Angst vorm Plötzlichen Kindstod

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Beitrag von growny 09.02.11 - 23:00 Uhr

Hallo ihr Lieben!

Ich weiß nicht warum, aber mich verfolgt bei meinem Sohn ständig die Angst vorm Plötzlichen Kindstod...
Er wird morgen 8 Wochen alt, und die Angst immer größer...
Es wird nicht in der Wohnung geraucht, er wurde 6 Wochen voll gestillt (mit abgepumpter Milch im Fläschchen), wir haben einen Angelcare und er ist quietschfidel...
Aber die Angst ist einfach da... Wenn ich nachts an sein Bett geh, weil er einfach schon sehr lange geschlafen hat, er dann ganz ruhig daliegt und am Ende auch noch kalte Händchen hat, steichel ich ihn immer und warte auf Reaktion...

Kennt ihr solche Ängste? Wie geht ihr damit um, bzw. was macht ihr dagegen?
Was kann ich vorbeugend tun? (Kinderzimmre ist auf ca. 18 Grad, die Decke ist mit Deckenhalter befestigt...)
Bis zu welchem Alter ist dies gefährlich?
Hoffe ihr könnt mir weiter helfen?

Beitrag von widowwadman 09.02.11 - 23:02 Uhr

Schmeiss die Deckenhalter weg.

Beitrag von growny 09.02.11 - 23:09 Uhr

wow vielen dank für deinen hilfreichen beitrag... #augen

Beitrag von widowwadman 09.02.11 - 23:31 Uhr

Ich mein das Ernst. Deckenhalter stellen ein Risiko dar, da ein Kind immer noch unter die befestigte Decke rutschen koennen, und dann kaum ne Chance haben sich zu befreien. Gerade wenn du so ne Angst hast, kann ich nicht verstehen dass du die Dinger benutzt

Beitrag von moeriee 09.02.11 - 23:50 Uhr

Warum rollst du denn da die Augen? Sie hat ja doch Recht! Wenn du das Risiko für SIDS senken willst, dann packst du die Decke aus dem Bett und nimmst einen ordentlichen Schlafsack.

Hast du denn noch nie mal eine Broschüre zum Thema "Sichere Schlafumgebung" bekommen? Ich weiß nicht, wie oft ich die schon in die Tonne gefeuert hab', weil ich sie sonst doppelt und dreifach zuhause liegen hätte. Im KKH hab' ich sie mind. 3 mal bekommen, beim KiA schon zweimal und als ich mit Louis im KKH war wegen RS-Virus, habe ich sie auch wieder bekommen. Ich hab' dir mal die Onlineversion rausgekramt: http://www.schlafumgebung.de/Navigation.htm

Beitrag von canadia.und.baby. 09.02.11 - 23:17 Uhr

Wenn du wirklich so ne Angst hast , pack ihn zu dir in schlafzimmer , in einen Schlafsack und lass die decke weg.

Ansonsten mach den Kopf frei und vertraue deinem Kind.
Hör auch soviel darüber zu lesen!

Kopf hoch

Beitrag von moeriee 09.02.11 - 23:18 Uhr

Hi! #winke

Das Thema gab's heute schon mal: http://bit.ly/h0b4s2 Vielleicht findest du da ja ein paar Meinungen und Tipps!

Liebe Grüße #herzlich

Marie mit #baby-Louis (9 Wochen alt) #verliebt

Beitrag von kathyreichs 10.02.11 - 08:05 Uhr

ich hatte auch totale angst davor. die anfangszeit bin ich oft zu meinem kleinen hin, um zu schauen, ob er noch atmet....

der kindstod tritt wohl eher bei jungs im alter von 2 - 4 monaten auf. wenn man nicht raucht, das zimmer um die 18 grad hat, er im schlafsack schläft und sonst im bett nichts rumliegt, was er sich aufs gesicht ziehen kann und er die kleinen bei den eltern schlafen (tut er bei uns nicht) ist das risiko sehr minimiert.

ich fürchte, du kannst nichts gegen deine ängste machen. ich konnte es zumindest nicht. es ist einfach irgendwann besser geworden und wenn er jetzt nachts 10 std am stück schläft, renn ich nicht mehr panisch zu ihm, um zu schauen, ob er blau angelaufen ist....

es wird besser werden #liebdrueck

Beitrag von marzena1978 10.02.11 - 08:12 Uhr

Mein Sohn war nach der Geburt 2 Wochen lang auf der Intensiv unter anderem wegen Atemaussetzer. Als wir dann endlich zu Hause waren war ich richtig irre vor Angst, ich hab die ersten Wochen gar nicht richtig schlafen können, bin immer im Dämmerzustand da gelegen und hab gelauscht ob er atmet und bin zig mal aufgestanden um schauen ob er auch richtig schnauft usw. Du kannst dir sicher vorstellen wie es mir nach einpaar Wochen Schlafentzug ging, ich war fertig und nicht mehr ganz klar im Kopf.:-(
Was mir geholfen hat (falls wieder einer einen tollen Kommentar dazu abgeben möchte, kann es gerne für sich behalten) war beten.#schein Ich habe jeden Abend bevor ich meinen Sohn schlafen gelegt habe gebetet und mache es immer noch. Es beruhigt mich.
Das Risiko eines Babys an plötzlichen Kindstod zu sterben verringert sich je älter die Babys werden, hab ich mal gelesen.

Lg Marzena#winke

Beitrag von lillihund 10.02.11 - 08:28 Uhr

Hallo Du,

ich habe lange überlegt, ob ich Dir schreiben soll. Ich kenne das Thema Ängste nur zu gut.

Aber ich habe mittlerweile verstanden, dass es viel besser ist, im Hier und Jetzt zu sein und jede Sekunde zu genießen. Nachdem mein erstes Kind noch im Mutterleib verstorben ist, habe ich gedacht, ich könnte nie mehr angstfrei leben. Irgend wann wurde mir klar, dass es unzählige Grüne für Ängste gibt, nicht nur im Bezug auf unsere Kinder und ich demnach nie mehr unbefangen und glücklich sein könnte. Ein ganz schlimme Vorstellung. Dann lieber jede Sekunde genießen, in der alles stimmt. Ich bin mir sicher, wir können unser bestes tun, aber letztendlich können wir nichts daran ändern, wenn so etwas passiert.

Unser Mutterinstinkt ist gerade am Anfang sehr alarmiert. Das ist auch gut so. Es ist verständlich, dass er dann auch mal ins Extrem schwappt. Gib Dir noch etwas Zeit, Dich an die neue Situation mit der großen Verantwortung zu gewöhnen. In ein paar Wochen sieht bestimmt alles schon ganz andres aus.

Ich sende Dir liebe Grüße und alles Gute.

Vera

Beitrag von wemauchimmer 10.02.11 - 08:58 Uhr

Hallo Du Liebe,

ja, ich kenne solche Ängste und ich bin der Ansicht, daß das ganz normal ist und zum Elternsein gehört. Es hört ja auch nicht auf, wenn sie größer werden, im Gegenteil. Was meinst Du, was Du erst für Ängste ausstehen mußt, wenn Dein Kind zum ersten mal alleine loszieht usw.
Es ist aber meiner Meinung nach ganz wichtig, für Dich und für Dein Kind, daß Du Dich von diesen Ängsten nicht unterkriegen läßt. Sonst wirst Du so eine Mama, die ihr Kind von jedwegem Risiko fernhalten will und es letztlich total überwacht und einengt. Ein Kind braucht nunmal Platz zum Entfalten und dazu gehört auch, daß es Risiken eingeht, und daß es selbständig handelt.
Daher ist so ein Angelcare für mich ein Schritt in die falsche Richtung. Ich weiß, klingt blöd, was hat ein Angelcare mit alleine losziehen zu tun? Aber der Angelcare bedeutet halt, daß Du Dich von irrationalen Ängsten (Angst vor SIDS, was nunmal bei Kindern ohne Vorbelastung extrem unwahrscheinlich ist) gefangen nehmen läßt.

Ein Kind bekommen bedeutet nun mal auch, daß man das Kind wieder verlieren kann. Und letzten Endes steht es nicht in unserer Macht, dies zu verhindern. Damit müssen wir Eltern leben bzw. leben lernen, gehört neben vielen anderen Dingen leider auch dazu zu dem "Gesamtpaket".
LG

Beitrag von hoffnung2011 10.02.11 - 09:59 Uhr

hi du, SIDS ist eine tolle Sache, um Mamis vollkommen zu verunsichern, stimmts ? Dein Kind kann genauso morgen an eine andere Krankheit sterben, darüber denkt man aber gar nicht nach..?!?!?! SIDS ist glaube ich der erste moment, in dem uns bewußt wird, dass unser Leben und das Leben unserer kinder auch ein Ende haben könnte ?!?!?
Du hast doch in der Schwangerschaft am Anfang verdammt gekämpft (blutungen), solche Kinder sterben einfach nicht so, die sind viel zu hart erkämpft#liebdrueck

Wie gehe ich mit den Ängsten um ? Tue alles dafür, dass du die Risiken minimieren kannst und lol...jetzt ist die Frage...glaube an gott, dass dir sowas nicht passiert#liebdrueck

Ich muss meinen Sohn in seinem Zimmer schlafen lassen und dies noch auf dem Bauch. an sich, toll:-[ wenn ich aber sehe, dass er dadruch zufrieden schläft und es ist gut geht, nehme ich es gerne in Kauf..

Ich glaube, mit eigenen Ängsten umzugehen...dies muss man lernen..

Beitrag von miau2 10.02.11 - 10:13 Uhr

Hi,
weißt du, was ich echt nicht verstehe?

du schreibst hier von einer unheimlichen Angst vor SIDS. OK, ist ja heute nun mal so, dass viele Mütter Angst davor haben.

Und obwohl du schon die Angst hast lässt du dein Kind nicht bei dir schlafen (das Schlafen alleine im Kinderzimmer gilt als Risikofaktor), und zusätzlich baust du noch einen der größten Risikofaktor überhaupt (Bettdecke gilt als einer DER Risikofaktoren überhaupt, auch mit Deckenhaltern) ein.

Warum nicht erst mal alle so einfachen Risikofaktoren beseitigen und dann beruhigt schlafen?

Das verstehe ich überhaupt nicht. Tu doch einfach etwas für die Sicherheit deines Kindes, wenn du dir solche Sorgen machst.

Viele Grüße
Miau2

P.S. wenn ihr nur nicht in der Wohnung, ansonsten aber trotzdem raucht setzt ihr Euer Kind ebenfalls Schadstoffen aus - http://www.netdoktor.de/News/Rauchen-Nikotin-an-der-Klei-1133635.html

Nur für den Fall dass das "in der Wohnung wird nicht geraucht" bedeutet, dass das außerhalb schon der Fall ist.

Beitrag von marthe80 10.02.11 - 17:20 Uhr

Ich kann deine Angst sehr gut nachvollziehen. auch für mich war dieses Thema immer die schlimmste Horrorvision.

Ich würde dir dennoch zwei Tipps geben:
Bettdeckenhalter sind sehr gefährlich, also weg damit! Denn wenn das Kleine mal im Schlaf nach unten robbt und unter die Decke kommt, kann es die Decke nicht mehr wegbekommen, da diese ja befestigt ist! Also ab in den Schlafsack!

Der Angelcare hat mich wirklich sehr beruhigt und tut es auch heute noch. Ich kann erst seitdem wir ihn haben wieder ruhig schlafen. Wir hatten noch keinen Fehlalarm. Wenn du aber dadurch immer noch nicht ruhiger bist, empfehle ich dir einen Erste-Hilfe-Kurs (sowieso empfehlenswert). Dort lernst du, auf Notsituationen zu reagieren. Die Kombi Angelcare + E-H-Kurs wird dich sicherlich noch ruhiger machen.

Vom Argument, das Kind ins Schlafzimmer zu stellen, halte ich persönlich nichts. Ich verstehe auch nicht, wie ich es im Schlaf mitbekommen soll, wenn mein Kind zu atmen aufhört. Klar würde man es würgen, etc.hören, wenn es an erbrochenem würgt, aber bei Atemaussetzer? Da verlasse ich mich lieber auf den Angelcare, ansonsten würde ich die ganze Nacht nur im Bett liegen und horchen, ob es noch atmet.

Und zu guter Letzt: Bleib ganz ruhig und hab ein bisschen Gottvertrauen