Latein oder Französisch wählen auf Gymnasium????

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Beitrag von reuter81 11.02.11 - 07:42 Uhr

Guten Morgen,

bei uns ist es soweit unser Sohn wird von der Grundschule aufs Gymnasium wechseln.

Es geht mit Englisch los, wir müssen uns aber jetzt schon entscheiden, ob er Französisch oder Latein lernen möchte.

Wer hat Erfahrung, Vor u. Nachteile????

Ich persönlich wäre ja für Latein, da schreibt man es so wie man es spricht. Oder???? #kratz

Für eure Tipps wäre ich Euch sehr dankbar.

Wünsche Euch einen schönen Tag

LG

Beitrag von delfinchen 11.02.11 - 08:06 Uhr

Hallo,

ich denke, es kommt darauf an.
Wenn er gut im Rechtschreiben ist, dann würde ich es wohl mit Französisch versuchen. Er kann dann nötigenfalls problemlos auf die Realschule mit dem Franz-Zweig wechseln und hätte für später sogar den Nachweis über zwei Fremdsprachen, was ihm auch ohne Abi die Allgemeine Hochschulreife über eine FOS/ BOS bescherern würde.
Nervig sind allerding die Tuasend Ausnahmen, die man bei jedem Wort dazulernen muss ...

Wenn er über ein gutes, logisches Denkvermögen verfügt und freiwillig lernt - denn Latein ist vor allem in den unteren Stufen ein Lernfach - dann ist Latein sicher einfacher als Französisch. Natürlich wäre ein gewisses geschichtliches Interesse auch nicht von Nachteil

lg,
delfinchen (mit Latein-Abitur und 3 Jahren Französisch-Quälerei :-) )

Beitrag von marathoni 11.02.11 - 11:12 Uhr

Ganz genau so ist es !!!#pro#pro#pro#winke

Beitrag von claudia1500 11.02.11 - 08:08 Uhr

Hallo,

naja gut weil man es so schreibt wie man spricht ist ja nicht das ausschlagende um eine Sprache zu lernen oder nicht ;-)

Schwierig es schon in der 5. Klasse zu sagen, aber wenn dein Sohn mal studieren möchte, dann ist Latein schon notwendig. Und in Latein wird auch viel über Kultur berichtet.

Französisch kann aber auch nie schaden.

VG Claudia

Beitrag von delfinchen 11.02.11 - 08:12 Uhr

Huhu,

ist meine PN von vor etwas zwei Wochen angekommen??

LG

Beitrag von claudia1500 11.02.11 - 08:16 Uhr

Huhu,

nee ;-) Ich glaube wir haben PN Probleme.

Hab mich schon gewundert, weil ich nichts mehr von dir gehört habe.

Beitrag von delfinchen 11.02.11 - 08:19 Uhr

hm ... war ne ewig lange, mit vielen fragen zu deinem sohnemann ...

Beitrag von claudia1500 11.02.11 - 08:26 Uhr

Schade :-( Vielleicht findest du sie nochmal im Postausgang bei dir?

Beitrag von delfinchen 11.02.11 - 09:03 Uhr

nein, leider nicht .... hab ich schon geschaut. waren viele fragen .... weiß gar nicht, ob mir die alle wieder einafllen ...
blöd. vielleicht sollten wir mailadressen austauschen, dann passiert das nicht.

lg

Beitrag von schichtsalat 11.02.11 - 08:42 Uhr

Hallo!

Naja, nicht für jedes Studium ist Latein notwendig. Maschinenbau, Informatik, BWL, Soziale Arbeit, Lehramt, Tourismus, Pädagogik, Chemie, und noch viel mehr.... dafür braucht man kein Latein!!

Sollte er wissen, dass er Medizin, Geisteswissenschaften, Jura, Archäologie etc. studieren will, ist Latein sicherlich von Vorteil, wobei das kleine Latinum auch dabei für die meisten Studiengänge ausreichend ist und in den Anfangssemestern nachgeholt werden kann.
Aber wie soll ein Kind das in dem Alter schon wissen!

Liebe Grüße,
schichtsalat

Beitrag von ayshe 11.02.11 - 10:08 Uhr

Da gebe ich dir recht, wobei Latein in vielen Studiengängen keine Voaraussetzung ist, aber trotzdem recht hilfreich sein kann, zumindest hilfreicher als Französisch.


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Aber wie soll ein Kind das in dem Alter schon wissen!
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Eben. Bei uns trennten sich die Schulen erst zur 7. Klasse auf und man mußte sich entscheiden, immerhin 2 Jahre später, aber da wußte doch auch noch kein Kind, wie es bildungmäßig mal weitergen wird und was es später machen will.

Beitrag von miss-lacrima 11.02.11 - 10:17 Uhr

Ich studiere Lehramt Gym/Ge und brauche dazu Latein! Das hätt ich vorher niemals geahnt. Nun muss ich mein Latinum an der Uni nachmachen und das macht keinen Spass!

LG
Jenny

Beitrag von parzifal 11.02.11 - 10:32 Uhr

Was für Lehramtsfächer studierst Du denn?

Mathematik und Physik und Du brauchst trotzdem das Latinum? Wohl kaum.

Für die mit Abstand meisten Studienfächer braucht man kein Latein. Das dürfte doch eigentlich so klar sein, dass man das nicht erwähnen muss.

Gruß
parzifal

Beitrag von mimi1410 11.02.11 - 12:19 Uhr

Hi,
in By brauchst du für jedes Lahramt am Gymnasium das Latinum - egal ob Sport oder sonst was!

LG Mimi

Beitrag von parzifal 11.02.11 - 12:52 Uhr

Ich habe selbst gerade mit Verwunderung festgestellt, dass es so etwas gibt.

Wirklich Sinn macht das nicht.

Beitrag von h-m 11.02.11 - 11:02 Uhr

Na ja, wenn Du an Latein an der Uni keinen Spaß hast, hättest Du vermutlich an Latein in der Schule auch keinen Spaß gehabt! ;-) Kommt also auf's selbe raus.... fast. In der Schule quält man sich jahrelang damit, jetzt vielleicht nur ein Semester, wie weiter unten eine Userin schrieb.

Beitrag von delfinchen 11.02.11 - 12:37 Uhr

Jaaaaa, nur machen in der ersten Woche in Latein das, was wir in den ersten zwei Jahren in der Schule gemacht haben.
Mit mir waren welche in Althochdeutsch (für Germanistik/ Lehramt), die diesen Lateinkrus nachmachen mussten .... wow, Hut ab vor denen, die das auf diesem Weg schaffen.
Dagegen war Althochdeutsch Kindergarten-Pille-Palle.

Es sind gar nicht sooooo wenige Studiengänge, für die man das Latinum braucht.
Französisch kann man auch an der VHS lernen, und dann reicht es, wenn man es sprechen kann :-). mehr brauch ich nicht, um Urlaub zu machen. Was hab ich davon, dass ich mit Franzosen über Atomkrftwerke diskutieren könnte, aber wir in der Schule nichtmal gelernt haben, wie man am Flughafen weiterkommt?

LG,
delfinchen

Beitrag von flying-phoenix 11.02.11 - 13:27 Uhr

ich mache auch mein latinum an der uni nach und muss auch sagen, dass es kein zuckerschlecken ist.

es sieht einfach so aus, dass wir den stoff, der normalerweise in 4-5 jahren vermittelt wird, bei uns in wenigen monaten durchgezogen wird. unser lehrbuch ist auf 2 semester ausgelegt, das erste semester ist jetzt zur hälfte vorbei und wir haben die hälfte des buches abgearbeitet (sehr motivierter dozent). und weil das nicht reicht, werden wir mind. 2 lektüren im original lesen - und im september bis die prüfung.

wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich in der schule als 3. fremdsprache latein statt spanisch gewählt.

und es stimmt, je nach uni gibt es nicht viele fächer, die das latinum vorraussetzen. bei uns ist das latinum bei germanistik pflicht, bei deutsch auf lehramt nicht. #aerger ebenso geschichte, normal bedarf es eines latinums, während es fürs lehramt wegfällt...

dass es in by für alle ein verpflichtendes latinum gibt, ist natürlich recht sinnlos, aber in einigen fächern fänd ich es definitiv angebracht, wie deutsch und fremdsprachen.

Beitrag von h-m 11.02.11 - 15:03 Uhr

Hm, es kommt sicher auch auf den Lehrer (Schule) bzw. Dozenten (Uni) an. Ich habe ja Latein in der Schule gelernt und das empfand ich auch nicht als Zuckerschlecken. ;-) Ich weiß auch nicht, wie das mit dem Latinum als Zulassungsvoraussetzung geregelt ist - ob da die Unis selbst bestimmen können und es ergo je nach Uni Unterschiede gibt. Hat mich auch nie interessiert, für die Fächer, für die ich mich interessiert habe, brauchte man nirgends Latein. Ich habe BWL studiert und hätte mich noch für VWL interessiert. Insofern fand ich es als Teenie ätzend, mehr als 4 Jahre langweilige Texte über den Gallischen Krieg zu übersetzen, nur weil meine Eltern meinten, ich müsste ein Medizinstudium anstreben.

Beitrag von delfinchen 11.02.11 - 15:22 Uhr

mag sein :-)

dennoch finde ich, dass man in latein mehr lernt als anlytisches denken und eine tote sprache.
man lernt viel über geschichte (wenn auch meistaus dem blickwinkel der gewinner), rethorik, philosophie, ...

wenn ich festlegen müsst, in welchem fach ich am meisten "über den tellerrand" hinaus geblickt habe, in welchem fach ich das größte allgemeinwissen erworben habe, wäre meine antwort: in latein und vielleicht noch in ethik.
die beiden fächern (am besten noch, wenn ein lehrer genau diese beiden fächer unterrichtet hat) haben am wenigsten mit dem zu tun, was man am gymnasium am häufigstn von allen schularten findet: fachidiotie.

lg

Beitrag von h-m 11.02.11 - 15:45 Uhr

Und meine Antwort wäre: Englisch.

Ich habe mich allerdings nie für Geschichte interessiert. Zudem liegt auch viel am Lehrer. In Latein kamen nach den Lehrbuchtexten bei uns zwei Lektüren dran, "Gallischer Krieg" und "Metamorphosen", (dann war die Qual vorbei).

Gallischer Krieg: wir stiefelten auf einen Hügel, schlachteten Gallier ab, übernachteten, marschierten auf den nächsten Hügel, töteten soundsoviele Gallier...
Metamorphosen: keine Erinnerung an den Inhalt, habe alles nur aus der Übersetzung im Reclam-Heftchen abgeschrieben (bzw. geringfügig umformuliert).

Ethik hatte ich nie, gab es bei uns nicht, wer kein Religion hatte, musste zu Philosophie. Ich bin allerdings in Religion geblieben. Da gab's bei uns immer 'ne sichere 2.

Beitrag von parzifal 11.02.11 - 10:35 Uhr

Für die mit Abstand meisten Studienfächer ist Latein nicht notwendig.

Wie kommt man auf die Idee das dies der Fall wäre?

Beitrag von ayshe 11.02.11 - 10:50 Uhr

Vllt meint sie nur, daß ein kleines oder großes Latinum nicht die Voraussetzung für eine Einschreibung ist.
Das könnte ich mir vorstellen.

"Notwendig" oder eben sehr hilfreich für ein Studium wäre dann gar nicht eingeschlossen.

Beitrag von parzifal 11.02.11 - 12:08 Uhr

""Notwendig" oder eben sehr hilfreich für ein Studium wäre dann gar nicht eingeschlossen. "

Der Satz ist mir nicht ganz klar.

Ich interpretiere das mal insofern, dass die Posterin "notwendig nicht i. S.v. zwingender Voraussetzung gemeint haben soll, sondern nur als hilfreich für ein Studium.

Diese Aussage wäre dann natürlich eher zutreffend.

Auch hier gilt aber, dass für die meisten Studiengänge Latein nicht weiterhilft. Zumindest nicht so viel, dass dies der Grund für eine Wahl sein dürfte.

Beitrag von ayshe 11.02.11 - 12:32 Uhr

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Ich interpretiere das mal insofern, dass die Posterin "notwendig nicht i. S.v. zwingender Voraussetzung gemeint haben soll, sondern nur als hilfreich für ein Studium.
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Das habe ich genau andersherum interpretiert #rofl

Ja, im Ernst.
Ich dachte, sie meint, daß eben ein Latinum nur in relativ wenigen Fächern als ein MUSS gilt, um sie überhaupt studieren zu dürfen.
Das würde jedenfalls Sinn machen.



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""Notwendig" oder eben sehr hilfreich für ein Studium wäre dann gar nicht eingeschlossen. "

Der Satz ist mir nicht ganz klar.
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Ich meinte damit (sofern meine obere Interpretation stimmt), daß sie gar nicht von den Studiengängen spricht oder deren Anzahl, wo Latein einem eben doch sehr viel weiter helfen kann, auch wenn ein Latinum keine zwingende Voraussetzung ist.


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Auch hier gilt aber, dass für die meisten Studiengänge Latein nicht weiterhilft. Zumindest nicht so viel, dass dies der Grund für eine Wahl sein dürfte.
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Tja, nicht so viel, daß man es wählen würde, sagst du.
Ich finde die Vorgaben generell sowieso nicht wirklich logisch.
Für Medizin ist es Voraussetzung, aber für manch einen Studiengang, der auch sehr, sehr viel Mit Medizin zutun haben kann, eben nicht.
Weiß ich aus eigener Erfahrung.
Ich fand da Latein echt wesentlich brauchbarer als Französisch.
Und da frage ich mich dann, was nützt denn Latein so viel mehr im Medizinstudium? Oder eben warum nützt es in anderen, evtl. verwandten dann nichts?

Vllt sind es nur Relikte, die man noch hält.


Da man sowieso nie weiß, wo ein kleines Kind mal beruflich landet, wäre es für mich sowieso kein Auswahlkriterium.