Wie werde ich schlampiger?

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von derhimmelmusswarten 11.02.11 - 12:51 Uhr

Die Frage ist ernst gemeint. Meine Tochter ist 19 Monate alt und ich bin wieder schwanger. Das Kind kommt im Mai. Je weiter die Schwangerschaft fortschreitet, desto mehr regt mich meine Tochter auf. Sie schläft nicht durch. Sie schreit nur rum, hat Wutanfälle und macht nur Dreck und Unordnung. Ich war schon immer recht pingelig und habe oft gewischt und aufgeräumt. Ich hasse Staub. Das kann ich einfach nicht sehen. Mich regt es so auf, dass es nach kurzer Zeit schon wieder unordentlich aussieht. Dass es nie komplett ordentlich ist. Dass ich jeden Tag ewig aufräumen und sauber machen muss und dass meine Tochter in der Zwischenzeit schon wieder was angestellt hat, das ich beseitigen muss. Seit ich schwanger bin, regt es mich wie gesagt noch mehr auf.

Mein Freund behauptet, bei allen Leuten mit Kindern würde es unordentlich aussehen. Bloß wäre anderen Leuten das egal. Ich wäre nicht normal. Ich solle es halt liegen lassen und nicht so viel putzen und stattdessen raus gehen oder spielen. Toll. Ich kann nicht raus gehen, wenn es aussieht als hätte eine Bombe eingeschlagen und ich kann mich auch nicht hin legen, wenn es um mich drum herum nicht ordentlich ist.

Ich habe z.B. eine Kollegin, bei der sieben Katzen keine Maus mehr finden. Die hat drei Kinder und die machen nur Unordnung. Aber die sitzt total gelassen mitten drin und trinkt Kaffee. Für mich unbegreiflich. Aber ich weiß auch nicht, wie ich das ändern soll. Es ist nicht so, dass ich nur putze. Aber ich rege mich halt auf, wenn ich wieder irgendwo was entdecke. :-[ Wie ist das bei euch?

Beitrag von miss_bucket 11.02.11 - 13:00 Uhr

war bei mir auch so - ich musste mich anfangen zu entspannen, als mein 2.Kind anfing zu krabbeln und laufen.
Seither sieht es bei uns auch mal schmuddelig aus. Ich habe eine Hilfe, die einmal die Woche saugt und wischt, bis dahin wische ich mal notduerftig (wenn was auskippt), oder fege, wenn es arg kruemelig/staubig ist. Es wird abends aufgeraeumt (ich nehme alle Kindersachen und packe sie ins Spielzimmer) und einmal die Woche wird das Spielzimmer aufgeraeumt, aber tagsueber ist alles Spielzeug ueberall...
Die Gelassenheit kam mit der Erkenntnis, dass ich ZEit mit dem Aufraeumen, oder mit meinen Kindern verbringen kann. Zweiteres hat gewonnen, da ich Vollzeit arbeite :-)

Alles andere kann warten, sonst hab ich keine Zeit mehr mit meinen Kids ;-)

LG,
Steffi

Beitrag von eumele76 11.02.11 - 13:00 Uhr

Hi,

ich musste grad etwas grinsen, denn ich bin ähnlich.

Allerdings hab ich hier zwei Kinder die Unordnung und Dreck machen #schwitz.

Vor allem nach dem Essen sieht es unter dem Tisch aus als hätten wir wie die Kannibalen aufm Boden gegessen. Die Kleine wirft auch mit Vorliebe Essen auf den Boden #augen.

Ich kann auch schlecht alle viere grad sein lassen. Als ich in der zweiten SS liegen musste war es ganz schlimm für mich nicht so zu können wie ich wollte. Aber ich musste mich zwingen, ging ja um die Maus in mir drin.

So topaufgeräumt ist es auch nicht immer, nur wenn Besuch kommt dann schau das es ordentlich ist. Aber an manchen Tagen mach ich besser nicht die Tür auf....

Ich hab leider keinen Tipp für dich, aber mit zwei Kindern wirds nicht besser werden. Wobei man dazu sagen das mein Grosser mit 3,5 Jahren nun auch schon aufräumt und nicht mehr ganz so viel Dreck macht. Es wird also besser #cool.

LG,
Nina mit Samuel 3,5 Jahre und Fiona 11,5 Monate

Beitrag von zibbe 11.02.11 - 13:03 Uhr

Na du bist ja süß. Ich bin auch ein Fan von Sauberkeit, aber ich lass den Haushalt gern auch mal Haushalt sein. Da gibt´s wichtigeres. Wenn die Sonne so herrlich da draußen scheint, lass ich den Staubsauger mal schön Staubsauger sein und geh mit meiner Kurzen statt dessen gepflegt auf den Spielplatz und bring ne Ladung Sand mit nach Hause. So lange der Spülberg nicht die Frankfurter Skyline toppt oder ein Fliegenschwarm meiner Toilette entspringt, kann der Haushalt einfach auch mal warten. Wo bleibt denn da sonst der Spaß? Nimm es mal gelassen. #liebdrueck

Beitrag von albi2004 11.02.11 - 13:03 Uhr

Hallo,

herzlich willkommen im Club der Pedanten;-);-):-p:-p#winke

Muss gerade etwas schmunzeln bei deinem Text. Denn der hätte von mir sein können. Mein Mann meint auch immer ich wäre ein kleiner Adrian Monk.

Aber ich kanns nun mal nicht ändern, wenns ausschaut dann muss ich aufräumen. Ich hasse unordnung, mein Mann leider nicht!
Aber so verschieden sind die Menschen nun mal. Die einen mögen gern ordnung und die anderen haben wieder ganz andere Ansprüche an sich und ihre Umwelt.

Ich kann dir nur sagen wie es bei mir ist. An einigen Tagen komm ich besser damit klar, dass es manchmal eben etwas aussieht (Johann, 21 Monate, verursacht dieses meist), an anderen (vielen) Tagen stört es ich gewaltig und ich putze dann eben.

LG Dani

Beitrag von johanna1972 11.02.11 - 13:04 Uhr

Wir haben 3 Kinder und bei uns sieht es oft aus - als wenn eine Bombe eingeschlagen hätte - miterweile habe ich es aufgegeben mich darüber aufzuregen. Wenn meine Kinder in der Kita sind wird aufgeräumt und geputzt und 5 Minuten nachdem sie zu Hause sind - sieht es genauso aus wie vorher - grade die Kinderzimmer. Ich versuche darüber wegzusehen und mich nicht aufzuregen - sonst würde ich aus dem Putzen gar nicht mehr rauskommen - vor allerdem weil ich ja auch berufstätig bin.

Es kann bei uns immer wieder jemand reinkommen es ist sauber (gesaugt und gewischt, Bäder und Küche sind auch Tipp Topp) und der Rest sieht halt so aus wie er aussieht - wem es nicht passt, kann anfangen und das rumliegende Spielzeug/Autos/Puppenwagen etc. wegräumen.

Sieh es einfach alles gelassener und mach Dir keinen Stress -wie willst Du dass denn auch mit 2 Kindern später schaffen.

Beitrag von amadeus08 11.02.11 - 13:04 Uhr

ich fürchte da musst Du tatsächlich an Dir arbeiten, notfalls sogar mit Therapie, denn ich finde es ist ein großer Unterschied, ob es richtig dreckig ist oder halt so aussieht, wie es in den meisten Haushalten mit Kindern aussieht! Natürlich ist mir wichtig, dass meine Toilette sauber ist und der Boden muss nicht gerade vor Dreck erstarren, aber ein Brösel auf dem Boden bringt meinen Kleinen ja auch nicht um, im Gegenteil, zuviel Sauberkeit ist eher der Auslöser für Allergien. Im übrigen hat Dein Freudn schon recht, Du solltest lieber was mit Deinem Kind unternehmen! Ich hatte auch so eine Mutter, die nur geputzt hat! Fürchterlich! Wenn die Sauberkeit wichtiger ist als alles andere, dann ist tatsächlich etwas nicht in Ordnung.
Es ist doch total normal, wie Deine Tochter sich verhält! Du kannst höchstens mal versuchen, sie ein bisschen einzubeziehen. Wenn ich zum Beispiel das Bad putze, dann darf mein Kleiner (20 Mo) mit einem sauberen Lappen mitputzen. Dann putzt er die Waschmaschine oder sein Töpfchen etc und auch wenn er Sachen putzt, die ich geputzt habe, dann macht er mit einem sauberen Lappen ja auch nichts dreckig! Im übrigen weiß ich ja nicht, wie Deine Tochter Dreck macht. Unordnung okay, aber Dreck??? Was habt Ihr denn alles in der Wohnung, mit was sie etwas dreckig macht? Das sind bei uns höchstens die Schuhe, wenn wir von draußen kommen oder natürlich mal Essen, das runterfällt, aber das ist ja begrenzt und ansonsten kann mein Kleiner Schubladen ausräumen etc, aber dreckig wird dabei nichts...............na ja, wie auch immer, Du solltest Dir Hilfe holen !!! Spätestens wenn das Zweite da ist hast Du zwei kleine Kinder und dann hast Du bestimmt nicht mehr viel Zeit für den Haushalt,,,,,,,,
also Fazit: für mich übertreibst Du, wobei das kein Vorwurf ist, Du machst es ja nciht absichtlich, aber Du solltest Dir da Hilfe holen!!!
Lg

Beitrag von ma-ja-be 11.02.11 - 13:12 Uhr

was die kleine angeht. ganz normales verhalten in dem alter!

was das andere angeht geht es mir genau wie dir. ich hab es auch noch nicht geschafft gelassener zu werden. ich mag es einfach nicht wenn ich nach dem putzen oder aufräumen kein ergebnis sehe.

meine kleine darf spielen, sich schmutzig machen alles kein thema, soll sie ja auch. aber was die wohnung angeht bin ich extrem. muss dazu schreiben, wir haben auch noch einen Hund. da muss mehrmals am tag gestaubsaugt werden oder gewischt... mein mann bekommt zeitweise die kriese und meint auch ich würde übertreiben.
eine freundin von mir hat drei jungs, dem entsprechend sieht es da auch aus. aber das stört mich nicht. da finde ich das normal.

ich denke mit der zeit wächst man einfach.
lg

Beitrag von mel-1982 11.02.11 - 13:06 Uhr

naja ich bin nicht so extrem aber kann es sein das du in der "nestbau phase" der ss bist? ;-)
hatte ich damals auch in der ss (aber da hatte ich noch kein kind)

ich bin noch super penibel aber ordentlich will ich es auch haben
räum ich hier auf, räumt sie den schrank aus, räum ich da auf, malt sie die fliesen an oder ständig solche scherze

marie ist jetzt 21 monate und sie geht 2x die woche für 2 std zum spielkreis ohne mamas und seitdem mach ich das meiste dann und empfinde das als reinste wohltat :-D

Beitrag von derwisch80 11.02.11 - 13:10 Uhr

Versuch es gelassener anzugehen!;-)
Ich räume jeden Abend die Spielsachen zusammen. Somit kann man wenigstens treten. Ansonsten fängst du an einem Ende an und kannst, wenn du fertig bist, wieder von vorne anfangen:-[
Jeden Vormittag, wenn der große im KiGa ist, dann kehr (saug) ich alles. Da wir zwei Hunde und eine Katze haben, wurden alle Teppiche abgeschafft. Schonmal eine arbeitserleichterung.
Feucht gewischt wird nach Bedarf. Staub gewischt auch, ebenso das restliche Putzen. Wenn was anfällt, dann nur eine Sache pro Tag. Somit hab ich mehr Zeit für die Kinder.
Wenn unser Großer seine Spielsachen wild in der Gegend rumschmeißt, dann werden sie verräumt. Mittlerweile weiß er das und geht sorgsamer mit seinen Sachen um.
Aber es ist schon so, das wenn man Kinder (vor allem Kleinkinder) hat, es unordentlicher aussieht, als in Single Wohnungen.
Aber das heißt ja nicht das es dreckig ist. Oder das du Schlampig bist. Das bedeutet einfach, das in diesem Zuhause gelebt wird!
Wenn dein Baby da ist, dann geht das Chaos erstmal richtig los:-p
Lg

Beitrag von schnucki025 11.02.11 - 13:11 Uhr

#winke

ich sag nur das sind die Hormone :-p


Also bei uns schaut es auch manchmal aus als wenn eine Bombe eingeschlagen hätte #rofl und dann schaut es halt mal den ganzen Tag so aus, ich mach mir da nix drauß, wirds halt später aufgeräumt.
Und wem es nicht passt der soll nicht zu uns kommen. #nanana

Den mit ist wichtig das ich auf die Bedürfnisse meines Kindes eingehe.Und mei dann stappelt sich halt das Geschirr in der Küche oder die Schmutzwäsche, dann wird es am Abend gemacht wenn die kleine im Bett liegt oder es bleibt liegen und wird am nächsten Tag gemacht.

Vielleicht kann dein Freund Abends auch mit helfen den dann gehts schneller.Also ich würde nicht jeden Tag putzen wollen, und Kinder machen nun mal dreck und bei 2 Kindern dann wirds nicht weniger werden.

Wenn deine kleine Mittags schläft würde ich die Zeit nutzen zum ausruhen den eine SS ist auch anstrengend.Oder wenn dein Freund nach hause kommt ihm die kleine in die Hand drücken und er soll ne runde um die Block gehen so hast du dann wieder Zeit für dich oder zum Putzen.


LG Schnucki

PS: und lass den Staub liegen der kann bis morgen warten :-p#liebdrueck & nun legst die Füsse hoch #pro

Beitrag von dustpuppy 11.02.11 - 13:12 Uhr

Hi,
also sicherlich gibt es kein Geheimrezept ! Ich bin auch ziemlich ordentlich, aber mit zwei Kindern geht das einfach nicht mehr so gut. Putzen mache ich mit dem Kleinen zusammen (wenn der Grosse in der Kita ist), so gut es halt geht. Ich sauge auch dreimal am Tag im Wohnzimmer (ist halt auch das Esszimmer und Spielzimmer) und raeume moeglichst gleich hinter den Kinden auf. Trotzdem kann ich noch mit den Kindern spielen und rausgehen. Ich bin aber halt nicht der Typ, der tagelang nicht spuelt, die Waesche nicht buegelt etc - diese Tipps bringen mich eher zur Weissglut, denn die Sachen muessen ja doch irgendwann erledigt werden. Ich brauche eine Grundordnung und ab und an bekomme ich auch mal einen Wutanfall, wenn mein Mann mit den Kindern das gesamte Haus verwuestet hat. Mittlerweile kann ich aber auch mal ueber einige Dinge hinwegsehen, besonders wenn ich mittags mal eine Pause habe ! Warte erst einmal ab und schau, wie das so wird mit zwei Kindern. Vielleicht kommt die Gelassenheit ja von ganz alleine.

Gruss
dustpuppy

Beitrag von balou1997 11.02.11 - 13:21 Uhr

Hallo,

*grins*, bei mir ist/war das genauso. ;-) Ich liebe saubere Böden, mag es absolut nicht wenn ich dreckige Socken bekomme in meinem eigenen Haus. Woanders ist mir das ziemlich egal, #kratz
Nach dem zweiten Kind bin ich zumindest etwas entspannter geworden. Durch den Hund sauge ich auch ein- bis zweimal aber die Wischerei ist nicht mehr ganz so ausgeprägt. Ich kann allerdings auch nicht rausgehen oder mich hinsetzen wenn Chaos herrscht. Da bewundere ich immer die anderen, die so gelassen sein können. :-D
Ich denke es kommt nach und nach, dass man gelassener wird, ich hoffe es zumindest. ;-)

Mach Dich nicht verrückt.

Lg

Anne mit Emma (5) und Paula (2 1/2)

Beitrag von sommerrain 11.02.11 - 13:22 Uhr

Ich bin so froh, das es anderen auch so geht.
Ich würde mich jetzt nicht als Putzteufel bezeichnen, aber ich mag es auch gerne ordentlich.
Bin auch nur den ganzen Tag am wegräumen und mich nervt es auch gewaltig.... wie man lernt, lockerer zu werden weiß ich leider auch nicht.
Ich habe auch so nen kleinen Chaoszwerg, der alles in der Wohnung verteilt.
Mal ein Handtuch im Schlafzimmer, Tupperschüsseln werden in der ganzen Wohnung gleichmäßig verteilt. Seine liebste Beschäftigung ist Trinkflasche auf den Kopf drehen ( natürlich nur wenn ich es nicht sehe ) und dann alles schön auf dem Boden verwischen#schwitz ab und zu wird die Fensterscheibe abgeschleckt, #nanana
Die Liste ist endlos. Trotz aufräumen, sieht es immer irgendwie unordentlich aus. In seinem Zimmer ist mir da Chaos egal, aber dabei bleibt es nicht.
Ja ich sehne mich manchmal zurück, als er noch brav auf seiner Krabbeldecke lag und an seinen Rasseln rumgekaut hat.
Ich konnte um ihn herum prima alles sauber machen, aber Kleinkinder sind pure Dreckmonster und ich mag auch nicht, das er mir bei der Hausarbeit hilft, denn er will dann immer genau den Putzschwamm haben den ich habe und es gibt nur Theater.
Bin froh, wenn er in den Kindi kommt ;-)

LG Rhea mit Adrian 20 Monate

Beitrag von loonis 11.02.11 - 13:42 Uhr



Neeeee....
Ich bin total ordentlich ....hier ist alles sauber ,aufgeräumt,geputzt....
Ich könnte gar nicht anders leben....

Wir haben 2 Kinder (4 u. knapp 8 J. alt) u. wir arbeiten beide ....
Ich lege sehr viel Wert auf Ordnung & Sauberkeit.
Das hat sich auch mit dem 2.Kind NIEMALS geändert ...

LG Kerstin


Beitrag von ma-lu 11.02.11 - 13:54 Uhr

Hallo,

ich war auch mal sehr pedantisch, was Unordnung und Schmutz in der Wohnung betraf. Dann aber las ich irgendwann und irgendwo den Satz: "Meine Kinder werden später sicher nicht sagen: Ich hatte eine glückliche Kindheit, weil unsere Wohnung immer sauber war!" Das hat mich sehr stutzig gemacht, denn die Zeit, die ich tagsüber mit Wegräumen/Wegputzen verbringe, geht ja tatsächlich von einer qualitativ hochwertigen Mama-Kind-Interaktion verloren. Überleg doch mal aus der Sicht des Kindes: Es will mit dir spielen, du musst aber noch schnell den Küchentisch/Fußboden etc. putzen und hier aufräumen und da wegräumen... für das Kind bedeutet das: ich bin nicht so wichtig wie die Hausarbeit...Dieser Gedanke war bei mir der Knackpunkt. Inzwischen schaffe ich es ganz gut, Unordnung auch mal Unordnung sein zu lassen und das Aufräumen auf später zu verschieben - auf dann, wenn ddie kinder im Bett sind oder der Papa sich kümmert. Und wenn zwischendrin unbedingt etwas zu putzen ist, dürfen die Kinder mithelfen: feuchter Schwamm in die Kinderhände, laute "Putzmusik" anmachen und gemeinsam wischen. Das macht Laune!

Darüber hinaus musst du wirklich lernen, jetzt schon lockerer zu werden - denn du bekommst bald ein zweites Kind. Und spätestens dann wird alles noch viel unordentlicher - und du wirst dich kaputt machen, wenn du auch dann noch versuchst, immer gleich alles wegzuräumen. Denn das wirst du nicht schaffen, und die Unzufriedenheit wird steigen. Du wirst ein schlechtes Gewissen haben, wenn du, statt mit den Kindern zusammenzusein putzt, und gleichzeitig wirst du Wutanfälle bekommen, wenn das Putzen zwischendurch völlig für die Katz ist, weil gleich wieder alles versaut ist... ein Teufelskreis.
Aber vielleicht wirst du auch feststellen: trotz unordentlicher Wohnung kann man lachen und leben, und die Kontrolle bleibt trotzdem. Denn meiner Meinung nach hat dieser Putzdrang ziemlich viel mit dem Wunsch nach Kontrolle zu tun. Ist geputzt, habe ich alles unter Kontrolle. Ist es unordentlich, entgleitet mir die Kontrolle. Aber das stimmt nicht. Spätestens abends, wenn die Kinder im Bett sind, gewinnst Du sie wieder.

LG
Ma-Lu

Beitrag von inajk 11.02.11 - 14:25 Uhr

Du musst nicht SCHLAMPIGER werden (schon diese negative Formulierung macht deutlich wie du darueber denkst :-)). Du musst deine Prioritaeten ueberdenken.

Denk mal kurz nach: Wie oft schnauzt du taeglich deine suesse kleine Tochter an, weil sie sich genauso verhaelt, wie sich ein gesundes Kleinkind eben verhaelt? 5mal? 10mal? 50mal?

Was denkst du, wie sich das auf eure Beziehung auswirkt?

Deine Tochter waechst heran mit dem Bild, ich mache nur Dreck, ich mache nur Unordnung, ich mache nur Unsinn. Und das vermittelst DU ihr. Willst du wirklich, dass das Selbstbild deiner Tochter durch diese Saetze gepraegt wird?

Und was denkst du wie es fuer deine Tochter ist, mit einer dauergenervten Mutter aufzuwachsen und dauernd das Gefuehl zu haben, dass fuer Mama die Kruemel auf dem Fussboden wichtiger sind als sie?

Entschuldige, ich mache das jetzt richtig hart. Natuerlich ist das alles nicht so extrem. Aber es sind doch wichtige Fragen die dir vielleicht dabei helfen koennen, etwas entspannter zu werden und die Beduerfnisse deiner Tochter ueber deine Ordnungsliebe zu stellen.

LG
Ina

Beitrag von hanka23 11.02.11 - 15:28 Uhr

genau das ist mir auch durch den kopf gegangen! deshalb #pro
und wiederholen muss ich es ja nicht.

was ich doch noch hinzufügen würde: es hört sich an, als ob das bei dir schon zwanghaftes verhalten ist. eine psychotherapie wäre bei zwanghaftem verhalten sinnvoll.... manchmal kann man sich einfach nicht selbst helfen, sondern muss zum arzt gehen...

LG

Beitrag von herzelchen 11.02.11 - 15:47 Uhr

Kurz um:

SO IST DAS WENN MAN KINDER HAT !

Und bald haste 2 die dann zusammen Unordnung machen.
Stell dich drauf ein denn so wirds kommen.
Wenn du den ganzen Tag nur mit putzen und aufräumen beschäftigt sein willst: bitteschön ! Sei dein eigener Sklave.

Wenn du allerdings mal in deiner Aufräumwut erkennen würdest das Kinder nur einmal so klein sind dann würdest du dich mehr mit spielen und toben und sowas beschäftigen, da geb ich deinem Mann Recht.
Denn schwupps sind die Kinder groß und du hast niiix anderes gemacht als:

GEMAULT, GEPUTZT und AUFGERÄUMT.
Ist ja schrecklich.

Also pack die Hormone auf Seite und komm ma runter.

VG Herzelchen

PS:
Man unterscheidet:
Unordnung und Dreck.
Zwischen Spielzeug und ausgeräumten Büchern und Küchenutensilien lässt sich prima Kaffee trinken, jaaa !

Zwischen Dreck, richtigem Dreck natürlich nicht.

Also wenn du ganz normal sauber machst und zwischendurch mal die grade uninteressanten Dinge schnell einräumst, dann lebste ganz normal.
Kannste das ??

:-p

Beitrag von herzelchen 11.02.11 - 15:55 Uhr

Hier noch mal als Nachtrag für Dich.
Wurde vor kurzem hier gepostet, nimms dir zu Herzen.

#herzlich

Freund, wenn du dieses Haus betrittst; vieles nicht ganz sauber blitzt. Du merkst, dass es hier Kinder gibt, die man mehr als das Putzen liebt!

Da gibt es Spuren an den Wänden, kreiert von flinken kleinen Händen. Wir machen das mal später weg, jetzt spielen wir zuerst Versteck.

Spielzeug liegt an jedem Ort, doch eines Tages ist es fort. Die Kinder sind uns kurz geliehen- bis sie erwachsen von uns ziehen.
...
Dann wird auch alles aufgeräumt, dann läuft der Haushalt wie erträumt. Jetzt freuen wir uns, an uns'ren Gören und lassen uns dabei nicht stören!"

#herzlich

Beitrag von schnuffel0101 11.02.11 - 17:04 Uhr

Glaube mir, für solche Sachen hast Du mit zwei Kindern keine Zeit mehr. Da muss notgedrungen öfter mal was liegen bleiben. Ich kann Dir auch nur raten, werd mal etwas lockerer. Ordnung und Sauberkeit gut und schön, aber so extrem... Da machst Du Dir selber das Leben mit schwer. Das wirst Du irgendwann merken.
Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Beitrag von mamavonflo 11.02.11 - 19:47 Uhr

Hallo,

ich habe hier ein schönes Gedicht für dich gefunden:

Freund,wenn du dieses Haus betrittst,
und es vor Sauberkeit nicht blitzt,
dann merkst du das es hier Kinder gibt,
die man mehr als putzen liebt!


Da gibt es Spuren an den Wänden,
kreiert von kleinen,flinken Händen,
die machen wir mal später weg,
jetzt spielen wir zuerst Versteck.


Spielzeug liegt an jedem Ort,
doch eines Tages ist es fort,
die Kinder sind uns nur kurz geliehen,
bis sie erwachsen von uns ziehen.


Dann wird auch geputzt und aufgeräumt,
dann läuft der Haushalt wie erträumt,
doch jetzt freuen wir uns an unseren Gören,
und lassen uns dabei nicht stören!


In diesem Sinne sei ganz lieb gegrüßt :-)

Beitrag von manscho 11.02.11 - 21:38 Uhr

hi,

ich musste etwas schmunzeln bei Deinem Bericht;-)Schieb Deinen Stresspegel auf die Hormone, da kommst Du bestimmt nach der Entbindung wieder runter:-p

Hier fegen täglich 3 Chaoten durchs Haus (18 Monate, 3,5 J, 34J) und nur mir ist Ordnung und Sauberkeit wichtig.
Aber ich kann Dich beruhigen, man kann ohne allzuviel Aufwand einen akzeptablen Zustand bewahren.
Wenn der Kleine nach dem Mittagessen schläft wird die Große mal angehalten ne halbe Stunde zu basteln etc...in dieser Zeit kann ich schnell saugen und bB wischen und aufräumen. Somit sind alle Mittagessenreste und Kochchaos etc beseitigt. Abends nach dem Zubettbringen nochmal 15 Minuten Ordnung schaffen, fertig. Das geht auch mit 2 Kindern#cool Die spielen bei uns übrigens auch mal schön miteinander im Kizi und brauchen dabei keine Erwachsenen#aha. Oder helfen mal mit.
Ich finde nicht das Kinder eine Rechtfertigung für Chaos sind. Und nur weil jemand seinen Haushalt auf die Reihe kriegt heißt das nicht, dass er sich nicht mit den Kindern beschäftigt#augen.

LG m.