10% CO2 Reduktion? Warum nicht 20%?

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Forum: Energie sparen

Willkommen im Forum Energie sparen. Hier diskutieren wir, wie wir gesünder leben und viel Energie und Geld sparen können. Mit kleinen Schritten können wir unseren CO2-Bilanz um 10% innerhalb eines Jahres reduzieren. Und darum geht es hier: Welche kleinen Schritte machen Sie? Welche Fragen und Ideen haben Sie? Jeden Donnerstag schauen Energiesparberater hier ins Forum, um Ihre Fragen zu beantworten. Jede(r) BeraterIn ist in einer Umweltorganisation engagiert. Wir arbeiten ehrenamtlich und freuen uns auf Anregungen und Fragen. Mehr Infos lesen Sie auf 10:10 Deutschland.

Viele tolle Tipps zum Energiesparen finden Sie in unserem Artikel Umweltschutz im Familienalltag und auf unserer 10:10 Checkliste der urbia-Familie zum Ausdrucken. Hier können Sie lesen, was das urbia-Team zur CO2-Reduktion unternimmt.

Beitrag von wemauchimmer 10.02.11 - 13:36 Uhr

Ist es nicht ein bisschen albern, wenn hier die Energiesparbirnchen und Standbykiller propagiert werden, auf der anderen Seite aber die Deutschen geraderzu aberwitzig übermotorisierte Autos fahren (siehe z.B. http://www.derwesten.de/nachrichten/Autofahrer-waehlen-wieder-mehr-PS-id3688582.html), bei steil nach oben steigender Tendenz? Da steht zu lesen, daß der europäische Durchschnittsneuwagen 111PS, mithin ca. 20% weniger als der deutsche Durchschnittsneuwagen (130PS) hat.
Ich unterstelle mal Leistung = Verbrauch = CO2 bei gleich modernen Fahrzeugen.

Beim Kauf eines Neuwagens in D wird anscheinend grundsätzlich von der Einstiegsmotorisierung abgeraten, selbst wenn man deutlich macht, daß man auf Fahrleistungen keinen Wert legt, sondern auf geringen Verbrauch. So ist es uns jedenfalls ergangen. Und das, obwohl diese Einstiegsmotorisierung klar ausreichend ist, wenn man keine Rennen fahren will.
Es ist ja auch klar, warum: Ein Motor mit 170PS Leistung hat gegenüber einem mit 110PS einen weitaus höheren Preis als die paar etwas großzügiger dimensionierten Bauteile es jemals rechtfertigen könnten. Hier verdienen die Autohersteller also ihre Brötchen.

Also ich finde, wir müssen unseren Energiebedarf gesamthaft betrachten und ihn nicht nur am Haushalt festmachen. Und vielleicht sind bei vielen von uns eben im Verkehrssektor weitaus größere Einsparungen drin als im Haushalt. Und wenn das so ist, sollten wir da ran - oder es geht nur um ein Trostpflästerchen für unser grünes Gewissen.

Worauf setzt Ihr? Öffis? Fahrrad? Laufen? Carsharing? Fahrgemeinschaften? Sparsame Autos?
Bin gespannt...

Beitrag von coppeliaa 10.02.11 - 13:52 Uhr

Hi!

am haushalt sollte man es nicht alleine festmachen. allerdings ist es schon so, dass die energieerzeugung (zb strom) und wäreerzeugung insgesamt (also nicht nur privathaushalte) der größte co2 produzent ist.

was autos betrifft: Leistung ist nicht alles. der fahrstil spielt eine große rolle! im persönliche bereich ist das auto aber sicher eine der größeren faktoren die wir beeinflussen können.

und zu deiner überschrift: co2 emissionen zu senken ist nicht so leicht (zumindest von den westlichen standards ausgehend, china tut sich da ein bißchen leichter). viele leute wollen den standard nicht senken, und nur die technik dahinter verbessern ist nicht leicht ....

lg

Beitrag von .doctor-avalanche. 10.02.11 - 15:35 Uhr

"Worauf setzt Ihr? Öffis? Fahrrad? Laufen? Carsharing? Fahrgemeinschaften? Sparsame Autos?"

Nichts dergleichen! Im Gegenteil. Energieverschwendung ist der Luxus der kleinen Mannes. Mal die Heizung volle Molle aufdrehen und die Fenster dabei aufreissen, wenn man einen Leihwagen nimmt, immer die dickste Variante, die grade noch geht und dann Bleifuß und vor allem: Dosenbier aus Holland ohne Dosenpfand. Und möglichst viele Stromfresser nicht nur im Standby-Betrieb halten sondern anlassen, auch wenn man die Wohnung verlässt.......

Hohe CO2-Werte gab es auch schon lange vor dem Menschen. Deswegen: Prosit steigender Meeresspiegel und bald die Nordsee vor der Haustür!

Beitrag von frieda05 10.02.11 - 18:05 Uhr

bist Du irre?

Wenn Du die Nordsee vor der Haustüre hast, trage ich schon Neopreneanzug und Sauerstoffflaschen.... #schock....

#verliebt... oder holst Du mir vorher mit nem Boot ab...?

Gzg
Irmi

Beitrag von .doctor-avalanche. 10.02.11 - 18:12 Uhr

Ja mit'm Tretboot...............Du fährst! :-)

Beitrag von ayshe 10.02.11 - 18:36 Uhr

Aber wie viele fahren so einen Wagen?

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Ich unterstelle mal Leistung = Verbrauch = CO2 bei gleich modernen Fahrzeugen.
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Davon würde ich nicht ausgehen.

Der Verbrauch ergibt sich nicht nur aus den PS.
Er ergibt sich auch aus dem Hubraum und dem Gewicht, wenn man mal unbewegliche Parameter nimmt und die beweglichen ignoriert.
Ein Wagen mit 2,0 Litern Hubraum und 120 PS kann weniger verbrauchen als der gleiche mit 1,6 Litern Hubraum und 100 PS.

Kraft entsteht auch durch Kolbenhub, nicht zwingend durch reine Spritmenge.


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Ein Motor mit 170PS Leistung hat gegenüber einem mit 110PS einen weitaus höheren Preis als die paar etwas großzügiger dimensionierten Bauteile es jemals rechtfertigen könnten. Hier verdienen die Autohersteller also ihre Brötchen.
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Täusch dich da mal nicht in den Unterschieden der technischen Auslegung.

Teils braucht man ein ganz anderes Fahrwerk, andere Stoßdämpfer, Bremsen und alles mögliche.

Und Motoren, die eher klein sind, aber getunt mit Kompressoren und allem Schnicki , die ihre Kraft auch aus der Drehzahl ziehen, die sind schon gebraucht echt teuer.
Dagegen ist so ein einfacher Motor mit großem Hubraum, auch hoher PS-Zahl relativ simple und entsprechend preiswert.

Also die Sache mit den Motoren sieht du meiner Meinung nicht so richtig, generell jedenfalls.



Was ich einsparen würde:
Überflüssige teure Flüge, Cerosinverschleuderung, nur weil manche im Winter Erdbeeren von sonstwo essen wollen,
eingeflogene Blumen, immer frisch.

Andere exotische Güter, die per Luftfracht kommen, Luxus ist es und geht auf die Umwelt, Landtransfer ist auch schon eine Verseuchung.

Aber die Leute wollen es, also wird es gemacht.


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Worauf setzt Ihr? Öffis? Fahrrad? Laufen? Carsharing? Fahrgemeinschaften? Sparsame Autos?
Bin gespannt...
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Kommt doch auf die persönlichen Wege an.
Ich fahre selbst. Würde ich die Bahn nehmen, müßte ich gut 100 Euro im Monat mehr zahlen und wäre tgl. eine gute Stunde länger unterwegs und auch unflexibel.
Ich habe bisher immer nur Wagen gehabt, die unter 8 Litern / 100km kommen, derzeit bin ich bei meinem bei 6,9 l / 100 km.
Eine Fahrgemeinschaft hatte ich auch lange, aber nun ist die Kollegin im Mutterschutz.

Beitrag von katiegriggs1010 10.02.11 - 19:35 Uhr

Ja Sie können gerne mehr als 10% reduzieren! Ich selbst habe mich 30-40% im gas/strom/wasser reduziert und fühle mich super. Fast alles was ich reduziert habe, war "nutzlos" Verschwendungen - das heist, ich habe es kaum bemerkt obwohl ich so viel CO2 reduziert haben. Ich habe nur bemerkt dass ich Geld zurück bekommen haben, von gas und Strom Anbieter! Aber ich habe richtig viel Zeit gegeben, um über alles zu lernen - und so viel Zeit haben alle Leute leider nicht. Über die nächsten paar Wochen machen wir neuen Thema um dass Euch alle Ihre CO2 reduzieren um 10% (vielleicht mehr!) können. Bis gleich!