Mama vermiss dich CLUB

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

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Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von tequila69 09.02.11 - 13:09 Uhr

Hallo


Ich habe den club mama vermiss dich gegründet damit sich alle die ihre mama verloren haben egal wann und wie darüber sprechen können und wie eure kinder damit umgehen das die oma nicht mehr da ist :-( ...in dem club könnt ihr über eure trauer sprechen und evtl gleichgesinnte finden.ohne tabus ...eine schulter zum ausweinen egal wann es ist immer einer da.#herzlich


würde mich freuen wenn ihr zu mir stoßt da mir das letztes jahr auch passiert ist#schmoll

lg #winke

Beitrag von mucki288 09.02.11 - 20:45 Uhr

Auch ich habe letztes Jahr meine Mama verloren. Am 18.2. hat sie ihren 1. Jahrestag....

Mir graut vor dem Tag und auch nach 1 Jahr kann ich noch immer nicht begreifen, dass sie nun für IMMER weg ist und ich sie nie mehr sehen, sprechen, umarmen, etc kann....

Es ist und bleibt schrecklich !

Ich würd mich freuen, wenn ich zu deinem Club dazustoßen könnte...

LG Sabine

Beitrag von sigi78 10.02.11 - 10:01 Uhr

Hallo Tequila!

Bin echt froh, dass du die Initiative ergriffen hast, mir selbst fehlte dazu bis jetzt der Mumm oder was auch immer. Man denkt irgendwie einfach viel zu oft, dass man mit seiner Situation alleine ist oder man will andere nicht mit seinen Problemen zutexten...
Wie funktioniert das jetzt genau mit dem Club??? ich bin keine allzu versierte Chatterin, aber wäre echt froh, mich mit Gleichgesinnten/Betroffenen austauschen zu können...
Meine Mama ist letztes Jahr im Mai gestorben und es kommt einfach immer wieder hoch, was ich auch gut finde, denn ich halte wenig von Verdrängung (hilft meiner Meinung nur in Akut-Situationen wenns nicht anders geht) und ich glaube, langfristig kann man nur mit einer offenen Umgangsweise wieder zurück ins Leben finden!
#kerze Die Zeit heilt keine Wunden, aber sie lehrt uns, mit dem Schmerz und mit der Trauer zu leben!!!#stern
Liebe Grüße
Sigi

Beitrag von sonnenkind1 11.02.11 - 08:04 Uhr

Hallo,

habe jetzt erst den thrad hier gelsen, nachdem ich schon weiter oben meine geschichte erzählt habe.
ich kopiere meine Geschichte mal hier rein.Denn ich habe meine mama erst letzte woche verloren und mir gehts sehr schlecht :-(
Vorab: Bitte sagt mir, wann der ganz ganz schlimme Schmerz, Schocksituation, gelähmtheitsgefühl bei euch besser wurde? wann oder wieviel Wochen danach habt ihr angefangen damit zu leben und im Alltag wieder zurecht zu kommen?

hier meine geschichte was passiert ist:

Meine Mutter ist letzte woche bei einem schweren verkehrsunfall ums Leben gekommen Sie war noch nicht mal so alt (weit unter 60)!
Einfach so und unvorgewahrnt! Keine krankheit die uns vorbereiten liess, NEIN, es war einfach ein Unfall!
das schlimme ist, das ich erst 4 h später per telefon bescheid bekam (da lebte sie noch) und ich ewig ins KH brauchte!
genau in der sekunde wo ich im KH ankam, starb sie.
ich konnte sie nicht mehr lebend sehen,aber ein paar minuten später als sie schon tod war, konnte ich mich von ihr verabschieden.Diese Bilder die ich sah, werde ich nie vergessen.
es war nur 1 sekunde die ein ganzen Leben verändert hat.1 sekunde!
Hätte sie nur einmal mehr den Hund gestreichelt, ein schluck mehr vom kaffee getrunken, einmal mehr.... dann wäre es nicht passiert!

Mache mir auch vorwürfe das ich so spät angerufen wurde und nicht früher im KH sein konnte.aber ich hätte ihr eh nicht mehr helfen können, nur der gedanke, dass sie nicht alleine hätte sterben müssen.
alle sagen mir, es sei wohl Schicksal gewesen, nicht vorher m Kh gewesen zu sein, denn ich hätte vielleicht dann noch schlimmere Bilder gesehen, die ich wirklich nie mehr aus meinem Kopf bekommen würde.
Und laut ärzte war sie ab geschehen des Unfalls zu großer warscheinlichkeit schon gehirntod, hat ab da nicht mehr reagiert, geschweige denn die Augen wieder aufgemacht udn hätte mich nie mehr gehört, auch wenn ich vorher da gewesen wäre.

Meine kleine hat nun diese Oma nicht mehr.
Mich macht das alles unendlich traurig und ich stehe unter Schock!

ich habe gott sein dank noch meinen Bruder/Vater und den ganz alten Opa.
Aber es ist so unendlich schwer für mich, ich fühle mich wie gelähmt und empfinde im moment nix mehr.(ist ja auch erst ein paar tage her)
Meine Kleine und mein Mann geben mir halt.

Wer sowas ähnliches erlebt hat, bitte sagt mir, wann eure ganz schlimme reaktion darauf, also der schock, der riesen Schmerz, besser wurde.

danke fürs "zuhören".