Brauche eure Erfahrung

Archiv des urbia-Forums Kinderwunsch.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kinderwunsch

Du möchtest schwanger werden? Hier kannst du Kontakte knüpfen und mit anderen über den Zeitpunkt deines Eisprungs diskutieren. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen und Expertenantworten. Neu: unser Kinderwunsch-Newsletter!

Beitrag von mamutschka2011 09.02.11 - 19:20 Uhr

Hallo Mädels,

ich weiß, es gehört nicht hierher, aaaaber im anderen Forum Geburt und Wochenbett ist nicht wirklich viel los.

Hier sind aber viele Urbinis unterwegs, die Mehrfachmamis sind und mir viell weiterhelfen können.

Meine Freundin hat vor kurzem ihr erstes Baby bekommen. Die Geburt war leider nicht so glücklich.

Egal, jetzt ist die Kleine auf der Welt und statt rosa ist alles tiefschwarz. Sie weint ständig, hat seit 2 Wochen kein Auge zugemacht (ich weiß, das ist nicht wirklich ungewöhnlich..nicht steinigen) aber bei ihr ist es wirklich extrem. Sobald sie die Kleine nicht an der Brust hat, bekommt sie Panikattacken, sie ist völlig hilflos. Sagt man ihr was oder spricht mir ihr , hat sie schon nach 2 min vergessen, dass man überhaupt etwas gesagt hat. Sie sitzt in einem Loch und kommt nicht mehr raus. Sie war auch schon im KH. Dort wurde ihr nicht wirkich geholfen. Sie ist auf Anraten der Hebamme dort hin, die auch keinen Ausweg mehr sah. Dort angekommen hat sie sich nicht getraut zu klingen, wenn es ihr schlecht ging, weil man sie nur belächelt hat und manchmal auch schräg angemacht hat (Natürlich nicht alle, es gab auch wirklich liebe Schwestern, aber leider hat sie sich von den Hausdrachen einschüchteren lassen). Also, saß sie in ihrem Bett und hat die ganze Nacht die Kleine an der Brust gehabt, weil sie panische Angst vor dem Schreien der Kleinen hatte. Sie denkt, dass die Kleine stirbt, wenn sie nicht bei ihr ist. Aber sie braucht dringend Schlaf. Sie ist völlig neben der Spur. Ich kenne das von meinen anderen Frundinnen, aber, nicht in díeser Ausprägung!

Ich hatte ihr geraten viell abzustillen, oder abzupumpen, damit ihr Mann ihr mehr abnehmen kann. Das kam zuerst überhaupt nicht in Frage, da es die einzige Situation ist, in der sie keine Panikattacken hat. (Mir ist der medizinische Begriff Panikattacke wohl bewußt, und bei ihr ist es wirklich schon pathologisch).

Kennt das jemand von euch? Wie kann ich ihr helfen, was kann ich ihr raten. Ich habe keine eigenen Kinder und ich fühle mich nicht wirklich in der Lage, da adäquat zu reagieren. Ich weiß, egentlich die Aufgabe ihres Mannes, aber bei ihm liegen mittlerweile auch die Nerven blank und er reagiert manchmal ziemlich schroff.

An wen können sie sich wenden? Habt ihr irgendwelche Tipps für mich?

Ich danke euch jetzt schon und bitte haut mich nicht, weil ich es hier reingestellt habe.

Liebe Grüße, mamutsch#schmoll

Beitrag von natik82 09.02.11 - 19:37 Uhr

hhhmm das ist echt schwer...
ich habe zwar auch keine Kinder, aber ich versuche mich gerade in deine Position zu versetzen..

1. Ich würde meine Freundin ständig anrufen oder besuchen...und Sachen erzählen, die sie ablenken. Lästern oder so :)
2. ..ihr versuchen klar zu machen, das ihr Baby, wohl das stärkste Baby überhaupt ist, wenn es denn so eine schwere Geburt überlebt hat.
3. Wenn sie schon nach Hause durfte, dann kann's ja nicht so schlimm gewesen sein..und man muss dankbar dafür sein, was man hat, es gibt Schicksale, die viel schlimmer sind. Und so wie ich verstanden habe, ist ihr Baby gesund!
4. Ihre Frust und Nervosität überträgt sich auch auf ihr Baby.
5. Babys schreien nun mal, und sie soll dieses Schreien, langsam anfangen zu lieben.
6. Das Baby braucht jetzt, Liebe, Ruhe, Wärme, Mamis Entspannung und lachende Eltern!!!

ich weiß sonst auch nicht mehr, wie man deiner Freundin helfen kann..:(

wie lange ist es denn her? Wann hat sie entbunden?

Beitrag von mamutschka2011 09.02.11 - 19:47 Uhr

Hi,

ich danke dir für deine Antwort.

Sie hat vor 2 Wochen entbunden. Die Kleine ist gesund(GSD) und munter. Sie ist letzte Woche schon entlassen worden, aber dann wieder neu aufgenommen worden , da man nicht wusste, was zu Hause passiert. Es wundert mich selbst, dass man sie hat wieder gehen lassen???

Sie ist für kein Argument zugänglich. Ich könnte es genauso gut meiner weißen Wand erzählen.

Du hast vollkommen recht! So sehe ich es auch, aber was ist, wenn die Mutter jetzt depressiv ist und kein Argument mehr zieht.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wo kann man ihr helfen. Ich bin mir sicher, dass sie Medikamente braucht, doch das lehnt sie ab, da sie ja nicht abstillen will, weil genau dann ihre Panikattacke zuschlägt.

Hm, ich bräucht irgendwelche Zentren, die sich damit wirklich auskennen. Aber ich komm nicht so richtig weiter. Was sollen das für Anlaufstellen sein?

Ohje, ich habe genau das gemacht. Ständig anrufen. Aber mittlerweile denke ich, dass sie noch nicht einmal das will. Sie hats ja nach 2 Min wieder vergessen!

Ratlos bin#gruebel

Liebe Grüße, mamutsch#klee#herzlich Und natürlich viel Glück, dass es auch bald bei dir klappt!#klee

Beitrag von belle82 09.02.11 - 19:51 Uhr

Es gibt sehr stark ausgeprägte Wochenbettdepressionen, kenne mich auch nicht damit aus, weiß nur das dies wirklich schlimm sein kann und Hilfebedürftig ist. Am besten googlest du dies mal, vielleicht findest du da ja ne Anlaufstelle.
Lg Belle

Beitrag von mamutschka2011 09.02.11 - 19:58 Uhr

Danke für deine Antwort!

Lieb von dir, hab ich schon gemacht. Das war eine "bitte hier Unwissenheit einsetzten" Stelle mit Psychologen, die aber leider nur einmal bei ihr waren. Ist wohl nix gewesen, sonst wäre sie nicht wieder zu Hause. Hm, Wie hilft man jemanden, der sich nicht helfen lässt. Sehr schwierig.

Ich hoffe, dass viell jemand hier ist, dem es genauso geht und irgendeinen Tipp für mich hat.

Ich danke dir, dass du dir die Zeit genommen hast mir zu helfen. Ich wünsche dir viel Glück beim Kinderwunsch. Bald sind wir auch ss! #verliebt

lg, mamutsch#herzlich

Beitrag von natik82 09.02.11 - 19:56 Uhr

die ärmste!!

mal nachdenken...was sagt ihr Hebamme denn? oder lässt sie diese auch nicht an sich heran..
vielleicht sollte man ihr etwas Zeit lassen..bis sie sich an die neue Situation gewöhnt hat und der Tag so langsam zum Alltag wird!?
Aber eigentlich sollte ihr Mann sich um sie kümmern oder ihre Mutter..Mütter sprechen immer aus Erfahrung und können ihre Töchter ganz schnell und einfach beruhigen und motivieren (in dem meisten Fällen ist es so).
Setze dich mit ihrer Mutter in Verbindung, oder nochmal mit ihrem Mann..
wenn nix hilft schrei sie an, mach sie fertig..bring sie zu heulen, schüttel sie wieder wach...manchmal hlft es Menschen aus ihrem Schock mit einem erneuten Schock zu befreien..es hört sich KRASS an und ganz und gar nicht liebevoll...
aber mehr schaden als der jetzige Zustand ist, wird es nicht...und wenn das deinen wahre Freundin ist, wird sie es dir früher oder später verzeihen und womöglich danken!!

Beitrag von mamutschka2011 09.02.11 - 20:18 Uhr

Hi,

die Hebamme war ja auch ratlos. Hat sie ins KH geschickt. Ich denke, in ein paar Monaten schauen wir zurück und verstehen es nicht. Naja, ich würde sie wirklich gerne mal schütteln und rütteln. Bin aber mom noch zu weit weg. Aber ich denke am Wochenende fahre ich hin und nehm sie mal in den Arm. Am Tele ist man soo machtlos und hilflos!

Ich danke dir für deine Anteilnahme!

Liebe Grüße, mamutsch#herzlich

Beitrag von 2.minifloh 09.02.11 - 19:55 Uhr

Hallo,
ich habe ein 10 Jahre alten Jungen. Es ist normal das sie sich um ihr Kind sorgt. Man wacht in der Nacht nur beim kleinsten Geräusch auf. Aber so wie es bei deiner Freundin klingt, ist es nicht gesund. Und dies tut dem Kind auch nicht gut. Ich würde direkt mal zum Frauenarzt gehen. Ich hatte nach der Geburt keine Wochenbettdepressionen aber ich würde das mal abklären. (Wei auch nicht ob es dies sein kann.) Und geh mit zum Kinderarzt. Wenn sie wieder eine Panikattacke hat kannst du sie dann beruhigen und sie noch mal erinnern was der Arzt gesagt hat. Auf alle Fälle braucht sie Hilfe.
LG und viel Glück#blume

Beitrag von mamutschka2011 09.02.11 - 20:20 Uhr

Das mit dem Kinderarzt ist wirklich eine gute Idee!

Ich fahre am Wochenende mal hin und schau mir das mal aus der Nähe an.

Ich danke dir, für deine Antwort und wünsche dir viel Glück für das Geschwisterchen!#klee#herzlich

lg, mamutsch#verliebt

Beitrag von mikado80 10.02.11 - 08:17 Uhr

wow...

das hört sich verdammt nach Kindbettsdepression an!

Lg Mika:-)