neues Urteil: nachehelicher Unterhalt nach erneuter Heirat

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von manavgat 11.02.11 - 13:18 Uhr

kuckt ihr:

http://www.focus.de/finanzen/recht/verfassungsgericht-geschiedene-werden-finanziell-besser-gestellt_aid_599026.html


Das wurde ja auch Zeit!


Gruß

Manavgat

Beitrag von harveypet 11.02.11 - 13:44 Uhr

prima, dann gibt es auch für die Exen nicht Mehr! weil jemand in fester Beziehung lebt also ANGEBLICH weniger Wohnkosten hat.

Beitrag von xxtanja18xx 11.02.11 - 14:29 Uhr

Mal eine Frage.

Wielange bekommt man denn den Unterhalt für sich selber?

Ich dacht nur im Trennungsjahr.

Lg

Beitrag von majale1 11.02.11 - 16:42 Uhr

Also,wenn ich das richtig verstehe,soll eine Ex- auch noch dafür belohnt werden,daß sie sich reich-geheiratet hatte?

Da platzt mir doch der Kragen..

Mein Mann war verheiratet und wurde von ihr verlassen (schade daß es die Schuld-Frage nicht mehr gibt!!),nachdem sie ihn Monatelang betrogen hatte.So,nachdem ihr ihre reichen Eltern den Geldhahn zugedreht haben,weil sie mit ihrem Neuen absolut nicht einverstanden waren,forderte sie mehr und mehr Geld...was sie ja dank der deutschen Rechtsprechung auch bekam.(700€/Monat)Selbst Arbeiten mußte sie ja nicht...hatte ja das gemeinsame Kind unter 3 Jahren.

Dann zog sie zu ihrem neuen Freund und bekam,da ja noch nicht in einer gefestigten Beziehung (2 Jahre...blablabla),weiterhin den nachehelichen Unterhalt - wie schon oben angeführt - 700€ pro Monat.

Wir wollten gerne ein gemeinsames Kind,was aber aufgrund der Zahlungen an die EX nicht möglich war.#schmoll
Und dann kam der Burner :

Madame wurde schwanger #schock !!Toll,kann man sich ja auch problemlos leisten...

Mit der Geburt bekam sie dann Gott sei Dank nix mehr von uns (meinem Mann),mußte jetzt ja der Neue blechen...von dem sie sich wieder getrennt hat...es ist ein Endlosthema...

Aber warum darf sich EINE ewig auf einem nicht mehr vorhandenen Standard ausruhen??

So,darüber darf auch mal nachgedacht werden...

Veronika

Beitrag von hinterwaeldlerin09 11.02.11 - 17:04 Uhr

Hallo,

so berechtigt deine Wut auch sein mag, erschließt sich mir aus deinem posting noch nicht, wie sie sich auf 700€ "ausruhen" konnte, so stellst du es jedenfalls dar. Wenn ihre Eltern ihr den Geldhahn zu drehten...wie hat sie das geschafft ohne Arbeiten?

Also da von "reich heiraten" zu sprechen....#kratz

lg die hinterwäldlerin


Beitrag von majale1 11.02.11 - 21:51 Uhr

Tja ganz einfach,ab dem Moment wo sie den nachehelichen Unterhalt sicher hatte,konnte sie auf einmal 80% arbeiten!Macht in Zahlen : 1200€ Netto,700€ Unterhalt,150€ KG,300 € KU und einen Freund der 100% arbeitet wobei alles andere vorher schon reicht,oder?

gruesse

Veronika

Beitrag von hinterwaeldlerin09 12.02.11 - 14:33 Uhr

Mein lieber Schwan! Da steht sie ja ganz gut da.

Wieviel hat sie zu dem finanziellen Erfolg ihres Mannes in der Ehe beigetragen? Hat sie damals nicht gearbeitet, sondern ihm den Rücken freigehalten?

Beitrag von majale1 12.02.11 - 21:20 Uhr

Naja,stand gut da,jetzt kriegt sie ja nix mehr außer KU.

Sie hat gearbeitet,bis zur Geburt des gemeinsamen Sohnes ´03 (Heirat ´02).Danach war sie zu Hause,hat sich als der Knirps 2 Jahre alt war,getrennt.

Ergo bekam sie für 3 Jahre Ehe anfangs bis zu 1500€ Trennungsunterhalt.Nach der Scheidung eben die genannten 700€...

Das meinte ich mit "reich geheiratet" und "auf dem nicht mehr vorhandenen Standard ausruhen"

Beitrag von hinterwaeldlerin09 11.02.11 - 17:00 Uhr

Tja,

der deutsche Staat scheint sich dazu entschieden zu haben, die Anzahl von Frauen, die ein Kerl in den sozialen Abstieg drängen kann und die dann vom Gemeinwesen alimentiert werden müssen, doch begrenzt zu halten.

Heiraten ist halt eine ernste Sache.

lg die hinterwäldlerin

Beitrag von whitewitch 11.02.11 - 17:34 Uhr

Für mich ein absoluter Rückschritt. Ich bin der Meinung das eine Frau arbeiten gehen kann, nach einer Scheidung! Mit welchem Recht lässt sie sich weiter aushalten von ihrem Mann? Warum muss ein ExMann überhaupt für seine ExFrau zahlen?? Wundert mich dann auch nicht wenn Männer nicht mehr heiraten wollen.

Desweiteren zählt für mich die Aussage der Frauen nicht, wenn sie sagen ich habe doch den Haushalt gemacht und die Kinder großgezogen?? Klasse Leistung wenn man bedenkt, das andere auch noch arbeiten gehen und den Haushalt plus Kindererziehung schaffen.

Gut ist diese Entscheidung sicher für die, die arbeiten gegangen sind, aber nicht genug verdient haben (weil der Job nicht mehr Lohn hergibt)

Aber das ist ja super, dann gehe ich die nächsten 24 Jahre auf 400 Eurobasis arbeiten, lasse mich dann scheiden und mache den Reibach.

Ich bin eigenständig genug (habe schon eine Scheidung hinter mir) nicht auf meinen Exmann angewiesen zu sein und ich bin Frau genug, arbeiten zu gehen, zwei Kinder zu betreuen und den Haushalt zu schmeißen.

Erreichter Lebensstandard muss gesichert werden? Dann muss die Frau arbeiten gehen um sich den Lebenstandard den sie durch ihren Mann genossen hat zu finanzieren.

Wenn man etwas beendet, dann doch richtig. Ich möchte nicht jeden Monat den Namen meines Ex auf meinem kontoauszug sehen!

VG

Beitrag von marienkaefer1985 11.02.11 - 17:37 Uhr

#pro

Genauso sehe ich es auch!

Klar, wenn man kleine Kinder hat, die noch betreut werden müssen, ist es ggf. auch noch mal etwas anderes, aber ansonsten absolut meine Meinung.

Ich hätte gar keine Lust darauf, mich von meinem Mann aushalten zu lassen...

Getrennt ist getrennt, ab da sollte man auch selbst über die Runden kommen, hat ja vor der Ehe sicher auch geklappt ;-)

Beitrag von whitewitch 11.02.11 - 17:42 Uhr

Nun ich sehe das ja auch aus einer anderen Sicht, ich würde das nicht toll finden wenn ich viel verdiene und mein Mann wenig, dann hätte er ja die Möglichkeit Ehegattenunterhalt zu bekommen (so weit ich weiß). Ich vertrete immer den Standpunkt: Was ich selbst nicht möchte das mir man tut, das füg ich auch keinem anderen zu.

Aber weibliche und männliche Raffzähne und Menschen die den Hals nicht voll kriegen gibt es überall.

Beitrag von king.with.deckchair 12.02.11 - 22:08 Uhr

Du hast offenbar nicht begriffen, worum es ging.

Beitrag von whitewitch 12.02.11 - 23:04 Uhr

Ich habe das sehr wohl verstanden, aber da du eh nur auf Streit aus bist, werde ich das hier gar nicht weiter vertiefen!;-)

Beitrag von ppg 11.02.11 - 18:05 Uhr

Ehrlich ich verstehe nicht, das ausgerechnet Du, eine Frontkämpferin für Frauenrechte, ein solches Urteil bejubelst, das eindeutig in die "Frauen - zurück - an -den- Herd " - Ecke gehört.

Ein schwerer Schlag für Emazipation, Frauenquote, Gleiches Geld für gleiche Arbeit. Kurzum ein Schlag ins Gesicht für jede unabhänige und stolze Frau.

Eigentlich hatte ich Dich da zugehörig gezählt.

Ute

Beitrag von manavgat 11.02.11 - 18:25 Uhr

da bist Du leider auf die Propaganda reingefallen.

Es geht darum, dass Frauen (oft auch auf Wunsch des Mannes) beruflich zurückstecken für die Kinder, um ihn bei der Karriere den Rücken freizuhalten. Es ist nicht mein Modell, aber das muss es ja auch nicht.

Wenn der Kerl dann nach einigen Jahren keinen Bock mehr auf seine Frau hat, dann erneute heiratet und wieder seinen Samen verstreut...., dann sagt es sich leicht: sie kann ja arbeiten gehen. Ausbildung und Studium sind dann, je nach Auszeit, nichts mehr wert und unser Arbeitsmarkt diskriminiert Frauen schon ab Mitte 30!

Erst gehören diese Sch... 400 Euro Jobs abgeschafft, dann brauchen wir die Quote und zwar auf allen Ebenen sowie gute und zeitlich flexible Kinderbetreuung und dann hat sich die Frage nach Unterhalt ohnehin erledigt, weil beide Partner gleich verdienen. Sofern sie aber das traditionelle Familienmodell wählen, ist es nicht einzusehen, dass der Steuerzahler nachher dafür aufkommt!

Die Frage nach Unterhalt hat nichts mit Emanzipation zu tun. Es muss ja auch nicht zwingend die Frau sein, die in ihrer Existenz geschützt wird. Es kann nicht sein, dass ein Partner alles stehen und liegen lässt und der andere den totalen Absturz erlebt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von whitewitch 11.02.11 - 22:20 Uhr

Nun eine Frau die zu Liebe des Mannes zurück steckt tut dies doch sicher nicht nur zu liebe des Mannes. Sie tut es doch sicher auch weil sie weiß, dass sie dank ihres Mannes ihr auskommen hat. Ich finde Frauen die zu Hause sind haben oft keine Lust zum arbeiten. Ganz ehrlich müsste ich nicht arbeiten würde ich es nicht tun. Da aber eine Ehe nicht davor schützt verlassen zu werden muss ich doch auch Frau genug sein, schon daran zu denken und dabei in der Lage zu sein für das Leben vorzusorgen. Mir braucht keine Frau rumjammern, jeder ist in der Lage auch in einer Ehe dafür zu sorgen, dass man im Fall aller Fälle auch ohne den Mann klar kommt. Und wer sagt, dass der Kerl keinen Bock mehr hat?? Gibt es doch auch genug Frauen die sich trennen, weil sie wissen, dass sie dank ihres Mannes ihr auskommen haben.

Als Mann oder als Frau habe ich unter diesen Umständen gar keine Lust zu heiraten, wenn ich dann Angst haben muss nach Jahren abgezockt zu werden! Wobei ich sagen muss, das ich bei uns der Geringverdiener bin und derzeit mit meinem Lohn nicht alleine meine Kinder ernähren könnte. Dann muss ich den Arsch hochkriegen und mehr arbeiten gehen!! Von meinem "Mann" will ich keinen Cent. Diese Blöße würde ich mir schon gar nicht geben wollen!

Beitrag von manavgat 12.02.11 - 11:32 Uhr

Du würdest also auf Unterhalt verzichten, obwohl dieser Unterhalt Dir und Deinen Kindern dann ein geregeltes Zuhause ermöglichen könnte? und obwohl Du dann - vermutlich - mir Steuerzahler auf der Tasche liegen würdest?

Deine Einstellung ist naiv.

Die Frau um die es bei der Klage ging war übrigens fast ein Viertel Jahrhundert verheiratet...

Gruß

Manavgat

Beitrag von whitewitch 12.02.11 - 12:05 Uhr

Siehst du, du willst gar nicht lesen was ich geschrieben habe!

Eine Vermutung, obwohl ich ganz klar geschrieben habe, das ich sicher nicht zu denen gehöre die danach vor dem finanziellen Ruin stehen. Denn ich bin Frau genug, auch mehr arbeiten zu gehen und mit dem Geld meine Kinder großzuziehen!!!!! Momentan brauche ich nicht mehr arbeiten, müsste ich es würde ich es tun um eben nicht von einem dann Ex abhängig sein zu müssen!


"Die Frau um die es bei der Klage ging war übrigens fast ein Viertel Jahrhundert verheiratet... "

Und?? Wäre sie immer arbeiten gegangen dann hätte die das Problem nicht gehabt!

Beitrag von manavgat 12.02.11 - 12:13 Uhr

Sie hat kein Problem.

Der Unterhalt steht ihr zu. Die Aufteilung war von den Eheleuten so gewählt.

Gruß

Manavgat

Beitrag von xxtanja18xx 11.02.11 - 20:52 Uhr

Ich bin ja nur froh, das der Mann den ich leider mal geheiratet habe, nichts von all dem weiß...sonst würde ICH wohl alt aussehen...

Manche Gesetzte sind einfach für die Mülltonne...

Beitrag von tabea33 12.02.11 - 14:22 Uhr

Jetzt verwirrst du mich aber. Meinen "Aufruf" zum Heiraten hast du mit diesem Text kommentiert:

Tabea,
Dein Rat ist völlig bekloppt!
Ohne Ehevertrag, steht eine Frau nach einer Scheidung auch mit leeren Händen da. Warum? Weil das Scheidungsrecht geändert worden ist.
Ich gebe Dir Recht, dass eine Ehe rein finanzielle Vorteile hat: Steuerrecht, Erbrecht + Krankenversicherung.
Aber: die Ehe (ohne Ehevertrag) schützt keinesfalls vor dem finanziellen Absturz im Scheidungsfall.
Du bist komplett auf dem Holzweg.

siehe hier:
http://www.urbia.de/forum/index.html?area=complete&bid=12&tid=2359254

Klar wird es durch das neue Urteil wieder günstiger für die Ex. Aber vorher war es auch schon besser, man war verheiratet. Natürlich schützt die Ehe nicht vor dem finanziellen Absturz im Scheidungsfall. Aber es gibt immerhin eine Chance auf Versorgung. Diese Chance ist auch gar nicht mal so gering, außerhalb der allgemeinen Wahrnehmung gibt es tatsächlich auch noch Menschen, die ganz gut verdienen.

Die unverheiratete Frau hat null Chance. Komplett auf dem Holzweg ist wohl was anderes.

Gruß Tabea

Beitrag von manavgat 12.02.11 - 16:28 Uhr

du schmeisst alles durcheinander.

Macht aber nix.

Gruß

Manavgat

Beitrag von tabea33 12.02.11 - 18:16 Uhr

Aber wer nie geheiratet hat, der wird wohl auch von deinem Urteil nicht tangiert - oder?