Kleinkind hat Speichenköpfchen ausgerenkt

Archiv des urbia-Forums Gesundheit & Medizin.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von -marina- 10.02.11 - 14:08 Uhr

Hallo zusammen #blume

War gestern gegen Abend mit meinem Sohn (15 Monate) im Kh, da er seinen linken Arm ganz komisch anwinkelt und ihn nicht mehr für alltägliche Dinge wie Krabbeln oder Hochziehen benutzt. Den Arm ausstrecken kann er nicht mehr.

Dort haben dann 2 Ärzte nacheinander wie wild an dem Arm gedreht, ihn durchgestreckt, gemacht und getan: Verdacht auf Ausrenkung des Speichenköpfchens. Der Kleine hatte höllische Schmerzen, hat geschrien wie am Spieß; und ich musste hilflos nebendran stehen :-(

Dann wurde der Arm noch geröntgt, aber ohne Befund. Dem Oberarzt wurden die Bilder noch nach Hause gemailt, so dass er auch mal einen Blick drauf werfen konnte.

Heute musste ich zur Kontrolle wieder ins Kh. Etienne kann den Arm noch immer nicht strecken oder belasten. Ein anderer Arzt war da, der wieder versucht hat, dieses Speichenköpfchen einzurenken. Wieder hat der Kleine vor Scherzen geweint...
Als das alles nichts gebracht hat, kam der Oberarzt zu uns und hat es mit dem Einrenken versucht; angeblich hat er auch ein Knacken bemerkt und es könnte jetzt alles ok sein. Mein Kleiner war vor lauter Anstrengung schon auf der Liege im Behandlungsraum eingeschlafen.

Bis jetzt hat sich noch keine Besserung bemerkbar gemacht. Er winkelt den Arm weiterhin an, als sei er gelähmt, liegt nur auf dem Boden, versucht nicht mal zu Krabbeln.

Morgen soll ich wieder ins Kh,wenn es heute nicht besser wird. Solangsam bin ich jedoch am zweifeln, dass die Ärzte mit ihrer Diagnose richtig liegen #gruebel

Wessen Kind hatte denn diese Ausrenkung auch schon mal? Oder vielleicht ähnliche Syptome?

Danke und LG
Marina

Beitrag von birkae 10.02.11 - 15:59 Uhr

Pack dein Kind und gehe zu einem Chiropraktiker. Wenn einer etwas vom Einrenken versteht, dann solch ein Arzt! Da spreche ich aus Erfahrung. Ein normaler Hausarzt hat mir nur Krankengymnsatik verschrieen, aber bis das wirkt, vergehen Tage. Beim Chiropraktiker wird sofort eingerenkt und gut ist! KG ist zwar auch da hin und wenn die Folge der Behandlung, aber es wird eben sofort geholfen.

LG
Birgit

Beitrag von amaramay 10.02.11 - 17:26 Uhr

Hallo, mein großer Sohn (damals 3 1/2 Jahre) hat meinem kleinen Sohn (damals 5 Monate) auch so am Arm gezogen, das das Köpfchen raus war. Wir sind dann auch mit einem wahnsinnig schreiendem Kind in die Notaufnahme ins KH gefahren, der Arzt hat sofort geschnallt was los war und innerhalb von wenigen Sekunden hat er es in Ordnung gebracht, auch das Schreien hatte sofort ein Ende, der Arm wieder voll beweglich, es wurde nichts geröngt.

LG D.

Beitrag von glucke68 10.02.11 - 17:31 Uhr

Hallo Marina,

meine Tochter hatte das,da war sie ca 4 Jahre,wir sind auch sofort in die chirurg. Notfallambulanz gefahren,dass Krhs hat keine Kinderabteilung ,wir sind mit unseren Kinder immer dortin gefahren,wenn mal was genäht werden mußte.

Der Arzt taste Fabienne`s Ellebogen ab und sagte uns zum Glück nicht was er vor hatte,dann knackte es total ekelig und es war wieder alles gut,sie hatte danach gar keine Probleme mehr und konnte den Arm wieder ganz normal bewegen.

Deinem Kleinen wünsche ich alles Gute,ich würde woanders hin gehen


LG
Daniela

Beitrag von fascia 10.02.11 - 22:11 Uhr

Hallo Marina,

das ist schade, dass es mit dem "Einrenken" nicht geklappt hat. Dein Kleiner hat davon jetzt vermutlich die Nase ziemlich voll.
Die Ärzte haben das Problem anscheinend schon erkannt, hatten aber irgendwie nicht die richtige Technik hinbekommen.
Einfach ist es auch nicht.

Osteopathen nennen diese Verdrehung "Sonntagsärmchen". Es entsteht nur bei Kleinkindern, aufgrund der Ausformung der Speiche in diesem Alter. Später ist diese Verdrehung mit Verhakung nicht mehr möglich. Es ist zum Glück keine Verrenkung/Ausrenkung im eigentlichen Sinn. Tut aber - außer in dieser besonderen Schonhaltung - ziemlich weh.

Wie Birgit auch schreibt, denke ich, du bist bei einem Spezialisten für solche Dinge am besten aufgehoben. D.h., bei einem Chiropraktor oder bei einem Osteopathen.

Viel Glück dir - und v.a. deinem kleinen Kerl, damit das schnell wieder vergessen ist!

f.

Beitrag von -marina- 11.02.11 - 21:38 Uhr

Danke für eure Antworten!

Hatten gestern noch Physio und unser Therapeut hat sich das Ärmchen auch noch mal angeschaut und abgetastet. Er meint, es wäre alles eingerenkt und der Kleine würde den Arm halt einfach noch in dieser Schonhaltung halten, weil er Angst hat.
Ich soll ihm einige Tage Ruhe gönnen und Etienne würde von selbst wieder anfangen, den Arm zu belasten.

Eventuell hat sich ein Bluterguss im Arm gebildet oder eine Schwellung, er weiß es nicht genau; er hat uns noch empfohlen, dem Kleinen die nächsten Tage Arnica Globulis zu geben...

LG
Marina



Beitrag von schraube20 19.07.12 - 20:41 Uhr

Hallo Marina,

Darf ich fragen, was letzten Endes bei der Geschichte raus gekommen ist??

Meine kleine Tochter zeigt die gleichen Symptome.

Grüße