Gibt es irgendwas, was ihr beim nächsten Kind anders machen würdet?

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Beitrag von mariju 10.02.11 - 17:02 Uhr

Hallo Mädels!

Das Thema hatte ich eben mit einer Freundin, ihr Sohn ist drei und sie erwarten in 4 Monaten ihr zweites Kind.
Sie fing direkt an zu erzählen das sie das Kind nicht mehr so "begluckt" und Familienbett ist auch nicht mehr. Ihr Sohn ist so extrem Mama bezogen, das war wohl zeitweise so schlimm das sie ihn nichtmal alleine beim Papa oder bei der Oma lassen konnte um nur für 30 Minuten einkaufen zu gehen. Er sollte jetzt auch in den Kindergarten, aber nix geht ohne Mama. Sie sagte auch das die kleine Maus die unterwegs ist nichts im Ehebett verloren hat, das war die ersten Monate schön, aber den Sohn daran zu gewöhnen das er jetzt sein eigenes Zimmer hat war hart.

Auf dem Heimweg bin ich an grübeln gekommen und ich habe auch was, was ich beim nächsten Kind auf jeden Fall anders machen werde.
Bei mir ist es das Thema stillen.
Meinen Sohn wollte ich unbedingt bis zum Beikoststart voll stillen. Mit 8 Wochen kamen dann Problemchen, er ist nicht mehr satt geworden von meiner Milch. Das war meine eigene Schuld, ich habe einfach keinen Apetit gehabt und habe mich nur von Stilltee und Wasser ernährt und nur gezwungener Maßen einmal am Tag was warmes gegessen und dann auch nur paar Häppchen. Milch hatte ich satt und genug, nur war einfach keine Power dahinter. Ich habe auch versucht meine Ernährung umzustellen, doch irgendwie war es frustrierend zu sehen das mein Kind brüllt wenn es an der Brust ist und tatsächlich noch 120ml Fertigmilch trinkt obwohl es vorher schon 30 Minuten an beiden Brüsten getrunken hat. Bis zur 11. Woche habe ich eigentlich voll gestillt. Ich hab nur wenn es ganz extrem war eine Flasche gemacht, kam etwa alle zwei bis drei Tage mal vor. Mit 12 Wochen hab ich mich dann entschieden abzustillen, das ging im Nachhinein einfach zu schnell. Zwei Wochen später war er schon ganz abgestillt. Natürlich war es schön zu sehen das es ihm durch die Fertigmilch viel besser ging, aber hätte ich doch einfach vorher mehr auf mich geachtet, dann wäre es garnicht soweit gekommen. Das Stillen vermisse ich sehr, ich finde das mit der Flasche jetzt nicht wirklich schlimm, aber ich weiß das ich es beim nächsten Kind einfach anders machen werde.

Gibt es bei euch vielleicht auch irgendwas wo ihr sagt das will ich beim nächsten Kind auf jeden Fall anders machen?

Liebe Grüße
mariju & klein Luis (20 Wochen)

Beitrag von savaha 10.02.11 - 17:08 Uhr

Ja, ich würde das nächste Kind nicht mehr im Krankenhaus bekommen.

Ansonsten fühlen wir uns in allen Dingen gut, wie wir es gemacht haben und machen (15 Monate alt).

Beitrag von akti_mel 10.02.11 - 17:11 Uhr

Bis auf die Tatsache, dass der Kinderwagen bei der Oma bleiben kann, weil ich ihn eh nicht brauche, werd ich nix anders machen.

Okay, das Kind kommt wohl zu Hause oder im Geburtshaus zur Welt, Krankenhaus nur unter Zwang.

Zu Deiner Freundin: Vielleicht hätte sie den Sohn von selbst aus dem Familienbett ausziehen lassen sollen, dann wäre es auch nicht so ein Krampf geworden.

M.

Beitrag von xyz74 10.02.11 - 17:19 Uhr

Bei mir ist nr.2 schon da und ich hab tatsächlich einiges anders gemacht.
Fing schon mit der Geburt an.
Hab mich mit HypnoBirthing darauf vorbereitet.
Die Geburt war ein Klacks!
Hatte auch eine Liste für die Hebamme.
Was ich möchte (Badewanne etc) und was auf keinen Fall (zb Dammschnitt lieber reißen lassen.Ist aber alles ganz geblieben.

Die Kleine wird genauso viel getragen wie ihr Bruder auch.
Er war überhaupt nicht Mamabezogen und das obwohl er ständig bei mir war.
Meine Tochter ist dagegen total auf mich fixiert. Von daher hat das nichts mit "Erziehung" zu tun. Es ist einfach eine Charaktersache.

Ansonsten lasse ich mich nicht mehr so leicht von anderen verunsichern und ziehe mein Ding durch.

Beitrag von incredible-baby1979 10.02.11 - 17:34 Uhr

Hallo,

ich möchte bei einem evtl. 2. Baby ambulant entbinden (zuhause oder im Geburtshaus traue ich mich nicht, da es bei Julian zu Komplikationen kam, wo der Oberarzt und ein KIA anwesend waren, nebst Hebamme und Kreisssaalärztin).

Das Thema "Stillen" werde ich dann gelassener angehen (hatte bei Julian keinen Milcheinschuss), vielleicht klappt es ja dann beim nächsten Mal (fraglich). Vielleicht bin ich dann nicht ganz so traurig wie bei Julian, wenn es nicht klappt.

Tja, und ansonsten würde ich ALLES genauso machen wie bei unserem Kronprinzen. Hatte mich immer gut und gründlich über diverse Themen informiert und mein Ding durchgezogen (egal was andere sagten). Reinreden (schreien lassen etc., frühe Beikost) ließ mir gar nicht - bin ein Sturkopf :-p.

LG,
von der kranken incredible

Beitrag von nicole982 10.02.11 - 17:44 Uhr

Halli Hallo.

Ich werde mein zweites Kind zwar im Krankenhaus zur Welt bringen, werde aber nach der Geburt (soweit alles ok ist) gleich heim gehen.

Zum zweiten werde ich mich mehr auf meinen Bauch verlassen, anstatt mich von anderen immer so verrückt machen zu lassen . Ich sag nur: Du kannst das Kind ruhig mal schreien lassen! Oder: Was? Das hätte ich aber ganz anders gemacht! usw.... und sowas kommt meistens von denen die keine Kinder haben !

LG
Nicole mit Leon (18 Wochen)

Beitrag von pegsi 10.02.11 - 17:53 Uhr

Ob bewußt oder unbewußt, beim zweiten Kind macht man automatisch einiges anders, weil man mehr Erfahrung hat.

Ich werde beim zweiten Kind nicht auf den Rückbildungskurs verzichten (habe ich bei der Großen gemacht, weil sie immer geweint hat und ich dann glaubte, ich müsste da bleiben). Diesmal kriegt der Papa ne Flasche in die Hand (obwohl ich stillen werde), und dann wird er das schon schaffen...

Den Wickeltisch lassen wir diesmal ganz weg, da wir den auch bei der Großen nicht brauchten. Sobald sie sich drehen konnte, haben wir ohnehin auf einer Matratze gewickelt.

Dafür bekommt das zweite Kind eine Wiege, weil wir ja nicht wie bei der ersten wochenlang mehr oder weniger im Bett leben können (war das gemütlich!).

Wir werden nicht bei jeder Beule ins Krankenhaus rasen (wie oft habe ich den Satz gehört "Ist das Ihr erstes Kind?"). :-D

Bestimmt gibt es noch ganz viel mehr...

Beitrag von bu83 10.02.11 - 18:23 Uhr

juhu,

hmm... es gibt ein, zwei Sachen die ich anders machen würde.

ich würde mir ein Babybay kaufen. Unser erster Sohn lag in der Wiege bzw. dann bei uns mit im Bett. Und das wird auf Dauer doch recht eng.

Und ich würde mit dem Beikoststart warten bis er richtige Anzeichen macht. War das manchmal ein Kampf den Brei reinzubekommen. Würde ich jetzt anders machen. Unser großer war beim Beikoststart ca. 5 Monate alt.

Und sonst finde ich, läuft es bei uns ganz gut :-)

lg bu

Beitrag von thalia72 10.02.11 - 18:31 Uhr

Hi,
nö, eigentlich nichts. In die "bösen Verwöhnfallen" sind wir schon wieder voll reingetappt: Einschlafstillen, Tragen, FB,...
Doch einen hab ich. Ich bin viel gelassener, wenn er mal beim Papa (oder Oma) bleiben muss/kann/darf und der Papa auch.
Ansonsten muss er leider doch mal eher schreien, wenn ich mich um den Großen kümmern muss, da hat`s so ein Erstgeborener doch besser.

vlg tina + justus 17.06.07 + joris 27.10.10

Beitrag von lische 10.02.11 - 19:00 Uhr

Ich hatte genau dasselbe Problem wie du mit dem stillen, das würde ich dann auch anders machen, mich besser ernähren, mehr trinken usw. =)

Grüße Lisa und Mira Emilia

Beitrag von abbymaus 10.02.11 - 19:18 Uhr

Hallo!

Ja, ich würde auch einiges anders machen, mal sehen:

- Ich würde vor der Geburt zu einem Osteopathen gehen, um mich mal "durchchecken" zu lassen und direkt nach der Geburt mit meinem Kind dahin

- Ich würde einen knallroten Zettel in den MuPa legen, was mit meinem Kind nicht gemacht werden soll im KH, also kein Schnuller etc. und dass ich über ALLE Untersuchungen und Befunde VORHER aufgeklärt werden will, und nach Möglichkeit dabei sein will, es sei denn, es ist Gefahr in Verzug

- Ich würde bei einem Blasensprung ein Antibiotikum nehmen

- Ich würde die ganze Schwangerschaft nur noch von einer Hebamme betreuen lassen anstatt mich von allen Ärzten scheckig machen zu lassen, was doch alles mit dem Kind passieren kann

- Ich würde keinen Kinderwagen mehr kaufen, aber ein babybay

Ich glaub das war soweit alles.

Was ich auf jeden Fall wieder tun würde ist stillen nach Bedarf, tragen, tragen und nochmal tragen und auch Familienbett (bzw babybay wegen des Platzes) und natürlich wieder eine Hausgeburt anstreben.

LG

abbymaus

Beitrag von jd83 10.02.11 - 20:35 Uhr

Hallöchen,

also ich kann bis jetzt noch nicht so genau sagen, ob und wenn ja, was ich beim zweiten Kind anders machen würde. Ich bin erst seit 10 Wochen Mama und bin bis jetzt ganz gut zurecht gekommen.

Auf keinen Fall würde ich mir reinreden lassen, von wegen Kind schreien lassen....Stillen nach der Uhr...nicht so verwöhnen... alles Käse. Ich bin die Mutter und entscheide, wie ich mein Kind behandele.

Stillen klappt super, daher würde ich es genauso wieder machen.

Im Krankenhaus würde ich mich höchstens unter der Geburt mehr aufklären lassen...und nicht erst nach 17 h erfahren, dass mein Kind sich nicht richtig in den Geb.kanal gedreht hat :-( Das war nämlich unnütze Quälerei bei Louis...hätte nicht sein müssen.

Eines kann ich doch schon sagen....ich würde etwas gelassener sein, wenn Dinge nicht sofort klappen...und meinem Kind und mir genügend Zeit geben.

LG jessi und Louis 10 Wochen

Beitrag von nineeleven 10.02.11 - 22:57 Uhr

Hmm, also bei mir ist es so, dass ich beim ersten Kind alles anders machen würde als jetzt beim Zweiten.

Meine Tochter war mein erstes Kind, ich war schon in der SS angespannt und nervös, konnte mich nicht richtig auf das Kind einstellen. Die Geburt war ein Not-KS. Die ersten Monate mit ihr waren für mich nicht wirklich schön. Ich hab oft geheult, hab ihr die Schuld an meinem Versagen gegeben usw. Ich hab gedacht ich mache alles falsch. Niemand hat mir geholfen und ich hab mir auch keine Hilfe geholt. Letztendlich hat sie von mir nicht die ganze Liebe bekommen die sie verdient hätte.

Trotz aller negativer Erfahrungen habe ich mich für ein zweites Kind entschieden und gleich gesagt diesmal gehe ich die Sache anders an und mache vieles anders. Ich habe die SS entspannter erlebt, habe Freude entwickelt. Ich habe mich positiv auf die Geburt eingestellt und habe mich sehr früh mit meinem Kind im Bauch beschäftigt und habe es angenommen. Die Geburt war spontan und wunderschön. Mein Sohn ist mein größtes Glück. Ich habe mir eine Hebamme genommen und habe Kontakte geknüpft.

Einige Sachen aber sind gleich. Ich habe meine Tochter 14 Monate gestillt, ich habe es gerne getan weil es mir wichtig war. Ich habe mich viel mit ihr beschäftigt und habe ihr schon immer viel zugetraut. Ich war keine Glucke, ich hab sie auch mal weinen lassen wenn sie zB beim Laufenlernen gefallen ist, ich habe sie ihre Erfahrungen machen lassen. Es gab nicht bei jedem Kratzer nen Pflaster. Es gab auch nicht immer gleich "Duzi-duzi". Sie ist heute mit fast 5 Jahren sehr selbstständig und hat ihren eigenen Willen, sie lässt sich nichts gefallen, ist aber anderen Kindern gegenüber sehr hilfsbereit.

Genauso möchte ich meinen Sohn erziehen. Er soll genug Liebe bekommen, soll aber auch eigene Erfahrungen machen dürfen. Ich möchte ihn nicht vor jedem Floh beschützen (solange keine wirkliche Gefahr besteht natürlich). Er wird solange gestillt, wie ER es möchte.

Doch ich spüre ein schlechtes Gewissen meiner Tochter gegenüber. Ich denke, ich hätte soviel wieder gutzumachen, ich würde ihr die ersten Monate viel schöner machen, wenn ich es nur könnte.

In diesem Sinne habe ich nach dem ersten Kind schon gesagt, beim zweiten mache ich vieles anders im positiven Sinne. Aber es überwiegt bei mir der Gedanke, hätte ich bloß beim ersten Kind vieles schon anders gemacht, dann hätte meine Tochter trotz vieler schöner Erfahrungen und Erlebnisse nicht so unter mir "gelitten".

LG
nineeleven