Muss ich Elternzeit beantragen?

Archiv des urbia-Forums Schwangerschaft.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Schwangerschaft

Dein Schwangerschaftstest war positiv und nun ist dein Baby unterwegs? Teile diese aufregende Zeit mit anderen urbia-Müttern. Für wöchentliche Infos zu deiner Schwangerschaft kannst du unseren Schwangerschaftsnewsletter bestellen. 
Kostenlosen Expertenrat erhältst du täglich in unserem Expertenforum "Frag unsere Hebamme".

Beitrag von shorty0202 09.02.11 - 16:20 Uhr

Hallo zusammen!

Ich habe da jetzt mal eine Frage an euch.Irgendwie blicke ich langsam nicht mehr durch!!
Ich bin Friseurin, habe aber seid November ein Beschäftigungsverbot bekommen.Bin aber mitlerweile auch schon im Mutterschutz seid dem 2.2.
Jetzt ist meine Frage:
Ich muss ja nach der Geburt die Elternzeit bei meinem AG beantragen.NUR: da ich nicht mehr in den Betrieb zurück möchte, muss ich das dann überhaupt bei meinem AG beantragen?
Weil eigentlich, wenn ich ja elternzeit beantrage, und nach ca einem Jahr wieder einen teilzeitjob machen möchte, muss ich ja bei meinem AG auch wieder kündigen.Oder er muss es mir genehmigen wo anders zu arbeiten?!Und das wird dann warscheinlich nur in Problemen ausahten.Es geht doch eigentlich in der elternzeit darum, das der AG den Arbeitsplatz frei hält bis nach der Elternzeit oder?
Und ich weiß ja das ich eh nicht mehr dort hin möchte..deswegen frage ich mich ob ich diese elternzeit überhaupt beantragen muss??
Oder wofür ist die elternzeit genau gedacht??
Ich hoffe ihr versteht was ich meine...das ist echt ma alles ein Kram!!Da blickt man irgendwann auch nicht mehr durch!!SCHLIMM!!
Ich sag schonma danke im vorraus:-)
und ich hoffe auf eine antwort :-)
LG

Beitrag von windsbraut69 09.02.11 - 16:23 Uhr

Wenn Du weder kündigst noch Elternzeit beantragst, mußt Du nach dem Mutterschutz wieder arbeiten.
Du hast einen gültigen Vertrag, der für beide Seiten verbindlich ist!

Gruß,

W

Beitrag von shorty0202 09.02.11 - 16:26 Uhr

Ahhh okay...aber wenn ich kündige dann bin ich auch nicht mehr versichert in der zeit usw.
Also ist es sinnvoll einfach die EZ zu beantragen, und wenn ich was anderes nach dem Jahr finde, zu kündigen oder wie??
Danke!! :)

Beitrag von karamalz 09.02.11 - 16:26 Uhr

hi,

elterngeld beantragst du aber schon, oder?

Beitrag von shorty0202 09.02.11 - 16:28 Uhr

Ja eltergeld beantrage ich:-) das werde ich auf 2 jahre dann machen... ;)

Beitrag von netan 09.02.11 - 17:49 Uhr

Elterngeld wird nur während der Elternzeit gezahlt, d.h. wenn du es auf 2 Jahre strecken willst, musst du mindestens 2 Jahre Elternzeit beantragen, soweit ich informiert bin.

Beitrag von netan 09.02.11 - 17:47 Uhr

Hallo,

es wäre meiner Meinung nach, total unvernünftig, keine Elternzeit zu beantragen.

Du kannst doch 2 Jahre Elternzeit beantragen, und nur mal so zur Info, immer während der Elternzeit kannst du bis zu 30 Stunden die Woche auch arbeiten gehen, der Arbeitgeber muss da auch mitspielen, ist gesetzlich geregelt.
Ich beantrag z.B. 2 Jahre Elternzeit und habe aber vor, nach einem Jahr dann stundenweise wieder arbeiten zu gehen. Muss halt nur so 2,3 Monate vorher beim Arbeitgeber bescheid geben, damit die sich drauf einstellen, wann ich in Teilzeit während der Elternzeit wieder komme.

Wenn du keine Elternzeit beantragst und kündigst, dann bist du nicht mehr gesetzlich krankenversichert, was zu deinem Nachteil wäre. Wenn du in Elternzeit bist, bist du nach wie vor normal aber halt beitragsfrei bei deiner Krankenkasse versichert, und dein Kind ist dann bei dir mit familienversichert.

Ich würde auf jeden Fall Elternzeit beantragen, du musst dann ja nicht in den Betrieb zurückkehren, und die Elternzeit ist ja nicht dafür da, dass der Chef dir deinen Arbeitsplatz frei hält...man hat ja auch keinen Anspruch nach der Elternzeit auf die gleiche Stelle, sondern halt eine Vergleichbare.

Bitte informiere dich nochmal vorher richtig, über die Nachteile, wenn du keine Elternzeit beantragst und einfach kündigst.
Wenn du nämlich gekündigt hast und sozusagen "arbeitslos" bist, dann gibt es keine Elternzeit für dich...für das Arbeitsamt bist du dann arbeitslos stehst aber dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung.
Wenn man arbeitslos ist, kann man nirgendwo Elternzeit beantragen, und das hat auch Auswirkungen auf deine Rente, den die Jahre die du in Elternzeit bist, werden da auch angerechnet.

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen.
Gruss
netan

Beitrag von shorty0202 09.02.11 - 21:22 Uhr

Vielen dank erstmal für deine antwort!!
Das hilft mir doch schon viel weiter!! Werde dann die Elternzeit bei meinem AG beantragen.Wusste halt nur nicht genau, ob ich dann überhaupt EZ beantragen muss,wenn ich dort eh nicht zurück gehe.

Aber wie wäre es denn, wenn ich dann nach einem Jahr eine andere stelle finde? dann muss ich bei meinem AG kündigen, mit einhalten der Kündigungsfrist, oder??
Oder könnte ich auch so einen teilzeit Job wo anders anfangen, ohne das mit meinem alten AG zu klären??

Maaaann...bin ich froh das man hier mal eine antwort auf seine frage bekommt.Weiß auch nicht, wo man sich darüber genau informieren kann.Und hier im Internet steht mal so...dann wieder so...da weiß man dann auch irgendwann nich mehr was man glauben soll, und was nicht ;-)

Vielen Dank nochma!!! :-)

Beitrag von netan 10.02.11 - 11:19 Uhr

Hallo,

wenn du in Elternzeit bist und woanders stundenweise arbeiten möchtest,
musst du es mit deinem derzeitigen Arbeitgeber abklären, dieser muss zustimmen.
Wenn du also nach einem Jahr wieder woanders Teilzeit arbeiten möchtest, müsste dein AG zustimmen, wenn du 2 Jahre Elternzeit beantragt hast.

Wenn du nur 1 Jahr beantragst, kannst du glaube ich zum Ende des Elternzeit-Jahres auch kündigen, wenn du dann woanders Teilzeit arbeiten gehen willst.

Kündigen kannst du indem du deine Kündigungsfrist halt ganz normal einhälst.
Schau mal da, unten unter Praxistipp steht es geschrieben.

http://www.rechtslexikon-online.de/Elternzeit.html

Gruss
netan

Beitrag von shorty0202 10.02.11 - 14:09 Uhr

ahh okay:-)

Dann werde ich 2 Jahre Elternzeit bei meinem AG beantragen.Da reicht es doch wenn ich ein Schreiben erstelle, wo drin steht von wann bis wann ich die Elternzeit nehmen werde.Dann Unterschrift vom AG und mir.
Hab ich auch hier im Internet so gelesen das es so ausreichen würde.
Oder muss noch etwas dazu geschrieben werden, was wichtig wäre?

Achja..und die Elternzeit beginnt ja dann nach den 8 wochen Mutterschutz oder?Also angenommen die kleene kommt am 16.03. und dann noch 8 wochen danach wäre der 11.05
dann ab dem 11.05.2011 bis zum 11.05.2013 ja?oder wie schreibt man das?
SORRY das ich soooo viel nachfrage...aber bin echt froh wenn ich ma bescheid weiß!

VIELEN DANK :-)#herzlich

Beitrag von netan 11.02.11 - 08:02 Uhr

Hallo,
Du musst dem Arbeitgeber dann die Geburturkunde vorlegen, und schreibst halt, von wann bis wann du die Elternzeit nimmst, bzw. steht bei mir noch drin, bis wann der Mutterschutz geht. Der Arbeitgeber muss das nicht unterschreiben, du gibst es nur so als Antrag ab.

Ich hatte immer von meinem Arbeitgeber so ein Schreiben bekommen, da trage ich dann nur noch das Geburtsdatum ein.

Wenn das Kind am 16.03. kommen würden, geht der Mutterschutz bis zum 11.05, die Elternzeit fängt dann ab dem 12.05. an, geht aber immer bis zum einem Tag vor dem 1,2..Geburtstag, also wenn du dann 2 Jahre beantragen willst, ist dann der 15.03.2013 der letzte Tag der Elternzeit.
Am 16.03. also am Geburtstag des Kindes musst du dann theoretisch wieder arbeiten gehen.

Es reicht auch, wenn du gleich nach der Geburt die Elternzeit beantragst, die Frist ist 6 Wochen vor antritt, d.h. ja eingentlich bis 2 Wochen nach der Geburt hat man Zeit.
Wenn du Elterngeld beantragen willst, bekommst du dann von deinem Arbeitgeber auch eine Arbeitszeitbestätigung, und eine Verdienstbescheinigung dafür. Den Antrag für das Elterngeld stellt man auch kurz nach der Geburt.

Gruss
netan

Beitrag von netan 11.02.11 - 08:17 Uhr

Also, ich habe nochmal geschaut, habe mir persönlich aufgeschrieben, dass ich die Elternzeit bis spätestens 1 Woche nach Geburt beantragen muss.

Der Antrag sieht so aus :

-------------------------

Name Antragsteller
Adresse

Geb. Datum Antragsteller :
beschäftigt als ( Beruf ) :
Abteilung :

Hiermit beantrage ich Elternzeit gemäß §§ 15 und 16 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes für die Zeit vom _____ bis _______ .

----------------------

( Bei vom trage ich dann den ersten Tag nach Mutteschutz ein, bei dir dann der 12.05, wenn das Kind nicht später kommt, dann verschiebt sich das, wenn es früher kommt, bleibt das Datum so ;
bei bis trage ich dann einen Tag vor vollendung des 2 Geburtstages ein, d.h. wenn Kind am 16.03.11 kommt ist es dann der 15.03.2013 )

Dann steht bei mir noch drin:
---------------------------

Für die Elternzeit sind die Voraussetzungen wie folgt erfüllt :

Entbindungstermin :
Bezug von Erziehungsgeld ab :
Früh - oder Mehrlignsbeburt : ja / nein

Ort, Datum und deine Unterschrift

-----------------------------

Dem Antrag bitte die Geburtsurkunde beifügen. ( Bei meiner Firma reicht denen wohl eine Kopie, bzw. ich schau dann eh persönlich vorbei und die kopieren sich diese ).

Frag doch mal deinen AG, vielleicht habe die auch Mustervordrucke da.

Gruss
netan

Beitrag von shorty0202 11.02.11 - 09:13 Uhr

VIELEN DANK!!!

Ist ja echt lieb von dir das du mir das alles so genau erklärst :)
Also mein AG hat keine Vordrucke.Wir sind auch nur ein kleiner Friseurbetrieb.
Also muss ich es garnicht unterschreiben lassen?das ist dann einfach nur ein Formular für mich und den AG?!
Hab nämlich schon schiss gehabt das sie mir das nicht unterschreiben will...weil wir momentan nicht so das gute Verhältnis zueinander haben.

Dann werde ich es so schreiben wie du es mir geschickt hast.

"Bezug von Erziehungsgeld " ist das das Mutterschaftsgeld im Mutterschutz was man da bekommt?Oder was ist das genau?

LG
#danke

Beitrag von netan 11.02.11 - 10:20 Uhr

Nein, für den Bezug von Mutterschaftsgeld bekommst du eine Woche vor Beginn des Mutterschutzes einen Zettel beim Fraunarzt, den
gibst du bei deiner Krankenkasse ab.

Erziehungsgeld, damit ist das Elterngeld gemeint, also die 65% vom Nettoeinkommen, berechnet nach den letzen 12 Monaten Einkommen vor der Elternzeit. Bekommt man ein Jahr lang, kann es aber auf 2 Jahre splitten, dann gibt es halt pro Monat die Hälfte.

Dein Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, dass du in Elternzeit gehen kannst, da braucht es sozusagen keiner Zustimmung; genauso wie die verpflichtet waren, deine Schwangerschaft dem Gewerbeaufsichtsamt mitzuteilen.

Gruss
netan