kind schlägt mutter

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von marlenexx 09.02.11 - 14:49 Uhr

hallo,

der sohn meiner freundin bekommt (wie wohl die meisten 4-jährigen) immer mal wieder einen wutanfall, wenn etwas nicht mach seiner nase läuft.

allerdings schlägt er dann immer mehrmals auf seine mutter ein. es scheint einfach so zu sein, dass er sich nicht anders zu helfen weiß.

meine freundin steht dem ganzen eher hilflos gegenüber, v.a. wenn es in der öffentlichkeit passiert oder eben vor anderen, z.b. vor mir. man merkt auch, dass es "an der tagesordnung" ist, also ständig passiert. manchmal murmelt er danach auch ein halbherziges "entschuldigung" - und beim nächsten mal macht er es wieder. nicht vorsätzlich, glaube ich, sondern eben aus der wut heraus.

andere kinder haut er nur ganz selten, glaube ich.
beim vater macht er es auch.

ich kenne das nicht - mein sohn schreit und heult dann lieber.

wie würdet ihr reagieren, wenn ihr diese situation hättet? wie kann meine freundin mit ihrem sohn dieses verhaltensmuster "aufbrechen"?

vielen dank für eure tips! #blume

m.

Beitrag von criseldis2006 09.02.11 - 14:53 Uhr

Hallo,

da sie ja weiß, dass er nach ihr haut, soll sie seine Ärmchen abfangen, festhalten und bestimmt NEIN sagen. Wenn er sich beruhigt hat, soll sie sich mit ihm hinsetzen und ihm ganz bestimmt sagen, dass man so nicht mit seinen Eltern umgeht und dass es nicht schön ist, gehauen zu werden.

So würde ich es machen.

LG Heike

Beitrag von zahnweh 09.02.11 - 14:58 Uhr

Hallo,

meine 3,5 Jahre versucht es auch mal, wenn sie so richtig wütend ist.

1. ich halte ihre Hände fest
2. ich versuche selbst dabei ruhig zu bleiben (während ich ihre Hände fest halte)
3. anschreien darf sie mich. Die Wut muss ja raus.
Erlaubt sind Schreien/mich anschreien, mit dem Fuß aufstampfen, brüllen
nicht erlaubt sind: hauen, treten, spucken, kratzen, beißen
4. ich warte bis der Wutanfall vorüber geht (währenddessen macht sie alles nur noch wütender und kommt sowieso nicht bei ihr an)
5. wenn der größte Wutteil verraucht ist, schaue ich ihr in die Augen und sage ihr bei Blickkontakt, dass
a) sie wütend sein darf (warum sie wütend ist)
b) dass ich sie verstehe
c) dass ich trotzdem bei meiner Haltung bleibe (das Gewünschte nicht gibt, ich das vorige Verhalten nicht in Ordnung fand)
kurze, klare Sätze. BLICKkontakt
6. noch mal ein kurzes Kuscheln. Es ist wieder ok, ich bin nicht mehr sauer, aber Wiederholungstaten sind nicht erwünscht/ich bleibe bei dem Angekündigten.

es wird besser und ihr tut die Verlässlichkeit gut.

Beitrag von claudi2712 09.02.11 - 16:38 Uhr

Die Antwort ist top (find ich)!!! Genauso mache ich es auch und fahre bislang richtig gut damit!

LG
Claudia

Beitrag von cori0815 09.02.11 - 19:58 Uhr

hi m.!

Ich mache es im Grunde ähnlich wie meine Vorrednerinnen: wenn mein Sohn (jetzt gerade 5 J.) nach mir in seiner Wut schlägt, schaffe ich es meist auch, seine Arme vorher aufzufangen oder abzuwehren und ihn festzuhalten.

Ich sage ihm dann SEHR bestimmt (aber nicht laut) so etwas wie "NEIN, ich möchte nicht, dass du mich haust. Du willst ja schließlich auch nicht gehauen werden. Wenn du wütend bist, dann geh raus und schrei deine Wut raus oder box den Rasen, bis er Beulen hat oder ..."

Meist bringe ich ihn dann erstmal aus dem Raum raus, so dass er die Chance hat, sich zu beruhigen. Und das klappt dann auch meist gut. Aber manchmal ist er auch so in Rage, dass er immer wieder versucht, mich zu boxen/hauen. Dann halte ich ihn so lange fest, bis er "zugänglich" wird für meine Erklärungen.

LG
cori