Sohn, 3,5 Jahre will im Kiga nicht mitmachen!!!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von simone7772 10.02.11 - 20:59 Uhr

Hallo!

Seit fast 1/2 Jahr geht mein Sohn jetzt schon in den Kiga.

Richtigen Anschluss hat er noch nicht gefunden und ist lieber für sich alleine. Wenn Kinder kommen und fragen ob er was mitspielen will, sagt er "Nein".

Seine Erzieherin hat mir heute gesagt, das er beim Morgenkreis auch nicht mitmacht, keine Antworten gibt und auf den Boden schaut, erklären kann er es nicht, warum er nicht mitmacht.
Er war jetzt wieder 2 Wochen krank und ist seit Montag wieder dort.

Die Erzieherin meinte, ich soll ihm klarmachen, das er sich beteiligen soll, da er sonst den ganzen Morgenkreis stört.
Nur was soll ich tun? Ausser ihm gut zureden?

Ansonsten hat sie noch gesagt, das er nicht traurig wirkt, er beobachtet viel und lacht auch, aber er möchte einfach nicht mit anderen Kindern spielen.
Was soll ich machen? Ist das normal?

LG Simone

Beitrag von sterni84 10.02.11 - 21:05 Uhr

Hallo Simone,

Du hast gerade zu 95 % meine Tochter beschrieben.

Leonie ist ebenfalls 3,5 Jahre alt und geht seit August in den Kindergarten. Sie liebt den Kindergarten und geht wahnsinnig gerne dort hin. Die Eingewöhnung war unproblematisch und sie hat noch keine Träne vergossen.

Allerdings spielt sie lieber für sich alleine und macht bei vielen Gruppenaktivitäten gar nicht erst mit. Sie sagt auch zu allem "nein" oder schüttelt einfach nur den Kopf. Zu den Erzieherinnen hat sie aber guten Kontakt und sieht sie als Bezugspersonen an.

Ich bin auch schon öfters von den Erzieherinnen darauf angesprochen worden und war jetzt daraufhin bei der Erziehungsberatung. Die Dame dort hielt das für völlig normal. Manche Kinder gewöhnen sich eben sehr langsam ein und da meine Tochter von je her sehr schüchtern ist, braucht sie eben länger. Wir sollen ihr die Zeit geben, die sie braucht und sie nicht unter Druck setzen.

Allerdings wollen wir jetzt gemeinsam mit der Dame von der Erziehungsberatung und den Erzieherinnen einen Plan ausarbeiten, wie wir Leonie`s Selbstbewußtsein stärken können.

Lass dich nicht verrückt machen - lass deinem Kleinen sein eigenes Tempo!

LG Lena

Beitrag von sequoia 10.02.11 - 21:06 Uhr

Hallo,

warum stört er den ganzen Kreis, wenn er doch gar nix macht?

Im Übrigen kommen alle Kinder von ganz alleine - wenn es sich lohnt.
Wird wohl nicht so spannend sein ;-)
Außerdem ist es nicht deine Aufgabe ihm Daheim gut zu zureden, wenn die Kindergärtnerin Probleme mit ihm hat.

Frag dein Kind mal, obs ihm gefällt, und ob es dazu eine Meinung hat. (Ob es langweilig ist, ob er sich nicht traut, oder bloss einfach noch nicht mag)

Ich meine, das ergibt sich alles von selbst mit der Zeit. Nicht alle Kinder "funktionieren" gleich. Lass ihm Zeit, das wird schon.


Grüße

Beitrag von keep.smiling 10.02.11 - 21:06 Uhr

"Die Erzieherin meinte, ich soll ihm klarmachen, das er sich beteiligen soll, da er sonst den ganzen Morgenkreis stört."


Also der Satz macht mich ja sehr stutzig. Du hockst wohl daneben? Ich würde mal sagen, es ist ihre Aufgabe, ihn zu beobachten, ihn kennen zu lernen und ihn zu motivieren. Und ich würde auch sagen, dass man mit Druck gar nichts erreicht.

Vielleicht ist es das Verhalten der Erzieher - wie gehen sie mit ihm um? Ist er ein Klotz am Bein?

Also so etwas von einer Mutter zu erwarten, hat sie das echt so gesagt?
Frag sie mal was sie denn tut, um ihn zu motivieren? Hat er Versagensängste? Interpretiert sie es als Verweigerung?

Mit ihr würde ich mal ein Einzelgespräch/Entwicklungsgespräch verlangen. Wenn sie es wirklich so formuliert hat, dann ist sie wohl recht unqualifiziert.

LG ks

Beitrag von simone7772 10.02.11 - 21:27 Uhr

Hallo!

Ja, so hat sie es gesagt. Sie hat mir heute auch gesagt, das sie ihm ab jetzt auch keine Antwort mehr gibt, wenn er ihr auch keine gibt.

Sie meint, das er sich weigert mitzumachen, ich kenne ihm so gar nicht.

Muss dazu noch sagen, das sie nicht seine Hauptbezugserzieherin ist, die ist diese Woche krank.

Vielleicht mag er sie auch nicht so? Wenn ich ihn frage gibt er mir keine richtige Antwort!

LG

Beitrag von sterni84 10.02.11 - 21:30 Uhr

Die sog. "Erzieherin" verhält sich absolut kindisch.

Da würde ich mal dringend um ein Gespräch bitten.

LG Lena

Beitrag von bb77 10.02.11 - 21:11 Uhr

Hallo Simone!

Mein Sohn (wird im März 4) war im ersten Kita-Jahr genauso! Er kam im Sommer 2009 rein und ist erst nach den letzten Sommerferien (2010) so richitg aufgetaut! Vorher hat er auch nur beobachtet, vereinzelte leichte Freundschaften geschlossen und wenig gesprochen (vor allem nicht mit den Erwachsenen)!

Die Erzieherinnen haben ihn NIE zum mitmachen gezwungen...sie haben ihm die Zeit gelassen die er brauchte! Sie haben ihn regelmäßig versucht zu motivieren, aber ihn nie gedrängt!!! Und jetzt:

Jetzt ist alles anders: er spielt, er macht in der Turnhalle mit, bei den Spielen im Stuhlkreis, er singt, er verabschiedet sich mit Umarmung bei den Erzieherinnen, er erzählt den Erzieherinnen von sich aus etwas......

Er ist generell ein eher zurückhaltendes Kind in neuen Situationen oder bei neuen Bekannten! Die U7a und auch die U8 letzte Woche hat er total verweigert! Er sprach nur 4 Worte mit dem Doc, so das dieser schon meinte: Wenn er bei der U9 nicht redet, schickt er ihn zum Sprachtherapeuten! #kratz

Ich würde noch einmal das Gespräch in der Kita suchen und darum bitten ihm noch ein wenig Zeit zu geben richtig "anzukommen"!!

Unterstütze ihn bei der Eingewöhnung, aber dränge ihn zu nichts. Zeig ihm das eine Unterhaltung mit den Erziehern "funktioniert"!!

Ich wünsch dir viel Glück.

Betty mit Luca (28.03.07)

Beitrag von tanteju78 10.02.11 - 21:36 Uhr

Hallo Simone,

zunächst mal möchte ich dir erzählen, dass mein Sohn sein ganzes erstes Kindergartenjahr sich NIE am Morgenkreis beteiligt hat und nur gaaaaaanz selten an anderen Aktivitäten wie basteln oder so. Er sass einfach dabei und hat beobachtet. Mehr nicht.

Er hatte aber das Glück, dass seine Erzieherinnen ihn so angenommen haben, wie er ist und ihn einfach haben beobachten LASSEN. Klar haben sie auch angeboten, ob er auch mal möchte oder ihn bei Einzelaktivitäten wie basteln mal etwas mehr angeschubst, aber NIE Druck ausgeübt. Sie haben nur versucht, ihm generell mehr Selbstbewusstsein zu vermitteln und ihm Sicherheit gegeben, dass es ok ist, sich eben nur so einzubringen, wie man mag.

Nach ca 1 Jahr hat er dann auch angefangen, sich bei Kreisspielen zu beteiligen, bei Fingerspielen auch die Finger zu bewegen und bei Liedern mitzusingen. Er hat gelernt, dass es so wie er es macht gut ist! Und Klaus neben ihn, der es anders macht, macht es auch gut! Jeder eben so, wie er kann und mag. Jetzt hat er ja noch weitere 1,5 Jahre um sicherer zu werden. Bestimmt wird er im nächsten Kindergartenjahr sich dann auch darum drängeln, an die Reihe zu kommen, wenn eines der tollen Kreisspiele gamacht wird!

Dein Sohn hat ja auch noch weitere 2 1/2 Jahre im Kindrgarten vor sich. Zeit genug, sich im Morgenkreis zu beteiligen, oder? Da braucht es keinen Zwang, nur Geduld!!! Und falls er währenddessen dann auch mal stört (was macht er denn? quatschen? Unsinn?), dann muss doch die Erzieherin reagieren. Du bist ja schliesslich nicht da, was also solltest du tun?

Achso, mal abgesehen vom Morgenkreis: Dein Sohn wirkt also durchaus glücklich im Kindergarten? Dann ist es doch momentan noch in Ordnung, wenn er lieber alleine spielen mag! Er ist doch erst 3,5 Jahre alt. Nach den Sommerferien kommen die "Großen" in die Schule, Neue rücken nach und die Gruppe stellt sich neu zusammen. Wer weiss, vielleicht fügt dein Sohn sich dann auch neu und anders in die Gruppe ein?

LG,
Ju

Beitrag von simone7772 10.02.11 - 21:53 Uhr

Hallo!

Vielen Dank für die Antwort!

Unsinn macht er keinen, im Gegenteil er sitzt still da und beobachtet alles und lacht auch öfters, er will halt nur nicht mitmachen und damit hat sie ein Problem, weil Ihrer Meinung nach sich halt alle Kinder zu beteiligen haben.

Sie sagt auch öfter, das wenn er mal weint, sie ihn schon durchschaut hat und er dann ja nur die alleinige Aufmerksamkeit von ihr will, und das geht nun mal nicht, bei so vielen Kindern.

Er ist halt etwas schüchtern und braucht länger, sie ist auch nicht seine Hauptbezugserzieherin, die ist im Moment krank.

Wenn ich ihn morgends abgebe, und nur sie ist da, da weint er öfters. Sie sagt dann: Es gibt keinen Grund zu weinen, du hast dich verabschiedet und jetzt ist gut!
Bei seiner Bezugserzieherin weint er nicht so oft und lacht auch wenn er sie sieht.

LG

Beitrag von tanteju78 11.02.11 - 11:00 Uhr

Hallo,

vielleicht bittest du am besten seine Bezugserzieherin um ein Gespräch, wenn sie wieder da ist? Sie kennt deinen Sohn doch dann bestimmt auch besser als die zweite Erzieherin (die das ganze als Problem ansieht). Dann kannst du gezielt nachfragen, wie sie deinen Sohn wahrnimmt und ob sie es auch problemetisch findet, nur weil er noch lieber beobachtet anstatt mitzumachen...

Naja, generell finde ich es sowieso nicht ganz so doll, wenn mit Bezugserziehrinnen gearbeitet wird---wenn die krank sind, wenn die vielleicht aufhören, wenn die kinder speziell die ihnen zugeteilte einfach unsympathisch finden usw; aber das ist ja ein anderes Thema ;-)

LG,
Ju

Beitrag von pinklady666 10.02.11 - 21:44 Uhr

Hallo

Dein Sohn zeigt ein ganz normales Verhalten. Er scheint ein eher zurückhaltender und schüchterner Junge zu sein und das ist in Ordnung.
Meine Tochter ist eher extrovertiert, überall dabei und hat ihre Mädelsgruppe schon gut im Griff (obwohl sie die jüngste ist). Sie geht seit letztes Jahr Mai in den Kiga und macht trotzdem erst jetzt, seit nach den Weihnachtsferien im Stuhlkreis mit. Antworten gab sie immer schon, aber sie plappert eh gut und gerne und vor allem viel. Und ihre Freundinnen hat sie schon seit dem ersten Kiga - Tag. Allerdings hatte sie es auch extrem leicht, sie kennt fast ihre ganze Kigagruppe schon aus dem Spielkreis und war daher auch schon die letzten drei Jahre immer mit den Mädels zusammen.
Wie stellen sich die Erzieherinnen denn das vor, dass du deinem Sohn irgendwas klarmachen sollst? Es ist ihre Aufgabe deinem Sohn so viel Zeit wie möglich und so viele Anregungen (sei es ihn in die Gruppe zu integrieren oder aber bei gemeinsamen Aktivitäten auch aktiv teilzunehmen) wie nötig zu geben damit er sich gut in den Alltag einfindet und Freundschaften aufbauen kann. Eltern sind da außen vor, wie sollen sie auch ins Geschehen eingreifen wenn sie nicht dabei sind?
Solange er nicht traurig ist sondern einfach erstmal nur viel beobachtet ist alles in Ordnung. Ich hatte schon Kinder die haben erst nach einem Jahr die ersten losen Freundschaften geknüpft. Und ich habe auch einen Jungen in meinem Zimmer der ist nun schon fast zwei Jahre da und macht trotzdem im Kreis nicht mit. Ihm ist es unangenehm im Mittlepunkt zu stehen. Das respektieren wir natürlich. Wir helfen ihm so gut es geht mit diesem Gefühl umgehen zu lernen und versuchen sein Selbstbewusstsein zu stärken. Es gibt Menschen einfach solche Kinder und solche Kinder.
Mach dir keinen Kopf, es ist normal und wird sich mit der Zeit auch geben, und zwar dann wenn dein Sohn soweit ist. Nur nicht drängen.

Liebe Grüße

Bianca mit Marie Danielle (*21.06.2007) und Sophie Marielle (ET 22.06.2011)

Beitrag von hellokittyfan-07 11.02.11 - 09:05 Uhr

hallo, meine tochter war auch so und manchmal ist sie immer noch so. es hat in der kita genau 1 jahr gedauert bis sie nun ein richtiges kitakind ist. lass ihm zeit, versteh da die erzieherin nicht. das kommt keine angst, mittlerweile hat sie auh freundinnen und geht super gern in die kita war ja auch immer ein thema das sie nicht hin wollte.

lg.nicole