Keine AS - was dann???

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von sarosina1977 10.02.11 - 15:45 Uhr

Liebe Mädels.

Ich wende mich mit folgender Frage an Euch:

Uns wurde ja gestern abend gesagt, dass das Herz von unserem Bauchbewohner (8+3) nicht mehr schlägt und das schon länger nicht mehr. Es waren auch keine fötalen Formen mehr erkennbar - sondern einfach nur ein Zellknäuel.

Der FA meinte, dass es mit der AS keine Eile hätte. Es bestehe keine Entzündungs-/Vergiftungsgefahr.

Dennoch geht meine SS irgendwie weiter: Ich bin müde, mir ist übel wie immer, meine Brüste sind sehr angespannt und schmerzen - wie die letzten Wochen auch. Mein kleiner, runder Bauch ist sogar auch da.

Was wäre denn jetzt, wenn ich keine AS machen lassen würde??? Nicht, dass ich die Hoffnung habe, dass dann im September plötzlich dann doch ein gesundes Baby schlüpft.

Geht jetzt die SS einfach so weiter? Ohne "Inhalt"? Die Fruchtblase ist nämlich sehr gut entwickelt - hier ist alles bestens.

Oder käme eines Tages eine große Blutung? Was wäre das dann? Ein Abort? Sorry, wenn ich ungeschickt Fragen stelle - das ist alles ganz neu für uns.

Danke fürs Antworten.

Sarosina

Beitrag von loveangel1311 10.02.11 - 16:06 Uhr

Liebe Sarosina,

die Anzeichen wirst du wahrscheinlich auch noch ne Weile haben, da sich der HCG-Wert meist langsam abbaut.

Deine Fruchthöhle wird sich zurückbilden und dann langsam in der Gebärmutter runterwandern, um irgendwann als Blutung abzugehen.
Das nennt man eine MIssed Abortion, weil das Baby nicht von Haus aus einfach durch ne Blutung abgeht, sondern zuerst nicht mehr weiterwächst oder sich sogar zurückbildet und man das nur beim US herausfindet.

Ich hatte letzte Jahr zwei MAs mit AS und mir war das lieber, weil ich damit besser abschließen konnte und nicht noch wochenlang auf die Blutung warten musste.

Aber das entscheidet jede Frau anders und jede geht anders damit um.

Wünsch dir viel Kraft #liebdrueck

Beitrag von mdmfilou 10.02.11 - 16:41 Uhr

Hallo Sarosina,

also die Schwangerschaftsanzeichen wirst Du noch eine ganze Weile haben. Da wie bereits gesagt das HCG sehr langsam sinkt. Bei mir hat es zehn Tage gedauert bis ich Blutungen bekam, obwohl sich das Krümmelchen auch schon zurück entwickelt hatte. Aber "riesige" Blutungen hatte ich deswegen nicht. Seit Montag habe ich nun meine Periode und heute war ich wieder beim Blut abnehmen und hoffe jetzt, daß das HCG entlich auf Null ist. (Festgestellt hatte man es am 20. Dez.).

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und viel Kraft für die nächste Zeit.

LG
Sina

Beitrag von lieke 10.02.11 - 16:46 Uhr

Hallo,

das ist sehr unterschiedlich, von Frau zu Frau. Ich finde es aber sehr gut, dass dein FA dir zumindest die Möglichkeit gibt, dich zu entscheiden. Selbst wenn du dich doch zur AS entscheidest, ist es meiner Meinung nach besser zu verarbeiten, wenn man zwischendurch etwas Bedenkzeit hat.

Zu deiner Frage:
Bei mir war es mehrere Male so, dass die SS nicht mehr intakt war (was ich nur einmal wusste, weil ich zufällig einen US hatte) und die FGen mit leichten Schmierblutungen begannen. Allerdings gibt es keine Garantie, dass es sich so ankündigt, das ist das blöde. Niemand kann dir sagen, wielange es dauern kann, bis es losgeht, aber auch nicht, ob es schnell und heftig ist, oder allmählich beginnt. Meistens sind es wohl 1-3 Wochen.

Ich würde es abhängig machen von deiner individuellen Situation und deinem Gefühl. Lass dir nicht zu schnell ne AS aufschwatzen, wenn du noch nicht soweit bist, dich von der SS zu verabschieden. Warte aber auch nicht, wenn die Last der verlorenen SS unerträglich wird.

Bist du krankgeschrieben, hast du andere zu versorgende Kinder, bist du viel unterwegs? Oder könntest du einfach nach Hause, wenn die FG losgeht? Das sind Dinge, die du überlegen musst. Ich hatte mal eine FG beim Essen kochen, mit 2 Kleinkinder dabei, wenn ich es gewusst hätte, hätte ich eine planbare AS vorgezogen. Grundsätzlich würde ich aber alles tun, mir den Eingriff zu ersparen, auch, weil man danach gleich wieder weiter "üben" darf. (wenn es keine Komplikationen gibt)

Höre gut in dich hinein, und entscheide in Ruhe! Ich wünsch dir alles Gute!

Beitrag von siena1986 10.02.11 - 17:34 Uhr

ich kann dir nur zu eine AS raten.
Ich selber war in der 10 SWW und hatte 2 Fruchthöhlen als meine FÄ festgestellt hat, dass es eine Fehlgeburt wird.
Ich hatte nur die Entscheidung es am selben Tag oder den drauffolgen zu machen.
Der Blutverlust wäre auf natürlichen Wege zu stark für mich gewesen.
Ausserdem hast du auf natürlichen Wege nicht die Gewissheit das wirklich alles raus kommt und sich nicht im Nachhinein entzündent.

Beitrag von lieke 10.02.11 - 19:39 Uhr

"Ausserdem hast du auf natürlichen Wege nicht die Gewissheit das wirklich alles raus kommt und sich nicht im Nachhinein entzündent"

Dafür gibt es ein US Gerät!;-)

Beitrag von dia111 10.02.11 - 18:29 Uhr

Hallole,

ich denke das die SS dann einfach so weitergehen würde, da sich das HCG langsamer abbauen würde.
Aber wenn du keine AS machen möchtest, meine Freundin wollte auch definitiv keine AS machen und sie hat dann Tabletten bekommen,so das Blutungen einsetzen würden.
Das taten sie dann auch, sie hat mit den Tabletten Blutungen bekommen.

Ich glaub nicht das einfach so Blutungen einsetzten würden,wenn du bis jetzt keine hast.

Laß dich doch auch darüber von deinem FA aufklären

Wünsch dir alles alles Gute und viel Kraft

LG
Diana mit 3#stern im #herzlich

Beitrag von lieke 10.02.11 - 19:44 Uhr

Was hat denn das mit Glauben zu tun? Natürlich setzten irgendwann Blutungen ein, man weiss halt nur nicht wann. Wenn man Pech hat dauert es halt ein paar Wochen. Ob man darauf warten will und kann, ist eine andere Frage...

Beitrag von anja570 11.02.11 - 00:55 Uhr

Hallo,

tut mir leid, dass Dir die FG nicht erspart bleibt.

Ich hatte in den letzten Jahren mehrere FG, 1 war ohne AS.

Generell finde ich es gut, dass Dein FA Dir die Wahl lässt und nicht sofort zur AS drängt, das habe ich schon anders erlebt.

Die SS- Anzeichen können noch eine ganze Weile bleiben, auch wenn die SS nicht mehr intakt ist, so schnell stellt sich Dein Körper nicht um.
Ich hatte in der letzten SS bis zum Tag der AS noch Übelkeit, obwohl die SS schon eine Zeit nicht mehr intakt war, manche Frauen haben auch danach noch Anzeichen.

Wenn Du keine AS möchtest, musst Du Dich darauf einstellen, dass es ein paar Wochen dauern kann, nicht muss, bis die Blutungen einsetzen.

Bei mir kam bei der natürlichen FG die Blutung 3 Wochen nach der Diagnose, es war eine leere Fruchthülle.
Es waren 2 Tage starke Blutungen mit Gewebeabgang, danach wurden sie schwächer.
Mir ging es nur 1 Tag richtig schlecht mit krampfartigen Bauchschmerzen, es war aber gut ohne Schmerzmittel auszuhalten.

2 Wochen später hatte ich US, es gab keine Reste mehr, alles war o.k. und von allein raus.

Wenn Du Deinem Körper die Chance geben möchtest es ohne AS zu schaffen und u.U. ein paar Wochen warten kannst, versuche es ohne AS.

Manche FÄ verschreiben Tabletten um die Blutung auszulösen und es zu beschleunigen, ich hatte keine.

Alles Gute

LG
Anja

Beitrag von ascholze 11.02.11 - 13:28 Uhr

Liebe Sarosina,

ich hatte drei FG, davon nur die erste mit AS, alle anderen bewusst auf natuerlichem Weg. Es haengt sicherlich von der Frau selbst ab, was sie als "angenehmer" fuer sich erlebt. Wenn man allerdings 3 FG hatte, ist man verdammt froh, wenn nicht bei allen dreien im Bauch rumgestochert wird.

Bei mir war die AS unter einer leichten Vollnarkose, ich hatte keinerlei Schmerzen, auch danach nicht. Ich habe nach der OP wie ein abgestochenes Schwein geblutet, zumindest kam es mir so vor. Das dauerte eine Weile, wie bei einer laengeren Regel und dann war wieder gut.

Bei der naechsten FG war ich total ueberrascht, als meine andere Gyn mir sagte, dass eine AS, wie in D ueblich, keineswegs ein MUSS ist. Sie sprach auch von keinerlei groesseren Risiken, also bevorzugte ich den natuerlichen Abgang und ich wuerde es ohne wichtigen Grund nie wieder anders machen. Es dauerte noch etwa 2-3 Wochen, dann setzte eine Schmierblutung ein, die etwa eine Woche anhielt. Und dann kam mit einem Schlag alles aus. Ich hatte keine Schmerzen, auf einmal kamen riesige Gewebebrocken aus mir rausgeschossen - ich kam mit dem Badsaubermachen gar nicht mehr hinterher. Dauerte etwa 24 Stunden, allerdings nicht kontinuierlich, sondern in mehreren Phasen. Beim ersten Mal hoerte dann die Blutung nicht mehr auf und meine Gyn sagte, dass ein kleines Reststueck verblieben war. Sie verschrieb mir Tropfen und kurz danach kam der kleine Rest.

Bei der zweiten FG ohne AS war ich schon besser auf die Gewebestuecken vorbereitet, so dass der Schock nicht mehr so gross war. Insgesamt, man blutet recht lange recht stark - eine normale Binde haelt das nicht mehr ab, vielmehr braucht man schon diese riesigen Nach-der-Geburt-Binden. Allerdings sieht laut meiner Aerztin das Blut auch viel mehr aus, als es wohl eigentlich ist - eine Gefahr droht wohl in den seltensten Faellen. Diesmal kam alles auf einen Schlag raus, daran zu erkennen, dass es irgendwann keinerlei Schmierblutung mehr gab.

Ich habe den natuerlichen Abgang als wesentlich angenehmer erlebt, eben natuerlicher. Narkosen, Operationen etc. sind mir alle suspekt und ich umgehe sowas lieber. Zumal auch eine Ausschabung nicht ohne Risiko ist.

Wenn man schnell mit der gluecklosen Schwangerschaft abschliessen will, ist eine AS sicherlich nicht der schlechteste Weg. Wenn man in den Beruf sehr eingespannt ist und es sich nicht erlauben kann, an einem ungewissen Tag schnell mal abhauen zu muessen, weil die FG einsetzt, ist eine AS sicherlich auch nicht falsch. Insgesamt scheinen nur die Deutschen wie die Verrueckten auszuschaben, in vielen Nachbarlaendern gibt man dem natuerlichen Verlauf den Vorrang.

Beitrag von anja570 12.02.11 - 01:22 Uhr

Da stimme ich zu, es wird viel zu schnell und oft unnötig zur AS geraten und manchmal regelrecht dazu gedrängt.
Dabei wird aber vergessen, dass eine AS eine OP ist, die auch Risiken hat.

Ich hatte wie schon geschrieben 1 FG ohne AS, worüber ich sehr froh bin, das war meine 2. FG.

Bei den letzten 2 FG wurde mir von mehreren FÄ wieder zur AS geraten, ich habe mich sehr schwer getan zuzustimmen, hatte vor allem nach der letzten AS Zweifel, ob es nicht ohne möglich gewesen wäre.

Ich bin mir ganz sicher, dass bei meiner 1. FG keine AS mehr nötig gewesen wäre, da fehlte mir aber noch die Erfahrung.

LG
Anja