Wie wichtig ist Sex in Eurer Ehe? oder Wieviel Sex braucht der Mensch?

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Forum: Liebesleben

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Beitrag von mari2003 10.02.11 - 10:14 Uhr

Hallo zusammen,

Ich lebe mit meiner Frau jetzt 20 Jahre zusammen. Wir haben zwei Kinder 3 und 6 jahre alt.

Trotz vieler Versuche etwas zu ändern haben wir kaum noch Sex. Mittlerweile frage ich mich, welchen Stellenwert Sex überhaupt noch für uns hat.

Freue mich über viele Antworten

Mario

Beitrag von 88lovve 10.02.11 - 10:24 Uhr

guten morgen

also welchen stellenwert er für euch noch hat kann ich dir nicht sagen aber ich möchte nach 20j mit meinem freund trotzdem noch 2-3 mal die woche sex haben....aber bei uns wird es wohl auch weniger werden denn mein freund will nciht sooft wie ich.
obwohl ich meine libido doch als ziemlich normal einstufe.
jetzt haben wir halt diese 2-3mal...aber wenns 5 mal wäre, wäre es noch schöner ;-)
aber jeder ist eben anders und braucht es vll auch nicht sooft wie der partner...man muss eben zusammen das mittelmaß finden.
wie oft habt ihr denn noch sex?

liebe grüsse s

Beitrag von mari2003 10.02.11 - 10:27 Uhr

Ca. 8 mal im Jahr!!

Beitrag von 88lovve 10.02.11 - 10:51 Uhr

ja ok, das ist schon wenig...am besten wäre es mit ihr darüber zu reden, ob sie es denn auch so sieht das es zu wenig ist.
denn wenn es mal mehr war kanne s auch wieder so werden.
klar der alltag holt einen ja leider immer ein...aber man kann auch nach langer zeit wieder frischen wind in die beziehung bringen.
wie wäre es einmal die woche sich immer einen abend für die partnerschaft zu nehmen wenn es machbar ist...da kann man dann reden....schön zusammen essen...vll auch mal weggehen..einfach die liebe wieder aufwachen lassen...neu erleben...dann kommt der rest auch wieder von ganz alleine.

Beitrag von similia.similibus 10.02.11 - 10:35 Uhr

Hallo,
ich glaube, dass es völlig normal ist, dass sich mit Dauer der Beziehung das Sexualleben verändert. Vor allem, wenn kleine Kinder da sind. Ist einer von euch beiden denn wirklich unzufrieden mit dem, was ihr noch habt? Vielleicht ist es auch nur eine Phase, die es zu überstehen gilt?

Und dann kommt es ja auch noch auf die Qualität an. Eine Freundin sagte mal zu mir, dass es ihr nicht so wichtig sei, wie oft sie und ihr Mann Sex miteinander haben aber wenn sie dann miteinander schlafen, sei es einfach fantastisch. Und ich finde es auch viel wichtiger als jede Woche 3 mal Sex zu haben, dass ich, wenn, dann guten Sex habe.

Wenn in eurer Ehe sonst alles stimmt und ihr euch einig seid, ich finde, dann darf es auch mal "Dürre-Perioden" im ehelichen Bett geben, ohne dass man das als Problem betrachten muss.

Alles Gute
simsim

Beitrag von carrie23 10.02.11 - 11:40 Uhr

Du und deine Freundin tut so als würde das eine das andere ausschließen.
Ich kann auch jeden Tag fantastischen Sex haben und ich kann auch einmal monatlich grottenschlechten Sex haben.

Beitrag von similia.similibus 10.02.11 - 12:10 Uhr

Wo habe ich geschrieben, dass das eine das andere ausschließt? #kratz

Beitrag von carrie23 10.02.11 - 13:06 Uhr

Man geht davon aus wenn du das so schreibst, ist einfach so rüber gekommen nichts für Ungut

Beitrag von similia.similibus 10.02.11 - 13:24 Uhr

Hmm...habe ich aber so nicht gemeint! Natürlich kann man auch mehrmals wöchentlich guten Sex haben. Aber es gibt auch Menschen, die haben selten Sex und der ist dann auch noch schlecht - was gar nicht geht. Und da denke ich eben, lieber weniger dafür aber wirklich gut. Wer täglich ein "Sonntagsessen" isst, empfindet dieses Essen dann irgendwann nicht mehr als "Sonntagsessen". Naja - oder irgendwie so meine ich das. #augen;-)

Beitrag von carrie23 10.02.11 - 13:58 Uhr

ja der berühmte Sonntagsbraten oder die Weihnachtsgans...täglich braucht die keiner aber einmal im Monat lauwarme Bohnensuppe geht gar nicht;-)#rofl

Beitrag von cracker 10.02.11 - 10:55 Uhr

Hi
Du wirst zig Antworten bekommen und nie eine allgemeingültige Bestimmung finden. Schlicht weil dieses Thema nicht zu quantifizieren ist. Es ist eine rein beziehungsspezifische Frage. Im Idealfall sehen es die Partner gleich, also zB 5x die Woche oder 1x im Monat.

Beides ist perfekt für die jeweilige Partnerschaft, wenn Beide so fühlen. Sobald aber grosse Bedürfnis-Unterschiede auftauchen, dann wirds schwierig und dann ist die "wie oft-Frage" auch meist auf dem Tisch.

Sexualität muss fliessen. Man kann sie weder quantifizieren noch werten. Sobald man sie in Regelwerke einzupacken versucht, geht es bachab. Es ist wie die Liebe. Die muss frei sein. Sobald Rationalität einkehrt, fliegt sie davon.
Wenn du unzufrieden bist, dann macht sicher mal Sinn, mit deiner Frau auszuloten, wo deine und ihre Bedürfnisse sind. Zahlen von Anderen nützen dir nichts. Die frusten dich wohl eher.

Rede mit ihr. Viel Glück.

Beitrag von michisfrau 10.02.11 - 11:06 Uhr

Hallöle.......#winke

Meine Erfahrung ist das es auch drauf ankommt ob ihr über das Thema Sex unterschiedliche Auffassungen habt!
Ich war 15 Jahre mit jemandem zusammen für den Sex ein eher niedriger Bestandteil in der Beziehung war!
Er war der Meinung einmal im Monat reicht.....mir reichte aber noch nichtmal einmal in der Woche!
Das führte zu Spannungen die sich auf den kompletten Alltag auswirkten und letztlich auch dazu das wir uns trennten!
Wenn aber beide der Meinung sind das wenig Sex ok ist soll es vielleicht funktionieren...,...#kratz

Wir haben in der Beziehung auch oft drüber geredet......aber bei unterschiedlichen Auffassungen nützt auch das irgendwann nix mehr!!


Viel Glück
Mona

Beitrag von gunillina 10.02.11 - 11:21 Uhr

Die Frage lautet: Fehlt euch beiden etwas? Fehlt nur einem von euch etwas? Redet ihr darüber, dass einem/beiden etwas fehlt?

Ich denke, 20 Jahre sind ein Wort. Ich weiss aber auch von Paaren, die nach 20 Jahren noch ein lebhaftes Sexleben haben (manche Menschen können einfach nciht aufhören, davon zu erzählen, auch mit 70 noch nicht...).

Wie viel Sex jeder Mensch braucht bestimmt jeder Mensch selbst. Die Frage (noch eine) lautet dann: Könnt ihr eure Bedürfnisse miteinander vereinbaren?

Alles Liebe

G

Beitrag von lichtchen67 10.02.11 - 11:26 Uhr

Es gibt viele Threads zu dem Thema, hier und auch bei Partnerschaft. Ebenso viele Meinungen dazu gibt es auch.

Natürlich gestaltet jedes Paar sein Sexualleben selber, dem einen reicht was dem anderen nicht reicht und umgekehrt. Der Stellenwert ist unterschiedlich hoch - ideal ist, wenn eben zwei Menschen zusammenfinden, die einen ähnlichen Stellenwert haben.

Ich für mich kann nur sagen, Sex ist für mich in einer Beziehung wichtig. Fehlt er kommt es zu Unzufriedenheiten und Frust, die sich auch auf den Rest der Beziehung und den Umgang miteinander auswirken. Deswegen habe ich dennoch nicht täglich Lust, aber ich kommuniziere mit meinem Partner viel darüber.

Ich habe eine 17 jährige Ehe hinter mir und wir hatten mal mehr mal weniger Sex, mal mehr mal weniger Lust, mal der eine, mal der andere... aber Sex gab es immer, auch mehr als 8 mal im Jahr, aber weniger als 1 mal die Woche. Irgendwo dazwischen. Für mich ist es wichtig, dass ich den anderen, meinen Partner, sexuell begehre und er mich.

Welchen Stellenwert Sex für Euch hat müsst ihr miteinander klären. Es ist im Alltag mit 2 Kindern eben nicht immer einfach hinzukriegen. Aber zu klären. Viel reden und Offenheit hilft auch ein zufriedenstellendes Sexualleben zu haben.

Lichtchen

Beitrag von mari2003 10.02.11 - 11:31 Uhr

Vielen Dank für Eure Antworten, die natürlich wieder jede Menge neuer Fragen aufwerfen.

Also es ist so, das unsere Beziehung noch nie die Leidenschaftlichste gewesen ist. Die Gründe hierfür sind in den letzten Jahren auch schon ziemlich durchgekaut worden.
Letzlich ist es so, das ich ein erheblich höheres Sexualverlangen habe, als meine Frau. Da sich an dieser Situation aber nicht ändern lässt, wir aber in unserer Beziehung zusammenbleiben wollen, habe ich mich im laufe der Zeit ins unvermeidliche gefügt.

Da ich bisher wenig bis gar keine Vergleichsmöglichkeiten habe und meine Frau der Meinung ist 8 mal im Jahr wäre schon mehr als ausreichend, habe ich mich gefragt ob das so normal ist. Dann wäre ich ja ein Sexmonster!!!

Darüber wollte ich mal Klarheit haben um mich auch besser in meiner Beziehung einsortieren zu können.

Liebe Grüsse
Mario

Beitrag von michisfrau 10.02.11 - 11:38 Uhr

Hey du Sexmonster.......:-p

Ich hatte das in meiner Beziehung auch......ich kam mir vor wie eine läufige Hündin!!!!

Ich muss dir aber auch sagen wenn man immer seine Bedürfnisse dem Partner zuliebe hintenanstellt führt das irgendwann zu einer Frustreaktion und dann ist man nicht mehr sich selber!
Ich hätte zum Schluss den Postboten anfallen können und ich denke das fremdgehn wäre auch nicht mehr weitentfernt geblieben.....da bin ich ehrlich drin!
Und sorry......aber für mich wäre 8 mal im Jahr lächerlich!!!

LG

Beitrag von lichtchen67 10.02.11 - 11:41 Uhr

Ich habe einen Freund, dem es ähnlich geht in seiner Ehe. Er möchte öfter als 4 mal im Jahr Sex - seine Frau reagiert nur mit Vorwürfen und betitelt ihn als unnormal. Schlimm. der tut mir immer so leid, im Laufe der langen Ehe glaubt er auch noch, dass er der Unnormale sei....

Ein Sexmonster bist Du sicher nicht, Du hast eben andere Bedürfnisse als Deine Frau. Für Deine Frau ist es ausreichend, für Dich nicht. Du fügst Dich ins Unvermeidliche.... das ist dauerhaft nie gut.


Lichtchen

Beitrag von mayabea29 11.02.11 - 22:12 Uhr

mein Mann würde mir was pfeifen, wenn wir nur 8 mal im Jahr Sex hätten...
daran ist unteranderem seine erste Ehe gescheitert....
mehr oder weniger durch Liebesentzug....

und as würde ich bei Dir auch so sehen...es ist schon ein gwisser Liebesentzug und ich finde irgendwo bildet Ihr da nur eine Zweckgemeinschaft.....

wie ist denn das Gefühl gegenüber Deiner Frau? liebst Du sie noch?

LG
Bea

Beitrag von carrie23 10.02.11 - 11:38 Uhr

Wir sind seit 7 Jahren verheiratet und haben drei Kinder im Alter von 5 Monaten fast 3 Jahre und fast 4 Jahre und für MICH ist Sex sehr wichtig.
Wenns nach mir ginge hätten wir täglich Sex, mein Mann wäre mit zweimal wöchentlich wohl auch zufrieden wir haben 4 mal die Woche Sex-guter Kompromiss.
Wie wichtig der Sex für den einzelnen Menschen ist und wie oft er ihn braucht ist pauschal gar nicht zu beantworten da Menschen nun einmal verschieden sind.
Die einen müssen auch 5 mal täglich essen während die anderen mit zwei Mahlzeiten glücklich und satt sind-genauso ist das beim Sex.
Es sollte nicht die Partnerschaft dominieren aber es sollte auch nicht vernachlässigt werden.
lg carrie

Beitrag von asimbonanga 10.02.11 - 15:37 Uhr

Hallo,

die erste Zeit der Verliebtheit, die Baby-Jahre sehe ich als Ausnahmesituationen, genau wie Krankheiten etc.
Irgendwann nach einigen Jahren, zeigt sich die individuelle Triebstärke der Partner-die glaube ich, ganz selten absolut gleich stark ausgeprägt ist.Jetzt gilt es Kompromisse zu finden, Zugeständnisse zu machen--------den anderen als abnormal hinzustellen ist ehefeindlich.
Sehr große Unterschiede was die sexuellen Bedürfnisse angeht, lassen sich auf Dauer nur schwer händeln.Aber man kann einiges ausprobieren um die körperliche Nähe generell zu beleben.google mal unter Tantra für Paare-vielleicht würde sich deine Frau darauf einlassen?
Vielleicht reicht auch schon ein längerer Wellness-Urlaub.
Den Grad der Gleichgültigkeit und körperlichen Entfremdung der bei euch Einzug gehalten hat, können wir hier nicht einschätzen.

L.G.

Beitrag von gustav-g 10.02.11 - 19:18 Uhr

#pro

Beitrag von jojo0507 11.02.11 - 21:18 Uhr

mein mann und ich sind seit knapp 15 jahren zusammen, haben 3 kinder (5,5 jahre, 3,5 jahre und 7 monate) und hatten nach diversen höhen und tiefen nochmal eine recht schöne gemeinsame sexualität, als das 2. kind "aus dem gröbsten raus" war. aber inzwischen haben wir seit etwa einem jahr keinen sex mehr (zuletzt zu beginn der 3. schwangerschaft), wir vermissen aber zur zeit nichts, sonst würden wir ja was dran ändern.
selbstbefriedigung kann ja auch schön sein...

dauerzustand wird das aber sehr wahrscheinlich nicht bleiben, doch momentan sind wir mit arbeit und kindern ausgelastet und haben neben dem elternsein kein bedürfnis, noch kraft aufzubringen für uns als Paar.

ich halte das für absolut normal, dass es lebensphasen gibt, in denen man sich näher ist und solche, wo man anderweitig beschäftigt ist. immerhin hat man sich bei der hochzeit ja mal vorgenommen, das ganze restliche leben miteinander zu verbringen und im idealfall ist das eine seeeehr lange zeit. da darf es, denke ich, ohne schlechtes gewissen auch asexuelle phasen geben - solange man adäquate lösungen findet, dass niemand von beiden darunter leidet.

mlg
jojoja