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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von tdhille 11.02.11 - 09:38 Uhr

Was würdet ihr tun?

Ich stille meinen Kleinen. Er ist jetzt 6 Wochen alt. Ich glaube allmählich dass er nicht satt wird! :-( Habe ihn seit halb sechs heute morgen bis jetzt (9.30 Uhr) insgesamt 3 mal angelegt, weil er geschrien hat. Er hat auch jedesmal getrunken. Das geht jetzt schon länger so. Ist also nichts neues. Sobald ich ihn hinlege schreit er wieder sofort oder spätestens nach einer halben Stunde! Habe heute Nacht mal eine Mahlzeit die Flasche gegeben und dann abgepumpt. Das waren dann gerade mal 50 ml. Das ist definitiv zu wenig für meinen Kleinen.
Ein Wachstumsschub kann es mitlerweile ja auch nicht mehr sein.

Bin echt am Verzweifeln. Was würdet ihr tun oder was denkt ihr? Soll ich abpumpen und ihm wenn es genug ist dann die Flasche geben, Pre Nahrung geben oder weiter stillen oder alles kombinieren? Bin mir so schrecklich unsicher und ich glaub einfach nur fertig mitlerweile! :-(

Lg Tanja #sonne

Beitrag von eresa 11.02.11 - 09:52 Uhr

#liebdrueck

Erst mal: das, was du abpumpst entspricht nicht der Menge, die dein Sohn aus der Brust bekommt. Beim Stillen wird mehr Milch produziert.

Das Trinken/Saugen ist für ihn ja auch Beruhigung. Vielleicht hat er Blähungen und schreit deswegen?
Hast du es schon mal mit Fliegergriff und Bauchmassage versucht?

Wenn du jetzt mit der Flasche anfängst hast du schneller abgestillt, als du denkst!
Halte durch!

Was sagt denn deine Nachsorgehebamme dazu?

lg,
eresa

Beitrag von tdhille 11.02.11 - 09:57 Uhr

Sie meint es wär okay wenn ich nachts mal die Flasche gebe. Bauchweh ist es nicht. Das hat er meist abends und da verhält er sich anders!

Beitrag von eresa 11.02.11 - 09:59 Uhr

Dann wird es wohl wirklich die Milchumstellung sein, wie lili schrieb.

Ich drück dir die Daumen, dass es sich bald wieder beruhigt.

eresa

Beitrag von lili1978 11.02.11 - 09:56 Uhr

Oh das Problem hatte ich bei meinen beiden Kindern so um die 6. Woche, dann um die 12., dann mit 5 Monaten.....
Das ist ganz normal. Die Kleinen waren immer an der Brust. Das hat etwa eine Woche gedauert, da hat sich die Milchbildung auf die „grössere Nachfrage“ eingestellt. Ich hab dann 6 Monate voll gestillt und stille meine Tochter immer noch.
Meine Hebamme meinte, wenn ich aufgebe und Ersatznahrung anbiete ist es vorbei mit der Milchbildung, so hab ich durchgehalten und es war gut so :-)
Wenn es für Dich nicht allzu anstrengend ist und du es durchhalten kannst, dann versuch es, es lohnt sich!

Liebe Grüsse
Lili mit Amelie und Luca (11 Monate und 3 Jahre)

Beitrag von lilly7686 11.02.11 - 10:04 Uhr

Hallo!

Du solltest weiter nach Bedarf stillen.
Dein Kleiner macht wahrscheinlich gerade einen Wachstumsschub durch. Das kann auch mal eine Woche oder zwei dauern.

Wenn du jetzt ne Flasche dazu gibst, dann kann sich deine Milchproduktion nicht auf den Bedarf deines Kindes einstellen. Und dein Kleiner wird immer öfter nach der Brust verlangen. Du wist immer unsicherer werden und immer mehr Flaschen geben und in 2 Wochen hast du abgestillt.

Das, was du beim Pumpen aus deiner Brust bekommst, ist ein Bruchteil dessen, was dein Sohn beim Stillen trinken kann. Denn die Pumpe löst den Milchspendereflex nicht in dem Maße aus, wie ein Baby. Und die meiste Milch wird während des Stillens gebildet. Die Pumpe stimuliert die Brust nicht wie ein Baby, so wird natürlich nicht das gebildet, was beim tatsächlichen Stillen gebildet würde.

Wichtig ist, dass du dein Baby völlig nach Bedarf stillst. Also anlegen, wann immer er nach der Brust verlangt.
Du wirst sehen, spätestens in 1-2 Wochen hat sich das eingespielt.

Alles Liebe!

Beitrag von berry26 11.02.11 - 13:10 Uhr

Hi,

stündliches Stillen hat nichts damit zu tun das du zu wenig Milch hast. So steigert dein Baby den Bedarf oder beruhigt sich (z.B. bei Infekten, zahnen etc.)

Ganz allgemein gesprochen...
Diese Merkmale:

- Stillabstände
- Pumpmenge
- Trinkdauer
- Trinkverhalten
- wie sich die Brust anfühlt

sagen wenig bis nichts über deine Milchbildung aus.

Ein Baby das tatsächlich zu wenig Milch bekommt hat:

- weniger nasse Windeln
- nimmt ab
- wirkt blass und kränklich

Wenn das nicht zutrifft, hast du definitiv keine Milchbildungsstörung! Dann gilt einfach anlegen, anlegen, anlegen und abwarten. Ein Wachstumsschub kann durchaus mal 2 Wochen dauern. Clusterfeedingphasen können am Anfang sogar über viele Wochen hinweg andauern.

Meine Kleine hatte die ersten 4-5 Monate einen konstanten 1,5-2 Stunden Trinkabstand. Das ist auch ziemlich normal. Manche Babies trinken öfter und weniger und andere Babies eben mehr und seltener.

LG

Judith

Beitrag von kiki-2010 11.02.11 - 13:34 Uhr

Das hört sich nach Wachstumsschub an! (Der muss nicht immer nach dem Kalender kommen, jedes Kind ist anders). Wenn Du ihn immer anlegst, regelt die Nachfrage ja das Angebot, also "zu wenig" Milch ist eigentlich kaum möglich, wenn Du nicht gerade unter großen Mangelerscheinungen leidest o. ä.
Wenn er so quengelig ist, versuch es doch mal mit Tragen! Ich habe unseren Großen und auch jetzt den kleinen Bruder (3 Wochen) immer tagsüber getragen (wir haben eine Manduca). Das klappt super, man hat die Hände frei, kann alles machen und die Kinder schlafen so ihre 2 oder 3 Stunden durch. Man selber hat einfach viel mehr Energie und Kraft und kann sich so auch mit dem Baby gut hinlegen wenn es schläft. Außerdem reduzieren sich durch das Tragen auch die Blähungen.
Vergiss nicht, der Kleine ist noch soooo winzig und braucht vielleicht einfach nur Nähe....

Halte durch, es lohnt sich!

Lg Kiki