Habt ihr Euch schon mal Gedanken gemacht, was wäre, wenn

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ceebee272 09.02.11 - 21:51 Uhr

euer Partner plötzlich stirbt?

Hallo zusammen,
von meiner Freundin ist der Mann plötzlich und unerwartet gestorben mit Mitte 40. Sie und die Kinder konnten sich nicht verabschieden, es war nicht abzusehen, am Mittag lag er tot in der Wohnung. ENDE...
Ich bin so geschockt und dabei ist mir klar geworden, dass ich selber auch keine Ahnung hätte, wie mein Partner gern beerdigt werden würde. Feuer- oder Erdbestattung, eine Feier im kleinen Kreis etc. Wir haben bislang nie über dieses Thema gesprochen. Man geht ja davon aus, dass man noch viele gemeinsame Jahre zusammen erleben darf! Und dann das... Ich habe mir nun vorgenommen, meinen beiden je einen Brief zu schreiben, in dem ich ihnen erzähle, wie glücklich sie mich machen und wie froh ich bin mit ihnen zusammen sein zu dürfen. Ich werde unserem Kind von früher erzählen und davon, dass ich zum glücklichsten Menschen wurde, als ich es zum ersten Mal im Arm hielt... Wisst ihr was ich meine? Ich fände es schrecklich einfach so gehen zu müssen, ohne Abschied, ohne letztes Wort...
Ceebee

Beitrag von sillysilly 09.02.11 - 21:53 Uhr

Hallo

ich bin schon jemand der sich Gedanken macht.

Laße mich im Alltag nicht davon beeinflussen aber der Gedanke ist da

Ich habe
eine Patientenverfügung was ich will und was ich nicht will

für jedes Kind führe ich ein Baby-Tagebucht seit der Geburt, schreibe immer wieder alles auf, Erlebnisse ect. klebe Fotos ein.

und ich schreibe an jedes meiner Kinder, meinen Mann so alle halbe Jahr einen Brief


Grüße Silly
mein Vater ist verstorben als ich 6 Jahre alt war, weiß also wie schnell sich alles ändern kann

Beitrag von urmel_hh 09.02.11 - 21:57 Uhr

Hallo,

also ich habe jetzt keine Briefe für unsere Kinder geschrieben aber wir haben eine General- und Vorsorgevollmacht und ein Testament.

Dort sind alle Dinge geregelt, unter anderem ist abgesichert wer die Jungs bekommt, wenn uns was passiert und wer die Vermögenssorge für Beide hat.
Außerdem haben wir ein Berliner Testament, dass die Kinder beim Haus ausschließt wenn einem von uns Beiden etwas passiert.

Und wie wir unsere Beerdigung "wünschen" haben wir in diesem Zusammenhang auch besprochen!

So und jetzt, wo alles geregelt ist, können wir ewig leben ;-)

lg urmel_hh

Beitrag von valeska1979 09.02.11 - 22:06 Uhr

Hallo,

ja, wir sprechen offen über dieses Thema.
Ich weiß von allen in meiner Familie, wie sie gerne bestattet werden möchten. Auch in welchem Rahmen und mit welcher Musik.

Für uns ist das kein Thema was "verschwiegen" wird.
Wir sind eine sehr gläubige Familie und glauben daran, dass auch der Tod (wie schwer und unverhofft und traurig für die Hinterbliebenen) kein Ende bedeutet. Nur den von der Erde.

Mein Sohn (fast 7Jahre) besuchen häufig das Grab meiner Großeltern.
Ich rede ganz offen mit meinem Sohn darüber. Wenn er fragt, wie die Menschen in der Erde "liegen" bekommt er eine ehrliche Antwort.

Am Sonntag waren wir wieder am Grab. Da meinte er, dass er NICHT verbrannt werden möchte, sondern einen "schicken" bunten Sarg haben möchte.
Natürlich schnürt es einem in dem Moment den Hals zu, weil man sich gar nicht ausmalen möchte, dass sein eigenes Kind vor einem sterben kann.

Aber möglich ist leider alles.

Und natürlich würde er (jetzt wo ich das weiß) nicht verbrannt werden und einen bunten Sarg bekommen.

Liebe Grüße


Beitrag von julia222 09.02.11 - 22:08 Uhr

Ganz ehrlich?
Ja, darüber mache ich mir ständig gedanken.
Auch weiß ich, wie mein Partner beerdigt werden möchte.
Ebenso wie du habe ich schon an diese Briefaktion gedacht.
Ob das alles so "normal" ist, weiß ich nicht...(Stichwort Angststörung etc)

Beitrag von gingerbun 09.02.11 - 22:15 Uhr

Nein über soetwas denke ich ehrlich gesagt nicht nach da mir das nicht passieren wird. Klingt arrogant aber ich seh das so. Wenn doch, wäre das natürlich eine Katastrophe. Das einzig "Gute" daran wäre (wenn man das so sagen kann) dass wir abgesichert wären.
Mir tut es übrigens sehr leid für Deine Freundin und die Kinder. Das ist zweifelsohne furchtbar.
Gruß!
Britta

Beitrag von schwarzesetwas 09.02.11 - 22:15 Uhr

Wir reden öfter mal drüber.
Gerade weil ich schon sehr früh Halbwaise wurde.

Allerdings gibt es kein Vermögen, es wäre sowieso alles geklärt. Deswegen NOCH kein Testament.

Lg,
SE

Beitrag von anyca 09.02.11 - 22:34 Uhr

Briefe geschrieben haben wir nicht, aber ich weiß zumindest, auf welchem Friedhof mein Partner mal beerdigt werden möchte und z.B. auch seine Haltung zum Thema Organspende. Risikolebensversicherungen haben wir abgeschlossen, sobald ich schwanger war.

Beitrag von schullek 09.02.11 - 23:03 Uhr

hallo,

mein vater war 36, ich 14 und meine schwester wenige jahre jünger als er plötzlich starb.
mein abschied von ihm: am abend bevor er für eine woche wegfuhr mit einer umarmung.
meine schwester und ich waren ja nun keine kleinkinder mehr und wir wussetn, wir sehr er uns geliebt hat. wir hatten ein harmonisches familienleben. es gab nicht, was mir in dieser hinsicht danach auf der seele gelegen hätte.
aber dieses plötzliche ist schon furchtbar. im einen moment noch da, alles glücklich, im nächsten moment weg udn eine familie am boden. sowas erwartet man nicht.
deshalb : ja. ich denke über solche dinge nach.

lg

Beitrag von mupfelfischi 10.02.11 - 01:02 Uhr

Hallo Ceebee
Das tut mir sehr leid für deine Freundin! Schicke ihr Kraft!
Meine Familie und ich reden häufiger über das Thema, da wir schon oft an der Schwelle zum Tot standen! Wir haben alle eine Patientenverfügung, Testament, Lebensversicherungen, Organspendeausweise! Auch für unsere Tochter haben wir einen! Wir wissen wie der andere Bestattet werden möchte und das alles! Für meine Tochter hab ich Fotoalben angelegt (viele), und ich führe so eine art Tagebuch wo cih die wichtigsten und stolzestens Momente festhalte! Briefe hab ich keine geschrieben. Aber in ihren Fotoalben stehen überall so kleine Anekdoten drin! Z.b Wie stolz ich auf sie bin, wie sehr ich sie liebe! All das was mal wichtig ist wenn ich es ihr nicht mehr selber sagen kann! Oder welche Eigenschaften sie von wem hat, etc...
Ich finde es sehr wichtig das man auch über den Tot spricht. Ich sage ihr jeden Tag das ich sie Liebe und drücke sie ganz fest!

Schreibe diese Briefe an deine Beiden! Und regel alles, das sie abgesichert sind! Wenn der schlimmste Fall eintritt hast du alles geregelt und deine Lieben werden es dir danken!
Aber so nicht mehr so viel drüber nachdenken lebe dein Leben und geniesse die kostbare Zeit!
Lg Mupfelfischi

Beitrag von loonis 10.02.11 - 08:46 Uhr




Ja ,haben wir.
Mein Vater starb mit 38 Jahren....einfach so....auf dem Fußballplatz ...
an einem Samstag ,Infarkt....ohne Vorerkrankung...
Ich war damals 16 J. ,mein Bruder 10 ....
Ich weiss wie schnell es zu Ende sein kann...

LG Kerstin

Beitrag von frau_e_aus_b 10.02.11 - 09:51 Uhr

Hallo...

mein Mann und ich haben darüber schon öfters geredet. Grade wo es im Raum stand, dasd er evtl nach Afghanistan muss (musste er dann aber zum Glück nicht, da er kurz vorher versetzt wurde).

Wir wollen beide verbrannt werden und dann eine Seebestattung oder in einem Friedwald.
Wir wollen beide keine Beisetzung auf einem Friedhof, weil wir beide keinem "zumuten" wollen unser Grab zu pflegen.
Ich hoffe das dieser Wunsch - sollte es sein dass wir beide zeitgleich sterben- erfüllt wird.
Seine Eltern sind nämlich absoulut dagegen und haben auch schon mehrmals kund getan, diesen Wunsch nicht zu akzeptieren.

Ebenso wollen wir beide noch eine Patientenverfügung machen, wir haben zwar die gleichen Ansichten was lebenserhaltende Maßnahmen, Wiederbelebung etc betrifft, aber man weiß ja nie was so passiert.

LG
Steffi

Beitrag von h-m 10.02.11 - 11:23 Uhr

Ich habe keinen Partner.

Über meinen eigenen Tod denke ich schon ab und an nach.

Ich habe ein Testament und eine Risikolebensversicherung zugunsten meiner Tochter.

Ich besitze einen Organspendeausweis, aber keine Patientenverfügung.

Meine Ansicht zum Thema lebenserhaltende Maßnahmen sowie meine Wünsche für Beerdigung und Grab habe ich allen kundgetan, aber nirgends schriftlich fixiert.

Beitrag von schneutzerfrau 10.02.11 - 11:48 Uhr

Hallo

ich habe vor ca 2 wochen davon erfahren das meine alte Schulkammeradin mit 30 Jahren verstarb.... hatte sie zeit sich zu verabschieden, alles zu klären und für sich frieden zu finden ? ich weiß es nicht aber ich wünsche es ihr.Sie hat 3 Jungs zwischen 4 Jahren und 2 Monaten hinterlassen.... die verhältnisse kenne ich auch nicht (wie die kinder versorgt sind) da wir keinen kontakt mehr hatten nach der grundschule aber es hat mich unendlich traurig gemacht .............

ich habe für beide meiner Mädels ein Buch, in dieses Buch schreibe ich ca 4 - 6 mal im Jahr einen langen brief mit entwicklungsphasen, witzigen, komischen aber auch alltäglichen sachen. Ich schreibe ihnen was ich fühle und denke und wie sie sind. So haben sie eine erinnerung an diese zeit heute...................und im falle eines falles ein andenken an ihre mama..... obwohl ich es ihnen natürlich lieber persönlich geben möchte :-)

Lg sabrina

Beitrag von clementine80 10.02.11 - 12:10 Uhr

Das tut mir sehr leid für deine Freundin und ihre Kinder, wie schrecklich! Ich wünsche ihr sehr viel Kraft!!!

Erst gestern habe ich mit meinem Mann darüber gesprochen wie er gerne beerdigt werden würde. Eigentlich haben wir es nur kurz angesprochen und er ist jemand der sagt: wenn ich tot bin bin ich tot, deshalb ist es mir egal ob Feuer- oder Erdbestattung. Er überlässt alles mir...

Oje, Testament und alles andere was hier so aufgezählt wurde - ich habe keine Ahnung! Naja, wir haben kein Vermögen... bei uns gibt es also nicht viel zu "holen". Diese ganzen anderen Sachen die geschrieben wurden: ich muss mich da echt mal schlau machen, ich bin mit den Themen echt nicht vertraut :-( schlimm, ich weiß...

Das mit den Briefen hab ich mir auch schon mal gedacht. Ich wollte eigentlich zu jedem Geburtstag einen Brief für meine Tochter schreiben, den sie dann allerdings auch nicht bekommt sondern der aufbewahrt wird. Ja, ich denke ich sollte das mal schleunigst nachholen!