2 Tage zu alt , muss mit 5 Jahren zur Schule

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von melafrosch 11.02.11 - 11:39 Uhr

Unser Sohn wird am 28. September 2011 6 Jahre alt und muss somit ab September zur Schule ( er ist dann noch 5Jahre).
Da er noch sehr "verspielt" ist, oft nur Interesse und Ausdauer zeigt in Bereichen die Ihn interessieren und auch noch nicht gut mit Frust umgehen kann, hätte ich ihn gerne noch ein Jahr im Kindergarten gelassen, um gerade diese Dinge zu lernen.
Von "Malen und Schneiden" hält er gar nichts, dafür ist er kognitiv und sprachlich sehr weit, so dass seine Probleme für andere (Ärtzte und Lehrer ( bei dem Schulparcour)) nicht direkt zu erkennen sind.
Habe ich noch irgendeine Chance, ihn erst 2012 einschulen zu lassen?
Hat jemand schon Erfahrungen in diesem Bereich oder evt. Tips, welche Möglichkeiten es noch gibt?

Beitrag von 3erclan 11.02.11 - 11:43 Uhr

Hallo

meiner wird Anfang Sept 6 Jahre alt und ich werde ihn zurückstellen lassen.
Er hat auch noch einige Defizite und hat keine Lust auf Vorschulleben.
Unser Kinderarzt,Ergotherapeut,Heilpädagoge,.. schreiben alles was dass er noch dieses Jahr braucht.
Was sagt bei euch der Kinderarzt und die Erzieher??

lg

Beitrag von melafrosch 11.02.11 - 11:55 Uhr

Danke schön , für die schnelle Antwort.
Der Kinderarzt hat nun Ergotherapie verschrieben, die er auch während der Schulzeit weiter bekommt. Der Arzt sieht nur das Problem der Feinmotorik und meint, dass das alleine kein Grund ist, das Kind nicht einzuschulen. Da er halt kognitiv und sprachlich fit ist ( die Leute dadurch " blendet"), meint der Arzt, würde er sich im Kindergarten langweilen und den Anschluss später in der Schule verpassen. Die Erzieher sehen beide Seiten, aber da der Arzt nichts diagnostiziert, sehen die Erzieher wenig Chancen.

Beitrag von skihase17 11.02.11 - 12:02 Uhr

Ich habe dieses Jahr mein 1. Schulkind und er wird auch definitiv gehen ;-) ABER auf dem Elternabend wurde und klar und deutlich gesagt: DIE ELTERN haben das letzte Wort und somit habt ihr die Entscheidung ihn zurückstellen zu lassen!

Beitrag von 3erclan 11.02.11 - 12:04 Uhr

das ist leide rnicht überall so.

Unsere Schule kämpft um jeden Schüler.Im moment sind in Klasse 1a 13 Schüler und in Klasse 1b 14 Schüler.

Hier entscheidet am Ende die Schule über die Aufnahme.

lg

Beitrag von skihase17 11.02.11 - 12:06 Uhr

Das denke ich zwar das die Schulen um die Kinder kämpfen ABER als Eltern hat man dennoch das letzte Wort...

Beitrag von kati543 11.02.11 - 16:08 Uhr

Nein, hat man nicht. Es kommt ganz auf das Bundesland an. Als Eltern hat man nur das letzte Wort bei der Wahl der Schule, nicht aber über den Einschulungszeitpunkt. Den Einschulungszeitpunkt regelt jedes Bundesland selbst. Und auch, ob es die Möglichkeit einer Zurückstellung oder vorzeitigen Einschulung gibt.

Beitrag von cassidy 12.02.11 - 23:52 Uhr

Hi,


also, ich kann jetzt nur aus eigener Erfahrung berichten. Wir kommen aus Schleswig-Holstein. Unser Sohn ist eine Woche nach dem Stichtag sechs Jahre alt geworden und war somit ein Kann-Kind.

Der Kindergarten, sowie eine befreundete Grundschullehrerin haben uns dazu geraten und uns in unserer Entscheidung unterstützt unseren Sohn vorzeitig einzuschulen.

Beim "Vorstellungsgespräch" in der Schule sagte dann die stellv. Schulleiterin, dass er ja noch soooo viele Defizite hat und er auf jeden Fall noch ein Jahr in den Kiga gehen sollte.

Mein Mann und ich waren total paff und hatten im Anschluss ein Gespräch mit der Kiga-Leitung. Sie hat uns erst mal beruhigt und uns gesagt, dass wir als Eltern das letzte Wort haben. (Des weiteren hat sie auch noch mit der Schule gesprochen und da kam dann raus, das die stellv. Schulleiterin grundsätzlich nichts davon hält, Kinder vorzeitig einzuschulen.)

Außerdem haben wir auch mit unserer befreundeten Grundschullehrerin gesprochen, die uns auch noch mal bestätigte, dass wir als Eltern das letzte Wort haben. (Aus persönlicher Erfahrung weiß sie es besonders gut, da ihre tochter mit fünf Jahren eingeschult wurde) Egal ob vorzeitiges Einschulen oder Zurückstellung. Allerdings ist es gerade bei "extremen Fällen" ein harter Kampf und Eltern wissen nicht immer welche Möglichkeiten sie haben bzw. welche Rechte ihnen zu stehen.



Liebe Grüße,

cassidy

Beitrag von jolin80 11.02.11 - 22:39 Uhr

Ich kann auch sagen das das so nicht stimmt !

Hier bei uns kann man sich auf den Kopf stellen und mit dem Hintern fliegen fangen , wenn die Schule,Schulamt etc . sagen das das Kind eingeschult wird MUSS es in die Schule.

Man meint man hat das letzte Wort , kennt sein Kind am besten , und dann muss man sich sowas vorschreiben lassen .

Beitrag von melafrosch 12.02.11 - 11:22 Uhr

Ja genau so war es bei uns. Ist wohl von Bundesland zu Bundesland verschieden, wir kommen leider aus NRW.
Ich habe direkt beim Vorgespräch angezweifelt, dass unser Sohn schulfähig ist und das zeigte sich dann auch bei der Anmeldung ( Aufgaben: sich selber malen, Zahlen vom Schriftbild erkennen bis 7 ( er war bei der Anmeldung gerade 5 Jahre, ich bin der Meinung, dass er die Zahlen da noch nicht erkennen muss, Schule forderte aber),Anzahl der Symbole erkennen ohne nachzuzählen usw.)
Anstatt meine Aussage zu bestätigen , muss ich ihn nun in sämtlichen Bereichen fördern, fördern ,fördern. So entsteht wahrscheinlich demnächst ein "Schulhasser bzw. Schulverweigerer." Da läuft doch mächtig was falsch.

Beitrag von sasi77 11.02.11 - 12:04 Uhr

Hallo

ich kenne auch Sept. Kinder die zurück gestellt worden sind. Bei manchen ging es leicht...bei anderen schwer...
du brauchst ein Attest vom KiA und vom Gesundheitsamt. Evtl Psychologe-


LG

Beitrag von marion2 11.02.11 - 12:27 Uhr

Hallo,

sieht schlecht für euch aus.

Versuchs trotzdem!

Gruß Marion

Beitrag von arthurmama 11.02.11 - 13:17 Uhr

Hallo,

wegen fehlender Feinmotorik: meiner war / ist die ABSOLUTE Niete drin. Ich hatte maximale Bedenken ihn mit sowas in die Schule zu schicken, der Kiga hat ihm deswegen auch eine grausame Schulzeit prophezeit. Ein Zurückstellen gab es nicht (zum Glück). Vermutlich wird mein Sohn immer eine Niete darin bleiben, aber die Zeit wo es darauf aunkommt ist spätestens mit der 2. Klasse beendet. ;-))

Verspielt sein und mangelndes Interesse an Dinge, die jemanden nicht interessieren ist doch völlig normal. Meinst Du, dass er durch ein KiGa-Jahr mehr Interesse daran (an was auch immer?) haben wird?
Wenn er Frust abhaben kann und sich soziale verträglich zeigt, wird er nach und nach lernen können auch uninteressante Dinge zu machen. - das wird er nicht im KiGa lernen, wo er sowieso überwiegend seinen Interessen nachgehen kann.

Und wenn er wirklich "blendend" clever udn sprachgewandt ist, dann wird die Schule hochinteressant und es wäre eher ein Problem ihm diese Erfahrung vorzuenthalten.

LG, I.

Beitrag von gussymaus 11.02.11 - 14:02 Uhr

man kann jedes kind zurück stellen lassen, sprich mit deinem kindergarten, die werden dir sagen können an wen du dich am besten wendest. das gesundheitsamt hat auch ein wort mitzureden, aber i.d.R. fragen schon danach was die eltern für richtig halten.

Beitrag von marion2 11.02.11 - 14:30 Uhr

"man kann jedes kind zurück stellen lassen"

Stimmt leider nicht. Ich konnte MEIN Kind nicht zurückstellen lassen.

Beitrag von gussymaus 14.02.11 - 11:56 Uhr

aber man kann es versuchen... und wenn ein kind wirklich nicht schulreif ist wird es mMn auch nicht hin müssen...

Beitrag von kati543 11.02.11 - 16:09 Uhr

"man kann jedes kind zurück stellen lassen"
Nein, das geht definitiv nicht. Es kommt ganz auf das Bundesland an.

Beitrag von ichclaudia 11.02.11 - 15:26 Uhr

Ich weiss - ist keine Hilfe - bei uns ist Stichtag der 30.06. und dein Sohn würde bei uns automatisch 2012 eingeschult werden...

Beitrag von meringue 11.02.11 - 16:49 Uhr

Boah!
Selten eine so gehässige und wenig hilfreiche Antwort hier gelesen.:-p

Beitrag von ichclaudia 12.02.11 - 13:54 Uhr

gar nicht gehässig, ausserdem hab ich dazu geschrieben, dass es ohnehin keine Hilfe ist...in den meisten Bundesländern ist nunmal nach wie vor der 30.06. der Stichtag...

Beitrag von sequoia 13.02.11 - 19:38 Uhr

Krass, bei uns ist es der 30. Aug.

Dann haben wir ja Glück gehabt ;-)


Grüße

Beitrag von kati543 11.02.11 - 16:06 Uhr

"Habe ich noch irgendeine Chance, ihn erst 2012 einschulen zu lassen? "
Das kommt ganz darauf an, in welchem Bundesland du wohnst. In Hessen z.B. ist das kein Problem. Da können die Eltern jederzeit auch ohne ärztliche Begründung entscheiden, das Kind zurückzustellen. In NRW ist eine Rückstellung selbst mit ärztlicher Begründung nur in extremsten Ausnahmefällen möglich. Also z.B. bei einer schweren Erkrankung des Kindes, die für ABSEHBARE Zeit einen langen KH-Aufenthalt bedingt (z.B. Krebs, lange OP's,...).

Beitrag von rosastrampler 11.02.11 - 17:42 Uhr

Ich komme aus NRW und kenne eine Familie, wo die Schuluntersuchung ergeben hat, dass das Kind noch zu schüchtern sei.
Deswegen wurde es zurückgestellt.

Die Kleine kommt also mit 7 in die Schule ohne irgendwelche Krebserkrankungen oder OPs.

#kratz

Beitrag von kati543 11.02.11 - 18:28 Uhr

Dann hat die Familie verdammtes Glück gehabt oder eine gute Ärztin bei der Schuluntersuchung erwischt. In NRW ist das praktisch abgeschafft.

Beitrag von loeckchen_2004 11.02.11 - 17:09 Uhr

Naja er ist grade noch 5, schließlich wird er schon kurz nach der Einschulung 6 also ist er nicht soooooo klein wie sich das in der Übershrift anhört. Es werden deutlich jüngere Kinder eingeschult!

Im Kindergarten bekommst du einen Zettel auf dem du ankreuzen mußt ob du für oder gegen eine Einschulung bist (und welcher Meinung der Kindergarten ist) diesen Zettel gibst du dann bei der Anmeldung ab und da kannst du deine Bedenken auch beim Rektor / der Rektorin erläutern. Denn die Schulleitung hat das letzte Wort. Wenn du den Kinderarzt, den Kindergarten und die Schulleitung auf deiner Seite hast, sollte das kein Problem sein. Aber du solltest nicht mit allen Mitteln versuchen dein Kind zurückzustellen sondern lieber ganz genau beobachten und zuhören um die richtige Entscheidung zu treffen.

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