Ausbildung mit 27, Erfahrungen..?!

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von phami 10.02.11 - 12:08 Uhr

Hallo, ich habe eine Frage, oder eher ich möchte Meinungen hören.

Ich möchte gerne eine Ausbildung machen, eventuell als Altenpflegehelferin, ich habe keinerlei Vorbildung, also Schulabschluss klar, aber eben keinerlei Ausbildung gemacht.
Die Zeit drängt natürlich, die Auswahl ist natürlich beschränkt, zumindest denke ich das,muss also nehmen was sich anbietet, oder besser gesagt was viele andere ungerne machen.
Wie sieht es da aus, besteht die Möglichkeit, welche Chancen habe ich überhaupt noch?
Meine kleine ist nun 1,5 Jahre alt, meine Grossletern würden auf sie aufpassen. Wäre nicht das Ding.
Wie soll ich vorgehen, mich ins blaue bewerben, zum Arbeitsamt etc? Mit dem Arbeitsamt habe ich schlechte Erfahrungen gemacht, man wird als nichts und niemand hingestellt, behandelt wie Bodensatz#zitter. Muss dazu sagen ich habe nie vom Staat gelebt (was nicht heisen soll das es so schlimm ist, kann jeder mal in die Lage kommen, aber eben weil ich noch nie wirklich tätig gewesen bin, zur Erklärung), bin verheiratet.
Bin gespannt auf eure Antworten.

Danke :)

Beitrag von derhimmelmusswarten 10.02.11 - 12:32 Uhr

Also ich denke schon, dass du in diesem Bereich ganz gute Chancen hast, eine Ausbildung machen zu können. Ich würde mich sowohl beim Arbeitsamt erkundigen, als auch sofort bewerben. Evtl. auch erstmal ein Praktikum anbieten. Aber du wirst ja dann bestimmt auch mal Schichtdienste haben. Sind deine Großeltern denn noch zuverlässige Betreuer? Mein Opa und meine Oma haben auch oft auf meine Tochter aufgepasst. Sie ist im Juli 2009 geboren. Mein Opa ist inzwischen jedoch verstorben und meine Oma ist kürzlich ein Pflegefall geworden. Leider kann man sich auf ältere Leute nicht wirklich verlassen. Eine Krankheit, ein Sturz etc. und schon ist es passiert. Ich würde mich an deiner Stelle parallel unbedingt sicherheitshalber noch nach einem Kita-Platz oder einer Tagesmutter erkundigen.

Beitrag von ganya02 10.02.11 - 13:44 Uhr

Hi,

hab zwar keine Ahnung von dem Bereich Altenpflege aber ich habe mit 27 auch meine Ausbildung angefangen mit 2 Kindern. Der Kleine war 1 1/2 und die Große war 6. Man muss es sehr gut organisieren, da der Haushalt sich nicht von alleine macht und man Abends noch mit lernen beschäftigt ist. Aber wenn man es will, dann schaft man es auch.

Beworben hab ich mich ohne das Arbeitsamt und wurde auch bei meiner allerersten Bewerbung genommen. Noch ein paar Monate und ich bin fertig. :-D

lg

Beitrag von phami 10.02.11 - 13:52 Uhr

Grosseltern wären nicht das Problem, meine Mutter wird erst 50 Jahre alt..ist also noch Fit.
Sonst würde ich das auch als grosse Last sehen, wenn sie um vieles älter wäre.

@ganya
was für eine Ausbildung machst du?

Ehrlich gesagt male ich mir in anderen Bereichen ausserhalb der Altenpflege keine wirklichen Chancen aus. Wäre aber nicht schlimm, mir liegt der Bereich "Gesundheit" und man kann sich nach der Ausbildung ja auch noch weiterbilden lassen.

Beitrag von ganya02 10.02.11 - 13:59 Uhr


Beamtenanwärterin in der Stadtverwaltung...

Für mich perfekt durch die Büroarbeit und der Gleitzeit.

Beitrag von lichtchen67 10.02.11 - 13:48 Uhr

Bewerben und gut is.

Ich habe meine Ausbildung (Kaffrau für Bürokommunikation) ebenfalls mit 27 begonnen, es war eine Anzeige in der Zeitung, ich habe mich beworben und die Stelle bekommen. Mein Sohn war da 8 Jahre alt....

Wieso solltest Du keine Chancen haben?

Lichtchen

Beitrag von justagirl22 10.02.11 - 17:23 Uhr

Hi,

ich bin jetzt 26 und bin sozusagen auf dem selben Weg. Es ist gerade in diesem Bereich kein Problem auch in diesem Alter noch einzusteigen.
Bei der Vorstellungsrunde, bei der ich war, war sogar jemand dabei der 48 war. Und selbst er hat eine Chance bekommen.
Drück Dir die Daumen. :-D

Beitrag von phami 10.02.11 - 19:52 Uhr

Naja was heisst Problem haben zwischen den jüngeren zu sitzen, ich meine es geht ja um meine Zukunft, da kanns ja egal sein neben wem ich sitze:D.

Die Frage ist nur, was soll man in seine Bewerbung schreiben, wenn da 10 Jahre "leer" stehen..das ist schon schwierig. Find es irgendwie schade das man nur nach einem Stück Papier und dem was man vorzuweisen hat beurteilt wird. Nur weil man lange Zeit nichts gemacht hat, heisst das nicht das man nichts kann, oder irgendwie blöd ist..was auch immer:)

Beitrag von mama-02062010 10.02.11 - 18:46 Uhr

Wenn du einen Betrieb findest, warum nicht?
Und wenn du kein Problem hast als 27jährige in der Schule zu sitzen bei den 16-18jährigen dann ist doch alles gut.


Altenpflegehelferin ist doch ein schöner Beruf, braucht man doch immer, schließlich wird es ja immer alte Leute geben.

Beitrag von zwiebelchen1977 10.02.11 - 20:03 Uhr

Hallo

Wenn ich dir einen Tipp geben darf, mach die 3 jährige Ausbildung, nicht nur die als Helferin.

Lg

BIanca

Beitrag von blauebaba 10.02.11 - 20:35 Uhr

Moin Phami!

Ich werd im Mai 27 und bin seit Oktober in der Ausbildung zur Altenpflegerin:-) Mein Sohn ist gerade 4 Jahre jung geworden, wir wohnen mit seinem Papa zusammen. Klappt alles wunderbar und ich bin sehr glücklich! Klar ist es auch mal stressig-neben der Praxis muss ja auch noch für die Schule gelernt werden. ( Die wird meines Erachtens wahnsinnig UNTERschätzt)
Aber: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!:-D

Ich habe mich ganz "normal" bei Betrieben beworben und bekomme das reguläre Ausbildungsgehalt.

Ich wünsche Dir alles Gute! Wenn Du fragen hast, kannst Du dich gerne bei mir melden:-)

Beitrag von blauebaba 10.02.11 - 20:40 Uhr

Ach so, mir macht die Pflege so unheimlich viel Spaß! Ich weiß nicht, ob es von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist, aber ich kann in S-H mit meinem Examen an der Uni studieren. ( Habe nur die mittlere Reife)
Also "Ende" ist nach dem Examen nicht ;-)

Und das Gute zum Schluss: Es werden so wahnsinnig viele Pflegekräfte gesucht, Du wirst bestimmt so schnell nicht arbeitslos:-D
Pflege ist so viel mehr als "Arsch-wischi-waschi"#nanana

Beitrag von blauebaba 10.02.11 - 20:41 Uhr

Mensch, schon wieder zu früh abgeschickt, mach gleich Dein Examen!

In meinem Kurs sind Frauen Ende 40:-D

Beitrag von salome25 10.02.11 - 20:54 Uhr

Genau, man kann studieren, auch hier bei uns in Niedersachsen ebenfalls. Da gibt es Pflegewissenschaften oder Pflegepädagogik.

Ja und ich bestätige dann auch mal, dass in den nächsten Jahren immer mehr examinierte Kräfte gesucht werden. Ok, natürlich auch Helfer und den neuen Bildungsgang der Assistenz. Es werden ja jetzt schon zig Stellen im Internet angeboten. Schade, dass ich noch so lange brauche mit der Ausbildung.... #schwitz

Beitrag von salome25 10.02.11 - 20:36 Uhr

Huhu,

ich bin 29 und mache seit einem Halben Jahr meine Altenpflegeausbildung.
Das was ich dir bisher sagen kann, ist folgendes: die Schule macht mir bisher nicht so das Problem, liegt aber auch vielleicht daran, dass ich noch nie Probleme mit dem Lernen hatte und mir der Stoff auch einfach liegt. Was dir klar sein muss, ist, dass du Feiertags arbeiten wirst, ich habe Silvester gearbeitet, werde aber auch mal an Heiligabend arbeiten müssen, obwohl ich alleinerziehend bin und meine Tochter in nem Alter ist, wo sie das alles klar mitkriegt, wenn ich arbeiten bin. Sie ist 5. Abends komm ich vor 21 Uhr nicht zum Lernen, wenn man ne Klausur ansteht. Kann auch nicht jeder. Viele fallen abends halbtot ins Bett. Schichtarbeit ist natürlich auch klar. ich arbeite abends bis 21 Uhr und bin um 21.30 zu Hause. Es gibt aber auch Tage, an denen man frei hat. Macht man die Ausbildung in Vollzeit, so wie ich, arbeitet man i.d.R 12 Tage am Stück und hat dann zwei Tage frei. Meist ist das dann dein freies WE. Du arbeitest im Team und auch wenn du vorher klipp und klar mitteilst, dass du ein Kind hast, solltest du es möglichst vermeiden, bei jedem Schnupfen deines Kindes zu Hause zu bleiben. Meine Mutter ist fast 70 Jahre alt, sie betreut die Kleine wenn KiGa zu hat, ich Spät habe. Sie übernimmt aber auch mal nen Arztbesuch, wenn die Kleine krank ist. Ich glaube würde ich immer zu Hause bleiben wenn die Kleine krank ist, wäre das Team bald ziemlich genervt von mir. Da muss man dann eben die Zeit durch. Ich habe da aber auch noch meinen Exmann, Papa von der Kleinen, der dann auch mal ein WE übernimmt. Alles muss genau organisiert sein. Meine Mutter ist eine sehr große Hilfe. Muss ich meine 12 Tage arbeiten, dann bügelt sie, macht meinen Haushalt ect. damit ich dann die zwei freien tage danach mit der kleinen verbringen kann. Sonst hätte ich dann auch noch den Haushalt an mir kleben. ist alles nicht so einfach, aber ich brauche die Ausbildung nicht nur, weil der job einfach meine Welt ist, sondern eben auch um uns finanziell voranzubringen und ich mehr Weiterbildungsmöglichkeiten habe...

ich wünsche dir viel erfolg #winke

Beitrag von phami 11.02.11 - 11:43 Uhr

Danke für die vielen Erfahrungsberichte, nun ja, Altenpflegerin Ausbildung wird nicht gehen, dafür braucht man hier Real Abschluss.
Deswegen nur Altenpflegehelfern.