :-[

Ich habe zuhause dann ein total überdrehtes und dazu noch halbverhungertes Kind! Mittlerweile entwickelt er sich auch schon zu einem Stubenhocker, was er nie war. Wollte immer draußen spielen. Jetzt kommt schon mal, "Ist zu kalt, hat Frau soundso (seine Erzieherin) gesagt.

Gespräche mit Erzieherinnen meinerseits liefen erfolglos - immer die gleiche Leier.

Nun sind wir am Überlegen, Hannes rauszunehmen und in einen tollen Kiga im Nachbarort zu bringen. Wir kennen da die Erzieherinnen persönlich und mein Mann hat mit denen beruflich zu tun. Die legen ganz viel Wert auf Outdooraktivität - also das was uns wichtig ist.

Der einzige Grund warum ich ihn nicht sofort da hinbringe ist der, dass ich ihn halt gerne im Ort integriert wissen möchte, d. h. dass ich halt wollte, dass er auch im Ort Spielkameraden hat.

Nun wissen wir echt nicht, was wir tun sollen. Was meint ihr?

LG

Uli

Beitrag von bunny2204 09.02.11 - 13:11 Uhr

Hallo Uli,

wir haben uns für einen Kiga-Wechsel entschieden. Mein Grosser ging drei Jahre hier im Kiga (nur 50 meter entfernt) und da war die Welt noch okay. In den letzten Jahren hat der Kiga stark nachgelassen nd nach langem überlegen nehmen wir jetzt unseren Sohn (fast 4) raus nd unsere Tochter kommt ab September gleich in den anderen Kiga.

Wir wollten auch, dass sie hier in unserem Ortsteil in Kiga gehen, wegen der Integration, gleich Klassenkameraden kennenlernen. Aber inzwichen ist es so, dass viele in anderer Kindergärten gehen (auch in einer anderen Gemeinde), dass am Ende so viele Kinder in eine Klasse kommen die er gar nicht aus dem Kiga kennt....daher wechseln wir jetzt.

Wir haben gehofft der Kiga wird besser, ich war letztes Jahr im Elternbeirat, aber es bringt alles nichts. ich habe genug davon mir irgendwelche Ausreden anzuhören, warum dieses oder jenes nicht möglich ist....

LG BUNNY #hasi

Beitrag von sanne90 09.02.11 - 13:16 Uhr

Das ist eine gute Frage.... wie geht es eurem Sohn denn im jetzigen Kindergarten? Hat er dort Kindergartenfreunde? Wie weit ist der neue, von euch ausgesuchte Kiga denn von eurem Ort weg? Auch Freundschaften aus den Nachbargemeinden sind nicht schlimm - selbst wenn er wechselt treffen sich Freunde doch meist erst wenn sie Schulkinder sind.... Wo würde er denn später mal zur Schule gehen - also wenn ihr ihn in den neuen Kiga tut, würde er mit den neuen Kindern dann auch zur Schule gehen?


Viele Fragen die sich da auftun....


Bedenke--- den Kiga wo er jetzt ist, fandet ihr vorher auch echt klasse und habt sogar 2 Jahre dafür gewartet - was neues ist auf den ersten Blick immer erst einmal interessant.... bis man richtig hinter die Fassade schauen kann.... Es ist nicht alles gold was glänzt... Wenn es euch jedoch so wichtig ist, das er in den neuen Kiga geht- dann meldet ihn um - wenn es euch gut geht damit, geht es ihm garantiert auch gut mit dem Wechsel #liebdrueck


lg Sanne

Beitrag von laurentine 09.02.11 - 13:18 Uhr

Hallo Uli,
Euer Bauchgefühl sagt ja, also nicht warten sondern handeln.:-D
Im Ort integrieren kannst Du auch anders z.B. Sportverein oder Musikgruppe oder oder ...

Also ich hätte auch gewechselt Du /Ihr wollt das beste ...
Gruß Laurentine #winke

Beitrag von twins 09.02.11 - 13:19 Uhr

Hi Uli,

vergiß diesen Satz

" dass ich ihn halt gerne im Ort integriert wissen möchte," mein Mann hat sich jetzt endlich entschuldigt, nachdem er zwei Jahre deswegen gezögert hat, das wir den Kiga wechseln!!!!

Uns geht es im neuen Kiga (10km entfernt) super gut. Und wenn die Nachbarskinder noch Freunde sind, dann können sie ja auch zu Hause zusammen spielen.

Bei uns ist es schnell auseinander gegangen. Dadurch das die Kids alle verschiedene Kiga-Zeiten haben, dann Sport am Nachmittag, etc. sehen wir diese kaum noch. Den Kindern ist es egal, da sie viele neue Freunde gefunden haben.

Und in der Schule fallen die Würfel eh neu. Da können die dicksten Freunde aus der Nachbarschaft sich auf einmal mit dem Po nicht mehr anschauen...was soll...es geht um Dein Kind und nicht um die anderen.

Grüße
Lisa

Beitrag von mondfluesterin 09.02.11 - 13:40 Uhr

Wir haben einen super KIGA, aber ein anderes Kind kommt aus einem anderen Ort. Die Mutter wird den Jungen wahrscheinl. das letzte Jahr bei sich im Ort in den KIGA gehen lassen - wegen der Kontakte vor der Einschulung. Ich denke auch, dass das größte Problem bei einem Ortswechsel ist. Die Kinder, mit denen sie jetzt spielen, sind in der Regel auch die späteren Klassenkameraden...

Beitrag von sunnylu 09.02.11 - 13:43 Uhr

Hallo Uli,

für mich hört sich das nach Wechsel an!

Wir haben uns auch dafür entschieden, dass unser Sohn nicht in den KIGA am Ort sondern im Nachbarort geht. Hier gab es erst keine U3-Plätze und nun wird Julian zwar jetzt 3 und könnte wechseln, aber es gefällt uns so gut und er ist gut eingewöhnt, dass wir im anderen KIGA bleiben werden.

Die Kontakte zu den "ansässigen" Kindern versuchen wir nachmittags zu fördern. So viele sind das allerdings gar nicht, wir müssten meist sowieso in einen anderen Ortsteil (ist so eine Art Doppel-Ort, ein Teil oben ein Teil unten am Berg: wir unten, KIGA und die meisten Kinder oben).
Auf dem Spielplatz, beim Kinderturnen trifft man sich immer wieder. Zudem habe ich mich mit den Müttern hier angefreundet und wir treffen uns immer wieder mal zum Kaffee.

Ich würde auf das Bauchgefühl hören, das euch zum Wechsel rät!

LG,
Susanne

Beitrag von wemauchimmer 10.02.11 - 08:45 Uhr

Hi Uli,

ich habe leider Eure Konstellation nicht verstanden. Es gibt den einen normalen Kindergarten und den anderen, das "Auffangbecken". Seid Ihr jetzt im ersten oder im zweiten? Warum versucht Ihr es nicht einmal bei dem anderen, örtlichen, nicht-integrativen?
Das mit dem hohen Ausländeranteil ist auf lange Sicht eher ein Vorteil, denn Dein Kind wird in einer Gesellschaft leben, in der eine Mehrheit der Mitmenschen einen Migrationshintergrund hat (sagen die Statistiken). Da ist es gut, wenn es von Anfang an etwas von anderen Sitten und Gebräuchen lernt - springt es später nicht so oft ins Fettnäpfchen.
Daß Eure Erzieherinnen nicht rausgehen, heißt sie sind faul und da kannst Du nichts machen. Ein guter Kindergarten steht und fällt nunmal mit dem Team. Da nützt der tollste Außenbereich nichts (und umgekehrt, ein motiviertes Team kann auch aus bescheidenen Räumlichkeiten was machen). Deshalb würde ich den Wechsel anstreben, außer Du bringst z.B. in Erfahrung, daß die Leitung demnächst wechselt. Du kannst diesbezüglich auch ruhig das Gespräch mit dem Träger suchen.

LG