Immer wieder Streitthema: Hilfe des Mannes im Haushalt

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von immerdasselbethema 09.02.11 - 20:44 Uhr

Hallo,

sicher werde ich hier einige kritische Antworten erhalten, aber vielleicht gibt es doch ein paar Teilnehmer/innen, die mich verstehen.....

Folgendes:

Mein Freund u ich sind seit 3 Jahren ein Paar, wohnen seit 2,5 Jahren zusammen in einem Haus und haben eine 14 Monate alte Tochter.

Ich bin eine modern eingestellte Frau, mein Partner eher der altmodische Typ, der mit einigen seiner Einstellungen und Denkweisen noch vor 30 Jahren stehen geblieben ist.

Bevor unser Mäuschen da war, gingen wir beide voll arbeiten und einigten uns auf die gemeinsame Haushaltsbewältigung.... was ich auch selbstverständlich finde, wenn beide arbeiten gehen.

Naja, nun ist es so, dass ich die meiste Zeit wegen unserer Tochter zu Hause bin ( 2 Tage wöchentlich arbeite ich ), und so auch den Haushalt ziemlich allein übernehme, was ja auch vollkommen OK ist.

Allerdings ist, wenn die Kleine gegen 19.30h im Bett ist ( oder allgemein am WE ) , noch einiges an Aufräumarbeit zu erledigen.
Obwohl mein Freund voll arbeitet u ich meist zu Hause bin, finde ICH es auch selbstverständlich , dass der Mann abends noch grad bei diesen Arbeiten hilft, so dass man dann ZUSAMMEN Feierabend hat, und den Abend gemütlich ausklingen lassen kann.

Mein Partner aber scheint das nicht so zu sehen..... wenn das Mäuschen im Bett liegt, und wir zu Abend gegessen haben, gehts für ihn ab aufs Sofa und ich räume noch alles auf, was anfällt.
Er kommt nicht einmal auf die Idee, mich zu fragen, ob er noch was helfen kann ( oder es einfach von allein zu tun ), so dass mir dann meist ein blöder Spruch über die Lippen kommt, den ich mir dann in meiner Enttäuschung einfach nicht verkneifen kann.
Das widerrum kotzt ihn total an und so fängt der Kreislauf an..... dauernd diskutieren wir über dieses Thema, aber am Ende ändert sich nichts.

Seine Mama hat ihm zu Hause immer ALLES abgenommen, er brauchte im Haus NIE was machen.....ist deshalb auch in der Hinsicht vollkommen unselbstständig und nicht in der Lage, nen eigenen Haushalt zu führen. er meint, es wäre nun ein längerer Prozess, das umzustellen----- für mich ist das ne Frage des Wollens und von heute auf morgen machbar ( es geht ja nur um abends ETWAS Hilfe ).

Aber da liegen wir einfach so GARNICHT auf einer Wellenlänge, und streiten uns ständig deswegen, weil er mir ( abends oder am WE ) nichts abnimmt und ich jedes Mal aufs Neue enttäuscht bin.

Ich könnte mich einfach versuchen damit abzufinden, und ( wie seine Mama ) alles allein machen, aber ich bin einfach der Ansicht, dass ein Mann von heute seiner Frau auch im Haushalt EIN WENIG zur Seite stehen sollte, denn die Frau geht ja heute trotz Kinder auch arbeiten.
Das ist ein Geben und ein Nehmen wie bei vielen anderen Dingen in einer Beziehung.

Ist das zu viel verlangt ?
Sollte ich ihn in der Hinsicht so nehmen, wie er ist und mich anpassen oder mehr von ihm erwarten können ?

Danke schonmal für alle Antworten

Gruß

Beitrag von gardens 09.02.11 - 20:51 Uhr

Tja, es ist die Frage,ob sich überhaupt langfristig was ändern kann, in der Richtung die du gern einschlagen möchtest, wenn er es schon anerzogen bekam, dass die Frau den Haushalt zu schmeißen hat#schwitz

Vielleicht muss man sich einfach eingestehen, dass man in dieser Hinsicht unterschiedliche Ansichten hat, anstatt sich Jahre lang daran aufzureiben? Ich kennen das nämlich von einigen Paaren,die wesentlich älter sind als mein Mann und ich,also unsere Elterngeneration.Bei uns ist das zum Glück kein Thema.Mein Mann sieht meistens,was gemacht werden muss, ich muss ihn zum Staub saugen oder Fenster putzen nie auffordern. Kochen und waschen ist nicht sein Talent, ist völlig ok,dafür repariert er bei uns alles und putzt meinen Wagen etc.

Fazit also:Ich denke nicht dass Mann sich in der Hinsicht WIRKLICH ändern wird,wenn der Ruck nicht von ihm selbst kommt!

Beitrag von gh1954 09.02.11 - 21:32 Uhr

Was ist denn abends großartig noch an Aufräumungsarbeiten zu erledigen?

Als ihr beide Vollzeit gearbeitet habt, hat es doch geklappt.
Ich verstehe nicht, warum du jetzt schreibst, er sei in dieser Hinsicht vollkommen unfähig.

Beitrag von immerdasselbethema 09.02.11 - 22:02 Uhr

Hallo,

"Unfähig" ist er, einen Haushalt ALLEIN zu führen, ja, und das war er auch damals schon.

Als wir beide noch voll gearbeitet haben, hatten wir noch kein Kind , dass jeden Abend ein kleines Chaos hinterlässt, dass auch noch beseitigt werden muss.
Alles , was auszuräumen ist, wird auch fleißig ausgeräumt. #schwitz

Es fällt auch nicht JEDEN Abend was an, aber WENN ich mal tagsüber nicht alles weg geschafft habe, weil ich halt auch arbeiten war, oder das Kind schlecht drauf war oder, oder, oder...... dann würde ich mich über etwas Hilfe und einen gemeinsamen Feierabend freuen ( wenn es auch nur "Geschirrspüler ausräumen" ist )

Gruß

Beitrag von josephine2003 10.02.11 - 11:07 Uhr

Dann setz genau da an! Wenn dein Kind alles "fleißig ausräumt " finde einen weg, dass mehr als eine kleine Kiste nicht drin ist und dies aufräumen kann man dann ja auch machen, wenn das Kind noch wach ist - in dem Alter freuen sie sich doch wie ein Schneekönig "mitzuhelfen" selbst wenn sie es gerade mal packen 2 Bauklötzchen in die Kiste zu pfeffern.

An Tagen in denen du voll arbeiten warst denke ich kann man auch drüber reden, dass er noch das ein oder andre mithilft, an Tagen an denen du nur zu Hause warst würde mein Verständnis dafür aber auch fehlen. Ist er denn nach der Arbeit präsent wenn das Kind noch wach ist? Das war bei uns immer Prämisse - dass sich dann nicht auf die Couch gelegt und gechillt wird, sondern erst wenn sie im Bett sind.
Da kann man sich ja auch treffen - in der Zeit in der ER mit dem Kind noch spielt kümmerst du dich um die Sachen die dir mittags liegen geblieben sind, weil "das Kind schlecht drauf war, oder, oder...."

Beitrag von nele27 09.02.11 - 21:42 Uhr

Hi,

was fällt denn abends in euinem Haushalt mit einem Kind noch an, was Du nicht auch tagsüber erledigt haben kannst?? Oder habt Ihr eine Villa?

Wir haben zwei Kinder, ich bin zu Hause. Ich erledige immer alls tagsüber und habe trotzdem noch einiges an Freizeit. Abends nach dem Essen räume ich nur noch den Tisch ab, weil ich abgegessene Teller eklig finde. Alles andere richte ich mir so ein, dass ich es tagsüber schaffe.
Das würde ich Dir auch empfehlen. Ich würde schon nicht wollen, dass mein Mann abends den Feudel schwingt, wenn ich tagsüber dazu Zeit gehabt hätte #kratz

Als mein Mann vor 3 Jahren in Elternzeit war, hat er es genauso gemacht. Da hätte ich mich auch bedankt, wenn ich nach Feierabend noch aufräumen soll #schock

Wenn man krank ist oder andere Schwierigkeiten außer der Reihe hat ists natürlich was anderes.

LG, Nele

Beitrag von immerdasselbethema 09.02.11 - 22:10 Uhr

Hallo,

das ist schon richtig, meistens habe ich auch tagsüber alles erledigt, so dass abends eben nur noch Tisch abdecken, und das kleine Chaos von Mäuschen beseitigen, ansteht.
Das mache ich dann auch noch gerne schnell alleine

Nur ist bei uns nicht jeder Tag gleich , und es gibt eben ( einige wenige ) Abende, an denen ich tagsüber nicht alles weg geschafft habe.

Das ist nicht die Regel..... aber würde ICH Vollzeit arbeiten gehen, und mein Mann nur tageweise und mit Kind zu Hause, würde ich ihm selbstverständlich an solchen Tagen abends schnell helfen, und mit ihm gemeinsam gemütlich aufs Sofa gehen - wie gesagt, ein Geben und ein Nehmen.

Gruß

Beitrag von gh1954 09.02.11 - 22:13 Uhr

Wenn das nur an einigen wenigen Abenden ist, verstehe ich nicht, dss du deinem Mann solche Vorwürfe machst.
Man kann auch mal Dinge liegen lassen und am anderen Tag erledigen.

Beitrag von immerdasselbethema 09.02.11 - 22:26 Uhr

Das stimmt wohl, aber seit einigen Wochen arbeite ich wieder 2 Mal / Woche voll, dadurch verstärkt sich das Thema noch

Gerade an den Tagen ist es nicht so leicht wie VOR der Kinderzeit


Im Übrigen lege ich mich tagsüber an meinen arbeitsfreien Tagen auch nciht auf die faule Haut...... und erwarte dann abends, dass mein Freund mir nach Feierabend noch hilft ... um Gottes Willen

Beitrag von nele27 09.02.11 - 22:16 Uhr

***würde ICH Vollzeit arbeiten gehen, und mein Mann nur tageweise und mit Kind zu Hause, würde ich ihm selbstverständlich an solchen Tagen abends schnell helfen***

Sicher? Da es Dir ja ums Prinzip zu gehen scheint (das lese ich auch den Zeilen heraus, nicht, dass Du es nicht schaffst, sondern, dass Du es nicht einsiehst...) würdest Du sicher denken "Ich arbeite den ganzen Tag und abends soll ich noch..."

Du hast sicherlich mehr Tagesfreizeit als Dein Mann, dann lass ihm doch seinen Feierabend! Er kann sich nicht zwischendurch mal aufs Sofa hauen so wie wir....
Wie gesagt, als ich Vollzeit arbeiten gegangen bin hätte ich auch nur im Notfall mitgeholfen.

Und das kleine Chaos machst Du einfach am nächsten Morgen weg.

Versteh mich nicht falsch, mir sind Muttersöhnchen, die keine Waschmaschine anbekommen ein Greuel. Aber in Deinem Fall halte ich die Aufteilung, dass Du Dich im Großen und Ganzen allein um den Haushalt kümmerst für gerechter, da ihr nur ein Kind habt und offenbar auch kein 2000qm-Anwesen, das gereinigt werden muss.

LG, Nele

Beitrag von claerchen81 09.02.11 - 22:15 Uhr

Hi,

zunächst einmal würde ich gern anmerken, dass mich die vorangegangenen Antworten z.T. ärgern. Kinderbetreuung ist auch Arbeit, nur wird diese nicht bezahlt. Leben zwei Erwachsene in einem Haushalt, machen BEIDE Dreck - also sind auch beide dafür verantwortlich, diese zu entfernen. Und wenn man das Gedankenspiel mal weiter treibt: würde der Herr des Hauses allein leben, müsste er seinen Haushalt auch machen! Allein der Umstand, dass die TE zuhause das Kind betreut, gibt ihrem Partner noch lange nicht das Recht, sich nicht mehr an den allgemeinen Aufgaben zu beteiligen. Ich kriege echt die Krise bei diesen reaktionären Reaktionen!

So, nun Vorschläge für die TE:

- Reden, reden, reden.
- Niemals nörgeln, sachlich argumentieren - er soll nicht "helfen", sondern seinen Anteil an der allgemeinen Arbeit leisten.
- Serviceleistungen für ihn einstellen (Wäsche, seine Dinge wegräumen etc.), das, was er liegen lässt, wandert schlimmstenfalls in einen Müllbeutel.
- Putzfrau auf seine Kosten (das entlastet dich und macht das reine Aufräumen erträglicher).

Tröste dich: ich habe das ganze bereits in der 1. Elternzeit durchgezogen und muss es jetzt wieder machen, weil der Herr es offensichtlich wieder vergessen hat. Ich frage mich immer, warum es klappt, wenn wir beide arbeiten - liegt wahrscheinlich daran, dass die Herren die Kinderbetreuung schwer als "Arbeit" akzeptieren #kratz.

Gruß, C.

Beitrag von nele27 09.02.11 - 22:22 Uhr

***Allein der Umstand, dass die TE zuhause das Kind betreut, gibt ihrem Partner noch lange nicht das Recht, sich nicht mehr an den allgemeinen Aufgaben zu beteiligen.***

Wieso nicht?
Ich war, als das erste Kind klein war, tw. 10 Stunden aus dem Haus. Mein Mann hatte die Wohnung und das Baby als Aufgabe - warum soll ich, wenn er dies locker tagsüber schafft, abends helfen? Dann hätte ich ja nie Feierabend. Er dagegen hatte genug Tagesfreizeit, genau wie ich jetzt auch (weswegen ich auch nie auf die Idee kommen würde, ihm den Haushalt aufzudrücken).
Falls ich 5 Kinder hätte oder der Haushalt auf einem anderen Grund nicht an einem normalen Werktag bis zum Feierabend meines Mannes fertig sein könnte, würde der Rest geteilt. Aber so nicht.

Meine Antwort bezog sich natürlich auf den Haushalt, nicht auf Kinderbetreuung, das war ja hier auch nicht gefragt.
Und zumindest bei meinen Kinder erstreckt sich die Kinderbetreuung nicht auf 10 Stunden nonstop am Tag ohne, dass man den Haushalt erledigen kann und obendrein noch Pausen hat.

LG

Beitrag von immerdasselbethema 09.02.11 - 22:28 Uhr

..... das widerrum kann man nicht pauschalisieren..... jedes Kind ist anders und fordert die Eltern in unterschiedlichem Maße.

Auf die faule Haut lege ich mich tagsüber nicht.

Beitrag von nele27 09.02.11 - 22:35 Uhr

Schläft Dein Kind tagsüber?? Dann könntest Du Dich zB auf die faule Haut legen - und den Haushalt später machen, zur Not mit Kind in der Rückentrage, falls das wirklich den ganzen Tag keine ruhige Minute hat.

Oft ists eine Frage der Organisation. Ich zumindest kenne zwar anstrengende Kinder, aber keines, dass den gesamten Tag weder schläft noch irgendwann mal Ruhe gibt und z.B. so spielt, dass man nebenbei was anderes machen kann.

LG

Beitrag von claerchen81 10.02.11 - 21:15 Uhr

Hi,

sehe ich anders. Ich bin aber offensichtlich auch so furchtbar unorganisiert, denn hier sind abends auch Restarbeiten zu machen (Wäsche, Müll, rumfliegende Spielsachen), nachdem beide Racker im Bett sind.

Mal anders herum: hast du wirklich GAR NICHTS mehr gemacht, wenn du abends von der Arbeit nach Hause gekommen bist? Respekt. Ist mir im Traum nicht eingefallen (habe länger gearbeitet als mein Mann vor unserem 2. Kind, er hat dann natürlich mehr Haushalt und Kind machen müssen, aber ich haben abends geholfen, bis wir beide Feierabend hatten). Auch HH & Kinderbetreuung sind Arbeit, wir haben uns das abends geteilt. Ich würde ihm etwas husten (bzw. ich HABE ihm etwas gehustet #schein), wenn er sich abends nicht mehr beteiligt.

Ich denke, es ist unglaublich vermessen, der TE Faulheit/ mangelnde Organisation zu unterstellen, wenn sie möchte, dass ihr Mann sich abends an den "Restarbeiten" hin und wieder beteiligt. Ich bin auch nicht der Ansicht, dass bezahlte Arbeit anstrengender ist als die unbezahlte Hausarbeit und Kinderbetreuung (ich kenne wahrlich beides). Beide Partner haben ein Recht auf Feierabend. Streng genommen müsste der Mann der TE sie nämlich für ihre Tätigkeit entlohnen, sie wäre also ebenfalls berufstätig. Somit wären sie beide Werktätige (schönes altes Wort ;-)): müsste er sich dann ebenfalls abends nicht mehr beteiligen? Ich denke, das Urteil wäre dann anders ausgefallen.

Gruß, C.

Beitrag von immerdasselbethema 11.02.11 - 15:24 Uhr

Danke erstmal für deine Antworten.

Grundsätzlich muss man ja jedem das Seine lassen - wie zu allem hat auch zu diesem Thema jeder seine eigene Meinung und Einstellung.

Ich bin da eher deiner Meinung, und denke, dass - wenn mal abends noch Arbeit da ist - sie auch GEMEINSAM bewältigt werden sollte.

Viele Frauen, die zu Hause sind, sind immer der Meinung, man solle dem arbeitenden Mann doch seinen Feierabend lassen - schließlich könne sich ja die Frau ihre Zeit selbst einteilen und sich mittags auch noch ausruhen.

Aber auch der Mann hat morgens u mittags seine Pausen.
Und wenn dieser nachmittags nach Hause kommt und Feierabend hat, hat die Frau mit Kind u Haushalt diesen noch LANGE nicht!

Wo ist denn da das Problem für den Mann, sich ab und an mal abends an den Aufräumarbeiten zu beteiligen ?
Ich sehe da keines !!!!

Gruß

Beitrag von nele27 13.02.11 - 15:14 Uhr

**Mal anders herum: hast du wirklich GAR NICHTS mehr gemacht, wenn du abends von der Arbeit nach Hause gekommen bist? ***

Nein, habe ich nicht. Wenn ich nach Hause gekommen bin (gegen 19 Uhr) haben weder mein Mann noch ich was gemacht. Wir haben gegessen, Kind ins Bett gebracht und danach Feierabend gemacht...
Wenn noch etwas rumlag hat er das am nächsten Morgen weggeräumt. Den Abwasch hat er ebenfalls morgens gemacht.
Meist hat er es sogar so hinbekommen, dass am WE auch nichts weiter anfiel (wenn, dann haben wir das zusammen gemacht).

Genau darum geht es mir ja, dass eigentlich gar nicht so viele Restarbeiten anfallen können mit Kind und einer 3- oder 4- Zimmerwohnung.

LG, Nele

Beitrag von gh1954 09.02.11 - 22:22 Uhr

Du bist entweder eine faule Socke oder eine Prinzipienreiterin.

Man betreut nicht ununterbrochen ein Kind.

Vielleicht stellt er dann seine "Serviceleistungen" für dich ein.. ach nein, er ist ja aus der ersten Elternzeit schon gut dressiert.

Es ging hierbei um allgemeine Haushaltsarbeiten und nicht um das Nachtragen persönlicher Sachen.

Beitrag von nele27 09.02.11 - 22:39 Uhr

***Man betreut nicht ununterbrochen ein Kind.***

Mein Reden. Und man kann Kinderbetreuung und Haushalt miteinander kombinieren.

Das einzige, was ich wirklich problematisch finde ist, wenn das Kind nachts extrem häufig wach wird. Dann geht die Tagesfreizeit mit Schlaf nachholen flöten ... das wäre für meinen Mann ein Grund, Teile meiner Haushaltsaufgaben zu übernehmen. Kam aber zum Glück noch nicht vor. Damals in den 1,5 Jahren als mein Mann zu Hause war auch nicht.

Beitrag von lagefrau78 09.02.11 - 22:36 Uhr

Hallo!

Ich will da gar nichts mehr hinzufügen, dann rege ich mich nur unnötig auf. Insbesondere Deinen ersten Abschnitt möchte ich dick unterstreichen. #pro Ich bin auch immer wieder verwundert über derartige Einstellungen.
Aber das muss ja jeder selbst wissen... #kratz

Viele Grüße!

Beitrag von october 09.02.11 - 22:47 Uhr

Hallo,

>>Und wenn man das Gedankenspiel mal weiter treibt: würde der Herr des Hauses allein leben, müsste er seinen Haushalt auch machen!<<

Würde die Frau des Hauses allein leben, müsste sie ihren Lebensunterhalt alleine finanzieren.

Das ist doch das, was eine Partnerschaft ausmacht, dass man gemeinsam sich die Dinge des Lebens erleichtert. Die Frau kann ohne finanzielle Sorgen ihr Kind betreuen, der Mann genießt die Vorteile, dass die Frau ihm den Haushalt abnimmt. Man teilt halt die Anteile auf, einige entscheiden sich halt (zeitweise) für 100% Einkommen und 100% Haushalt.

LG Annika

Beitrag von nele27 09.02.11 - 22:51 Uhr

So sieht das aus #pro

Ok, da die TE ja auch 2 Tage arbeitet, müsste sie ihren Anteil an der Hausarbeit noch etwas reduzieren und der Mann eine Aufgabe bekommen :-) Also wenn man es ganz genau haben will.

ABer ich vermute mal, der HH ist an 3 Tagen die Woche auch gut hinzukriegen, denn sie hat ja keine ganze Horde Kinder.

LG, Nele
die alle Modelle schon durch hat von der Alleinverdienerin bis zur Hausfrau :-)

Beitrag von october 09.02.11 - 22:56 Uhr

Aber ich gehe mal davon aus, dass der Mann sich nicht nur auf die faule Haut legt... gibt doch ganz viele Männeraufgaben, die Frau gerne abgibt, wie schwere Einkaufskisten hochtragen, Autodinge u.ä. Bei einem Haus fallen ja noch viel mehr "Männeraufgaben" an.
Gibt doch auch noch das Wochenende, an dem sich der Mann ausgiebig einbringen kann.

LG Annika
die alles alleine macht, Geld verdienen, Haushalt und Kind

Beitrag von nele27 09.02.11 - 23:08 Uhr

Das denke ich auch, darüber hat die TE ja leider nichts geschrieben. Ich denke auch, zuviel Prinzipienreiterei und Aufrechnen ("ich arbeite auch x Stunden, also musst Du...") bringt einen eh nicht weiter. Weil die Menschen schon nicht exakt gleich leistungsfähig sind.

Ich würde an ihrer Stelle so organisieren, dass ich es schaffe. Und dem Mann lieber die Gelegenheit geben, was mit dem Kind zu machen in seiner Freizeit als den Haushalt. Das ist wichtiger.

So - jetzt muss ich aber ins Bett. Sonst fällt meine Tagesfreizeit morgen noch der Müdigkeit zum Opfer :-)

Beitrag von badguy 09.02.11 - 23:36 Uhr

Wie definierst du Partnerschaft? Bedeutet Partnerschaft für dich, es sich auf die Kraft des anderen gut gehen zu lassen?

Grundsätzlich denke ich, dass der eine daheim, der andere auf der Arbeit ist. Was abends noch an Arbeit anfällt, teilt man sich. Mit anfällt meine ich aber nicht, was den Tag über liegen geblieben ist.

Deine Vergleiche hinken von vorne bis hinten:

- Lebt der Herr, wie du so schön schreibst, alleine, richtig, muss er sich seinen Dreck auch selbst wegsorgen. Dann aber muss sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen!

- Serviceleistungen für ihn einzustellen, bedeutet gleichzeitig, dass seine Zahlungen in den Familienhaushalt gekürzt werden.

- Putzfrau auf seine Kosten bedeutet, dass sie dann wieder arbeiten gehen darf.

Nur weil man daheim ist, heißt das nicht, dass man die Füße hochlegt.

Wenn ich einen freien Tag habe, ist der Haushalt von vorne bis hinten erledigt, da braucht meine Frau nichts zu erledigen, null, nada, niente und ihr Junior ist auch versorgt. Alles andere finde ich zum Schämen.

Am Wochenende, da bin ich absolut bei dir, da sind beide daheim, da wird die Arbeit zusammen erledigt.

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