warum kann sie uns nicht einfach in Ruhe lassen?

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von santa-claus 10.02.11 - 21:16 Uhr

Huhu,

meine schwiegermutter ist vor einigen monaten endlich hier ausgezogen. ich sage "endlich", weil sie uns jahrelang das leben zur hölle gemacht hat. sie ist alkoholikerin und in den letzten beiden jahren ist ihr alkoholkonsum extrem gestiegen.

ihr "auszug" zog sich bis heute (!) hin. sie hat es einfach nicht geschafft, ihre vermüllte bude leer zu räumen. nun haben wir endlich einen letzten "termin" für heute ausgemacht, an dem die letzten kisten rauskommen sollten.

leider ist vieles übrig geblieben, denn was man nicht braucht in der neuen wohnung, bleibt einfach liegen. so glaubt sie jedenfalls.

ich räum ihren müll gerne weg, wenn ich sie dafür los bin.

wir haben uns dazu entschlossen, den kontakt zu ihr abzubrechen. ich mag gar nicht aufschreiben, was da alles vorgefallen ist, aber wir wollen unsere kinder schützen. sie neigt unter alkoholeinfluss zu gewalttätigkeiten.

leider hören die sorgen nicht auf. in der schule, in die unser großer gehen wird, war sie jahrzehntelang lehrerin. heute meinte sie zu meinem mann, sie würde zur schuleinführung kommen. die schule wäre ein öffentliches gebäude, da könnten wir ihr das kommen nicht verbieten.

was wir wollen, zählt dabei offensichtlich nicht. im KIGA ist sie auch schon ungebeten zu einer weihnachtsfeier aufgetaucht.

nun hab ich die wahl, in KIGA und schule mitzuteilen, dass sie ein kontaktverbot hat, da sie alkoholikerin ist oder aber darauf zu vertrauen, dass sie nicht kommen wird.

ich hab keine lust, die schmutzige wäsche in schule und KIGA zu waschen. aber was soll ich machen?

sie hat, als sie noch hier lebte, uns stundenlang im garten beobachtet, stand an ihrem fenster und hat heimlich fotos von den kindern gemacht. wir waren im eigenen garten unter beobachtung. das war grauenhaft. und solche beispiele gibts viele.

was würdet ihr tun?

ich möchte für meine kinder, vorallem den großen, endlich ruhe haben. er leidet unter der situation, hat die saufereien mitbekommen und spätestens beim auszug gemerkt, dass sie für ihn nicht viel übrig hat.

lg santa-claus

Beitrag von stoltze-mami83 10.02.11 - 21:44 Uhr

Hallo

also zunächst mal möchte ich Dich mal ganz lieb drücken#liebdrueck
ich weis wie Ihr euch fühlen müst meine "Mutter" ist ebenfalls alkoholikerin und wird ebenfalls unter alkohol ich sag mal vorsichtig sehr stengerlustig.

was ich dir raten würde definitiv in schule und Kiga und wo auch immer es erforderlich ist die Behörde zu informieren und zu sagen das sie ein kontacktverbot hat aus diesen grund weil sie alkoholikerin ist und deshalb oft nicht ganz klar bei verstand.

was du noch machen kannst du kannst eine Bannmeile gegen sie erklagen dazu müstest du dich von einen rechtsbeistand informieren lassen.was die Anwaltskosten betrifft solltet Ihr wenn kein so hohes Einkommen habt eine PKH (Prozesskostenbeihilfe) ausfüllen gibts beim Anwalt.

ich wünsche Euch ganz viel Glück und drück dir de daumen.

lg

Beitrag von .roter.kussmund 10.02.11 - 22:20 Uhr

"ich räum ihren müll gerne weg,"

was habt ihr mit deren müll zu tun?
darum kann sich doch der vermieter ihrer wohnung kümmern und es ihr in rechnung stellen.

Beitrag von imzadi 11.02.11 - 01:12 Uhr

Ich find es irgendwo scheisse! Nun habt ihr es geschafft die kranke Person abzuschieben und den Kontakt zu den Enkeln zu verbieten. Da wird es dieser kranken Person noch übel genommen das sie Fotos von ihren Enkeln gemacht wurden.

Vielleicht mag es hier gang und gebe sein das man Kranke für immer zum Teufel schickt, auf der anderen Seite kann ich mir aber auch vorstellen das eine solch lieblose Umgebung zum Drogenkonsum verleitet.

Beitrag von ajl138 11.02.11 - 06:34 Uhr

Ja natürlich hast du Recht:
Alkoholabhängigkeit (die meist der Betroffene gar nicht wahrhaben will) und Gewalttätigkeiten sind natürlich einfach als Krankheit hinzunehmen,und alles wird Friede ,Freude Eierkuchen,weil: "Naja,was soll man machen,sie ist halt krank!"

Achtung, Ironie!!!!!!!!

"...kann ich mir aber auch vorstellen das eine solch lieblose Umgebung zum Drogenkonsum verleitet. "

Sie haben mit der Mutter in einem Haus gewohnt...und dann wurde es immer schlimmer.

Manche können wirklich nur mit Vorwürfen um sich schmeissen, ohne nachzudenken........#augen#augen#augen

Beitrag von mansojo 11.02.11 - 08:20 Uhr

trotzdem sollte man nicht vergessen das alkoholismus eine krankheit ist

die ein oder andere verhaltensweise kann und muss man da richtig interpretieren

aber egal
suchterkrankte dürfen kein verständnis erwarten

Beitrag von sisi29775 14.02.11 - 21:49 Uhr

Ganz genau, Suchtkranke dürfen keine Hilfe erwarten!
Nämlich genau dann nicht, wenn ich Kinder vor solchen 'Menschen' schützen muss.
Würde sie das nämlich nicht tun und würde irgendwann mal hier schreiben, dass die alkoholsüchtige Schwiegermutter im Suff ein Kind die Treppe herunter geschupst oder geschlagen hat, würden die Pro-Schwiegermutter nämlich jaulen, warum die TE die Kinder nicht geschützt hat!

Beitrag von kuckuk 11.02.11 - 10:04 Uhr

hallo,

du hast sowas noch nicht durchgemacht. Ich dachte auch es sei verantwortungslos meine SM allein leben zu lassen.
Jetzt würde ich sonstwas dafür geben nicht mit ihr zusammen leben zu müssen.
Nicht nur die andauernden Beleidigungen, Verläumdungen bei gottweißwem, ständig Kosten weil sie Sachen kaputt macht usw

Helfen lässt sie sich nicht, sie ist ja "nicht krank" (hat Demenz, trinkt schon vor dem Frühstück ein Likörchen).

Nein, du weißt nicht wovon du da redest. Ich bin froh wenn meine SM mal soweit ist daß auch ein Arzt endlich den Zustand erkennt und sie in ein Heim kommt.
Jetzt werft Steine und schimpft wegen der Heimkosten.
Aber meine Gesundheit, die seelische Geundheit meiner Kinder ist mir wichtiger.
Und nicht zuletzt kann in einem Heim auch auf meine SM eingegangen werden und ihr kann endlich (wenn auch zu spät) geholfen werden.

Gruß

Kuckuk

Beitrag von snuffle 11.02.11 - 13:35 Uhr

Was du hier von dir gibst, da geht mir echt die Hutschnur hoch.

Kennst du das Zusammenleben mit einem Alkoholoker? Ich denke wohl nicht...

Was du Krankheit nennst, nenne ich selber Schuld.

Ich kann nicht selbst entscheiden ob ich Nierenkrank bin, ich kann auch nicht selbst entscheiden ob ich Krebs habe ABER ich kann selbst entscheiden ob ich saufe oder nicht und wenn wann und wieviel.

Das kann jeder selbst entscheiden. So viel also zu Krankheit.

Wenn ich denke, meine Kinder sind in Gefahr, weil dieser Mensch zur gewaltätigkeit neigt wenn er voll ist, ja dann seh ich zu das ich den los werde und spreche ein absolutes Kontaktverbot aus, wenn es sein muss auch in Kiga und Schule.

Beitrag von mansojo 11.02.11 - 13:53 Uhr

falsch

ein suchterkrankter kann das eben nicht steuern




zusammenleben kann man mit einem suchterkrankten nicht da geb ich dir recht

dennoch ist es eine krankheit
die schuldfrage zu stellen bringt nimanden weiter

Beitrag von karin3 11.02.11 - 14:07 Uhr

Hallo,

Suchtkranken hilft man indem man sie fallen läßt. Es muss zur Selbsteinsicht kommen und so lange noch Jemand da ist, kommt die in der Regel nicht.
Informiere dich lieber besser.

Gruß Karin

Beitrag von greeneyes 12.02.11 - 14:46 Uhr

Du hast doch gar keine Ahnung wie das Leben mit einem Alkoholkranken ist!! Es sei denn, du bist selbst Alkoholkrank und redest es somit schön!!!#kratz

Man muß die Kinder davor schützen und somit hat die Threaderöffnerin alles richtig gemacht!

Beitrag von mansojo 11.02.11 - 08:22 Uhr

hallo,

ich find es richtig den kontakt so weit wie möglcih einzuschrenken

weiß sie das sie krank ist?
hat sie schonmal einen entzug gemacht?


ich kann verstehen das ihr eure kinder schützen wollt

trotzdem würde ich sie nicht ganz aus dem familienleben ausschließen
wäre der umgang mit den enkeln nicht ein anreiz für einen entzug?


der alkohol verändert den menschen
vielleicht ist ja hinter der sucht doch noch eine liebevolle großmutter


alles gut manja

Beitrag von criseldis2006 11.02.11 - 08:30 Uhr

Hallo,

sag in Schule und KiGa ganz klar, dass sei Kontaktverbot hat und wenn sie trotzdem auftaucht, ihr nicht wollt, dass sie in Kontakt mit den Kinder kommt.

Ich habe den Kontakt zu meinen Eltern abgebrochen. Mein Vater ist auch Alkoholiker und meine Mutter ist Co-abhängig.

Ich arbeite bei der Gemeinde und meine Eltern habe seeeeeehhhhhrrrrr viele Schulden bei der Gemeinde. So kam mal unser Vollstreckungsbeamter und meinte, dass ich ja monatlich 100 € zahlen können, damit die Schulden meiner Eltern bezahlt würden. Ich verlor fast meinen Job wegen meiner Eltern.
Da war das Fass für mich voll. Ich habe bei allen Kollegen ganz klar gesagt, dass ich nicht für die Schulden meiner Eltern aufkomme und auch keinen Kontakt mehr zu ihnen habe.

Seitdem ist Ruhe.

Es ist gut, dass du deine Kinder schützen willst, deshalb musst du auch im KiGa und Schule klare Ansagen machen, sonst kommt ihr nie zur Ruhe.

LG Heike

Beitrag von dur 11.02.11 - 10:49 Uhr

Hallo


Lass dich mal drücken #liebdrueck

Ich kenn das nur von meinem Vater her. Der war auch des Alkohols bester Freund uns sagte damals meinem Schwager das er uns ruhig vermöbeln darf wenn es nötig ist. Aber das ist eine lange Geschichte.


Du solltest den Behörden, Kiga und Schule die Situation schildern und ihnen auch sagen das ein Kontaktverbot besteht. Daran müssen sie sich denke ich halten

Schau das du dich bei einem Anwalt informierst was du sonst noch für Möglichkeiten hast

Deine Kinder müsse geschützt werden!

Lg, Frossi

Beitrag von santa-claus 11.02.11 - 19:57 Uhr

hey,

lieben dank für eure antworten.

erklärend möchte ich noch was sagen, da einige dies und das gefragt haben.

ja wir dachten, als wir zum ersten mal schwanger waren, dass ein enkelchen von uns sie zu einem entzug bewegen könnte. hilfe haben wir mehrmals angeboten, aber sie trinkt nicht nach eigener aussage.

früher war sie auch nur sogenannte quartalstrinkerin, also konnte wochenlang trocken sein und hatte dann böse abstürze.

leider hat das saufen zugenommen. auch unser erster sohn war kein anreiz, mit dem trinken aufzuhören. sie hat es mehr und mehr zu verheimlichen versucht und leider sich immer dann unserem sohn genähert, wenn sie angetrunken oder schon betrunken war.

wenn man zusammen wohnt, ist es nicht so leicht, das kind von ihr fernzuhalten. irgendwann hat er mich gefragt, warum er nicht zu ihr darf und ich hab ihm versucht zu erklären, dass sie krank ist.

auch unser sohn nr. 2 hat sie nicht dazu bewogen, aufzuhören, im gegenteil. sie hat böse gerüchte über uns verbreitet.

ich habe mich übrigens hilfe bei beratungsstellen gesucht, weil ich einfach nicht weiter wusste. überall wurde mir das schlechte gewissen genommen, das mir einige leute einreden wollten. klar ist alkoholismus ne krankheit, aber sie entscheidet selbst, zu trinken.

wenn jemand im alkoholrausch seinen im rollstuhl sitzenden, also wehrlosen, mann schlägt, dann hört für mich der spaß auf und ich schütze meine kinder mit allen mitteln.

daher das kontaktverbot.

ich werde wohl mit der schule und dem KIGA sprechen.

leider war sie jahrelang lehrerin in der schule und ist dicke freundin der dortigen direktorin. aber notfalls gehe ich ne stufe höher. gebe ich ihn in eine andere schule, ist er getrennt von seinen freunden und das würde ja auch ne art flucht bedeuten. warum soll er bestraft werden?

einen anwalt würde ich gern hinzuziehen, aber ich bin doch dann in der beweislast. wie soll ich beweisen, was vorgefallen ist?

also lieben dank euch allen, es tut gut, mit anderen betroffenen zu reden.

lg santa-claus

Beitrag von kuckuk 11.02.11 - 21:49 Uhr

#liebdrueck

Ja, auch wenn du den Kontakt einstellst. Los wirst du die Probleme leider nie ganz :-(

Viel Erfolg und alles Gute

Beitrag von sisi29775 14.02.11 - 21:54 Uhr

Ich finde du hast das Richtige gemacht.
Zu solch einem Handeln gehört auch Mut und den hast du bewiesen:-)
Reg dich nicht über Leute auf, die versuchen, dir ein schlechtes Gewissen einzureden.
Ehrlich gesagt möchte ich nämlich nicht wissen, wie die handeln würden!

GLG
Sisi