Schwieriges Thema: Vermisse meine Arbeit, wem geht es auch so?

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Beitrag von speedy80 10.02.11 - 16:01 Uhr

Hallo an alle,

ich hoffe auf diesem Wege Frauen zu finden, den es ähnlich geht und die mir vielleicht einen Tip geben können, wie ich mit dieser Situation umgehen soll.

Es geht darum, dass ich mich oft sehr nutzlos fühle.
Eines vorweg, ich liebe meine Tochter über alles und würde alles für sie tun, das ist sicher. Sie ist auch ein Wunschkind und für mich das Beste, was es gibt.

Bevor ich schwanger geworden bin (war 29) konnte ich nie viel mit Babys oder Kindern anfangen. Ich war keine typische Frau, die jedes Baby niedlich fand und es unbedingt hochheben musste. Mir waren die Babys der anderen eher gleichgültig.
Ich liebte auch meine Arbeit. Nach meiner Ausbildung machte ich Abtiur und danach studierte ich. In meinem jetzigen Job habe ich mich sehr wohl gefühlt. Ich liebte diesen Druck, der davon ausging. Machte viele Überstunden und war Deutschlandweit und auch in angrenzenden Ländern unterwegs. Mindestens einmal im Monat war ich so unterwegs. Es machte mir tierischen Spaß.

Nun habe ich ein Jahr Elternzeit und bin immer zu Hause. Meine Kleine ist nun knapp 5 Monate und ich merke, wie mir so langsam die Decke auf den Kopf fällt. Ich fühle mich so ungebraucht und manchmal auch nutzlos. Klar, ich habe Haushalt und Baby,
aber ich fühle mich nicht ausgefüllt.
Ich sitze oft zu Hause und weine und weiß nicht, was ich dagegen tun soll. Leider musste ich umziehen, da mein Mann sehr weit weg wohnte. Nun trennen mich ca 200km von meiner ehemaligen Arbeitsstelle. Wenn dies nicht der Fall wäre, würde ich diese 20 Stunden arbeiten gehen, die erlaubt sind. Heimarbeit ist leider nicht möglich.
Ich kenne hier auch eigentlich niemanden. Die, die ich kenne, sind auf der Arbeit.

Ich hoffe, dass mein Geschreibsel nicht arrogant oder überheblich rüber kommt. Ich wollte nur bestmöglich meine Person und meine Ausgangslage erklären. Auch tut ich alles für meine Kleine. Sie wird gekusselt, geherzt, gedrückt, mit ihr gespielt, einfach alles.
Aber vielleicht gibt es hier jemanden, dem es genauso geht und ich erhoffe mir, dass mir jemand einen Tip geben kann, was ich tun kann, um nicht immer so traurig zu sein.

Danke für eure Hilfe. #winke

Liebe Grüße
Speedy

Beitrag von redrose2282 10.02.11 - 16:09 Uhr

huhu

und genau deswegen hab ich auf das jahr elternzeit verzichtet und arbeite wieder. mein freund hat elternzeit. super sache. ich habs bei der großen genacht, er jetzt beim kleinen. und bereue nichts...mir tut der arbeitalltag so gut.

aber umso mehr freue ich mich auf zu hause auf meine beiden kinder. die kleinen werden dann erst mal ausgiebig beschmust und abgeknutscht.

lg red

ps: und tu das, wonach dir ist...

Beitrag von speedy80 10.02.11 - 16:28 Uhr

Hallo,

ja beim zweiten werden wir das genauso machen!
Wie hast du die erste Zeit überstanden, als du beim ersten zu Hause geblieben bist? Ging es dir genauso.

Liebe Grüße
Speedy

Beitrag von redrose2282 10.02.11 - 19:19 Uhr

ja nach 6 monaten ist mir sowas von die decke auf den kopf gefallen...zumal ich schon ab der 20ssw nen bv hatte. gar nicht witzig. war also mehr als 1 jahr zu hasue. und so wie es jetzt ist, ist alles wunderbar. ich bin ausgegliehcen, habe wieder spaß an allem und freue mich auf eden neuen tag, an dem ich meine familie um mích habe.

lg

Beitrag von goldie99999 10.02.11 - 16:10 Uhr

Hallo Speedy,

mir geht es genau wie Dir! Meld Dich gern über meine VK! Hab grad das Baby auf dem Schoß, daher in aller Kürze: es geht nicht nur Dir so. Austausch erwünscht ;-)

LG

Beitrag von speedy80 10.02.11 - 16:52 Uhr

Hallo,

ich habe dir eine Nachricht geschickt, hoffe sie ist angekommen.
Würde mich auch sehr über einen Austausch mit dir freuen.

Liebe Grüße
Speedy

Beitrag von kleinemiggi 10.02.11 - 16:11 Uhr

Also, auf mich wirkst du nicht arrogant. Und ich kann schon verstehen, dass es für dich eine totale Umstellung ist. Und dass dies auch Zeit braucht, um sich daran zu gewöhnen. Mir geht es nicht so, Ich habe auch Abitur gemacht und ne Ausbildung. Habe aber auch nicht in dem gelernten Beruf gearbeitet, sondern einen anderen Job gemacht. Ich fühle mich zu Hause ausgefüllt, es gibt immer was zu machen und ich genieße die Zeit mt meiner Tochter...

Mein Mann, der den ganzen Tag arbeitet und der schon fast mit der Firma verheiratet ist, würde manchmal gerne mit mir tauschen.

Ich denke, jede Frau ist individuell was das angeht. Die einen können und wollen nichts anderes sein als Hausfrau und Mami und die anderen vermissen ihren Beruf und wollen arbeiten. Das finde ich auch gar nicht schlimm. So lange die Kinder nicht zu kurz kommen. Ich gehe voll auf in meiner Rolle und bin mir meinem Leben sehr zufrieden. Bei dir ist es aber wohl nicht der Fall. Vielleicht soltest du dir ein Hobby suchen oder eine neue Herausforderung. ODer du suchst dir eine Arbeit in deinem neuen Wohnort. Denn wenn du unglücklich bist, wird es auch dein kind irgendwann merken. Und das bringt euch beiden nichts...

Du könntest mit deinem Kind auch eine Krabbelgruppe besuchen. Um den sozialen Anschluss nicht zu verlieren und neue Kontakte zu knüpfen. Sowas ist im Leben sehr wichtig.

Beitrag von speedy80 10.02.11 - 16:26 Uhr

Hallo,

danke für deine lieben Worte.

An eine Krabbelgruppe habe ich auch schon gedacht, jedoch sind diese erst ab dem 6 Monat, so muss ich mich noch etwas gedulden.

Einen neuen Job kann ich leider nicht annehmen. Ich darf nicht nebenher arbeiten gehen (von meiner Firma aus) und meine jetzige Stelle möchte ich nicht aufgeben.
Mein Mann wird im September mit mir in meinen alten Wohnort ziehen. Er sucht sich gerade eine Arbeit dort in der Gegend, was leider nicht so leicht ist, aber anderes Thema.
Manchmal verliere ich den Mut und wünschte mir, die Zeit wäre schon vorbei und ich dürfte wieder arbeiten gehen.

Liebe Grüße
Speedy

Beitrag von xyz74 10.02.11 - 16:44 Uhr

Was machst Du denn sonst so mit deiner Maus?
Ich hab in dem Alter einige Babykurse besucht wie zb Baby-Shiatsu, Massage oder Babyschwimmen.
Hat nicht nur Spaß gemacht sondern war auch ziemlich lehrreich.
Die Zeit kann man auch nutzen um sich weiterzubilden.
Wenn die ersten Infekte kommen ist es zb hilfreich sich etliches an Gesundheitswissen anzulesen um dem Kia nicht auf gedeih und verderb ausgeliefert zu sein.
Ich hab zwar auch immer gern gearbeitet und tue es immernoch.
Fand die Zeit mit Baby aber nie langweilig.
Lag aber wohl auch daran, dass ich zwei Schreikinder hatte und einfach zu Müde war um mich zu langweilen :-(

Beitrag von speedy80 10.02.11 - 16:50 Uhr


Hallo,

ich muss leider zugeben, dass meine Maus total unkompliziert ist. Sie schreit nicht, isst normalerweise sehr gut und war auch noch nie krank, obwohl mein Mann schon zweimal erkältet war. Sie schläft Nachts 10 -12 Stunden durch.

Über Babyschwimmen habe ich mich schon informiert. Dieses ist jeden Freitag in meiner Nähe um 09.00Uhr. Die kleine Maus schläft dann immer noch und ich bin mir nicht sicher, ob ich sie aus ihrem gewohnten Rythmus rausreißen soll.

Tja sonst machen wir nicht viel muss ich gestehen. Wir gehen einkaufen, aber das macht ja jede Mutter oder Frau. Dann gehen wir halt noch spazieren, aber das wars.

Beitrag von kleinemiggi 10.02.11 - 16:58 Uhr

Also jetzt auf Teufel komm raus irgendwelche Kurse zu besuchen und sämtliche Bücher zu lesen würde mich langweilen... So eine Spielgruppe finde ich gut. Den Rest - naja.

Du musst auch nicht extra an einem Babyschwimmkurz teilnehmen. Ich gehe mit meiner Maus auch so schwimmen. Ohne Kurs....Ich würde sie auch nicht deswegen extra wecken.
Ich habe aber auch Freundinnen die Kinder im gleichen Alter haben. Ansonsten bin ich aber auch gern zu Hause, wo immer etwas zutun ist. Bin also nie "arbeitslos".

Ansonsten würde ich mir an einem WE meine Kleine nehmen, ins Auto fahren und Familie und Freunde in der alten Heimat besuchen... Oder du nimmst dir ne Woche... Reisebett eingepackt und los gehts.

Verliere nicht den Mut, versuche die Zeit zu Hause zu genießen. Denn irgendwann wird es dir vielleicht fehlen...

Beitrag von speedy80 10.02.11 - 17:03 Uhr

Das sage ich mir auch öfter, dass ich mich doch einfach zusammennehmen soll, denn irgendwann gehe ich wieder arbeiten und dann sehe ich die Maus nimmer so oft.
Leider hilft es nicht all zu lange.
Will aber auch nicht jammern.
Meine Familie lebt leider 200km entfernt und seine 500km. Mit meinen Eltern habe ich leider gar keinen Kontakt mehr. Sie haben sich weder für die Schwangerschaft interessiert, noch interessieren sie sich für die Kleine.
Ist irgendwie ne sau dumme Situation.
Aber wie schon erwähnt, ich will nicht jammerisch rüberkommen.

Beitrag von xyz74 10.02.11 - 17:01 Uhr

Extra wecken würde ich nicht.
Lass sie schlafen.

Hab gesehen, dass Du im Taunus wohnst.
Tolle Gegend, wenn Dein Kind so pflegeleicht ist, eine tolle Gegend um viel zu unternehmen.

Beitrag von speedy80 10.02.11 - 17:05 Uhr

Ja Taunus ist super oder halt eben Frankfurt, wenn man mal in eine große Stadt möchte.
Ich muss gestehen, dass ich nicht gerne alleine unterwegs bin. Ich bin gerne unterwegs, habe aber immer gerne jemand dabei.

Beitrag von xyz74 10.02.11 - 17:12 Uhr

Ich selber hab unterwegs mit Baby immer irgendwen kennengelernt bzw. bin mit irgendwelchen Leuten ins Gespräch gekommen.
Die Leute lieben es in den Kiwa zu gucken. Noch toller ist es wenn ich mit Bondolino unterwegs bin. Werde immer gefagt was das ist.

Machst Du Rückbildungsgymnastik?
Darüber haben sich bei mir tolle Kontakte ergeben.
Wir sind eine richtig eingeschworene Truppe inzwischen.
Treffen uns nicht nur mit unseren Kindern sondern haben auch unseren Frauenabend und gehen 1x wöchentlich zusammen schwimmen.
Auch über die anderen Kurse hab ich immer nette Frauen kennengelernt mit denen ich mich immer wieder mal Treffe.
Entweder einfach auf nen Kaffee und etwas Klönen. Mit einer anderen Mutter, die ich aus einem Babytreff kenne, gehe ich jetzt 2x wöchentlich laufen.
Für mich waren die Kurse immer eine tolle Kontaktbörse. Ebenso Flohmärkte oder Bazare.

Beitrag von maylu28 10.02.11 - 17:16 Uhr

Hallo Speedy,

mir geht es auch so....ich bin gerade mit dem 2. Kind zu Hause (13 Wochen) und ich könnte auch schon wieder arbeiten gehen, aber bei uns ist das mit den Betreuungsplätzen nicht ganz so einfach und ich will es auch nicht meinem Jüngsten gegenüber....aber wenn ich mit meinem Mann tauschen könnte, dann würde ich es machen...ich hab zwar soziale Kontakte hier, aber ich geniese auch eine gewisse Verantwortung beruflicher Natur und Herausforderung zu haben....eben nicht nur Mama sein...Mein anderen Müttern redet man ja auch meistens nur über die Kleinen ....aber das Berufliche ist schon ganz anders.....mir fehlt das sehr und ich freue mich sehr wenn ich im Oktober wieder anfange...klar tut es weh, wenn ich meinen kleinen dann in die Krippe geben, aber mein Großer genießt die Krippe sehr und fühlt sich sehr wohl....er bekommt da viel was ich ihm garnicht so in der Menge geben kann, daher finde ich es super....ich geh auch nur halbtags arbeiten und hab mir nachmittags viel Zeit genommen für meinen Großen und hatte auch richtig viel Spaß mit ihm.....ich genieße es einfach mehr, wenn ich ein paar Stunden am Tag nicht nur Mutter bin...dann bin ich einfach ausgeglichener, und dann bin ich voll für meine Kinder da.......
Es bin ich wieder zu Hause und hab einige Freundinnen mit denen ich mich regelmäßig treffe, dass reicht mir jetzt erstmal schon.....Ich an Deine Stelle würde auf jedem Fall irgendwelche Gruppen besuchen (Pekip oder Krabbelgruppe, Musikgarten usw...) einfach das Du mal rauskommst und andere kennenlernst, das ist zwar nicht das gleiche, aber so eine bisschen Programm in der Woche tut gut........und vielleicht findest Du ja ein paar nette Freundinnen für Dich und Dein Kind.......

Ich geh auch regelmäßig zu Meetings in die Arbeit, auch mit den Kindern....mein Chef findet es total toll und freut sich immer, so halte ich Kontakt und bleibe informiert (klar das geht jetzt bei Dir nicht)...

Ich liebe meine Kinder auch über alles...und ich nehme viel Zeit für sie, aber ich bin nicht nur Mutter, ich bin auch Ehefrau, Tochter, Enkelin, Arbeiter, Sportler, Künstler usw......und jeder Teil sollte zumindestens ab und zu zu seiner Berechtigung kommen......

Liebe Grüße,
Maylu

Beitrag von gimletenazul 10.02.11 - 17:35 Uhr

Aloha!

Ich verstehe dich nur zu gut. Ich liebe meinen Sohn und genieße die Zeit mit ihm, aber ich fühle mich auch oft frustriert, weil mein Tagesablauf nur noch aus dem Kleinen, Wäsche, Einkaufen, Putzen besteht. Ich habe schon überlegt, freiberuflich zu arbeiten - aber hätte dann auch wieder das schlechte Gewissen, wenn ich vor dem Laptop sitze und der Kleine wach ist.

Manchmal frage ich mich wo ich bin. Und wenn mein Freund dann von der Arbeit kommt und mich fragt, was wir heute gemacht hätten, könnte ich an manchen Tagen los heulen und bin dann auch unfair ihm gegenüber, indem ich patzig werde. Vorallem wenn er mal über Nacht wegen dem Job weg muss und mir erzählt, was er dort für einen Stress hat und das er uns vermisst und es für ihn auch nicht einfach ist. Ja, aber er hat irgendwann Feierabend, ich habe 24 Stunden! Und er darf auch mal produktiv arbeiten, Projekte gestalten etc. Das fehlt mir auch!

Ich würde zum jetztigen Zeitpunkt gar nicht wieder voll arbeiten gehen wollen. Aber ich brauche auch ein bißchen Ausgleich. Ich persönlich brauche das und habe das Gefühl, mich zu verlieren, da ich nie die typische Hausfrau war und seien wollte und mich selbst völlig unattraktiv sehe, so als Hausfrau.

Und ehe hier Anfeindungen kommen: Jede Frau muss ihren Weg finden und die Hauptsache im Leben ist doch, wenn man glücklich ist. Niemand ist besser oder schlechter, ob er nun zuhause bleibt oder arbeiten geht. Ich möchte jedoch auch mein eigenes Geld verdienen und ein bißchen Abwechslung zum Job im Haushalt haben.

Beitrag von 23082008 10.02.11 - 18:21 Uhr

Hallo Speedy,

auch mir geht es so. Ich habe vor der Elternzeit einen tollen Job gehabt, habe ihn aber auf 20 Stunden reduziert, weil ich zudem ein Masterstudium in Vollzeit mache. Eigentlich wollte ich dort auch ein Jahr Pause machen, aber ich bin zu Hause auch geistig total unterfordert. Das macht mich kirre und bin auch manchmal zickig zu meinem Partner. Tut mir ehrlich Leid, aber da muss sich was ändern. Ich werde deshalb ab April (die Kleine ist dann 7 Monate) schon wieder mit dem Studium anfangen. Da ich im Sommersemester nur noch vier Kurse machen muss kommt die Kleine nebenan zu Oma und Opa. Im Wintersemester haben wir einen tollen Krippenplatz und ich mache dann mein letztes Semester. Im Anschluß kommt entweder Nr.2 oder ich steig ins Referendariat ein, mal sehen wie es kommt.

Zudem mach ich für eine Freundin eine neues CI und eine Internetseite. Sie hat einen Babyladen neu eröffnet und ich helfe gerne.

Ich denke jede Frau ist anders und nur wenn es der Mama gut geht, geht es der ganzen Familie gut.

Ich würde natürlich, so wie alle anderen Mütter, die hier schon geantwortet haben, NIE etwas tun, was schlecht für mein Kind wäre. Die Betreuung muss schon perfekt sein, sonst geht es eben nicht.

Liebe Grüße
Moni

Beitrag von carinio35 10.02.11 - 18:31 Uhr

Hallo,

ich kann mich nur anschließen: Du bist nicht allein und weder arrogant noch egoistisch mit diesen Gedanken.

Ich wußte immer, dass ich keine Elternzeit machen könnte und hab es auch nicht gemacht. Hab die ersten Monate mit Homeoffice überbrückt und die Kleine seither in der Kita.

Aber klar, deine Situation ist deutlich schwieriger. Das Gute ist, dass es nur noch 7 Monate so geht. Das geht vorbei. Wenn ich richtig verstanden habe, gehst du dann in deine alte Heimat zruück und machst beim gleichen Arbeitgeber weiter. Denk daran und freu dich drauf. Vielleicht gibt es auch irgendwas, was du schon vorbereiten kannst? Kita suchen, Wohnungen suchen, Umzug vorbereiten... Vielleicht kannst du ja auch mal hinfahren, und auf deiner alten Arbeit das Baby vorzeigen?
Ich weiß ja nicht, was du arbeitest, aber gibt es vielleicht irgendeine Form von Weiterbildung, die du zwischenzeitlich mitmachen könntest?

Ansonsten denke ich, wenn du schon in der Elternzeit "festhängst", mach das beste draus. Such dir ein paar Kurse mit Baby. Schwimmen, Massieren, PeKip... Da gibt es ja so einiges.
Gibt es sonst noch was, was du dir vornehmen kannst? Vielleicht was handwerkliches, ein größeres Projekt. Oder was soziales? Ist nicht jedermanns Sache, aber vielleicht gibt es was, wo du dich engagieren könntest.

Aber du hast ja nicht einfach Langeweile. Vielmehr bist du traurig. Das ist gar nicht gut. Ich denke, es ist ein sehr guter Anfang, dass du hier geschrieben hast und das Gespräch suchst (biete mich da auch gern an). Nichts ist schlimmer, als den Ärger / Unmut in sich hineinzufressen. Bleib auch unbedingt mit deinen Freunden aus der alten Heimat in regem Kontakt.

Mehr fällt mir aber so spontan auch nicht ein. Vielleicht kommt mir ja noch ne Idee.

Liebe Grüße und lass den Kopf nicht hängen.
C.